Zwischenbericht von der Unimog-Baustelle

Spezial-Forum zur Unimog-Baureihe U 404 S.

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Re: Zwischenbericht von der Unimog-Baustelle

Beitragvon günter.404 » 23.03.2014, 16:42

Hallo Leute,

wie bereits angekündigt bin ich lästigen Geräuschen auf der Spur.

Je ruhiger der Mog wird, desto mehr fallen Geräusche auf, die bis dahin im allgemeinen Lärm gar nicht wahrgenommen wurden.

Der Motor ist so gut gedämmt, daß sein Laufgeräusch in allen Lebenslagen und Drehzahlen beinahme komplett in den übrigen Fahrgeräuschen untergeht und selbst im Leerlauf ist er kaum zu hören! Die Dämmung vom Motor war also absolut ausreichend.

Die lästigen Vibrationen und Dröhngeräusche sind inzwischen auf ein angenehmes Maß reduziert.

Was sich allerdings als echte Herausforderung erweist, scheint nun das Getriebe zu sein:

Tatsächlich ist das lauteste Fahrgeräusch (innen im Fahrerhaus) jetzt das Getriebe. Es ist etwas schwer zu definieren, aber es scheint eine Art Mischung aus Geräuschen vom Getriebe selbst und übertragenen Geräuschen oder Frequenzen vom Motor ins Getriebe zu sein, die sich da als Laufgeräusch bemerkbar machen. Und als "Höhepunkt" werden diese Geräusche scheinbar recht wirksam nicht nur auf den Schalthebel übertragen, sondern er scheint diese Geräusche regelrecht zu verstärken!

Das Getriebe selbst scheint mir nicht defekt zu sein, es schaltet sich leicht und präzise (von leichten Kratzgeräuschen in der Warmlaufphase abgesehen). Und es ist während der letzten 10000km eher etwas ruhiger geworden - wäre es ein nennenswerter Defekt, dann hätten die Geräusche ja eher zunehmen müssen?

Nun habe ich als erste Maßnahme den Schalthebel mit der Feder aus dem 406 verbaut (das wurde hier ja schon von anderen Teilnehmern mit Erfolg praktiziert). Und das bringt tatsächlich eine deutliche Reduzierung der Geräuschübertragung auf den Schalthebel.

Eine Reduzierung - nicht mehr und nicht weniger. Nun war es so, daß der runde Schaltknauf aus Plastik noch wie ein Schallverstärker wirkt. Wenn ich das Teil abgeschraubt habe, war es nochmals ruhiger, wenn ich zu Probe einen Gummipuffer aufgeschraubt habe, hatte dieser nochmals eine dämpfende Wirkung.

Also habe ich folgendes gemacht:

Den Schalthebel unten abgeflext, dann eine neue Stange (wegen dem anderem, benötigten Gewinde für die Schaltknaufaufnahme) angeschweißt und den Schaltknauf vom Transporter montiert. Dieser ist aus einer Art Gummimischung und hat nach unten eine Verlängerung, was das "nackige" Rohr teilweise mit abdeckt und Geräusche zusätzlich wegdämmt.

Bild

Bei der Gelegenheit habe ich die Länge vom Schalthebel etwas gekürzt. Das Getriebe schaltet sich dadurch angenehmer, die Schaltwege sind kürzer, das Schaltgefühl „knackiger“ und der Schalthebel liegt angenehmer und ergonomischer zur Hand. Der Kraftaufwand wird durch den kürzeren Hebel natürlich etwas größer, aber das Getriebe hat sich so leichtgängig schalten lassen, daß das nicht stört und die anderen Vorteile überwiegen.

Die Maßnahmen waren nicht umsonst und haben ihre Wirkung erfüllt :!:

Trotzdem bleibt das Getriebe die lauteste Geräuschquelle. Dabei fällt eine gewisse, scheinbar „tagesformabhängige“ Schwankung auf. Zeitweise ist das Getriebe jetzt so ruhig, daß der Geräuschkomfort im Mog fast als PKW durchgehen könnte, und teilweise sind die Geräusche wieder laut bis lästig. Sicher liegt das an Einflüssen wie Öl- und Getriebetempreratur, Außentemperatur usw. Und es fällt weiterhin auf, daß der Schalthebel mit seinem Mechanismus immer noch als „Geräuschverstärker“ wirkt. Wenn ich z.B. während der Fahrt mit dem Finger seitlich gegen den Schalthebel drücke, dann verschwinden die Geräusche fast komplett.

Ich werde weiter dran bleiben und vielleicht hat ja noch jemand einen guten Tip?

Klar, ich könnte die Motordämmung reduzieren, dann würde das Getriebe nicht mehr stören. Aber das wäre die schlechtere Lösung :wink:

Grüße
Günter
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Re: Zwischenbericht von der Unimog-Baustelle

Beitragvon YoEddy2 » 23.03.2014, 19:04

Hallo Günter,

Interessant deine Berichterstattung, vom Dämmen und Geräusche beseitigen, hast Du das schon wo ausführlicher in nem Trööt dargestellt ?
Interessiert mich da ich auch immer verbesserungen anstrebe.
Sehr Ordentlich sieht auch deine Ausskleidung mit dem Teppichboden ? aus .... klasse.
Hast Du das Seriengetriebe des 404 noch drinn oder ein anderes, da ich auch schonmal überlegt hatte d. Schalthebel zu kürzen ...aber mir nicht sicher wahr obs dann noch vernünftig zu schalten ist .....

Gruß Ralf
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Re: Zwischenbericht von der Unimog-Baustelle

Beitragvon günter.404 » 23.03.2014, 21:14

YoEddy2 hat geschrieben:Interessant deine Berichterstattung, vom Dämmen und Geräusche beseitigen, hast Du das schon wo ausführlicher in nem Trööt dargestellt ?


Hallo Ralf,

das findest Du in dem Trööt hier, blättere einfach mal etwas zurück :idea:

Grüße
Günter
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Re: Zwischenbericht von der Unimog-Baustelle

Beitragvon YoEddy2 » 24.03.2014, 16:06

:shock: Ups ...klar wer sehen kann ist klar im Vorteil .....

Danke Ralf :spitze
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Re: Zwischenbericht von der Unimog-Baustelle

Beitragvon trans-mog » 24.03.2014, 23:38

Hallo Günter,

sehr interessante Lösung mit dem Schalthebel.

Ich beschäftige mich seit einiger Zeit auch mit dem Thema, siehe auch:
post433911.html#p433911

Als Körperschallursache habe ich am Handbremshebel den Splint des Klinkengriffs und sein Gestänge ausgemacht. Alle Toleranzen minimiert und es wird leiser.

Im Schaltgehäuses eine Gummidichtung eingebaut, wenn diese verschlissen ist, wackelt der Hauptschalthebel im Gehäuse und es kommt zu Geräuschen, siehe Werkstatthandbuch Seite 26 3/2.

Weiterhin plane ich eine Schalthebelabdeckung wie Du sie verbaut hast oder sie am U403 verwendet wird, leider gibt es eine solche Abdeckung für den U404 nicht zu kaufen. Auf der Masch-Bau-Messe „Metav“ habe ich eine Firma für Faltenbälge besucht, die sich meinem Anliegen annehmen wird. Wenn ich ein Ergebnis habe werde ich mich wieder melden.

Gruß
Klaus
Trans-mog
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Re: Zwischenbericht von der Unimog-Baustelle

Beitragvon günter.404 » 25.03.2014, 21:43

Hallo Klaus,

am Handbremshebel wird bei mir zwar nicht's übertragen, aber es ist schon merkwürdig was an dem 404-Getriebe alles zur "Lärmverstärkung" beiträgt.

Der von Dir beschriebenen Gummidichtung im Schaltgehäuse bin ich auch schon auf der Spur und im Moment vermute ich aus dieser Richtung auch die stärkste Geräuschquelle.

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob diese Dichtung (erneuert) ausreichend dauerhaft und wirksam für den Dieselmotor ist. Hast Du diese Dichtung bei Deinem Mog mal gewechselt?

Ähnlich ist es ja mit der Dichtung seitlich am Hauptschalthebel, hier scheint die Lösung mit der Feder aus dem 406er-Schalthebel besser zu sein. Ich "brüte" gerade an einer Idee nach dem ähnlichen Prinzip für die zweite Dichtung. Bin mir aber noch nicht sicher ob das was wird....ich werde berichten.

Das mit den Faltenbälgen klingt interessant!

Der Faltenbalg an meinem Hauptschalthebel ist vom Bootszubehör, aber für die restlichen Hebel habe ich bisher nichts brauchbares gefunden.

Grüße
Günter
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Re: Zwischenbericht von der Unimog-Baustelle

Beitragvon Eisbaer » 25.03.2014, 22:38

Mann Günther,

solangsam werd ich "Neidisch"!!!

Echt tolle Kiste, kann ich nur immer nochmal sagen.

Das Getrieb iss eben Gradverzahnt, und schon etwas älter. Denke Du musst damit leben.
Aber, mach mal, vielleicht fällt Dir ja nochwas ein.

mfg Sven aus dem Saarland
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Re: Zwischenbericht von der Unimog-Baustelle

Beitragvon günter.404 » 21.04.2014, 14:05

Hallo,

@Sven: ich seh schon, bald habe ich Dich soweit und Du baust in Deinen Mog doch noch nen Diesel ein. Dann hast Du auch einen Schalthebel, der so schön rasselt :wink:

Ich bin nun einen Versuch weiter, gegen das Rasseln vorzugehen. Zu besseren Verständnis füge ich hier mal die Schnittzeichnung ein:

Bild

Original sind zwei Dichtringe (in der Zeichnung rot markiert) verbaut, die Geräusche etwas eindämmen sollen. Beim Getriebe vom 406 ist der Dichtring am Schalthebel durch eine Feder ersetzt. Am Schalthebel ist an der Stelle eine tiefere Ausfräsung, da die Feder mehr Platz benötigt als der Dichtring. Diese Feder bewirkt daß der Schaltfinger (Pos. 3) kontinuierlich seitlich gegen die Schaltwelle (Pos. 10) gedrückt wird. Somit wird durch den ständigen Kontakt der zwei Teile zueinander weniger Geräusch auf den Schalthebel übertragen als es der Fall wäre, wenn Schaltfinger und Schaltwelle im Betrieb gegeneinander vibrieren. Das Ergebnis ist, daß der Schalthebel weniger "rasselt". Diese dämpfende Wirkung wird im 404 wohl auch der Dichtring haben - wenn der 6-Zylinder Benzinmotor am Werk ist. Ein 5-Zylinder Dieselmotor schickt da sicher mehr Schwingungen ins Getriebe, was sich bei mir durch den rasselnden Schalthebel deutlich äußert.

Der Schalthebel mit Feder aus dem 406 hat da schon deutliche Besserung gebracht. Der geänderte Schaltknauf ebenso (wie bereits weiter oben beschrieben).

Aber es scheint so, als würde durch diese Maßnahmen das rasseln im Schalthebel nicht verschwinden, sondern nur geringer werden. Die Ursache (vermutlich Schwingungen im Getriebe) sind ja weiterhin da, es gilt nur dem Hebel das Rasseln möglichst weitgehend abzugewöhnen.

Wenn ich während der Fahrt seitlich gegen den Schalthebel drücke (egal ob rechts/links oder vor/zurück), dann ist vollständig Ruhe. Aber das übt Druck und somit Verschleiß über die Schaltgabeln aus und ist daher keine Option.

Ich habe aber auch festgestellt, daß es ruhiger wird wenn ich während der Fahrt von oben auf den Deckel (Pos. 1) vom Schaltgehäuse (Pos. 11) drücke. Vermutlich verringert das dieselben Geräusche, die auch der Dichtring (Pos. 13) dämmen soll.

Ähnlich wie die Wirkung der Feder vom 406er-Hebel habe ich daher eine Feder eingebaut, die das Schaltgehäuse jetzt nach unten zieht:

Bild

Das rasseln scheint nun ein Stück weiter reduziert, ist aber trotzdem nicht verschwunden. Der rasselnde Schalthebel scheint eine harte Nuss zu sein :roll:

Immerhin habe ich die Feder so positioniert, daß sie den Schalthebel in Leerlaufstellung nun in der Position zwischen dem 5. und 6. Gang hält, denn da soll er laut BA bei zugeschalteten Nebenantrieb auch sein und bisher hat er sich nicht zuverlässig in dieser Position gehalten.

Grüße
Günter
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Re: Zwischenbericht von der Unimog-Baustelle

Beitragvon Helmut-Schmitz » 21.04.2014, 15:24

Hallo Günter

hast du mal versuchsweise eine Gewicht an den Schalthebel befestigt, wobei da auch noch die Position veränderbar wäre.
Eventuell wird die Eigenschwingung des Schalthebels angeregt. Durch eine größere Masse sinkt die Eigenfrequenz in einen tieferen Bereich, die im normalen Betrieb nicht erreicht wird.
Die Feder dämpft zwar die Amplitude, die Eigenfrequenz bleibt jedoch unverändert.
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Re: Zwischenbericht von der Unimog-Baustelle

Beitragvon günter.404 » 21.04.2014, 16:11

Hallo Helmut,

danke für den Tip!

Ich werde das mal versuchen und wieder berichten...

Grüße
Günter
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Re: Zwischenbericht von der Unimog-Baustelle

Beitragvon günter.404 » 03.09.2014, 15:53

Hallo Leute,

inzwischen bin ich um ein paar Versuche schlauer geworden mit dem Schalthebel:

Ich habe ursprünglich in das Rohr vom Schalthebel eine Gewindestange eingeschweißt für die Aufnahme vom Gummi-Knauf (das original Gewinde vom Schalthebel konnte ich für den Transporter-Knauf nicht verwenden, da hierfür ein feineres Gewinde nötig war).

Diese Stange habe ich ein ganzes Stück weit in das Rohr nach unten geschoben und den unteren Teil mit einem Kleber ausgefüllt, der dauerhaft weich bleibt. Die Idee war, daß ich durch den Kleber - ähnlich wie mit Gummi - eine weitere Geräuschdämmung in Schalthebel habe. Allerdings war das Gegenteil der Fall: die lange Gewindestange hat das wohl eher dazu animiert die Rasselnden Geräusche zu verstärken.

Ich habe also die Gewindestange erstmal komplett entfernt und dann wie vom Helmut angeregt verschiedene Versuche mit Gewichten an verschiedenen Stellen vom Schalthebel gemacht: Das Geräsuchbild hat sich dann zwar etwas verändert, deutlich weniger wurde es damit aber leider auch nicht.

Das einzige was deutlich wirksam war, war den Schalthebel unten am Rohr nach unten zu drücken (dasselbe Prinzip, was ich schon mit der eingebauten Feder bewirkt habe). Also habe ich diese Feder verstärkt, anschließend ein möglichst kurzes Gewinde in den Schalthebel eingeschweißt und den Schalthebel an allen möglichen (unsichtbaren) stellen noch zusätlich mit Gummischläuchen ummantelt.

Und nun ist tatsächlich Ruhe! :party

Das lästige Rasseln ist fast komplett verschwunden, dringt nur noch so dezent durch daß es nun nicht mehr stört. Nun rasseln noch etwas der Handbremshebel und der Hebel für Allrad/Differentialsperre, aber so gering daß das kaum stört und die kann ich auch noch leicht von Außen mit einer Gummiummantelung etwas nachdämmen.

Das Thema mit dem Schalthebel scheint also zufriedenstellend gelöst zu sein, nun kann ich mich um die nächsten Kleinigkeiten kümmern...

Grüße
Günter
Zuletzt geändert von günter.404 am 05.09.2014, 19:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zwischenbericht von der Unimog-Baustelle

Beitragvon Eisbaer » 05.09.2014, 15:18

@Günter

Also "Definitiv" werd ich mir diese riesen arbeit nicht antun !!
Denn mit zwei Kindern ist der 404 zu klein.
Deshalb hab ich mri im februar auch ein "zweit"spielzeug zugelegt. Nen richtigen LKW mit Dieselmotor, und sieben sitzen. Der wartet nun auf seinen 30 geburtstag im kommenden Frühjahr. Bis dahin iss noch umbauarbeit zu tun.

Und neine, den 404 TLF geb ich nicht her !
Im gegenteil, der hat jetzt "durch zufall" noch einen bruder zur seite bekommen. Eine Franzosenpritsche. Ok, auch mit arbeit, dafür musste ich Ihn nur zum laufen bringen, und mitholen !
Denke, von der 404 Krankheit lass ich mich nicht mehr heilen.

Und , ja, ich bin "originalo"!

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Re: Zwischenbericht von der Unimog-Baustelle

Beitragvon günter.404 » 22.09.2014, 20:13

Hallo Leute,

inzwischen ist die Zapfwelle im TLF-Aufbau nicht mehr arbeitslos. Anstatt der Wasserpumpe im Heck treibt sie nun einen Kompressor an, mit dem Tauchflaschen befüllt werden können (200 Bar):

Bild

Bild

Der Kompressor arbeitet "dreistufig" (verdichtet also Stufenweise in drei Zylindern) und hat eine Lieferleistung von 180-240 Liter/Minute (je nach Drehzahl). Die notwendige Antriebsleistung für den Kompressor liegt bei ca. 4-5 KW, d.h. der Motor braucht dazu keine hohen Drehzahlen. Ich habe deshalb ein Getriebe an die Zapfwelle angeschlossen, welches die Drehzahl erhöht. Somit dreht der OM617 jetzt nur mit ca. 1100-1200 Umdrehungen um den Kompressor zu versorgen.

Als Drehzahlmesser für den Kompressor habe ich einen Fahrradtacho "missbraucht", und ein Betriebsstundenzähler wird über den Kontaktschalter vom Schalthebel für den Nebenantrieb angesteuert.

Die fest installierte Atemluftflasche wird mit 200 Bar gefüllt und versorgt dann über einen Druckminderer mit 8 Bar eine Pressluftsteckdose. Somit können mit dem Mog auch Pressluftwerkzeuge betrieben werden (und natürlich auch Reifen aufgepumpt werden).

Die Halterungen für die Tauchflaschen sind aus KG-Wasserrohren gefertigt und da die Füllschläuche 2m lang sind können die Flaschen auch in der Transporthalterung direkt gefüllt werden.

Die Blauen Boxen sind für allerlei Kleinzeugs von der Tauchausrüstung.

Grüße
Günter
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Re: Zwischenbericht von der Unimog-Baustelle

Beitragvon der.odenwälder » 23.09.2014, 08:57

..Moin Günter,

...RESPEKT ! , das nenn ich mal ne Saubere Arbeit . Sieht sowas von Proffesionell aus :respekt ....

Gruß
Stefan
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Re: Zwischenbericht von der Unimog-Baustelle

Beitragvon Eisbaer » 28.09.2014, 08:45

@Günter

Du hast das thema Unimog 404 schneller für Dich nutzbar gemacht, als alle die anderen die ich in den letzten 10 Jahren kennengelernt habe !
Echt genial, die Nummer mit dem Kompressor !!!!

Beim Bund gab es eine ähnliche konstrucktion, ebenfalls mit Kompressor. In der Werhtechnischen studiensammlung in Koblenz steht noch ein solches FAhrzeug.

Denke, die anhängerkupplung, iss dann wohl für den Wohnwagen !

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