Unimog-Baureihen

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Werksbild Unimog Programm 1966

 

Unimog ist die Abkürzung für „Universal-Motor-Gerät“. Es handelt sich dabei um einen universellen allradgetriebenen Kleinlastkraftwagen und Geräteträger vor allem für die Land- und Forstwirtschaft, das Militär und für kommunale Aufgaben, aber auch für andere Aufgaben in unwegsamem Gelände (z. B. als Bohrfahrzeug oder bei der Katastrophenhilfe). Er fällt unter die Maschinenart Frontsitztraktor mit Allradantrieb.

Das seit 1945 entwickelte Fahrzeug wurde ab 1949 zunächst bei Boehringer Werkzeugmaschinen in Serie gebaut. Seit Übernahme durch Daimler-Benz im Jahr 1951 ist Unimog eine Modellbezeichnung von Mercedes-Benz. Mehr als 50 Jahre lang wurde der Unimog in Gaggenau gefertigt, bevor die Produktion 2002 ins Mercedes-Benz-Werk Wörth am Rheinwechselte. Die Marke Unimog ist geschützt.

Der Unimog: beliebtes Militärfahrzeug mit interessanter Geschichte

Der Unimog gehört zu den in Militär und Landwirtschaft beliebtesten Fahrzeugen. Er gilt als flexibel einsetzbarer, geländegängiger Allradwagen, den sich einige Fahrzeugbegeisterte zum eigenen Wohnmobil umbauen. Wer sich für seine Verwendung interessiert oder den Unimog selbst nutzen will, sollte die Entstehungsgeschichte des Allradwagens kennen. Sie gibt Informationen, ohne die das beliebte Fahrzeug laut Experten nicht richtig wertgeschätzt werden kann.

Ein Fahrzeug der Nachkriegsjahre

Der erste Unimog, dessen Name ausgeschrieben für Universal-Motor-Gerät steht und von Hans Zabel erfunden wurde, verließ 1945 das Werk. Die ersten Modelle wurden vom Schwäbisch Gmünder Unternehmen Erhard & Söhne nach einer Skizze von Albert Friedrich hergestellt. In den Anfangsjahren galt die Kombination aus Allradantrieb und vier Rädern gleicher Größe als Kennzeichen des für die Landwirtschaft gedachten Unimogs. Dass dieses Fahrzeug kein einfacher Traktor sein sollte, betonte das Gesamtkonzept des Fahrzeugs, das sich deutlich von dem anderer Landmaschinen unterschied. In den Jahren 1945 bis 1949 bemühten sich die Konstrukteure von Erhard & Söhne weiter, den Unimog mit Allradantrieb und der mit LKWs vergleichbaren Rahmenbauweise einzigartig zu machen. Schon 1949 entdeckte die Maschinenfabrik Boehringer das Potenzial des neuen Fahrzeugs und kaufte sich die Produktionsgenehmigung. Als 1951 der bisherige Motorenlieferant Daimler-Benz den Bereich Unimog übernahm, wurden noch heute wichtige Eigenschaften des Fahrzeugs entworfen.

Weiterentwicklung des Unimog bei Daimler-Benz

Der neue Hersteller Daimler-Benz verpasste dem Unimog nicht nur seinen Mercedes-Stern, in neuen Serien wurden auch wichtige Eigenschaften erarbeitet. Unter der Federführung des Stuttgarter Unternehmens entwickelte sich der Unimog zum hochgeländegängigen LKW, dessen größter Abnehmer seit 1955 die Bundeswehr ist. Auch andere Armeen zeigten bald Interesse am allradbetriebenen Nutzfahrzeug, das noch heute zu den wichtigsten Ausrüstungsgegenständen zählt. Daimler-Benz stellte mit verschiedenen Serien neue Eigenschaften vor, die auf besondere Nutzergruppen ausgerichtet waren. Der Unimog wurde in Sondereditionen, als besonders für die Landwirtschaft geeignetes Modell, mit Schneefräse oder als Zweiwegefahrzeug vertrieben. Ein besonderes interessantes Modell, die Black Edition, ist auf autoteiledirekt.de zu finden.

Der Unimog heute

Nach beinahe siebzig bewegten Jahren wird der Unimog heute nur noch in zwei Serien produziert. Er wird vor allem als Geräteträger eingesetzt, der aufgrund seiner ausgeprägten Geländegängigkeit flexibel einsetzbar ist. Die Serien unterscheiden sich über ihre Geländegängigkeit und Motorisierung, so sind die Unimogs 437 hochgeländegängig und weisen mehr PS auf. Selbstverständlich erfüllt das Nutzfahrzeug stets die zum Bauzeitpunkt geltenden Abgasnormen, seit der Blue-Tec-Technologie wird ein Katalysator verbaut. Genutzt wird der Unimog heute seiner traditionellen Bestimmung nach in der Land- und Fortwirtschaft und beim Militär. Auch Feuerwehren und Hilfsdienste setzen das Allradfahrzeug ein. Häufig ist der Unimog zudem in Alpenländern zu sehen, in denen sich seine Fahreigenschaften als praktisch erwiesen haben. Liebhaber und Bastler kaufen einen Unimog und bauen ihn zum attraktiven Wohnmobil um, um ihn auf Fernreisen und Expeditionen zu nutzen.

 

 

Quelle: Wikipedia

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