Unimog Frosch 411.113 Kabelzieher Postmog

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

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Re: Unimog Frosch 411.113 Kabelzieher Postmog

Beitragvon UFH » 29.10.2018, 20:32

Hallo Christian,
schöne Arbeit!

Ein großes Problem ist der Pedalträgerbolzen, Lenkungsbolzen weniger.

Kabinenträger wird nur aufgeschnitten um einfacher am Schalthals des Getriebes her zu kommen, eigentlich quatsch ja. Ich denke bei deinem wurde das Getriebe auch getauscht, das ist eins ab mindestens Mitte 59 wenn nicht deutlich jünger.

Schöne Reifen hast du drauf die Dunlops sind klasse!

Die Umlenkrolle könnte ich mir schwierig bei Verwindung vorstellen, hast du da schon probiert?

Noch als Tipp beim Getriebe ankippen kann man die Querlenker schon vorher ausbauen, die sind sonst bei etwas angehobenem Getriebe etwas belastet.
Vorderachse einfach ausbauen wenn das Getriebe bei unseren alten 411ern auf der Traverse aufliegt und wenns dann nicht klappt, Räder ab Aufen Hubwagen kardanwelle in eine bestimmte Stellung und dann flutscht es.
Kabine kam gut runter?
Viele liebe Grüße Hannes
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Re: Unimog Frosch 411.113 Kabelzieher Postmog

Beitragvon 406_christian » 30.10.2018, 10:31

Hallo Hannes,

UFH hat geschrieben:Kabinenträger wird nur aufgeschnitten um einfacher am Schalthals des Getriebes her zu kommen, eigentlich quatsch ja. Ich denke bei deinem wurde das Getriebe auch getauscht, das ist eins ab mindestens Mitte 59 wenn nicht deutlich jünger.

Das Heraustrennen und wieder Einschweißen des Trägers ist ja auch nicht gerade in 5min gemacht. Da ist ein Abnehmen der Kabine meiner Meinung nach sinnvoller zumal dann alles frei zugänglich ist. Ich glaube, viele haben mit dem Abbauen des Fahrerhauses ein Problem. Beim Frosch ist das aber keine große Sache.

UFH hat geschrieben:Die Umlenkrolle könnte ich mir schwierig bei Verwindung vorstellen, hast du da schon probiert?

Probiert habe ich es nicht, sehe es aber unkritisch weil die horizontale Verschränkung nicht auf die Achse Kompressor, Umlenkrolle Riemenscheibe wirkt. Diese Teile bewegen sich ja gleichförmig mit. Die einzige Bewegung die sich hier auswirkt ist der Motor um den Drehpunkt vordere Motorlagerung. Der Postmog ist aber sowieso ziemlich steif weil für den Windenaufbau ein Hilfsrahmen direkt auf den Hauptrahmen aufgelegt wurde. Ich glaube zu der Zeit gab es noch keine Aufbaurichtlinie.

UFH hat geschrieben:Noch als Tipp beim Getriebe ankippen kann man die Querlenker schon vorher ausbauen, die sind sonst bei etwas angehobenem Getriebe etwas belastet.
Vorderachse einfach ausbauen wenn das Getriebe bei unseren alten 411ern auf der Traverse aufliegt und wenns dann nicht klappt, Räder ab Aufen Hubwagen kardanwelle in eine bestimmte Stellung und dann flutscht es.

Danke für den Tipp, ging aber auch so ganz gut. Der Kettenzug war nur zum Schutz meiner Finger. Ich habe auf einer Seite mit dem Wagenheber ein Rad angehoben. An diesem Rad dann gedreht bis die nächste Schraube an der Kardanwelle günstig zum abschrauben war. Ging so ganz flott und war schnell erledigt. Den Zusammenbau stelle ich mir etwas schwieriger vor.
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Re: Unimog Frosch 411.113 Kabelzieher Postmog

Beitragvon UFH » 31.10.2018, 22:34

Ja Gut wenn du die Kardanwelle sofort abgeschraubt hast braucht man meinen Tipp nicht, der gilt nur wenn die Kardanwelle hängen bleiben soll, beim Einbau isr der Tipp dann hilfreich, erst kardanwelle dran und sichern und dann mit der Achse kommen.

Ja genau wie ich meinte meistens beim Abbau werden die aufgeschnitten, Probleme ist bei allen 411ern gleich
Viele liebe Grüße Hannes
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Verzinkte Schrauben

Beitragvon 406_christian » 28.11.2018, 20:41

Es ist soweit,
der Rahmen ist gestrahlt und lackiert und die ersten Teile werden wieder angeschraubt.
Da stellt sich mir die Frage:
Verzinkte Schrauben an einem Mog Baujahr 1957, geht das.

Ich muss doch einige Schrauben ersetzen und stehe vor der Entscheidung:
Verzinkte Schrauben oder
Verzinkte Schrauben schwarz lackiert oder
Schwarzverzinkte Schrauben (Bezugsquelle) oder
blanke Schrauben (schwarz lackiert)

Wie habt Ihr das gelößt?
Über eure Hilfe würde ich mich freuen.
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Re: Unimog Frosch 411.113 Kabelzieher Postmog

Beitragvon fitzel » 28.11.2018, 21:36

Servus,

ich habe alles was an meinen alten Schrauben noch verwertbar war,wieder neu in schwarz verzinken lassen.
Für verzinkte Schrauben gibt es einen Primer, damit die Farbe besser hält, damit habe ich die neuen Schraubenköpfe und Muttern behandelt und dann lackiert.
Das ist für kleinere Teile ok, aber bei SW 22 gibt es Abrieb.

Den Kontakt zum „Schraubenschwärzer“ kann ich Dir herstellen.

Noch etwas zur Vorarbeit, Rost ist nicht das Problem, aber alte Farbe muss komplett weg sein.

Grüße Hans-Peter
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Re: Unimog Frosch 411.113 Kabelzieher Postmog

Beitragvon fitzel » 28.11.2018, 22:30

Du kannst natürlich auch neue in gelb oder in sonstigen Farben verzinkte Schrauben wieder schwarz verzinken lassen.
Hatte ich vergessen zu erwähnen.
Grüße
Hans-Peter
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Re: Unimog Frosch 411.113 Kabelzieher Postmog

Beitragvon Helmut-Schmitz » 29.11.2018, 10:00

Hallo
hochfeste Schrauben und besonders an kritischen Stellen wie Kardanwelle etc dürfen nicht verzinkt werden. Durch die galvanisch bedingte Wasserstoffdifusion in die Randzone kann es zu Kopfanrissen kommen. Man kann nach dem Verzinken durch eine spezielle Wärmebehandlung den Wasserstoff größtenteil wieder austreiben, ist aber nicht hundertprozentig sicher.
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Re: Unimog Frosch 411.113 Kabelzieher Postmog

Beitragvon 406_christian » 17.12.2018, 20:19

Hallo,
weiter gehts mit dem Getriebe.
Ich habe es von oben geöffnet und die Schaltplatte abgenommen.
Sieht gut aus, dachte ich.
Danach habe ich die Bodenplatte entfernt... und bin leider fündig geworden.
Ein Stück Synchronring ist im Ölsumpf erschienen.
Es ist vermutlich der Ring Nr. 30 Teile Nummer 13.4041.1009-00
Das dazugehörige Zahnrad hat auch Karies. Ich denke, der fehlende Synchronring wurde einfach überhört.
Auch die Zahnräder für den Zapfwellenantrieb sehen nicht gut aus.
(Ein/Ausschalten der Zapfwelle ohne Kupplung)
Ich muss also das Getriebe zerlegen aber so habe ich es ja gewollt.
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Re: Unimog Frosch 411.113 Kabelzieher Postmog

Beitragvon tkw » 17.12.2018, 21:25

Hallo Christian,

wir haben ein fast komplettes Innenleben ist 411 Synchrongetriebes zuhause, bei Bedarf mal anschauen oder ähnliches.

Gruß Thomas
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Unimog Frosch 411.113 Kabelzieher Postmog

Beitragvon 406_christian » 23.12.2018, 14:35

Hallo Mogler,
bei mir war der Weihnachtsmann schon da und hat tolle Geschenke mitgebracht.
Vielen Dank an Thomas für seine Angebote und an Jan der mir sein Getriebe überlassen hat.

Ich wünsche allen Unimogfreunden schöne und ruhige Weihnachtstage
Dateianhänge
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Re: Unimog Frosch 411.113 Kabelzieher Postmog

Beitragvon tkw » 23.12.2018, 15:23

Hallo Christian,

Cool perfekt für Weihnachten. Das Geschenk ist schon ausgepackt, Tauschen und das defekte in aller Ruhe richten und als Ersatzteil aufbewahren.

Angebot steht weiterhin.

Ich wünsche Euch allen zusammen schöne und gesegnete Weihnachtszeit.

Gruß Thomas
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Beitragvon 406_christian » 09.01.2019, 20:57

Hallo an alle Getriebespezialisten,

ich habe mein Getriebe zerlegt und habe ein Lagerproblem. Im Getriebe sind Standardlager eingebaut. Eine Laherliste von Freunden sieht C3-Lager vor.
Welche Lagerausführung ist nun richtig / besser /sinnvoll?
Für die Antworten vielen Dank im voraus,
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Re: Unimog Frosch 411.113 Kabelzieher Postmog

Beitragvon Imkermog » 10.01.2019, 00:16

Hallo Christian,
ich habe hier still mitgelesen, mein Glückwunsch zu Deinem Postmog! :party

Kugellager, die über ein normales Lagerspiel verfügen, sind so ausgelegt, dass bei regulären Betriebsgegebenheiten und üblichen Wellen- und Gehäusetoleranzen ein funktionales Betriebsspiel vorhanden ist. Abhängig von den jeweiligen Betriebsverhältnissen oder Einbaubedingungen kann auch ein Lagerspiel erforderlich sein, die von der normalen Lagerspiel abweicht. Wirken beim Einbau und Betrieb große Lasten auf das Lager, kann sich das Lagerspiel so verringert, dass Lager mit größerem Spiel eingebaut werden müssen.
Lagerspiel C3 werden in Getrieben verbaut z.B. bei: Presspassung der Ringe, die zur Verringerung des Lagerspiels führt und bei
hohen Temperaturgefälle zwischen den Ringen und bei festsitzenden Ringen.

Im Getriebe vom meinem „MOG“habe ich Kugellager mit einem Lagerspiel „C3“ verbaut.
Gruß
Wolfgang
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Beitragvon 406_christian » 25.03.2019, 21:10

Hallo Schrauber Kollegen,

hier kommt mal ein Update zum Postmog.
Das Getriebe wurde komplett zerlegt und wieder neu aufgebaut.
Es wurden alle Dichtungen, Lager, Federnäpfe und Synchronringe getauscht. Es war das erste Getriebe, dass ich zerlegt habe aber mit Hilfe des Reparaturhandbuchs, der Ersatzteilliste und ab und zu einer Frage an Kollegen ist es zu schaffen. Vor allem ist es wichtig, dass man viele Detail-Bilder schießt damit man nach 3 Wochen nachschauen kann wie das nochmal war.
Dateianhänge
Synchronring.jpg
fehlender Synchronring
Welle.jpg
Vorgelegewelle
Puzzle.jpg
Puzzle 3D für Erwachsene
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Getriebe

Beitragvon 406_christian » 25.03.2019, 21:14

An der unteren Schaltstange ist mir dann vom Mitnehmer die Zapfenschraube abgerissen.
Der Zapfen und ca. 2 Gewindegänge sind im Mitnehmer verblieben.
Ich habe mir dann auf der Drehbank eine Bohrhilfe aus einer M8 Schraube hergestellt (Lochdurchmesser = Zapfendurchmesser) und damit zuerst den Zapfen ausgebohrt. Nachdem der Zapfen draußen war habe ich mit einem 6,5er Bohrer vorsichtig noch den Rest der Schraube ausgebohrt bis der Mitnehmer frei war.
Hat alles gut funktioniert, die Welle und der Mitnehmer sind heile geblieben.
Dateianhänge
Schaltwelle.jpg
Bohrhilfe.jpg
ausgebohrt.jpg
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