Hallo Zusammen,
Michaels (Gnobber) Erfahrungen kann ich so weit nur bestätigen. Ich habe auch die G-Getriebeversion ohne Vorschaltgetriebe und schon seit 2006 nachträglich den umschaltbaren Nebenabtrieb anstelle des nicht umschaltbaren Nebenabtriebs angebaut. Probleme mit dieser Modifikation sind bisher nicht aufgetreten - weder bei der Montage, noch im Betrieb.
Den Verdacht, dass die an den Abtriebsflanschen anliegenden Drehzahlen jedoch nicht den Nenndrehzahlen entsprechen hatte ich schon lange. Neulich habe ich das Ganze noch einmal genauer überprüft:
An einem G-Getriebe ohne Vorschaltgetriebe mit nicht umschaltbarem Nebenabtrieb habe ich für zehn Umdrehungen der Abtriebswelle 47 Umdrehungen an der Eingangswelle gezählt.
Dieser Wert stimmt auch mit den Angaben in der Bedienungsanleitung und dem Tabellenbuch überein: 542/min bei 2550/min (BA) oder i=4,7 (Tabellenbuch)
Mit Hilfe des Tabellenbuches und des WHB habe ich dann die Zähnezahlen aller im Kraftflußverlauf befindlichen Räder ermittelt und die sich daraus ergebenden Gesamtübersetzungen ausgerechnet:
Die im Tabellenbuch angegebenen i=4,7 konnte ich rechnerisch bestätigen. Des weiteren habe ich die sowohl von Michael (Gnobber) als auch von mir experimentell ermittelten Übersetzungen des Getriebes ohne Vorschaltgetriebe mit umschaltbaren Nebenabtrieb rechnerisch bestätigt:
Für die 540er Stellung komme ich auf eine Gesamtübersetzung von 7,3746...(getriebene Räder: 47; 27; 53 Zähne, treibende Räder: 19; 24; 20 Zähne)
Für die 1000er Stellung komme ich auf eine Gesamtübersetzung von 4,03968... (getriebene Räder: 47; 27; 45 Zähne, treibende Räder: 19; 24; 31 Zähne)
Blieb die Frage, warum / wie man nun mit diesem Nebenabtrieb überhaupt auf die 540 bzw. 1000/min kommt.
Bei der Getriebeversion mit Vorschaltgetriebe ist die Vorstufenwelle, die den Nebenabtrieb antreibt ein ganzes Stück länger als bei der Version ohne Vorschaltgetriebe, so dass die Kraft für den Nebenabtrieb bereits im Vorschaltgetriebe(gehäuse) abgegriffen wird. Dort sitzt ein anderes Räderpaar, dass die Vorstufenwelle mit einer höheren Drehzahl bei vergleichbarer Motordrehzahl antreibt.
Mit anderen Worten: In dieser Kombination sieht der gleiche umschaltbare Nebenabtrieb eine höhere Eingangsdrehzahl, mit der dann auch die angegebenen Abtriebsnenndrehzahlen möglich sind.
Die Zähnezahlen sind dann:
Für die 540er Stellung, getriebene Räder: 40;27;53 Zähne, treibende Räder: 28;24;20 Zähne
Für die 1000er Stellung, getriebene Räder: 40;27;45 Zähne, treibende Räder: 28;24;31 Zähne
Daraus ergeben sich die (im Tabellenbuch angegebenen) Gesamtübersetzungen von i= 4,2589... (4,26) und i= 2,3329... (2,33)
Dieser Zusammenhang dürfte auch der Grund dafür sein, warum es den umschaltbaren Nebenabtrieb nur in Verbindung mit dem Vorschaltgetriebe gab, wie Michael Weyrich schon weiter oben und in einigen anderen Beiträgen berichtet hat.
Nebenbei fällt noch auf, dass die Abtriebsnenndrehzahlen für die Getriebeversion mit Vorschaltgetriebe nicht mehr auf eine Motordrehzahl von 2550 bezogen sind, sondern auf 2300.
Die Frage, wie das nun mit Vorschaltgetriebe und nicht umschaltbarem Nebenabtrieb funktioniert hat und ob es das Ganze überhaupt serienmäßig gab, kann jetzt vielleicht mal jemand anderes beantworten

- ich habe dafür im Moment jedenfalls keine Erklärung.