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Unimog 404 für die Breslaurallye

Verfasst: 18.07.2010, 21:12
von Kornfeld-Maschinenbau
Hallo,

auf vielfachen Wunsch stelle ich einen Beitrag über meinen Rallyemog ein.

Ich werde in unregelmässig aktualisieren. Insbesonderem was Umbauten und
deren Resultate betrifft.


Aktuell ist er nach der 2010 Breslau zum wiederaufbau zerlegt.

Neuerungen wie Multipointinjection mit elektronischer Zündung
sowie Scheibenbremsen mit Beadlockfelgen werden jetzt vorgesehen.
sowie weitere Gewichtsmodifizierungen um unter 2,6 t zu kommen.

Verfasst: 18.07.2010, 21:18
von Kornfeld-Maschinenbau
Noch ein paar Bilder von der Breslau 2010

Verfasst: 18.07.2010, 21:23
von Kornfeld-Maschinenbau
Auch mit einer verdammt übel abgeknickten Spurstange konnten wir zwei Runden im Prolog zu Ende fahren. Am Anfang der zweiten Runden hatten wir einen verdammt grossen Betonbrocken aufgepickt.

Durchhaltewille und ein gutes Fahrzeug sind da von nöten. Jeder zweite Geländewagen wäre da schon fertig gewesen.

Wechsel der selbigen dauerte gerade mal 30 min. und es ging weiter zur Augustusbrücke.

Seht das Bild genau an und betrachtet mal den Radstand.

Verfasst: 18.07.2010, 21:39
von Torsten Pohl
Ma also
Ideen und Träumereien zum Thema 404 und Breslau gabs schon immer einige endlich mal jemand ders durchgezogen hat!!!!
Freue mich schon auf deine Umbauberichte.
Gerade was Bedlock und Scheibenbremse in Verbindung mit Tüv angeht (wenns getüvt wird!) bin ich mehr wie neugierig.

Tschau Torsten

PS. Suche historische Aufnahmen Paris-Dakar, von den seltenen Einsätzen des 404 als Versorgungs/Rallyfahrzeug!

Verfasst: 18.07.2010, 21:44
von Jürgen-Fahlbusch
Hallo Bo,

Klasse, auch ich freue mich schon auf Deine Bauberichte.

Alles ist interessant, Angefangen bei so banalen Dingen wie die richtige Sicherheitsausrüstung, Überrollkäfig und Sitze bis

Ja, bis wir Deinen Mog genau kennen ohne dass Du der Konkurrenz zuviel veraten hast.

Mach weiter

Verfasst: 18.07.2010, 22:25
von geländefreakmv
Hallo . Ich bin auch auf deine weitern beiträge gespannt . Hast du Servo ? Oder wie hast du das Lenkrad mit der spur festhalten können ??Hast du auch paar nah aufnamen vom Mog ? Käfig anschraub punkte und so ?
Gruß Roger

Verfasst: 19.07.2010, 19:35
von Kornfeld-Maschinenbau
So auf eure Fragen gibt es alle Antworten.

Also Scheibenbremse ist in Deutschland nicht mit dem Tüv in einklang zu bringen.

Thorsten sollte die möglichkeit kennen.
Sie stammt von Dani T. und wird durch mich überarbeitet.
Orginale Unimog Felgen sind dann nicht mehr möglich.

Ich werd Hummer Beadlockfelgen verwenden und Super Swamper Boggers montieren ( eine höllisch gute mischung im Tiefschlamm).
Sollten sogar besser als die momentan verwendeten Conti AC 70 sein.


Die Lenkung ist natürlich eine Servolenkung vom 406 anders macht Mogfahren nur bedingt Spass.

Der Rahmen hat einen grossen Überrollbügel von dem sind entkoppelt das Haus mit eigenem integrierten Käfig nach FIA Statuten sowie der Aufbau ebenfalls frei, um verwindung zu zulassen. Das ganze wird durch ein paar Astabweiser vor der Hütte zum Schutz der Scheibe garniert.


Es gibt eine große hydraulische 5 T. Rotzler Rahmenseilwinde nach vorne und eine elektrische Warn mit 4,1t nach hinten als letzter Notanker.

Hinten fahr ich ein Doppelstoßdämpfersystem, vorne folgt das gleiche dieses Jahr noch.

Als Energie hab ich 4 x eine gelbe Optima die zu 24 Volt in Reihe bzw parallel geschaltet sind. Damit kann man auch mal ein paar Stunden ohne Generator fahren.

Kühlung bis zum abwinken mit, einen grossen verstärktem Baumaschinenkühler und einen kleinen 404 Kühler mit E-Lüftern sowie zwei Ölkühler.
Einer davon ist leider daran schuld das wir in der 5. Etappe abrechen mussten. Es ist die Verschraubung an der Schweissnaht gerissen mit anschliessenden Ölverlust und Totalzerstörung meines Motors innerhalb von 1-2 Min.

Wir hatten nach dem überbrücken des Ölkühlers und neuem Öl nur noch 0,5 bar Druck bei kaltem Öl und Vollgas.

Hab die Tage mal Schadensaufnahme gemacht:

KW erledigt, Pleul krumm, Hauplagergasse Schrott, alle Lager weg und das nach ca. 100 m ohne Öl bei Vollast im Sand.

Auf dem einen Pic. sieht man noch die schwarzen Punkte und den Fleck in der Haube von dem Öl.

Und ja. Der Waschplatz hat einen Ölabscheider.

Verfasst: 19.07.2010, 19:46
von Kornfeld-Maschinenbau
Hier mal ein paar Bilder aus vergangen Tagen.

So sah er mal vorher aus.

Im letzten Bild haben wir gerade versucht eine Winde die niemals so in leicht Fahrzeuge kommt zu integrieren.

Die Schweissnäht sind übrigens nur Haltehilfen. Im nächstens Beitrag könnt ihr die Orginal Halterung von Hinten betrachten.

Eher zerreisst der gesamte Rahmen bevor die Winde abgeht, wie es bei vielen Geländewagen passiert.

Verfasst: 19.07.2010, 19:48
von Kornfeld-Maschinenbau
So unt jetzt noch ein paar Pics. vom Aufbau.

Verfasst: 19.07.2010, 23:23
von caracal
:D Geil das H-Kennzeichen :D

Allein die Filter und Kühleranlage auf der Ladefläche ein Augenschmauß :thumbup:
Du hast natürlich mit nem Metallbau die perfekten Voraussetzungen ein guter freund von mir hat auch eine Metallbaufirma somit kann ich dort zur not mal etwas kanten ,fräsen,drehen usw.(wenn er Zeit hat) ansonsten kann ich mir inzwischen schon ganz gut selber helfen :D
An so eine Perfektion wie bei dir komme ich in meiner Schrauberwerkstatt natürlich nicht heran :wink: allein finanziell :lol:

Verfasst: 20.07.2010, 09:59
von Carl-S.
Moin,

ja Boris - schöne Bilder!
Ich kenne ihn ja live und hab die entwicklung etwas miterlebt - schon interessant und toll was du da machbar machst mit dem 404...
Tja halt schade um "meinen" ex M130 - schon wieder kaputt.... :wink: :? Naja diesmal wenigstens nicht durch nen Wasserloch wie bei mir damals... :? :wink:
Hätte es euch gegönnt bis zum Ziel zu kommen!

Verfasst: 20.07.2010, 21:22
von Kornfeld-Maschinenbau
caracal hat geschrieben::D Geil das H-Kennzeichen :D

:wink: allein finanziell :lol:


Ja, No body is perfect! Und an Geldmangel liegt es nicht.

Aber genug, das Thema war schon einige mal hier in Diskussion.

Klar habe ich vielleicht ein paar gute möglichkeiten, dennoch muss man bedenken Geld und Ideen reichen nicht immer aus.

Viele Versuche und Rückschläge haben das Gesamtwerk erschaffen.
Es ist auch nicht gerade einfach so etwas zeitlich umzusetzen.


Aktuell wird gerade eine neue Kurbelwelle poliert und dann mit meiner Schwungmasse zusammen gewuchtet. Der Block bekommt noch eine neue Hauptlagergasse.

Der Kopf wird so bleiben. Der Augenmerk liegt momentan auf dem Saugrohr was komplett neu gefertigt werden muss um 6 Stück 40mm
Einzeldrosselklappen zu tragen.

Die Steuerung wird eine kMS MD 35 übernehmen.

Genaueres wird aber noch folgen.


Mfg Bo

Verfasst: 20.07.2010, 21:45
von Kornfeld-Maschinenbau
Carl-S. hat geschrieben:Moin,

Tja halt schade um "meinen" ex M130 - schon wieder kaputt.... :wink: :? Naja diesmal wenigstens nicht durch nen Wasserloch wie bei mir damals... :? :wink:
Hätte es euch gegönnt bis zum Ziel zu kommen!

Hi Carl,

nach echt stressigen Vorbereitungen war es doof das er ausgefallen ist.
Bei der Breslau ist aber der Weg das Ziel und ankommen die Krönung.
Wir haben so viele Anregungen mitgenommen was wir noch optimieren können und werden.

Es war übrigens nicht deine ex. Maschine. Die feuert meinen anderen Mog.

Noch mal ein Bild vom Reinigen. Da sieht man auch den negativen Sturz von der krummen Vorderachse.

Verfasst: 21.07.2010, 00:43
von Carl-S.
Achso, naja wo ich das letzte mal bei dir war dachte ich wär noch mein "erster" M130 im blauen Mog gewesen - aber du tauscht das ja schneller als man es sich merken kann... :shock: :wink: :D
Naja dann hoffen wir mal das der Motor nochmal zu machen ist und wieder gut läuft beim nächsten mal!

Verfasst: 21.07.2010, 08:57
von Kornfeld-Maschinenbau
Hi Carl,

nach dem der Block bei Probeläufen immer Druck im Kühlwasser aufbaute.
Hatten wir alle Register gezogen und den Motor aus dem schwarzen in den blauen gesteckt. Der Termin wurde merklich knapp. An deinem ex.waren die Laufbuchsen nicht tief genug versenkt und ich musste den Block abplanen.

Aber Recht hast du Motorentausch ist bei mir eine Standartarbeit. :?

Wir hatten beide Motoren bestimmt vor der Breslau je 3x hier auf der Werkbank liegen. Der ursprüngliche Ersatzmotor dür den Rallyemog hatte
im Kettenkasten einen Riss. :evil: und ist somit tot.
Ersatz beschaffte ich mir mittlerweile mit M110 Blöcken die fast identisch sind.

Jetzt kannst du bestimmt mein Zeitproblem vor der Rallye nachvollziehen.


Gruß bo