Unimog beim Holzmachen

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Moderator: -Martin.Glaeser-

Re: Unimog beim Holzmachen

Beitragvon Wurzelzieher » 12.01.2020, 23:19

Hallo Berthold, anstatt das Fahrzeug zu wechseln solltest du dir eine Ladehilfe an den Mog bauen. Sprich einen kleinen Kran. Vielleicht auch nicht mehr ganz so hoch laden. Gruß von einem alten Sack der die Probleme kennt und schon einige Zeit eine Ladehilfe hat. Allerdings auf dem Anhänger und mit dem Kran kann ich Unimog und Anhänger laden.
Gruß Herbert
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Re: Unimog beim Holzmachen

Beitragvon RolandHuscher » 13.01.2020, 09:05

Hallo Berthold,
Es wird Dir auch beim 411er keine Freude bereiten, dass Holz auf die Ladefläche zu wuchten. Ich würde den U406 behalten, der ist komfortabler.
Für Meterscheite empfehle ich einen umgebauten Ladewagen, am Besten einen Tieflader. Die sind i.d.R. günstig zu haben.
Dein U406 hat ja ein Fronthydraulik. Da könntest Du einen Holzspalter ja auch im Frontanbau betreiben.
Gruß,
Roland
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Re: Unimog beim Holzmachen

Beitragvon oberwaller » 13.01.2020, 09:59

Hallo Herbert, hallo Roland, hallo zusammen,
Ihr habt ja so Recht, das habe ich auch alles in Erwägung gezogen.
Ich hatte sogar bis vorletzte Woche auch einen schönen Meterholzwagen, habe diesen in 3Jahren ganze 3- 4 mal genutzt !!! Leider nimmt das alles sehr viel Platz "unter Dach" ein. Ebenso kommen beim 406 auch noch die leidigen Umstände wie, jährlicher TÜV, fehlende Fleppe bei zwei meiner Kinder, und die Reparaturen fallen immer 'schwer' aus..., da ist viel zu viel Technik dran... und der Verbrauch vor den Geräten ist beim 406 nicht zu unterschätzen.

O.k., bei dem 411 ist auch einiges an Technik dran, aber ich hatte ganz früher schon mal einen 411 mit langem Radstand aufgebaut, jetzt wird es ein schnuckeliger Kurzer...

Habe mich schon "gedanklich" von dem 406 -Schatz verabschiedet..
Mal sehen, was der neue Spass bringt.., ich werde es Euch mitteilen.....

Viele Grüße aus dem Sauerland
Berthold
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Re: Unimog beim Holzmachen

Beitragvon Alteisen » 18.01.2020, 16:04

Hallo Freude!

Mein "Hebe Problem" hat sich wie folgt lösen lassen:

2019-07 Kranarbeit.jpg


(da helfe ich gerade einem Bekannten seinen Hänger beladen)

Kran 2019-06 anbau.jpg


Aufbau. :technik

Grüße Norbert
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Re: Unimog beim Holzmachen

Beitragvon Bredan » 18.01.2020, 16:29

Gab es den Kran einzelnd zu kaufen, oder hast du dafür einen Rückewagen geopfert?
Gruß Olli :technik

Unimog 406 (U65) Bj.1964 OM312
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Re: Unimog beim Holzmachen

Beitragvon Imkermog » 18.01.2020, 17:32

Hallo Norbert,

Dein "Hebe Problem" hast Du SUPER gelöst! :spitze

Ist für die Hydraulik Steuerung eine extra Pumpe verbaut? (Zapfwellenpumpe/ oder Riemenantrieb am "MOG)


Gruß
Wolfgang
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Re: Unimog beim Holzmachen

Beitragvon Alteisen » 18.01.2020, 18:05

Hallo Olli,
schön von dir zu hören!

Nach einigem suchen und vergleichen, habe ich mich vor einem halben Jahr für diesen
FARMA Kran C3,8 G2 entschieden.

Super Qualität zum Preis, prima Verhältnis Eigengewicht / Leistung.
Ja, Kran, Steuerung, Rotator, Greifer, sowie (wichtig!) A-Stütze oder anderes bekommst du auch getrennt.
Natürlich fertig montiert als Hänger mit Kran auch.
Schau mal in das allwissende Internet.
Persönlich habe ich beste Erfahrung mit einem Agrartechnik-Händler in 94209 Regen gemacht.
Weitere Details (falls du möchtest) gerne.

Gruß
Norbert
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Re: Unimog beim Holzmachen

Beitragvon Alteisen » 18.01.2020, 18:36

Servus Wolfgang!

Erstmal Danke für das Lob.
Zu deiner Frage,
... da bin ich ein wenig verlegen, weil mir bewusst ist,
hier (bis jetzt), nicht wirklich professionell angelegt zu sein.

Ja, der Kran läuft zur Zeit über die Fahrzeug interne Hydraulik.
Dazu muss der verwendete Kreis am Lenkrad-Hebel eingeschaltet bleiben.
Klarerweise ist die Hebeleistung durch den Öldruck (gemessen ca. 145 bar)
und die Geschwindigkeit durch gegebener Literleistung begrenzt.
Aber es klappt prima; etwas langsamer und die volle Leistung kannst nicht abrufen.

Eine gesonderte Pumpe an der Zapfwelle ist bei entsprechendem Einsatz jedenfalls vorteilhaft.
Druck bis 180 bar und höhere Pumpfördermenge kann die Ressourcen des Krans viel besser ausschöpfen.
Vor allem ein gesonderter Tank mit mehr Inhalt ist anzustreben.

Alles in allem kein so großes konstruktives Problem.
Hängt davon ab, wie lange am Stück bzw. wie viele Einsätze per Saison beabsichtigt werden.
Da ist es bei mir -ich gestehe- eigentlich eine Spinnerei,
überhaupt dafür Geld investiert zu haben.

Aber Freude bereitet es schon, weil es schöön funktioniert.

Gruß
Norbert
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Re: Unimog beim Holzmachen

Beitragvon mevissen4 » 18.01.2020, 20:49

Hallo Nobert,

wie transportierst Du den Kran? Über das Führerhaus auf die Ladefläche abgelegt?

Und was hat der Spaß ungefähr gekostet?

Sieht jedenfalls sehr gut aus. :spitze
Gruß Ingo

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Re: Unimog beim Holzmachen

Beitragvon Jochen.Schäfer » 18.01.2020, 22:04

Hallo Norbert,
Der Farma Kran 3,8 habe ich auch im Auge, möchte ich gerne am 411er montieren.
Aber hinten in den Anbauböcken. Leider hab ich bisher keine Möglichkeit gehabt, diesen irgendwie zu testen.
Preis/Leistung scheint mir bei Farma am besten zu sein.
Es wäre schön, wenn Du mehr über deine Erfahrung mit dieser Kombination berichten könntest.
Mich interessiert die Steuerung und die Leistung, besonders wenn das Gerät schräg steht.


Gruß
Jochen
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Re: Unimog beim Holzmachen

Beitragvon bambo » 19.01.2020, 10:09

Alteisen hat geschrieben:
Da ist es bei mir -ich gestehe- eigentlich eine Spinnerei,
überhaupt dafür Geld investiert zu haben.

Aber Freude bereitet es schon, weil es schöön funktioniert.

Gruß
Norbert


Hallo Norbert,
aber eine klasse Spinnerei :party Respekt :spitze
Viele Grüße Carsten
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Re: Unimog beim Holzmachen

Beitragvon oberwaller » 19.01.2020, 13:38

Heyho,
es hat geklappt,
Ladeproblem gelindert... U411-118 Cabrio...
Schön klein und alles sehr überschaubar... , etwas herrichten, dann gehts wieder in den Wald... :D

Bild

Bild

Einen MB-Frontstern und eine Frontzapfwelle fehlen noch, aber da wird man sicher auch noch drankommen.

Viele Grüße aus dem Sauerland
Berthold
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Re: Unimog beim Holzmachen

Beitragvon Alteisen » 19.01.2020, 18:33

Liebe Freude,
herzlichen Dank für euere positiven Kommentare!
Ingo, Jochen, Carsten und allen anderen.

Gerne werde ich eure Fragen (auch wenn das ziemlich aufwendig zu werden verspricht)
so gut ich kann, beantworten.

Eure "Anerkennung" soll ja durchaus auch verdient sein.

Jedenfalls möchte ich Berthold für sein neues Projekt 411 Cabrio alle gute wünschen,
und hoffentlich nicht, die ihm zustehend Aufmerksamkeit all zu sehr auf mich ziehen.


servus Ingo;

Du hast es richtig gesehen!
Der Kran liegt ausgestreckt, (über der Kabine etwa 10cm) mit dem Greifer auf der Ladefläche.
Wegen Einfahrten/Durchfahrten wollte ich auch nicht zu hoch bauen.
Die Befestigung vorne ist in der Höhe so konstruiert,
dass die Seitenstützen auch noch etwa 15cm in den Boden einsinken könnten.
Bei weichem Untergrund nimmt man sowieso Unterlage-Holz.

Bezüglich dem fahren: die Sichteinschränkung ist nicht wirklich erheblich,
zumal das ganze Fuhrwerk (Kran, Hänger und Holzladung)
immer ausgesprochen gemächliche Geschwindigkeiten verlangt.

Zum Aufliegen auf der Ladefläche:
Bei FARMA gibt es den C4,2 G2 welcher bis auf einen Ausschubzylinder praktisch baugleich ist.
Klarerweise etwas schwerer und kostet dann mehr.
Jetzt würde ich diese Variante vermutlich deshalb wählen,
weil mein C3,8 zwar in der Reichweite genügt,
jedoch mit dem Greifers hinten geringfügig über die Ladekante hinausragt.
(Und ich wollte den Schwerpunkt so nahe irgend möglich an der Vorderachse haben.)

Ohne Wände ist das egal, wenn man aber die Bordwände, bei Grasschnitt oder ähnlichem braucht,
ist das eher unpraktisch. Da muss der Kran angewinkelt werden, d.h. in der Mitte höherstellen.
Mit Ausschubmöglichkeit, lässt sich der Arm im Vergleich zum C3,8 aber noch 20cm einziehen,
(wodurch du 3,6m erreichst) und die Rückwand schließt.

Gruß
Norbert
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Re: Unimog beim Holzmachen

Beitragvon Alteisen » 19.01.2020, 20:39

Hallo Jochen!

Deine Beiträge lese ich mit besonderem Respekt,
da du eine Menge an Wissen und Kompetenz hast.
So ist es mir eine Auszeichnung dir Fragen beantworte zu können.

Allzu viele praktische Erfahrungen stehen noch nicht zur Verfügung,
da es ja die erste Saison ist. Ein wenig Grünzeug Transport...
Heuer war es noch nicht kalt genug, der Boden zu weich um ins Holz zu fahren.

Zur Steuerung: es stehen unterschiedliche Steuerblöcke zum Kran zur Verfügung.
Bei mir ist die mit zwei Kreuzhebel und drei Zweifachhebel in Verwendung.
Die Kreuzhebel sind heutzutage überwiegend gefragt, aber brauchen etliche Gewöhnungszeit.
Von der Pumpe kommt eine Leitung mit Druck, eine Rücklaufleitung,
die bei mir an einem Fahrzeugkreis angesteckt sind.
Vorzugsweise am "Frontkreis" um hinten noch kippen zu können.

Gesonderte Pumpe mit Zapfwellenantrieb und großem Tank sind in Überlegung.
Dazu ist aber bedenklich, dass so die Welle zur Kranarbeit herhalten muss
und am Heck dabei der Windenantrieb permanent mitläuft...

Klarerweise braucht es bei Holzarbeit zumeist BEIDES.
So kann ich die Winde dann schlecht daheimlassen, oder muß immer eines rauf und das andere runterbauen.

Da kommt dann gleich meine persönliche Überlegung bezüglich Montageplatz am MOG zum tragen.
Am Besten in der Fahrzeugmitte; aber da ist kein Platz zwischen Kabine und Ladefläche!
Ladefläche kürzen? Wie geht es mit Seitenabstützung? also nicht gut.

Hinten in den Anbaublöcken schien mir auch logisch.
Schwierig aber: wie kann ich da je die Ladefläche verwenden? Aufladen mag noch gehen, doch KEIN kippen.
Die Winde müsste immer runter, gerade wo ich sie am nötigsten brauche.
Hast dir auch angesehen, wie eng der Winkel für die Deichsel eines Anhänger durch die Seitenabstützung würde?
Das bedeutet meines Erachtens: Ladefläche sehr eingeschränkt nutzbar, Hänger überhaupt nicht.
Außer dir steht ein weiteres Fuhrwerk und ein zweiter Fahrer zur Verfügung. Hab ich leider nicht.
Der Kran (bzw. Greifer) bräuchte darüber hinaus dann im Gegenzug VOR dem Fahrerhaus eine zusätzliche Ablage.

Vor dem Fahrerhaus hatte ich schon die Befestigung zum Fronthubwerk.
Die Befestigungsaufnahmen (Dreipunkt) waren keine unlösbare Sache.
Eigenbeladung und Ablegen des Greifers auf der Ladefläche sind unkompliziert.
Die Gesamtgewichts-Verteilung leer noch unkritisch (etwa 400kg vor der Vorderachse).
Nach Beladung aber ausgewogen, da bisher immer die Hinterachse den Löwenanteil hatte (mit 200kg Winde).

Wenn man sich vorstellt, einige Festmeter Holz sozusagen auf der Hinterachse,
und Kran mit Stütze und Steuerung noch ganz hinten dran?
Dieser Gedanke gefiel mir nicht.

Übrigens, liegt mal etwas im Weg,
lässt es sich einfach von vor dem Fahrzeug entfernen.

ODER gleich Aufbau an einem Rückewagen?
Ziemlich teuer.
Wie fährt man damit einen Berg Heckenschnitt, Laub oder anderes Kleinzeug?
Sogar "Meterholz" klappt nicht besonders gut.
Platz-Problem; zwei Hänger stehen ja schon hier...

Nun, die Leistung hängt natürlich in jeder Beziehung von deiner Pumpe ab.
Der Kran selbst ist tatsächlich prima.
Bei Schräglage habe ich noch nicht gearbeitet.
Im Umland hier gibt es überraschender Weise einige ausgeprägte Steilflächen,
die sind nicht in meinem Eigentum.

Praktisch testen kannst du, Jochen, sehr gerne bei mir.
Das ist eine Einladung :trac16

Grüße
Norbert

Zum Preis (wie manche Freunde fragen) kann ich nichts allgemeingültiges sagen.
Ausstattung und Kauf-Konditionen variieren.
Das findet man am besten beim Händler seines Vertrauens (bzw. Infos im Netz).
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Re: Unimog beim Holzmachen

Beitragvon Alteisen » 21.01.2020, 11:47

Hallo!
Pardon, etwas nicht ganz unbedeutendes hab ich vergessen anzufügen.
Weil ja der Kran, im Unterschied zu einem Rücke-Wagen, auch runter muss:
Die Aufhängung wird von drei massiven Bolzen gewährleistet.
Zum anbauen beispielsweise, fährt man behutsam an die Befestigungen heran,
was vorne gut möglich bzw. gut zu sehen ist.
Zuerst wird die Hydraulik verbunden,
dadurch kann mit den Stützen links und rechts das Niveau exakt ausgerichtet werden.
In der Mitte am Kranunterbau, nach vorne schwenkbar,
hilft mir ein mechanischer Stütz-Arm die obere Lasche in Position zu führen.
Zusätzlich hab ich noch Führungen, die mir die Justierung erleichtern.
Bolzen reinschieben, Sicherungen, Stützen einziehen, sowie Kran Arm auf die Ladefläche legen.
Aufwand etwa eine halbe Stunde. Abbau läuft meist zügiger.
Vernünftige "Rüstzeiten" sind mir von besonderem Wert.
Die eigens gefertigte, abnehmbare, Mitten-Stütze, dient nicht nur zum stabilen Abstellen.
Sie verhindert ebenso übermäßige Bewegung,
wenn der Kran mehr in Richtung Fahrzeugachse, d.h. nach vorne geschwenkt werden soll.
(Beim Foto zu sehen).

Grüße
Norbert
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