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Zapfwellenlager und Motoröl

Verfasst: 30.05.2016, 21:01
von snore
Servus zusammen!
Habe mir nun meinen ERSTEN Unimog 406 / BJ 1979 / 84 PS gekauft und bin gerade dabei die Maschine besser kennenzulernen! Nachdem ich heute Abend mal alles abgeschmiert, die Flüssigkeiten geprüft und nachgefüllt habe folgende Frage:

-> Lt. Handbuch, brauchen die Zapfwellenlager keine Wartung. Sind hier nur die "Endlager" an den Zapfwellenstummeln gemeint, oder auch die Lager, welche die Welle führen (bei der Heckzapfwelle das kurze Stück unter der Pritsche zwischen den Wellengelenken)? Ich hab dort noch nicht aufgeschraubt, denke aber mal, da ist seit über 35 Jahren das gleiche Öl drin!

-> Spricht was dagegen den OM352-Motor mit 15W-40 Motoröl zu fahren ? Das der Ölstand lt. Handbuch direkt nach Betrieb - also im Warmzustand gemessen werden soll, wusste mein Vorgänger vermutlich nicht! Habe heute ca. 2 Liter nachgefüllt und hoffe mal der Motor hat bisher keinen Schaden erlitten!

Bevor ich nun Ratschläge bekomme eine Fachwerkstatt aufzusuchen - JA mach ich schon noch, will mir nur vorab auch selbst gleich mal ein besseres Bild vom Fahrzeug machen...

Danke soweit
snore

Re: Zapfwellenlager und Motoröl

Verfasst: 30.05.2016, 22:42
von hollyz
Hallo Snore

Willkommen hier im Forum, und Glückwunsch zum 406
Das die Zapfwellenlager wartungfrei sind habe ich noch nicht gehört. Die Wartungsintervalle würde ich aber in dem Bereich nach der Betriebszeit richten.
Habe in meine Zapfwellenlager Fließfett eingefüllt.
Der Motor verträgt 10W-40 oder auch 15W-40 ohne Probleme. Auch wenn dort mal 2Liter fehlen sollte der Motor kein Schaden nehmen.
An deiner Stelle würde ich zur Sicherheit alle Flüssigkeiten am Mog wechseln.

Gruss Holger

Re: Zapfwellenlager und Motoröl

Verfasst: 31.05.2016, 05:15
von Moggälä
Moing - snor?!?
(seltsamer Name)

Motor: 15W40 = nehme ich als Standard für Sommer&Winter. Nach BA ist da noch unterschieden zwischen Sommer und Winterbetrieb, siehe 4.2; m.E. nicht zeitgemäß.

Lagerböcke: fast wichtiger für ZW-Betrieb ist 2.2.4. auf S.19 in der BA (wie geschalten sein muss). Wartungsfrei wie von dir gesehen unter 3.15.8. Sorry Holger, hab das mit Fließfett versucht - und dann doch lieber den Lagerbock überholt und Getriebeöl eingefüllt- geht einfacher und ist sauberer (auch wenn unter 4.2 wirklich Fließfett vorgesehen ist).

mfG
Axel

Re: Zapfwellenlager und Motoröl

Verfasst: 31.05.2016, 19:05
von snore
Servus und Danke für die Antworten!
1) snore .. begleitet mich schon mein ganzes Leben lang... obwohl ich inzw. über 180 groß bin!
2) Das beim Zapfwellenbetrieb zw. 5/6 geschalten sein soll habe ich gelesen .. wissen vermutlich auch nicht viele MOG-Fahrer .. Danke trotzdem für den Tipp!
3) 3.15.8 wird vermutlich 3.14.8 sein. Aber ich wechsel mal die Flüssigkeit ..soweit noch ein drin ist ..und gib Getriebeöl rein.

Was nehmt Ihr generell für ein Getriebeöl für den Unimog 406 ?

Gruß soweit
snore

Re: Zapfwellenlager und Motoröl

Verfasst: 31.05.2016, 21:01
von hollyz
Hallo Snore

Da gibt es viele Meinungen zu. Schau mal hier.

http://www.unimog-community.de/phpBB3/s ... 79258.html

Gruss Holger

Re: Zapfwellenlager und Motoröl

Verfasst: 01.06.2016, 22:32
von Wolfgang421
Hallo,

jetzt bin ich irritiert.

Bei meinem 421.140 steht in der Betriebsanleitung, Seite 85, Ziff. 3.14.8 "Schmierung": Die Zapfwellenlager sind mit einer dauerhaften Ölfüllung versehen und bedürfen keiner Wartung". Auf Seite 86, Ziff. 4.2 "Füllmengen": Zapfwellenlager, Fußnote 2): "Dauerfüllung"

Muss ich jetzt Getriebeöl einfüllen oder nicht?

Bei meinem 421 ist die Füllschraube für das Zapfwellenlager unter dem hintersten Rahmenquerholm. Um zu der Schraube des Zapfwellenlagers zu kommen, müßte ich erst das Verlagerungsgetriebe abbauen und dann das Zapfwellenlager nach Demontage der Zapfwelle. Dieser für eine regelmäßige Wartung zu hohe Demontageaufwand spricht doch dafür, dass eine Dauerfüllung, zumindest von den Herren Mog-Ingenieuren, angedacht war.

Gruß
Wolfgang

Re: Zapfwellenlager und Motoröl

Verfasst: 02.06.2016, 22:13
von DocLang2
Es wurde aber nicht mit Betriebszeiten von mehreren Jahrzehnten gerechnet. Von daher ist der Aufwand das Öl alle 10..20 Jahre zu wechseln akzeptabel.
Gruß Peter