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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#553531
Hallo zusammen,

habe gestern bemerkt, daß die Vorderreifen meines 421ers einen ziemlich deutlichen Sägezahnprofil-Verschleiß haben.
Hat jemand auch schon solche Erfahrungen gemacht und dies evtl. durch Seitenwechsel des Reifens egalisiert ?
Habe natürlich oft meinen Frontlader dran und deswegen auch verstärkte Federn - vielleicht auch deswegen ?

Rudi

Siehe Bilder:
K1024_1.JPG
K1024_1.JPG (58.08 KiB) 471 mal betrachtet
K1024_2.JPG
K1024_2.JPG (55.22 KiB) 471 mal betrachtet
#553534
Hallo Rudi,
Das ist bei den meisten Fahrzeugen so.
Du solltest die Reifen nach Betriebsanleitung häufiger rundum wechseln. Steht da explizit drin.
Damit die Räder gleichmäßig abnutzen.

https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/a ... saegezahn/

Gruß
Jochen
#553535
Hallo Rudi,

das sieht bei Dir ziemlich heftig aus.

Sägezahnbildung kann vermindert oder vermieden werden, wenn stets der zur Radlast passende Reifenfülldruck gefahren wird. Aber wer weiß das schon so genau und wer berücksichtigt das in der Praxis?

Bei einem Ackerprofil 10.5 - 18 hatte ich es mal geschafft über mehrere zigtausend Kilometer gleichmäßigen Verschleiß ohne störenden Sägezahn zu erreichen, indem ich alle 5000 km die Räder diagonal getauscht habe. Das hat perfekt funktioniert.
#553543
Hallo Rudi,

Sägezahn bildet sich hauptsächlich bei Reifen mit Blockprofil, weniger bei reinem Straßenprofil, so zu mindest meine Erfahrung über nahezu 200.000 km. Tauschen diagonal ist bei bereits starker Sägezahnbildung nicht zu empfehlen, da vom Fahrkomfort (Reifengeräusch, hoppeln) sehr unangenehm. Also möglichst frühzeitig (ca. 4.000 bis 5.000 km) von vorne nach hinten und umgekehrt wechseln. Habe an meinem Mog die Sägezahnbildung nur an der Vorderachse festgestellt. Bei Michelin xzl nicht so ausgeprägt wie z.B. bei Pirelli Pista oder Conti. Auch was die Haltbarkeit betrifft ist der Michelin unschlagbar. Fahre 335/80-20 er Reifen.

Mit Mog Grüßen
Roland
#553545
Hallo Roland,
Tauschen diagonal ist bei bereits starker Sägezahnbildung nicht zu empfehlen, da vom Fahrkomfort (Reifengeräusch, hoppeln) sehr unangenehm.
Unangenehm am Anfang nach dem Wechsel. Ja. Aber nach ein paar hundert Kilometer war der Ausgleich geschaffen und das Geräusch wieder minimal.
#553555
Hallo zusammen,

freut mich, daß das Thema auf so großes Interesse stößt und Danke für Eure Antworten !

Bei mir sind tatsächlich auch nur die vorderen Reifen betroffen, die hinteren sind fast perfekt gleichmäßig.

@Roland: zum Thema Durchtauschen: wirklich nur von vorne nach hinten oder auch die Seiten tauschen ? Beim Nato-Profil ist die Drehrichtung ja egal ...

Rudi
#553560
Hallo Rudi,
ich würde nur von vorne nach hinten tauschen, zumal bei Dir auch nur die Vorderräder betroffen sind.
Bei kürzerer Km-Leistung und noch nicht so ausgeprägten Zähnen ist sicher auch diagonal möglich.
Das Problem ist, dass die Zähne sich nicht in einer Ebene einlaufen, daher bei diagonalem Tausch mit Laufrichtungsänderung das "ungemütliche" Fahrverhalten, wie ich es festgestellt habe.
Mit Mog Grüßen
Roland
#553589
Hallo Roland,

das "ungemütliche" Laufverhalten ist aber auch ein Zeichen dafür, dass da besonders großer "Reparaturbedarf" ist. Also ich bin nach wie vor für diagonal durchwechseln.
#553610
Hallo
Bei mir sind tatsächlich auch nur die vorderen Reifen betroffen, die hinteren sind fast perfekt gleichmäßig
das ist eigentlich immer so. Bedingt durch die Achsgeometrie laufen die Räder infolge Sturtz und Vorspur aufeinander zu. Der Stollen wandert dabei im Latsch langsam nach innen und verformt sich im Stollenquerschnitt. An der Hinterkante kann der Stollen etwas elastisch ausweichen, im vorderen Bereich wird der Stollen zwangsweise etwas diagonal über den Fahrbahnbelag geschoben und radiert dadurch. Beim Abheben an der Latschhinterkante entspannt sich der Stollen wieder und bei der nächsten Umdrehung beginnt der Zyklus von neuem.
Die Hinterräder stehen senkrecht und parallel, da gibt es keine Quer-/Diagonalbewegung im Stollen.
Je mehr auf fester Fahrbahn gefahren wird, um so stärker ist der Effekt, je höher die Geschwindigkeit, je wärmer und weicher wird der Reifen, dementsprechend steigt der Abrieb.
Die Unimogachse hat einen großen Lenkrollradius, was die erforderlichen Lenkkräfte erhöht, der Unimog hatte im Originalkonzept keine Hilfskraftlenkung. Um den Lenkrollradius zu verkleinern, wurde der Sturtz entsprechend gewählt, was wiederum eine größere Vorspur erfordert.
Die Erfinder des Unimog waren keine erfahrenen Fahrzeugbauer , auch gab es für angetriebene Vorderachsen wenig an langjähriger Erfahrung.
Deshalb ist die Unimogachse wie alles andere am ganzen Fahrzeug eine gut funktionierende Notlösung.

Damit müssen wir leben, wir haben es ja so gewollt, Briefmarkenfreunde haben damit keine Probleme :mrgreen:
#553661
Hallo Roland

hast du denn schon genauere Werte (km Leistung) was die Haltbarkeit betrifft? Ich fahre den Michelin XZL auf meinem 411er. Habe bis jetzt 2500 Km gefahren. Ich glaube das ist das Beste was es gibt. Toller Fahrkomfort gegenüber dem Conti Titan, den ich vorher auf der Vorderachse gefahren habe.
Nun zum Sägezahnproblem das ist schon kurios. Ich habe den Titan ca. 20 000 km nur auf der Vorderachse gefahren.
Nach 10 000 km habe ich die Reifen von den Felgen abmontiert und von links nach rechts und umgekehrt getauscht.
Der eine Reifen hat sich schön gleichmäßig abgefahren. Der Andere hat ein starkes Sägezahnprofil bekommen. Zum Unterschied der Reifen, der mit dem Sägezahnprofil hat 16 PR der andere hat 8 PR. Ich habe in beiden Reifen den gleichen Luftdruck gefahren 2,5 Bar. Die Reifengröße ist 10,5 x 20. Das Profil ist noch nicht ganz runter, werde sie aber trotzdem nicht mehr fahren.

Viele Grüße
Werner
#553668
Hallo Werner,

8PR zu 16PR ist schon ein gravierender Unterschied. Die Reifen sind trotz gleichem Profil dann nicht vergleichbar. 16PR ist viel Härter als 8PR. Sind denn beide Reifen von der gleichen Bauart, Radial oder Diagonal?
#553730
Hallo
der Reifen, der mit dem Sägezahnprofil hat 16 PR der andere hat 8 PR.
ist logisch, der 16PR hat eine extrem steife Karkasse, da gibt nichts nach und die Bewegung erfolgt nur im Profilblock, der dann üder den Asphalt geschoben wird, beim 8PR kann die Karkasse noch ein wenig nachgeben und mitwandern.

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