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Werner Selbstbergungswinde F 64 1M1SE

Verfasst: 22.08.2016, 07:10
von robin-kolina
Hallo verehrte Unimog Freunde,

habe einen Unimog 406.120 mit Werner Selbstbergungswinde erworben!
Den Mog habe ich hinsichtlich Bedienung soweit verinnerlicht - die zapfwellenbetriebene
Winde allerdings bislang links liegen gelassen - hier habe ich bis auf einen Werner Prospekt
auch keine Informationen! Bevor ich experimentiere: Wie wird das gute Stück bedient! Unimog
stationärer Zapfwellenberieb: Hauptschaltgetriebehebel zwischen 5./6. Gang, Zapfwelle vorn: und
wie die Winde bedienen!
Bin für jeden Tip dankbar!

Grüße aus Ruhpolding
Robin

Re: Werner Selbstbergungswinde F 64 1M1SE

Verfasst: 22.08.2016, 12:01
von mhame
Die Winde hat wenn man davor steht links einen runden Knopf. Dieser ist eine "Reibbremse", damit kann man die Trommel beim Abrollen etwas bremsen, dass das Seil nicht von alleine abgewickelt wird. Durch Hineindrehen wird ein Kunststoffklötzchen gegen die Bordscheibe der Trommel gedrückt. Das verhindert nur, dass sich die ausgekuppelte Trommel von selbst abwickelt, mehr nicht.

Auf der anderen Seite ist der gleiche runde Knopf. Den kann man rausziehen, dann ist die Trommel von der Zapfwelle getrennt. Da es sich um eine Klauenkupplung handelt, kann man sie nur im Stand schalten. Drückt man den Knopf hinein, ist die Zapfwelle und die Trommel formschlüssig verbunden.

Hinten ist noch eine Bandbremse, die ermöglicht beim Abwicken das Seil zu bremsen.

Also Knopf ziehen, Trommel auskuppeln und Seil von Handvabwickeln, Seil anschlagen, Knopf drücken, Zapfwelle einschelten, Seil aufwickeln, Zapfwelle ausschalten.


Wichtig bei den Wernerwinden ist, dass das Seil immer schön eng aufgewickelt ist. Kommt es zu Schlaffseil und es bilden sich große Schlaufen um die Trommel im Gehäuse, kann man min schlimmsten Fall das Seil nicht mehr Abwickeln und muss es zerschneiden. Das ist bei den offenen Trommeln der Mercedes-Winden unkritischer.


Gruß,
Markus

Re: Werner Selbstbergungswinde F 64 1M1SE

Verfasst: 22.08.2016, 12:07
von mhame
Hier kannst du die Anleitung einsehen:

http://classicunimogs.com/unimog_winch_manuals.html

Markus

Re: Werner Selbstbergungswinde F 64 1M1SE

Verfasst: 24.08.2016, 05:02
von robin-kolina
Hallo Markus,

besten Dank für Deine ausführliche Hilfe!
Gehe jetzt mal in den Praxistest - meist tauchen dann ja noch Fragen auf!


Gruß aus dem jetzt endlich sommerlichen Chiemgau
Robin

Re: Werner Selbstbergungswinde F 64 1M1SE

Verfasst: 24.08.2016, 05:43
von robin-kolina
Servus Markus,

ist das bei meiner Winde rechts dann eine Überlastratsche?

Konnte das so in den Unterlagen nicht finden!

HG Robin

Re: Werner Selbstbergungswinde F 64 1M1SE

Verfasst: 24.08.2016, 09:16
von mhame
Robin,

leider ist da Bild sehr klein. Es sieht aber nach einer sehr neuen Wernerwinde aus. Die könnte schon nach neueren Standards sein.


Die Überlastsicherung steckt direkt auf der Zapfwelle in der Trommel der Bandbremse. Es gibt Versionen für die kleinen Unimogs bis ca. 30 PS ohne Überlastsicherung, da ist der Adapter auf der Zapfelle nur ein Vollmetallkörper, bei denen mit Ratschen-Ü-Si ist der Eingang in den Adapter mit der Innenverzahnung drehbar mit Federpaketen und Sicherungsring vorgespannt.

Was du meinst ist sicher eine seitlich verzahnte Bordscheibe mit einem zustellbaren Keil als Abrollsicherung beim Aufwickeln. Die ist in Fahrtrichtung links an der Trommel (zur Getriebeseite hin).

Markus

Re: Werner Selbstbergungswinde F 64 1M1SE

Verfasst: 25.08.2016, 05:21
von robin-kolina
Danke Markus,

mache heute nochmal ein besseres Bild!

Robin

Re: Werner Selbstbergungswinde F 64 1M1SE

Verfasst: 25.08.2016, 07:54
von mhame
Robin,

insbesondere der rote Knopf rechts neben dem Mercedes Stern (auf dem Bild) und ganz rechts unten der rote Knopf sind interessant. Auch der Deckel vorne auf der Zapfwelle war früher anders.

Gruß,
Markus

Re: Werner Selbstbergungswinde F 64 1M1SE

Verfasst: 26.08.2016, 06:17
von robin-kolina
Servus, Grüß Gott

so, hier noch einmal ein besseres Bild - der kleine "Hebel" (rechts vor dem Unimog stehend) bewegt einen
Zapfen, der in das Gehäuse einfährt! Er kann sowohl in der ausgefahrenen als auch der eingefahrenen Position
arretiert werden!

Herzlichen Gruß Robin

Re: Werner Selbstbergungswinde F 64 1M1SE

Verfasst: 26.08.2016, 06:56
von mhame
Hallo Robin,

die ist deutlich neuer als meine. Den Zapfen hat meine nicht. Etwas höher ist der Knopf um die Klauenkupplung einzurücken. Möglicherweise hat dieser die gleiche Funktion.

Auch die Sperrklinke an der Trommel scheint anders zu sein. Hier wird bei mir eine Klinke durch eine Drahtfeder angehoben oder eingedrückt in die verzahnte Bordscheibe.

Auch der Hebel der Bandbremse sieht bei dir wie eine Kurbel aus.

Vielleicht kann dir jemand weiter helfen der sich bei den neueren auskennt, oder Fa. Werner fragen.

Gruß,
Markus

Re: Werner Selbstbergungswinde F 64 1M1SE

Verfasst: 26.08.2016, 21:52
von kronprinz
Die Überlastratsche sitzt frontseitig hinter dem runden Flansch.
Die Winde gab es, so weit ich mich erinnere mit und ohne Überlastratsche, wie Markus ja schon angemerkt hat, so wie mit und ohne Totmannsteuerung.
Wenn ich mich richtig erinnere hat die F64 mit Überlastratsche keinen geradensondern einen kegeligen Deckel.

Re: Werner Selbstbergungswinde F 64 1M1SE

Verfasst: 27.08.2016, 09:28
von mhame
Bei älteren F64 wie meiner, ist trotz Überlastsicherung der Deckel gerade, weil die ÜSI innerhalb der Brenstrommel der Seilbremse liegt. Bei der ohne ÜSI wird einfach eine Zapfwellenverlängerung auf die Zapfwelle gesteckt, die dann vorne in die Schnecke eingreift, an der hinten die Bremstrommel angeschraubt bist. Bei der Version mit ÜSI (ab. ca. 32PS Motorleistung) ist die Verlängerung am hinteren Ende (Zapfwellenseite) dicker und hat hier eine Ratschensicherung.

Markus

Re: Werner Selbstbergungswinde F 64 1M1SE

Verfasst: 28.08.2016, 06:06
von robin-kolina
Servus, Danke für die Rückmeldungen!

habe jetzt mal Werner in Trier angeschrieben - werde berichten!
Einen schönen Sonntag!

Robin