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Re: Unimog 2010, Vom Elsass zurück nach Deutschland
Verfasst: 09.11.2025, 08:43
von Winni59
Der kleine, benötigte Zapfenschlüssel war auch rasch hergestellt.
P.S.
Im recht schönen Buch "Der Hebelstossdämpfer" hat sich auf Seite 25 ein kleiner Fehler bei der Größe der beiden Vulkanfiberdichtungen für den Mitnehmer eingeschlichen. Siehe Foto.
Re: Unimog 2010, Vom Elsass zurück nach Deutschland
Verfasst: 09.11.2025, 19:52
von ogvpeter
Super Winni-
danke für Deine Mitteilung . Die neue Größe habe ich sofort in diesem Heft berichtigt
Der Zapfenschlüssel sieht wirklich gut aus ( hatte ich damals leider nicht )
Gruß Peter
Re: Unimog 2010, Vom Elsass zurück nach Deutschland
Verfasst: 10.11.2025, 13:25
von Winni59
@ Peter
Gerne geschehen, keine Ursache.
Re: Unimog 2010, Vom Elsass zurück nach Deutschland
Verfasst: 10.11.2025, 13:42
von Winni59
Die Vorbereitungen an den Hebelstossdämpfern gehen weiter.
Die an den Deckeln montiert gewesenen Schmiernippel habe ich durch Schrauben M8x1 ersetzt, deren Überlänge auf die üblichen 6mm gekürzt.
Vulkanfiberdichtungen für die Verschlußschrauben der Ventilpfade plus Öleinfüllschraube am Deckel konnte ich ausfindig machen. Nicht jedoch die Vulkanfiberdichtungen 7,8x14x0,5mm für den Mitnehmer.
Habe daher die vorhandenen Dichtungen auf 1000er Schmirgelpapier nur sanft von ihren Belägen befreit und wieder eingesetzt.
Die Deckeldichtungen habe ich aus einem DINA4 Dichtungsblatt ausgeschnitten.
Dann noch die Ventilfedern der "0-Seite" und "H-Seite" auf die im Buch Hebelstossdämpfer angeführten Umdrehungsanzahl vorgespannt. Das Feintunig auf die im Buch genannten Werte erfolgt dann nach dem Öl einfüllen mit einer Federwaage.
Re: Unimog 2010, Vom Elsass zurück nach Deutschland
Verfasst: 11.11.2025, 19:04
von Winni59
Heute habe ich die alten Dämpfergummis von den Hebeln der Hebelstossdämpfer entfernt. Im Bereich der Gabelstücke ging das an drei Stück nur mit etwas Nachdruck, da die Bolzen/Hülsen sich sträubten.
Am vierten Gabelstück ließ sich der Bolzen auch auf der Hydraulikpresse beim Landmaschinenbetrieb nicht lösen, er saß völlig in der Hülse fest. Also kurzerhand abgeflext und im Nachgang Neuteile auf der Drehbank gefertigt. Die Gabelstücke habe ich auch durch aufschweißen/nachfeilen so nachgearbeitet, dass die Verdrehsicherung der Bolzen wieder funktioniert. Neue Dämpfergummis sind bestellt.
Re: Unimog 2010, Vom Elsass zurück nach Deutschland
Verfasst: 12.11.2025, 16:13
von Winni59
An den kürzlich erworbenen Hebelstossdämpfern habe ich nun durch die Hebelstellung noch bemerkt, dass zwei davon mit der "0-Seite" Richtung Getriebe schauend montiert gewesen sein müssen.
Also kurzerhand die Hebel mit einem Zweiarmabzieher gelöst und korrekt montiert. Dazu noch die eingetroffenen neuen Gummipuffer plus der Hülsen in die Hebelaugen eingesetzt.
An der hinteren Zapfwelle konnte ich nach längerem Einwirken lassen auch das Schiebestück lösen. Danach die Vielkeilprofile gereingt.
An der vorderen Zapfwelle habe ich das defekte Kreuzgelenk demontiert (auch wenn deren Verwendung noch offen ist).
Re: Unimog 2010, Vom Elsass zurück nach Deutschland
Verfasst: 13.11.2025, 19:36
von Winni59
Jetzt liefen auch schon die ersten Einstellversuche an zwei Hebelstoßdämpfern. Die Richtung stimmt schon mal, Feintuning folgt. Die Anfangskräfte sind höher, wenn man den Zug am Hebel schlagartig startet, gehen danach runter.
Die Frage ist also, ob diese ersten, höheren Kräfte den Sollwerten entsprechen sollen, oder die Kräfte bei gleichmäßigem Zug.
Werde hier noch einen Experten fragen.
Auch die Zugrichtung, also Stellung zum Hebel hat Einfluss auf die aufzuwendende Kraft. D.h. über den ganzen Hebelweg genau in der Senkrechten zu ziehen, wie ich es jetzt mal gemacht habe, verfälscht die Werte etwas, mit Ausnahme bei der waagerechten Hebelstellung.
Re: Unimog 2010, Vom Elsass zurück nach Deutschland
Verfasst: 14.11.2025, 10:49
von Helmut Schmitz
Hallo Winni
die Belastung ist abhängig vom Kraftanstieg und Zeit. Bei den Werten ist eigentlich die zugehörige Frequenz anzugeben. Das Extrembeispiel, wenn du mit dem Hammer auf den Hebel schlägst wäre vergleichbar, wenn du mit Höchstgeschwindigkeit in ein tiefes Schlagloch fährst, oder Gegenteil, wenn du mit Kriechgeschwindigkeit die gleiche Stelle überfährst, eine durchaus realistische Situation.
Stoßdämpfer werden in betriebswarmem Zustand geprüft, die Ölviscosität spiel dabei eine erhebliche Rolle.
Re: Unimog 2010, Vom Elsass zurück nach Deutschland
Verfasst: 14.11.2025, 15:51
von Winni59
Hallo Helmut
Danke für deine Inputs.
Ich verwende das Öl, wie im Buch empfohlen. Eine Einstellung bei Betriebstemperatur wirft auch die Frage auf, welche dies ist bzw. herangezogen wird. Könnte mir vorstellen, dass dies zumindest in der Serienzeit der Hebelstossdämpfer noch nicht Praxis war, habe keine Info dazu.
Ich gehe erstmal davon aus, dass die im Buch genannten Einstellwerte die üblichen Hobbybetriebsbedingungen abdecken. Aber die ersten Fahrten werden es zeigen.
Wünsche damit allen ein schönes Wochenende.
Re: Unimog 2010, Vom Elsass zurück nach Deutschland
Verfasst: 18.11.2025, 18:33
von Winni59
Auch die Zerlegearbeit im Bereich vordere Schubkugel / Getriebe ist nun gestartet, um dort eine neue Flachdichtung plus O-Ring, Simmering einzusetzen. Auch ein neuer Docht liegt bereit. Für bessere Zugänglichkeit habe ich noch den Batteriekasten abgenommen.
Und auch die rechte, untere Schraube des Zapfwellenabtriebs, um das Schubkugelgehäuse längs etwas mehr schieben zu können.
In Zuge dieser Arbeit werden dann auch die ramponierten Batteriekabel erneuert.
Re: Unimog 2010, Vom Elsass zurück nach Deutschland
Verfasst: 20.11.2025, 17:03
von Winni59
Etwas erschwert ließ sich der Flansch demontieren, aber Hauptsache raus

.
Im Zuge der Demontage festgestellt, dass kein Docht in der zentralen Schraube saß, danach aber gelernt, dass der Docht hinter der Schraube in der Welle sitzt
Muss also noch einen Blick in die Welle werfen
Aber der üblicherweise an der Flanschrückseite sitzende große O-Ring fehlte wirklich. Beides wird im Zuge der Montage dann platziert.
Der Simmering zeigte sich sehr hart und verschlissen, es war also höchste Zeit für den Tausch.
Einfach super, wenn man für solche Arbeiten das Sonderwerkzeug ausgeliehen bekommt, damit besten Dank an J.G.
Re: Unimog 2010, Vom Elsass zurück nach Deutschland
Verfasst: 22.11.2025, 17:28
von Winni59
Nun konnte ich auch den alten Docht mit Hilfe einer dünnen Spax herausziehen.
Dieser war hinter der Ölbohrung platziert, sodass seine Tröpfchenölfunktion nicht gegeben war.
Ansonsten warte ich für die Re-Montage des Flansches / Schubrohr nur noch auf bestellten 10.9er Sechskant- und Senkschrauben sowie einige wenige Grad Plustemperatur, damit sich die anzubringende Dichtungsmasse auch sachgerecht verarbeiten lässt.
Re: Unimog 2010, Vom Elsass zurück nach Deutschland
Verfasst: 23.11.2025, 12:51
von Winni59
Lenkung Fulmina 25:
Vor ca. eineinhalb Wochen konnte ich eine Fulmina 25 erstehen, die kein spürbares Spiel im Antrieb zeigt. Sie hat damit das Potential, in den U2010 integriert zu werden.
Werde dies aber erst entscheiden, wenn ich im Fahrbetrieb einen besseren Eindruck zur derzeit eingebauten Lenkung gewonnen habe. Die weißt nunmehr ein auch schon geringes Lenkradspiel von nur ca. 2cm auf.
Re: Unimog 2010, Vom Elsass zurück nach Deutschland
Verfasst: 25.11.2025, 18:23
von Winni59
Für die Re-Montage des Flansches sind heute die 10.9er Sechskant - und Senkschrauben (hier Inbus statt Schlitz) eingetroffen. Den nach heutiger Norm größeren Kopfdurchmesser der Senkschrauben habe ich auf der Drehbank angepasst.
Anfang nächster Woche stellen sich evtl. wieder ausreichend Plustemperatur ein, die für das Verarbeiten der Dichtungsmasse nötig sind. Dann wird montiert.
Re: Unimog 2010, Vom Elsass zurück nach Deutschland
Verfasst: 26.11.2025, 23:29
von Helmut Schmitz
Hallo
Schraubengüte 10.9 und galvanisch verzinkt ist wegen der Wasserstoffversprödung schon kritisch. Die würde ich zumindest ein paar Stunden im Backofen nachbehandeln. Besser wäre Schrauben mit zinklamellenbeschichtung.