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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#4922
Hallo,
Bin neu hier und grüße alle Mogfreunde!
Ich habe ein Problem!
Seit ca 6 Jahren, nach einer Inspektion ,sprang mein 421 zwar kurz an, doch dann nur wenn ich die Spritleitung entlüfte. Rückspache in derWerkstatt brachte nichts, man baute Rückschlagventile ein, andere Ventile in die Förderpumpe, alles ohne Erfolg.
Kein Problem gibt es wenn der Mog ganz vollgetankt ist und hinten ca 30 cm erhöht steht ,auch drei wochen lang.
Jetzt wurden bei einem Meister einer DB-Werkstatt (privat) das gesamte Leitungs-,Förder-, und Filtersystem (alles neu) ersetzt. Der Kfz-Meister setzt all seinen Ehrgeiz ein, hat 25 Jahre Berufserfahrung,erkundigt sich bei Kollegen auch überregional.
Nach ca 2 Wochen immer das Gleiche, nach ca 10 h sind die Filter nur noch halb voll.
Wer hat Ähnliches erlebt und kann ewtl. Rat geben.
Vielen Dank im Voraus
Manfred
#21724
Hallo Manfred,
viele gehen irriger Weise davon aus, der Sprit würde zurücklaufen. Das ist normalerweise schlecht möglich, da in der Förderpumpe sowohl das Saugventil wie auch das Auslassventil dafür in Sperrrichtung sitzen. Vielmehr läuft die Anlage über das Rücklaufsystem leer, wenn irgendwo ein Haarriss oder Dichtungsproblem entsteht. Diese kann wohl dicht gegen flüssige Medien sein, jedoch nicht ganz gasdicht, so dass etwas Luft eindringt und die Anlage dann durch den Saugeffekt der Flüssigkeitssäule leer gesaugt wird. Hier könnte z.B. auch eine innere Undichtigkeit der Einspritzpumpe oder Förderpumpe Ursache sein, die findet man nie. Auch die Überlaufleitungen an den Einspritzdüsen sind zu beachten, da hier leicht eine Luftleckage auftreten kann. Man kann in das entleerte System evtl. etwas Luft mit einem guten Druckminderer wie von Bierzapfanlage ( wie er in Theken etc eingebaut wird ) ca. 0,2 bar Luft über den Rücklauf am Tank mal über Nacht aufblasen und dann mit Lecksuchspray alles auf Blasenbildung genau absuchen. Einen Druckminderer vom Kompressor halte ich für ungeeignet, da die Genauigkeit in dem Bereich sehr gering ist und bei zu hohem Druck das Filtergehäuse platzen kann.
Eine einfachere Möglichkeit wäre der Einbau eines Überdruckventils am Tankanschluss der Rücklaufleitung. Dadurch wird der Saugeffekt blockiert und der Sprit kann nur von der Förderpumpe zurück gedrückt werden. Ein solches Überdruckventil ist z.B. am Filterüberlauf oder Pumpenüberlauf eingebaut. Wichtig ist, dass das zusätzliche Ventil unten sitz, evtl. mit einem Kniebogen bis in Tankbodenebene. Der Saugunterdruck beträgt an der höchsten Stelle ca. 0,08bar, d.h. bei ca. 0,12 bar Überdruck wärest du auf der sicheren Seite. Die Druckeinstellung kannst du überprüfen, indem du einen Dieselbehälter mit einem Schlauch langsam anhebst, bis du ca. 1,5 m hoch bist.
Des weiteren sollte man in solchen Fällen beim Erneuern der Kupferdichtringe an der Hohlschrauben etc diese generell zuerst mit einem Bunsenbrenner oder Lötlampe weichglühen und in Wasser sofort abschrecken, damit sie wirklich gut anliegen.
Gruß Helmut
#21555
Hallo zusammen,

ich bin in der Dieselmaterie nicht so drin, aber das abschrecken der Ausgeglühten Kupferringe hat Zeit, das muss nicht sofort sein, Kupfer ist das einzige Metall, das weich
bleibt nachdem es aufgeglüht und erkaltet ist...

trotzdem, viel Glück bei der Suche !

Gruss
Christoph Wiese/Kreis Herford/NRW
#21734
Hallo Helmut,
Vielen Dank für Deine einleuchtenden Erörterung.
Das würde auch erklären , daß bei hinten Hochstellung der Sprit nicht abfällt. Ich werde durch Anbringung von einem Schlauch in der Rücklaufleitung, diesen dann in ein erhöhtes Gefäss in Diesel eintauchen Mog starten und über Nacht abwarten.
Viele Grüsse Manfred
#21746
@ Christoph
Das Abschrecken ist für die Kristall-Gefüge-Form unerheblich, das Kupfer bleibt auch ohne Abschrecken weich. Aber es platzt der Zunder sofort ab, und der ist hart und ist eventuell Grund für Undichtigkeiten. Du kannst sie auch blank ätzen oder schmiergeln.
Gruß Helmut
#21763
Hallo Manfred,
ich habe an meinem 416 seit diesem Sommer das gleiche Problem. Habe ebenfalls schon sämtliche Kraftstoffleitungen und Ringstücke ausgetauscht - ohne Erfolg.
Morgen tausche ich die Ventile der Kraftstoffförderpumpe und das Überdruckventil an der Einspritzpumpe aus. Mal sehen ob das was bringt.
Wenn nicht weiß ich auch nicht mehr weiter. Einspritzpumpe ausbauen und zu Bosch bringen ?
Viel Erfolg beim Suchen - und falls Du den Fehler findest, würde mich die Ursache interessieren1
Grüße aus Ulm, Markus
#21873
Hallo Manfred,
es sieht so aus, als ob ich an meinem 416 das Problem gelöst habe! Ich habe die beiden Rückschlagventile in der Kraftstoffpumpe und das Überdruckventil an der Einspritzpumpe erneuert. Die Dichtflächen der Rückschlagventile waren sehr rau und von kleinen Sandkörnern beschädigt. (Der Vorbesitzer war in Lybien - was man noch in vielen Ritzen merkt).
Heute Abend lief die Maschine problemlos. - Mal sehen ob das nach einer Woche auch noch der Fall ist.
Gruß
Markus
#22015
Hallo Helmut, Hallo Markus,
Ihr hattet beide Recht, wenn Rückleitung über Nacht abgeklemmt,das Ende erhöht gehalten wird,dann am Morgen am Tank angeshraubt wird, springt der Mog einwandfrei an.
Der Monteur sagt , dass er die Überdruckventiele alle aus getauscht hat .
Er weiss nicht wie er ein Überdruckventil in die Rückleitung einbauen soll.
Ich habe mir gedacht, wenn ein Dreiwegeventil an erhöhter Stelle angebracht wird womit die Rückleitung zum Tank belüftet wird und der weitere Sog unterbrochen wird.
Gruss Manfred
#14011
Hallo ,

bin total verzweifelt .
Nachdem an der neuen verlängerten Rückleitung in einem erhöten Bogen verlegt ,an der erhöhten Stelle ein Belüftungsventil angebracht wurde dachte ich dass das Problem zwar primitiv aber gelöst sei.
2 Tage später (ich war verreist) Sprang er zwar für eineige Takte an dannn ging nichts mehr! Trotz Entlüftung (an der Rückleitung kontrolliert) Morgen möchte der Monteur kommen und mit Startpilot Starten. Er sagt wir sind an dem Punkt angekommen wo die Pumpe vom Boschdienst gewartet werden muss. Was kostet das etwa?
ich verstehe nicht, dass er mit anderen Maßnahmen wie Rückleitung abnehmen und erhöht befestigen erfolgreich war.Oder habe ich nur nicht lange genug gewartet?

Bitte gibt mir nochmal Nachricht.Mein Dank im voraus.

Manfred
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