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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#368408
Habe eben beim Zurückschieben meines 411ers (neue Achse) durch Drehen am Hinterrad festegstellt, dass das Schubrohr sich im Bereich der Gummimanschette 3-4mm hin und her bewegt. Heißt das, dass der Kunststoffdruckring an der Schubkugel verschlissen ist?
Wenn ja, wie eilig ist ein Wechsel? Muß man beim Wechsel etwas besonderes beachten (Spielausgleich o.ä.)? Das WHB ist leider nicht besonders ausführlich an dem Punkt. Auch die Suchfunktion hat mich nicht weitergebracht.
Wäre prima, wenn jemand von euch meine Fragen beantworten könnte.
Vielleicht hat ja sogar einer eine Anleitung im Fundus.

Grüße
Markus
411.119 Bj. 66 ; IHC 633 Bj. 75
#368414
Hallo Markus,

kann da nur von meinem 406 berichten - ja, der Nylonring is wohl fällig.
Zumindest beim 406 is recht gut angegeben, wie das ganze einzustellen ist, beim 411 is der Aufbau leider etwas anders. Das Spiel sollte Aber jedenfalls stimmen, geht sonst alles auf die Kardanwelle im Inneren.
Teilekosten nicht die Welt, Zeitaufwand ca ein Tag in der Halle . . .

mfG
Axel
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." (Albert Einstein)
#368434
Axel, Ingo,

danke für eure Antworten.
Habe inzwischen noch weitere Fragen. Um den Schubring zu wechseln muß ich doch die Kardanwelle getriebeseitig abschrauben. Wenn ich dann die Hinterachse nach hinten wegziehe, kann da die Kardanwelle irgendwo innen aushängen? Habe ein Bild gesehen, wo die Kardanwelle noch am Getriebe dran war, aber die Achse gut einen halben Meter weg. Hat die Kardanwelle eine Schiebeverbindung (ähnl. Zapfwelle)? Muß ich auf was besonderes aufpassen?

Nochmals Grüße
Markus
411.119 Bj. 66 ; IHC 633 Bj. 75
#368443
Hallo Markus,

ja man kann die Kardanwelle aus dem Schubrohr ziehen, es sitzt im Inneren nur auf einem Vielzahn (ähnlich Zapfwelle :D )

Aber das bringt Dich nicht weiter, denn dann musst Du die Achse komplett ausfahren, weil der Ring und die Ausgleichsscheiben sich sonst nicht tauschen lassen.
Wenn Du den Ring tauscht, muss unbedingt das Spiel neu eingestellt werden. Also neben dem Ring gleich auch die Ausgleichsringe mit bestellen.
Allerdings würde ich erst die Achse abflanschen und mir den Ring anschauen. Vielleicht reicht ja sogar nur das richtige Spiel einstellen.

Da 411 und 404 ja in dem Punkt gleich sind hier ein paar Bilder und Beschreibung.
http://www.unimog-community.de/index.ph ... c&start=82
Haltet Abstand, lasst Euch impfen und bleibt gesund
Bis dene
Gruß
Jürgen von der hessischen Kinzig

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#368485
Guten tag Markus und Jürgen,

ich sehe in Markus' signatur, dass er einen 411.119 besitzt, also neue achse.
Dort sind nach meiner kenntnis die ausgleichsscheiben/ringe hälftig geteilt und somit ohne lösen der kardanwelle austauschbar.
Beim spiel von 4mm? tippe aber auch eher auf den kunststoffring. Dann muss die welle natürlich gelöst werden.
heinz401
vom fuße der Wartburg

1: 401.101 (1955) - schnellläufer, außer dienst
2: 411.118 (1963) - lama, im dienst
3: träume.....
#368487
Jürgen,
vielen Dank für Deinen Link auf Deine Homepage. Nun sehe ich die Sache schon klarer. Gute Idee mit den Holzplatten zur Erfassung des Spiels.

Heinz,
ja, das Spiel ist so groß, dass der Druckring auf jeden Fall raus muß.

Wie eilig ist das? Vermutlich fahre ich ja schon einige Zeit so. Oder kommt dieser Defekt sofort? Sprich, kann ich noch ein paar km mit dem unbeladenen Mog fahren oder soll ich ihn sofort stehenlassen?
Wie weit kann ich die Hinterachse mit dem Schubrohr wegziehen, bevor die Kardanwelle aus der Verzahnung fällt? Reicht das, um an die getriebeseitigen Schrauben der Kardanwelle ranzukommen?

Vielleicht hat ja noch der eine oder andere eine Antwort.
Danke schon mal.

Markus
411.119 Bj. 66 ; IHC 633 Bj. 75
#368508
Hallo Markus,

die Verzahnung der Kardanwelle ist ca 10cm lang.
Dieser Weg reicht völlig die Schrauben am Getreibeflansch zu lösen.

Sollte die Welle dennoch aus der Verzahnung rutschen ist dies aber auch kein Beinbruch, sie rutscht mit etwas ruckeln auch wieder rein. :D

Um alle Schrauben am Flansch lösen zu können, empfiehlt es sich ein Rad vom Boden abzuheben und durch drehen dieses Rades auch die Kardanwelle mit Flansch in eine günstige Position zu drehen. Es darf natürlich kein Gang eingelegt sein.

Vor dem Zurückziehen der Hinterachse an die Handbremsseile und die Betriebsbremsleitung denken.

Erfahrungen, wie lange man mit dem Fehler fahren kann habe ich keine, wenn es aber nicht unbedingt sein muss würde ich es auch nicht tun.
Bei jedem Bremsen und Beschleunigen schlackert jetzt deine Schubkugel herum. Dies schadet auf jeden Fall ihr selbst.
Aber wenn Du Pech hast sogar auch den Lagern von Getriebe und Antriebswelle. Dies ist davon Abhängig ob die Antriebswelle in axial Richtung noch genügend Spiel hat oder schon an den Anschlag beim Beschleunigen kommt.
Haltet Abstand, lasst Euch impfen und bleibt gesund
Bis dene
Gruß
Jürgen von der hessischen Kinzig

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#369723
Greife mein Thema nochmals auf.
Habe eben bei der Mercedes-Filiale im Nachbarort die Schubkugelschale geholt. Klasse Service, habe gestaunt.
Die Schale ist geschlitzt. Für was ist das gut?
Dann ist mir beim näherer Betrachtung aufgefallen, dass bei meinem 411er das Schubkugelgehäuse zweigeteilt ist. Dann müsste ich das ja ohne größeren Aufwand demontieren können.
Stellt sich eine weitere Frage. Wenn ich die Schubkug.schale nochmals durchtrenne und so zwei Hälften habe, dann müsste ich doch eigentlich die neue Schale montieren können, ohne die Kardanwelle vom Getriebe zu lösen.
Vielleicht muß ich nicht mal die Hinterachse lösen.
Liege ich hiermit richtig oder irre ich?
Hat das schon mal wer gemacht?
Freue mich auf Antworten.

Grüße
Markus
411.119 Bj. 66 ; IHC 633 Bj. 75
#371199
Neues zum Thema.
Da keine Antworten eingingen, bin ich zur Tat geschritten und habe es gemacht. Zweiteiliges Schubkugelgehäuse abmontiert, alte Schale zweimal um 180° versetzt angebohrt, aufgemeißelt, neue Schale in zwei Hälften gesägt, alles gereinigt und dann eingebaut. Zeitaufwand insgesamt 5h. Dabei ging aber mindestens eine fürs Reinigen drauf. Und bei -5° in der Scheuer schafft man auch ein bißchen "eingefroren". Zur besseren Zugänglichkeit habe ich den Luftkessel abmontiert.
Anbei zur Veranschaulichung ein paar Bilder.
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Na ja, eigentlich wollte ich, dass man die Bilder direkt sieht. War wohl nichts. Falls jemand weiß, wie es geht, dann sagt es mir.
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Habe aus Blech vorläufige Distanzen angefertigt. Die endgültige Distanz am Schubkugelgehäuse ermittle ich in nach einigen km Fahrt und bei wärmerer Ungebung.

Gruß, Markus
Zuletzt geändert von bogge am 12.02.2012, 19:59, insgesamt 1-mal geändert.
411.119 Bj. 66 ; IHC 633 Bj. 75
#371202
Hallo Markus,

danke für Deine bebilderte Schilderung. Sehr anschaulich - und sie zeigt den souveränen UNIMOG-Schrauber. Ich denke, was Du gemacht hast, hat Hand und Fuss.

Du schriebst am Anfang, dass der Kunststoffdruckring (Schubkugelschale aus Kunststoff) verschlissen sein müsste. Dann ist aber eine Graugussschale zum Vorschein gekommen. Hast Du Dich nicht gewundert?

Mein 411.119 ist Bj. 1965 und ich bin immer davon ausgegangen, dass er die langlebigeren Kunststoffschalen drin hat. Das ist ja nun zweifelhaft.

Wann fand denn die Serienumstellung Grauguss zu Kunststoff statt?
Liebe Grüße

Christoph

Truck Trial Meisterschaftslauf in Frankreich
https://youtu.be/mpNJ65XhNZs (Video)
https://youtu.be/2Qw6fkRsECg (Fotos)
https://youtu.be/nKQhVVgNUPI (Elektro-Unimog)
https://youtu.be/uBz_pHq8PPo (Elektro-Unimog )

optimog@gmx.de
#371206
Hallo Christoph,

dachte auch, es wäre die Kunststoffschale verbaut. Aber war eigentlich nicht wirklich schlimm. Ausbau ging halt ein paar Minuten länger.
Den Zeitpunkt der Umstellung kenne ich leider auch nicht.

Gruß
Markus

Wer hat denn hinbekommen, dass die Bilder nun sichtbar sind? Danke jedenfalls.
411.119 Bj. 66 ; IHC 633 Bj. 75

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