Seite 1 von 1

Vorgehensweise: Wie richtig lackieren / Ausrüstung

Verfasst: 17.09.2008, 00:42
von Bernd-Thomes
Hallo,
ich besitze zwar einen Kompressor und Lackierpistolen aber profimäßiges Lackieren sollte wohl auch gelernt sein. Sicherlich hängt eine gute Lackierung auch von den benutzen Werkzeugen ab.
Hintergrund dieser Frage:
Ich habe heute einige Gitterboxen lackiert. Sieht zwar alles sauber aus, meinen Unimog traue ich mich aber nicht mit meinen Kenntnissen sauber hinzubekommen.
1. Was sollte man für eine Sprühpistole verwenden, welche Düse etc.
2. Woher weiß man wie dick welche Farbe womit verdünnt wird
3. Wie oft muß eine Fläche wie besprüht werden
4. Mit wieviel Druck muß gearbeitet werden
5. Wie stellt man die Pistole richtig für Fahrzeuglackierungen ein
6. Wozu benutzt man Nitro, wozu Terpentin Ersatz
7. Wie mischt man die Farbe mit Verdünnung richtig an.
8. Was sollte sonst noch beachtet werden.

Ich möchte zwar kein Lackierermeister werden und Autos lackieren, Arbeitserleichterungen und ein gutes Ergebnis möchte ich doch für einige Anwendugen erzielen können.

Habe heute außerdem einige sehr lange nicht mehr benutze Lackierpistolen mal überprüft. Alle hatten irgendwie andere Düsen und auch der Aufbau war unterschiedlich - prinzipiell arbeiten aber alle nach dem gleichen Prinzip. Die Gitterboxen habe ich dann aber einfach mit einer "Baumarkt-Farbpistole" lackiert.
Weitere Pistolen die bei mir lagern:
Walter PILOT III, zwei verschiedene von SATA. Diese drei sind nicht besonders gepflegt worden, zwei sind evtl. noch gängig. Wenn ich diese regenerieren möchte, bekommt man die Pistolen noch wieder blitzblank sauber und womit? Oder lohnt der Aufwand dafür nicht. Zwei Pistolen könnten eigentlich noch funktionieren, bei der dritten ist wohl auch die Nadel fest.

Die Erfahrung macht's

Verfasst: 17.09.2008, 09:04
von Garbleflux
Hallo Bernd,

wenn Du Anfänger beim Lackieren bist, hilft - so meine eigene
leidige Erfahrung - üben, üben und nochmals üben.

Sehr wertvolle Tipps für Einsteiger und Freizeitlackierer bietet das
Lehrbuch "Die Autolackierung" von Hauber/Puchan/Mitz
aus dem Vogel-Verlag (ISBN 3-8023-1455-7).

Generell gilt: Gutes Werkzeug und gute Vorbereitung
(Grundierung, Schleifen, Temperatur, Lackviskosität
und vor allem Hauptfeind Nr. 1 Staub) machen nachher das
Erscheinungsbild Deines Schmuckstücks aus.
Auch sollte bei der Wahl des Lacks nicht der Geiz den Ausschlag geben.
OK, es gibt hier im Forum einige vermeintlich positive Beiträge zu
Billig-Lacks (Mipa etc.) Es kommt natürlich darauf an, ob der Unimog
als reines Arbeitsgerät herhalten muss oder auch etwas für's Auge
bieten soll.
Nach verschiedenen Lackierungen kann ich zumindest ein bisschen
die Qualität der Lacke einstufen, die Markenprodukte sind auch nicht
wesentlich teurer als Baumarktware. Zufrieden mit Preis/Leistung
bin ich beispielsweise mit dem Anbieter www.pslackcenter.de.
Hier hat ein Liter Unimoggrün der Fa. Standox (einer der besten
Lackhersteller) rd. 40 Euro gekostet. Absolute Spitzenqualität und
leicht zu verarbeiten!
Lese Dich einfach mal durch verschiedene (Lackierer-)Foren und
achte auf die nützlichen Tipps.

Und mach's einfach wie ich: Geh auf den Schrottplatz und
hol Dir alte Pkw-Türen oder Motorhauben und probier's einfach aus.
Dazu gibt es auch im Internet sehr preisgünstige Übungsfarben
(aus falscher Mischung) z.B. bei www.Autolack21.de. Da kann man
das Geld ruhig investieren.
Aber lege Dir auf jeden Fall das oben erwähnte Lehrbuch zu, das
wird 99 % der auftauchenden Fragen beantworten.

mfg
Michael

Re: Die Erfahrung macht's

Verfasst: 17.09.2008, 19:02
von Heino-Hechenbichler
Garbleflux hat geschrieben: OK, es gibt hier im Forum einige vermeintlich positive Beiträge zu
Billig-Lacks (Mipa etc.) Es kommt natürlich darauf an, ob der Unimog
als reines Arbeitsgerät herhalten muss oder auch etwas für's Auge
bieten soll.

Michael
Hallo Michael,

Ich muss dir ja in fast allen dingen Recht geben, aber der Satz mit Mipa und Billigfarbe kann ich so nicht stehen lassen.
Ich habe meinen 411 auch mit Farbe Unimoggrün von Mipa lackiert und es sieht einfach gut aus. Ich habe auch Farben con Sikkens und Standox verwende
aber die Hütte wollte ich in Kunstharz wegen der besseren Zähigkeit bei Verwindungen.
Der Lack von Mipa ist gut zu verarbeiten und wenn die Vorbereitungen passen, dann klappt das auch mit der sogenannten Billigfarbe super.


Und der bietet was fürs Auge !

Nix für ungut

Heino

Verfasst: 18.09.2008, 22:22
von alex416
hallo bernd,

also das lackieren ist schon eine kunst für sich.
da kommt es drauf an, daß die bedüsung deiner pistole zum lackmaterial passt. das sollte aber der lackhersteller angeben, welche düse, welche viscosität usw.

natürlich verschleisen auch die lackierpistolen, also nicht weil die verstopft oder verklebt sind werden die normalerweise ersetzt, sondern weil deren spritzbild für den fachmann nicht mehr gut genug ist. damit reicht die pistole aber meistens noch ewig gut für den heimgebrauch.

um deine pistolen sauber zu bekommen solltest du versuchen bei nem lackierer oder maler flüssige beize zu bekommen. kurz einlegen und dann mit wasser auswaschen, möglichst alle teile die gummidichtungen besitzen vorher ausbauen.

grüßle
alex

Verfasst: 19.09.2008, 21:18
von Bernd-Thomes
Hallo,
danke für die Beträge. Habe heute mal wieder etwas mit "groben Eisen" von Gitterboxen geübt. War ja zum Glück kein Fahrzeug. Ich sollte doch noch ein wenig üben bevor ich wirklich mal etwas in Angriff nehme.
Farbe habe ich seeeehr viel herumstehen, wenn diese noch gut ist. Von altem BMW blau bis Opelgrünmetallic und was weiß ich noch alles. Wenn demnächst alles bunt ist darf meine Frau sich ja hier mal beschweren. Werde ihr sagen, daß ihr mir gesagt habt, ich solle üben.

Verfasst: 20.09.2008, 00:07
von Freyhaven
Hallo,

Mipa mag preiswert sein, aber bestimmt nicht billig...
ich habe mehrfach Mipa verarbeitet, u.a. am Landy (stumpfmatt RAL1002) und bin auch nach nun dreineinhalb Jahren absolut zufrieden mit dem Lack ... und der Optik!
Super zu verarbeiten, sauberer Verlauf, gleichmäßiger Mattierungsgrad und Deckkraft überall, auch heute noch nachlackierbar ohne das es auffällt (nicht verblichen o.ä.). Wobei der Lack stabil ist, stellenweise nachlacken war nur notwendig nach entspr. Gebrauch.

Es kommt beim Lackieren besonders auf die Vorarbeit an, gründliches schleifen, entfetten, grundieren etc.
Wenn die Vorarbeit nicht gründlich ist wird der beste Lack kein perfektes Ergebnis bringen! :roll:

...und ja, ich arbeite auch mit anderen Lacken, nur nicht mit Baumarkt-No-Name-Ware.

Grüßle
Sylvia

Verfasst: 20.09.2008, 11:01
von holgi63
Hallo Leute,

die Beiträge zu diesem Thread sind wirklich nicht schlecht...


Ich bin zwar selbst kein befähigter Lackierer und kann demzufolge zum Prozedere des Lackierens in praxi nur wenig beitragen, aber als technisch Verantwortlicher in unserer Firma für die eingesetzten Lacke, sowie auch die Varfahrensweisen kann ich zum Thema Qualität ein ganz kleines bisschen aus meiner Erfahrung beitragen:

Wir lackieren Werkzeugmaschinen und haben das Problem, dass unsere Lacke mit noch ganz anderen Substanzen kontaminiert werden, als "nur" mit der Umwelt und der Sonne...

Kühlschmierstoffe in vieltausendfacher Rezeptierung, aggressive Medien, der Abrieb der verschiedensten Werkstoffe u.v.m setzen den Lacken erheblich zu.

Da unsere Hausfarben sehr hell sind (RAL 7035, RAL 9010 reinweiß) haben wir große Probleme mit Lichtechtigkeit, aber auch Ablösungen.

Weiterhin haben wir Baugruppen von Vorlieferanten in unsere Maschinen zu implementieren, deren Vorbearbeitung wir nicht kennen und auch nicht oder nur bedingt beeinflussen können.
Da passiert es schon mal, dass einer wegen einer "smooth" Optik einen silikonisierten Härter einsetzt und wir dann sehen müssen, wie wir das für unsere Oberfläche sperren können...

Dabei haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Produkte des Hauses Spies Hecker (heute Du Pont, früher über Schmidt Autolacke vertrieben) die absolute Premium-Marke setzen.

Wir grundieren mit Percotex LA Haftgrund, den man auch als Sperrgrund (andere Verfahrensweise) einsetzen kann.

GANZ WICHTIGE Voraussetzung ist, dass die eingesetzte Verdünnung ein hochwertiges Erstraffinat ist.

Wir hatten größte Probleme mit schlechten Oberflächen bis zu großflächigen Lackablösungen, nachdem wir eine preiswerte wiederaufbereitete Verdünnung eingesetzt hatten.

Dazu muss man wissen, dass - genau wie Motorenöl - Verdünnungen immer und immer wieder aufbereitet werden können. Ein namhaftes Unternehmen in Heidelberg macht das im großen Stil und die in den Baumärkten vertriebenen Produkte sind selten Erstraffinate.

Die Wiederaufbereitung erfolgt aber aus Waschverdünnungen, die mit allem möglichem Schmodder verseucht sind und es ist trotz sorgfältiger Arbeit nicht zu 100.000000 Prozent eine Isolierung aller Schmutzpartikel möglich. Wenige Moleküle einer Silikonverbindung reichen aber aus, um eine ganze Partie einer Verdünnung unbrauchbar zu machen.

Das spielt, wenn man ein Fenster zu Hause lackiert, keine große Rolle, bei Fahrzeugen ist es jedoch eine Katastrophe!

Die Lacke selbst müssen nicht aus der teuersten Hexenküche stammen. Natürlich sollte man - aber das wurde bereits geschrieben - die Finger von Billigimportware aus den Baumärkten lassen, aber es gibt in Deutschland eine Reihe kleiner, aber feiner Lackhersteller, die qualitativ mit einem wie Spies Hecker mithalten können!

So haben wir als Zweitlieferanten die Fa. RISOMUR (Richard Sommer) in Linden (bei Gießen) ins Programm aufgenommen. Da RISOMUR es sogar schafft, uns Reinweiß zu liefern, das auch noch nach ein paar Jahren noch reinweiß ist, passt das sehr gut und die Preise sind Welten von Köln entfernt!

Bei den Grundierungen, Füllern und Spachteln sind wir beim Premium-Lieferanten geblieben, da gibt es aber auch von den kleinen Firmen brauchbare Konzepte.

Man muss z.B. wissen, dass die Grundsubstanz für den Härter von 2K Lacken in aller Welt von 2 oder 3 Herstellern stammt, bei denen alle Lackhersteller einkaufen müssen.

Der Unterschied, dass der eine 2:1, der andere 5:1, wieder ein anderer 10:1 mischt, liegt nur an der hauseigenen Rezeptierung...

Ähnliches gilt für die gesamten Grundstoffe der Lacke, angefangen von den Pigmenten bis zu den "Füllstoffen". Da gibt es zwar ein paar mehr Hersteller als einen oder zwei, aber die etablierten bedienen sich alle bei den gleichen hochwertigeren Herstellern.

Wer sich nicht sicher ist, was er nehmen soll, kann sich hier im Forum an die wenden, die gute Erfahrungen gemacht haben (der Landy sieht gut aus!) oder mal in den gelben Seiten nachsehen, ob in seiner Nähe Lackhersteller sind und sich an diese wenden.

Es gibt mehr, als man denkt, das sehe ich schon daran, wie viele zu mir kommen um mir ihre Lacke anzubieten und sie scheinen auch deutschlandweit flächendeckend verteilt zu sein...

Der Vorteil der kleinen Lackhersteller ist die Flexibilität und ein meist unschlagbarar Preis.

Selbst Sonderwünsche, wie eine bessere Lichtechtigkeit oder höhere Haftvermittlung kann man von den kleinen Herstellern auf Wunsch und meist ohne große Mehrkosten realisiert bekommen.

Auch wenn manche dieser Firmen schwerpunktmäßig Industrielacke oder Gebäudelacke herstellen, kann man sie fragen, ob sie einen Fahrzeuglack rezeptieren können. Das kriegen die meisten ganz gut hin, bis dahin, dass sie aus jedem Farbmuster in Form eines kleinen Blechstreifens den gewünschten - auch exotischen - Farbton hinbekommen.

Grüße

Holger

Verfasst: 21.09.2008, 12:17
von Erksi-Stapler
Hallo,
ich besitze zwar einen Kompressor und Lackierpistolen aber profimäßiges Lackieren sollte wohl auch gelernt sein. Sicherlich hängt eine gute Lackierung auch von den benutzen Werkzeugen ab.
Hintergrund dieser Frage:
Ich habe heute einige Gitterboxen lackiert. Sieht zwar alles sauber aus, meinen Unimog traue ich mich aber nicht mit meinen Kenntnissen sauber hinzubekommen.
1. Was sollte man für eine Sprühpistole verwenden, welche Düse etc.
2. Woher weiß man wie dick welche Farbe womit verdünnt wird
3. Wie oft muß eine Fläche wie besprüht werden
4. Mit wieviel Druck muß gearbeitet werden
5. Wie stellt man die Pistole richtig für Fahrzeuglackierungen ein
6. Wozu benutzt man Nitro, wozu Terpentin Ersatz
7. Wie mischt man die Farbe mit Verdünnung richtig an.
8. Was sollte sonst noch beachtet werden.
Hallo Bernd.

Da ich vor vielen zig Jahren gerade mal einen einzigen Heckflosser (in positano-gelb) lackiert habe, danach aber nie mehr in die Verlegenheit kam, eine Fahrzeuglackierung zu wiederholen, sondern danach "nur aus der Sprühdose" gelebt habe: -------->>>

----->>> zu Nr. 1 bis Nr. 7 kann ich fast nix zu sagen........


..........aber zu Nr. 8, dann dieses Sammelsurium (teils anekdotisch vermengt):

a.) die Druckluftleitung zur Pistole sollte neu sein,
a.a.) Kurz vor der Pistole sollte ein sauberer Filter und Wasserabscheider sein.

(Gründe: ältere DruckLuftLeitungen haben oft Schmodder, Kondensat und Öl gesammelt, die vom ölgeschmierten Kompressor kommen, wenn das via Pistole und Lack auf die Oberfläche kommen: dann mies.)


b.) Die Umgebungstemperaturen von Fahrzeug, und Lack sind zu beachten, Ich denke, ab plus 20 Grad hauts gut hin.
(O.g. Heckflosser stand über Nacht vor dem Lackieren in einer Tankstellenwaschhalle bei nur ca 8 bis 12 Grad !!!)

(Grund: Lack, Auto usw. war schlichtweg zu kalt, Lack zu zähviskos, Gefahr von zu hoher Luftfeuchte und feuchtem Niederschlag auf dem Blech.)


c.) Ich habe zunächst die Kanten und "scharfen" Ecken des Heckflossers lackiert und leicht/kurz antrocknen lassen.

(Grund: an den Kanten haftet der Lack zunächst schlechter, als an ebenen Flächen. (Kenne/kannte ich teils analogisch auch von zu galvanisierenden Teilen, dass dort -aber aus anderem Grund- die Beschichtung an den Kanten mitunter zu dünn ist.))
c.c.) Danach die anderen Flächen lackieren.

d.) Waagerechte Flächen sind immer problemlos zu lackieren; aber wenns in die Senkrechte geht, dann finde ich es schwieriger keine Nasen (nach unten laufender Lacküberschuss) zu produzieren.
d.d.) Wenn´s doch Nasen geben sollte, bitte dafür sorgen, dass eine nylonbestrumpfte Dame in der Nähe ist.

(Grund: hat man Nasen produziert: Greif der Dame unter den Rock, zerre ihr die Nylons von den Beinen und tupfe (nicht rubbeln) damit den Nasen-Lacküberschuss weg.
Grund für diesen Grund: Nylonstrümpfe "saugen" den Überschuss super auf, und !!! Nylonstrümpfe fusseln nicht. Es bleiben Null Fasern am Lack kleben.)
Ergänzung zu d.d.) Die Dame sollte sollte auch autoverrückt sein und Deine Vorgehensweise ohne schlechte Hintergedanken einsehen, ansonsten Ohrfeige von selbiger; alternativ vorher auf andere Art an die Nylons kommen.


e.) Vor dem Farbauftrag habe ich damals das Auto noch mit Anti-Staub Tüchern abgewischt, weil trotz Waschhalle, Fussels durch die Luft schwirrten.

f.) Ein Tyvek- o.ä. -Anzug in frisch und neu ist auch nicht schlecht, eine Atemschutzmaske mit passenden Filtern (für BTX geeignet ?) kann auch angezogen werden. (Hatte ich damals nicht auf, war zu dieser Zeit aber auch schon Raucher, da spielte das dann auch keine Rolle mehr)

g.) Nicht frustrieren lassen, wenn man Glanzlack verarbeitet, dass man danach jede schlechte Spachtelung (oder sonstige Oberflächen-Irritationen) superdeutlich sieht. Bei Mattlack gibts dieses Probleme nicht so stark, ...nach meiner Erfahrung.
g.g.) Hatte ich früher neu eingeschweisste Reparaturbleche Glanz-zu-lackieren, habe ich (!! Sprühdosenlackierer !!) mir irgendeinen ähnlichen Farbton beschafft und erstmal drüber lackiert, dann frustriert die meine schlechten Spachtelungen nachgearbeitet. Dann den endgültigen Farbton drüber gerotzt.
( Aber das waren noch Zeiten, wo es mehr darauf ankam, dass die Autos wieder für zwei bis vier Jahre durch den TÜV zu bringen waren und keine Schönheitspreise zu gewinnen hatten.)


h.) Eine vorherige Prüfung, ob sich der neue Lack mit der Lackart des vorherigen Auftrags verträgt, ist auch zu machen.

(Grund: sonst Orangenhaut, d.h. Kräusellack.)


Zusammengefasst:
Für mir und mich und persönlich, ist es leichter und lieber, zig Autos zu schweissen oder Schrauben zu schrauben, als ein einziges Teil gut zu lackieren.


Aber Bernd, wenn man es nicht gemacht hat, weiß man ja nicht wo die eigenen Stärken liegen. :wink: :wink:


In diesem Sinne: mach´ einen guten Auftrag; (Lach- oder Lackmäßig gesehen)

Grüße herzlichst
vom WolFgang

Verfasst: 24.09.2008, 12:53
von holgi63
Hallo Wolfgang,

Du sprichst ein großes Wort gelassen aus:
Zusammengefasst:
Für mir und mich und persönlich, ist es leichter und lieber, zig Autos zu schweissen oder Schrauben zu schrauben, als ein einziges Teil gut zu lackieren.
Wo kann man sich da anstellen???

Grüße

Holger

Verfasst: 24.09.2008, 18:24
von Erksi-Stapler
Hallo Holger.


Hinten. :wink: :wink:


Grüße

WolFgang

Nee, im Ernst, Holger: bei Bedarf bitte PN´nen, mit TelNr.

Verfasst: 24.09.2008, 19:09
von porkman
Hi Bernd,

ich hoffe ich trete der Community hier nicht auffn Schlips, wenn ich nen Link auf ein anderes Forum poste, aber das hat ja nix mit Unimogs zu tun... :roll:

Auf http://www.diespritzer.de findest Du ein super Forum rund ums Lackieren, dort gibts auch schöne FAQ's. Lohnt sich echt, sich mal dort umzuschauen!

Tschau
Hartmut

Verfasst: 24.09.2008, 22:19
von Bernd-Thomes
Hallo ihr lieben,
erstmal vielen Dank für die ausgezeichneten, ausführlichen Antworten. Ich habe in den letzten Tagen zwar mehrfach "grobes" Eisen (alte Paletten) lackiert, vertrete aber genau die gleiche Meinung wie Wolfgang.
Holger, ich stelle mich auch hinten (hinter Dir) an ;-)
@Hartmut:
nein, ich finde es ist doch seeehr hilfreich auch auf andere Foren zu verweisen. Habe bisher noch nicht das passende gefunden.

Ich glaube, ein Fahrzeug zu lackieren ist nicht meine Welt. Selbst die Vorbereitungen sind soooo umfangreich und so genau daß ich damit schon große Probleme haben werde.
Werde noch mal ein bischen üben wenn das Wetter mitspielt. In den nächsten Tagen ist meine Kreissäge dran - wenn ich die nicht doch lieber Pinseln sollte. Davon wollte ich sowieso schon seit mind 2 Jahren Bilder einstellen. Ist ja ein Eigenbau.