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Unimog 437 OM366 Luft im Kraftstoffsystem

Verfasst: 28.01.2026, 08:14
von 1129er
Hallo zusammen,
habe bereits einige Themen hier im Forum zu diesem Problem durchgelesen, allerdings ging es immer um ältere Baureihen deren Lösungen sich nicht 1:1 übertragen lassen.

Mein 437.117 mit OM366LA (356.980) startet problemlos, stirbt aber nach ein paar Sekunden wieder ab. Es ist Luft im Kunststoff Vorfilter zu sehen, irgendwo muss also eine Undichtigkeit vorliegen. Diese zu finden ist nochmal ein Thema für sich, offensichtliche Leckagen bestehen nirgends.
Was mich aber gleich zu Beginn schon irritiert: die original zum Fahrzeug gehörige Anleitung scheint in mehreren Punkten nicht der Realität zu entsprechen. Beim Entlüften per Handpumpe (federbelastete Version, nicht die verschraubte Variante welche mir vom 435 OM352 bekannt ist) soll an den beiden Hauptfiltern die zwei Entlüftungsschrauben geöffnet werden. Auch das ist mir vom 435 alles bekannt, allerdings hat der 437 nicht den üblichen "doppelten" Hauptfilter, sondern nur ein einzelnes Gehäuse davon. Und dieses hat auch definitiv keinerlei Entlüftungsschraube, nur die einzelne lange Schraube in der Mitte mit welcher das Gehäuse zum Filterwechsel komplett auseinander geschraubt wird. Diese zum Entlüften zu verwenden, scheint mir nicht besonders sinnvoll? Als nächster Punkt erklärt einem die Anleitung, man solle auch an der Einspritzpumpe die Entlüfterschraube oben rechts öffnen. Auch dort gleiches Spiel, die Einspritzpumpe hat keine Entlüfterschraube.

Kurzum: weiß jemand besser als die Anleitung, wie das mit dem Entlüften bei dem Motor funktionieren soll? Muss man hier gar nichts mehr entlüften, oder was genau soll ich anstellen? Die Handpumpe alleine scheint auch keine übermäßige Wirkung zu haben, bisher habe ich ihn nur mit sehr langem Starten halt wieder zum Laufen bekommen (habe zum Glück gute starke Batterien... :roll: )

Gruß
Christian

Re: Unimog 437 OM366 Luft im Kraftstoffsystem

Verfasst: 28.01.2026, 20:23
von Helmut Schmitz
Hallo Christian

1129er hat geschrieben:: die original zum Fahrzeug gehörige Anleitung scheint in mehreren Punkten nicht der Realität zu entsprechen. Beim Entlüften per Handpumpe (federbelastete Version, nicht die verschraubte Variante welche mir vom 435 OM352 bekannt ist) soll an den beiden Hauptfiltern die zwei Entlüftungsschrauben geöffnet werden. Auch das ist mir vom 435 alles bekannt, allerdings hat der 437 nicht den üblichen "doppelten" Hauptfilter, sondern nur ein einzelnes Gehäuse davon.
Bei den neueren Varianten gibt es nur noch einen einzelnen Filter. Filter und Pumpe werden nicht mehr separat entlüftet.
1129er hat geschrieben:Es ist Luft im Kunststoff Vorfilter zu sehen, irgendwo muss also eine Undichtigkeit vorliegen. Diese zu finden ist nochmal ein Thema für sich, offensichtliche Leckagen bestehen nirgends.
das ist vollkommen normal, die Förderpumpe zieht das mit durch und drückt diese am Vordruckventil an der Einspritzpumpe wieder in den Rücklauf durch.

Deiner Beschreibung nach hast vermutlich OM356 EURO I oder 357 EURO II. Zum Entlüften musst du gar nichts mehr öffnen, du muss einfach solange pumpen, bis im Tankrücklauf keine Blasen mehr (hörbar) austreten.
Die original Handpumpe ist echt bescheiden, auch die neue Version mit dem Druckkolben und Rückstellfeder. Da ich nach längerer Standzeit immer entlüften muss, habe ich dazu direkt am Tank die Handpumpe aus den späteren Motorbaureihen (Hengst H11K)⬈ angebaut. Damit kannst du die Luft einfach durchpumpen
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Am OM357.113 habe ich im Rahmen der Überholung die Pierburg-Version direkt am Filter verbaut. Gibt es als SA bei diversen LKW mit OM366 , ET-Nr A00 091 11 90
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Wo dein System Luft zieht, ist ein anderes Problem. Möglicherweise ist deine Förderpumpe nicht in Ordnung, damit sie nach dem Start das System auffüllen kann