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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#464351
Hallo 406 Gemeinde,
habe seit längerem eine undichte Entlüftung vom hinteren Schubrohr zur Achse.
Dies fällt nur auf wenn ich die Sperre einlege. Dann bläßt es ganz ordentlich.
Ein Bild sagt mehr als wie ich es beschreiben kann :P . Es bläßt in Fahrtrichtung vorne, da wo das Röhrchen ins Schubrohr gesteckt ist (in Bayern grammatikalisch richtig :lol: )
Die Sperre funktioniert wie sie soll solange der Luftdruck noch über ("Korrektur 27.02.2015, hatte hier 4 bar geschrieben") 6 bar (glaub ich, soll ja auch so sein. "Korrektur 27.02.2015 nachgelesen: es sind 6 bar") ist.
Meine Vermutung ist das die Sperrenbuchse undicht ist.
Das würde zumindest den Druckausgleich zwischen Hinterachse und Schubrohr erklären. Diesen hab ich, vermutlich, nur bemerkt da das "Druckausgleichrohr" undicht ist.
Bei meinem Mog, 406er, ist dieses "Druckausgleichrohr" oberhalb des Schubrohres und ca. 10-15 cm lang.

Sollte aber der Druckausgleich zwischen Hinterachse und Schubrohr normal sein so müsste ich nur das Druckausgleichrohr festmachen (vermutlich anschweißen? ).

Meine konkrete Frage lautet: Ist der Druckausgleich normal und meine Sperrenbuchse somit OK oder muss ich mich doch mal mit der Sperrenbuchse auseinandersetzten :( ??

Hoffe mich das ich nicht zu kompliziert umschrieben habe und mir evtl. jemand nen Tipp geben kann.
Danke Euch.
Schöne Grüße
Jürgen
PS: Mein Korrekturbemerkungen sollen den Sinn der folgenden Bemerkungen der Unimogkollegen beibehalten.
Dateianhänge:
20150221-406Mog-Entlüftung HA.jpg
20150221-406Mog-Entlüftung HA.jpg (87.84 KiB) 1808 mal betrachtet
Zuletzt geändert von 406mog am 27.02.2015, 19:50, insgesamt 1-mal geändert.
#464359
Hallo Jürgen,

wenn das was raus bläst nach einlegen der Sperre dann ist die Dichtung am Sperren- Kolben undicht.

Dass der Anlagendruck bis auf 4 bar abfällt sollte nicht sein. Mein Überströmventil schließt bei einem Druck von 5 bar.

Mit 4 bar ist die Wirkung des Bremskraftverstärkers schon ganz schön mau.

Das Ventil lässt sich einstellen. Schraube rein - Druck höher, Schraube raus - Druck geringer.
#464364
Hallo Jürgen,
bevor ich mich ans Abdichten des "Sperren Kolbens" mache, würde ich, wie in der Betriebsanleitung beschrieben, in die Druckleitung der Sperre ca 1qcm Korrosionschutzöl einspritzen und die Sperre mehrmals betätigen. Das ist eigentlich als jährliche Pflegemaßnahme für die Dichtung beschrieben. Es soll aber auch so mancher gealterter Dichtung auf die Sprünge geholfen haben. Sollte das nicht helfen, wirst du um das Zerlegen nicht herum kommen.
Grüße aus Reutlingen,
Harald
#464368
Hallo Jürgen



"Meine konkrete Frage lautet: Ist der Druckausgleich normal und meine Sperrenbuchse somit OK oder muss ich mich doch mal mit der Sperrenbuchse auseinandersetzten :( ??"

Der Druck vom Sperrkolben kommt normalerweise nicht zu dem beschriebenen Druckausgleichsrohr. Es sei den der eine Dichtring des Sperrkolbens zum Differenzial hin, ist defekt. Also meiner Meinung nach ist der Druckausgleich nicht normal und Du müßtest dich mit dem Sperrkolben auseinandersetzen.

Gruss Holger
#464373
Das Korrossionsschutzöl welches bei der jährlichen Wartung eingegeben werden soll, soll lediglich das festrosten des Sperrenkolben aus Stahl im Achsrohr aus Stahl verhindern.
Weil sich ja das Kondenswasser der komprimierten Luft nicht zu 100 % aus der Entwässerung des Kessels entfernen lässt, kommt es an den Stahlteilen der Druckluftanlage zur Rostbildung
Einen verschlissenen Dichtring aus Elstomer o. ö. kann man damit nicht wieder "heilen". Eine geringfügige Verbesserung der Abdichtung ist möglich, aber keine dauerhafte Abhilfe.

Im Bild sind die Sperrendichtringe zu sehen.
Dateianhänge:
Quadringe Sperre.JPG
Quadringe Sperre.JPG (83.82 KiB) 1764 mal betrachtet
#464443
Hallo zusammen,
vielen Dank für die schnellen und guten Antworten.
:danke
Hatte mir schon gedacht das ich die Dichtung des "Sperr Kolbens" tauschen muss :? .
Hatte schon ein paar mal, nach Handbuchstudium :oops: , Balistrol (ob das OK ist hoffe ich) eingefüllt, ist aber auch schon wieder ca. 2 Jahre her.
Der Kolben ist nicht fest da die Sperre ja funktioniert aber vermutlich hat Reiner recht und die Dichtungen sind so defekt das sie nicht mehr funktionieren.
Werde aber auch nochmal schauen ob ich mit einem Additiv, z.B. Lecwec, die Dichtringe wieder fit bekomme.
Hatte vor kurzem zufällig so Ölzusatzwerbung gesehen und dabei ist mir die Idee gekommen das dies bei mir evtl. auch funktionieren könnte.
Hier ein Link (nur als Beispiel) - werde mich erst noch ein wenig einlesen:
http://www.lecwec.de/storage/presse/old ... 000-05.pdf

@Reiner: die 4 bar hatte ich jetzt geschätzt, es geht auf jeden Fall unter 6 bar und ab da schaltet ja die Sperre nicht mehr. Hoffe ich habe es noch richtig im Kopf, auf jeden Fall werde ich nochmals im WHB nachschauen.

Die Achse werde ich dieses Jahr nicht auseinandernehmen :flex - wie so oft ist die Zeit das Thema :wink: .

Danke Euch allen und hoffe das ich Euch dank Additive positives berichten kann.
Schöne Grüße
Jürgen :spitze
#464452
Hallo Jürgen,

hab die Reparatur mal am Trac von nem Kumpel mitgemacht. Ist kein Hexenwerk - und dauert auch nicht tagelang.
Rahmen so hoch abstützen das die Federn entlastet sind, Achse mittig abstützen. Feder auf der Sperrenseite raus (müsste rechts sein), Schrauben am Diff und der Schubstrebe & Bremsleitung auf, raus mit der Hälfte.
Und schon bist Du an den Teilen dran.
Allemal besser als irgendwelche Hokuspokusmittelchen.

mfG
Axel
#464458
Hallo Jürgen,

die Ursache des Verschleißes ist die, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit sich irgend wann mal Rost an der Dichtfläche im Achsrohr gebildet hat. Und dieser Rost schmirgelt dir im Laufe der Zeit bei Benutzung der Sperre den Dichtring an einer Stelle kaputt. Abgetragenes Material kann kein Dichtungsmittel ersetzen.

Verhärtete Dichtungen sollen ja damit wieder weich werden (ich habs noch nicht probiert), aber verhärtet waren übrigens meine Sperren-Dichtungen auch nicht, nur jeweils an einer Stelle etwas abgewetzt, wegen Rost an der Dichtfläche.
#464485
Hallo,
ich werde die Quatdichrtringe an meinen Uniknick-Achsen vorsorglich auch wechseln.
Beim Ausbau habe ich leider auch Rost in der nähe der Druckluftverschraubung festgestellt. Wie kann ich diesen nachhaltig entfernen um eine möglichst lange Lebensdauer der Quadringe zu erreichen?
Gruss
Torsten
#464490
Hallo Torsten,

ich habe bei mir mittels Schleifmop und Bohrmaschine den Rost entfernt, zuerst mit 120er Körnung den Rost weg und dann mit 240er Körnung die Oberfläche im Achsrohr geglättet.

So etwas hier habe ich verwendet.

http://www.ebay.de/itm/Facherschleifer- ... 25806b99a3

Der mit 80 mm Durchmesser passte bei mir relativ genau ins Achsrohr und hatte noch ein wenig Vorspannung.

Die Achsen vom Uniknick kenne ich nicht, aber wenn die Dichtringe die gleiche Nr. haben wie oben im Bild dann sollte es auch passen.

Hallo, ich suche für Recherchezwecke Bilder […]

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