Unimog 425/435/437 als Wohnmobil - was ist wichtig?

Hier geht es um Umbauten & Reisen mit dem Unimog.

Unimog 425/435/437 als Wohnmobil - was ist wichtig?

Beitragvon MarkusG. » 20.05.2006, 18:15

Hallo Unimog-community,

ich habe keine Erfahrung mit einem Mog! Ich besitze einen Landy Serie IIa aus 1965 - nur so zum Spass für Wochenende!

Da wir gerne im Womo Urlaub machen (bisher im gemietete Ducato vom Händler) läßt mich der Gedanke nicht mehr los einen Unimog mit Expeditionskabine zu besitzten.

Was ist wichtig bei diesem "Abenteuer"(?!?)
Wir haben grds. nicht vor Überseereisen zu machen!
Ich gehe davon aus, dass er hauptsächlich befestigte Staßen sehen wird?
Wo komme ich an zuverlässige Händler/Anbieter heran?
Gibt es Geheimtipps wo es Feuerwehrmogs gibt?
Sind Militärmogs eine Basis?
Was kostet ein Mog im Jahr an Steuer/Versicherung?
Wie hoch ist der Kraftstoffverbrauch?
Wie hoch ist die Reisegeschwindigkeit?
Welche Preisspanne ist angemessen?

Für eure Mühe bedanke ich mich im Voraus - wenn Fragen offen bleiben ist kein Problem-...

Grüße aus dem Saarland

Euer Markus Groß
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Beitragvon AndreasU1300 » 20.05.2006, 19:34

Hallo Markus

Willkommen bei den Mogverrückten!!!

Ganz schön viele Fragen auf einmal.

Die Beschaffung eines Fahrzeugs ist nicht das Problem, höchstens der Preis.
schau mal bei
www.padh.de
Der hat eine große Auswahl aber auch heftige Preise.
Manchmal ist auch bei mobile. de etwas zu finden.

Wir haben eine ex BW 1300 als Basis genommen, ist bei einigen Fahrzeugen natürlich mit etwas Arbeit verbunden um sie optisch und technisch wieder auf Vordermann zu bringen. Aber wenn Du Zeit und Platz hast läßt sich auch das bewältigen.

Bei den Steuern ist eine Antwort nicht so genau möglich, da z. Zt. noch die Steuererhöhung ein heises Thema bei unserer Regierung ist.
Bei den Womo´s wird´s wohl teuer, aber bei einer Zulassung als LKW kommst Du mit ca. 450,-¤ im Jahr hin je nach zGg.
Versicherung kommt auf Deine Prozente und die Vers. Gesellschaft an, wir zahlen für unseren 426,-¤ im Jahr.

Verbrauch, auf der Strasse ca. 20l bei einem Gewicht von ca.6 to. dieser läßt sich aber auch leicht erhöhen wenn´s ins Gelände geht.

Die Geschwindigkeit ist mit diversen Umbauten (schnelle Achsen, Splittgetriebe) auf 100 km/h oder mehr zu steigern. Beim Mog kostet das aber reichlich. So wie er vom Bund kommt fährt er 80-85 mit 12,5 Reifen, bei 14,5 Reifen sind es ungefähr 5 km/h mehr. Ein Mog ist halt nix zum rasen.

Die Preise für einen U1300 sind im Moment oberhalb der 15 000,- ¤ dazu kommt halt noch der Aufbau, welcher auch nochmal kräftig zu Buche schlägt, je nach dem was man nimmt (Alu-Shelter oder GFK Kabine vom Aufbauhersteller)

So nun viel Spaß beim grübeln und suchen.

Gruß Andreas
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Beitragvon MarkusG. » 21.05.2006, 16:51

Hallo Andreas,

erst mal vielen Dank für deine prompte Antwort - hat mich sehr gefreut! Ich bleib mal "am Ball" was das Projekt angeht.

3 Nachfragen hätte ich doch noch:

1. weißt du ob ich problemlos eine LKW-Zulassung bekomme auch wenn ein Womo-Aufbau vorhanden ist?
2. bzw. ist eine LKW-Zulassung zu ändern, wenn ein Wohnaufbau installiert wurde?
3. bis auf die alten Baureihen werden die Unimogs ja als sehr zuverlässig und problemlos beschrieben - sind deiner Meinung nach versierte Schrauberkenntnisse zum Unimog-Besitz notwendig...?

Erst mal vielen Dank für den netten Kontakt ...

Grüße aus dem Saarland

Markus
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Beitragvon Jans_HZJ78 » 21.05.2006, 21:12

Hallo Markus,
an deiner Stelle würde ich mir überlegen einen alten 4x4 LKW zu kaufen.
Wie Du anmerkest willst Du nicht nach Übersee, Afrika oder ähnliches, sondern fährst die meisten kms auf der Straße.
z.B. Hanomag, Magirus, Mercedes Kurzhauber u.s.w., den kannst Du dann
falls er älter als 30 Jahre ist als Oldtimer anmelden, das ist am billigsten.
Die LKWs sind nicht so hoch Geländegängig dafür aber simple Technik verbaut.
viele Infos hierzu findest Du auch hier:
http://www.maggie-deutz.com/iv/index.php?act=portal
der Unimog ist natürlich im Gelände nicht zu toppen.

viel spass beim Wohnmobil bauen, Jans :lol:
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Beitragvon AndreasU1300 » 21.05.2006, 21:17

Hallo

Die Frage der Zulassungsart hängt letztendlich vom Sachverständigen ab der das Fahrzeug begutachtet. Es mag sicherlich welche geben die Dir eine LKW-Zulassung trotz Womo-Aufbau eintragen. Am besten wäre natürlich LKW mit Wechselaufbau, da Du ja noch in der Planung bist dürfte das die Beste Variante sein.

Änderung von Womo auf LKW dürfte noch schwieriger werden, da z.Zt. ja die große Steuererhöhung für Womo´s ansteht. Aber wie oben gesagt, der Prüfer entscheidet.

Mit den Schrauberkenntnisen ist das so ne Sache. Es gibt sicherlich Hobbyschrauber die einem "Fachmann" etwas beibringen können.
Auf jeden Fall solltest Du ein Werkstatthandbuch haben.
Bei Eingriffen in Sicherheitsrelevante Bauteile sollte doch lieber ein Fachmann ran (Werkstatt oder Nachbarschaftshilfe :-) ) wenn man bedenkt das ein Mog einige Tonnen wiegt sollte nicht an o.g. Teilen gebastelt werden.

Es gibt für Technikfragen ja auch dieses Forum.

Gruß Andreas
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Beitragvon MarkusG. » 20.06.2006, 23:23

Hallo,

ich war ein paar Tage in Urlaub - melde mich deshalb jetzt erst wieder! Erstmal vielen Dank für die wichtigen Infos - ich bleib am Ball....

Grüße Markus Groß
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Beitragvon Christian_H » 21.06.2006, 18:31

Hallo


Wir haben grds. nicht vor Überseereisen zu machen!
Ich gehe davon aus, dass er hauptsächlich befestigte Staßen sehen wird?


Also ich versteh beim besten Willen nicht, warum es ein Unimog sein soll.

Der ist zwar richtig gut geländegängig aber wenn er einen entsprechend großen Koffer aufgebaut hat schaukelt die Fuhre wie beim Kamelritt und ein großer Teil der Geländegängigkeit ist wieder futsch.

Der Gedanke auf einen LKW ein Womo aufzubauen ist natürlich grundsätzlich gut.


Christian H
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Beitragvon -Martin.Glaeser- » 22.06.2006, 01:32

Hallo,
fuer dein Anwendungsprofil waere es besser, du beschaffst dir einen Bus.
Ja, richtig gelesen, einen Autobus.

Der laesst sich auch als WoMo ausbauen, ist zwar nicht gelaendefaehig aber dafuer langstreckentauglich.
Viele Gebraucht-Busse gibts in den einschlaegigen Anzeigenblaettern im Bahnhofsbuchhandel. Die heissen "Truck Mobile" oder so, sind mit kleinen s/w-Bildchen und kosten nicht viel. Geh' dort mal stoebern.

-M-
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