Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Spezial-Forum zur Unimog-Baureihe U 404 S.

Moderatoren: stephan, krahola

#513869
Hallo Zusammen,
ich stehe vor der Entscheidung meine Achsen selber zu überholen, oder wie in folgender Link angeboten, zu kaufen.

http://www.panzermueller.de/epages/6353 ... un1001-010

Wenn ich sämtliche Lager , Simeringe, Wellenschutzhülsen, Rep-satz für Gelenkwellen etc. rechne, ist das auch nicht unerheblich. Auserdem muß ich eine menge Spezialwerkzeug basteln oder ausleihen.

Andererseits stehen die "Generalüberholten" Achsen auch schon ewigen zeiten herum und keiner weis wie gut / schlecht die Wellendichtungen noch sind , respektive sind andere Standschäden (Korrosion) vorhanden.

Wie ist euere Einschätzung????

Dank und Grüße: Zsolt
#513870
Hallo Zsolt,
wenn Du Deine alten Achsen wirklich komplett mit Originalteilen (sofern die überhaupt noch alle zu bekommen sind) überholen willst, dann wird dies genauso teuer wenn nicht noch teurer. So wie es aussieht ruht die Achse auf dem Diff. so daß in den Raduntersetzungen keine einseitigen Standschäden zu erwarten sind. Wenn Lenkungsdämpfer, alle Gelenke incl Kreuzgelenke, Bremsen incl Kolben neu, die Wellen mit neuen Buchsen versehen etc sind, würde ich zuschlagen.
Mit Mog Grüßen
Roland
#513872
Hallo Zsolt,
ich habe noch eine Vorderachse, die wurde überholt und danach nur noch wenige hundert km gefahren. Die Achse ist komplett inkl. Bremse und mit 400 Euro wären wir da einig.
Grüße
Günter
#517585
Hallo Zusammen,

zur Achseinbau habe ich ein paar Fragen:

1; Wie ist es besser bei der Achsmontage vorzugehen? Erst die Gelenkwelle durch den Schubrohr auf Differenzial stecken und danach an das Getriebe anflanschen? Oder Gelenkwelle am Getriebe anflanschen und danach die gesamte Achskörper auffädeln in der Hoffnung, das die Keilwelle der Diff. die Keilnabe der Gelenkwelle sauber trifft und darauf schieben lässt?

2; Mit Welchen Fett, Graphit, Molikote etc. ist eine langlebige Schmierung der Keilwelle/Keilnabe gewährleistet?

3; Gibt es ein Repsatz für die Gelenkwelle? Kann man Sie "wartungsfrei" umbauen, wenn der Schmierdocht am Getriebe dichtgemacht werden soll?

4; Mein Gelenkwelle ist nicht lackiert und hat leichten Flug Rost angesetzt. Das habe ich jetzt in der Drehbank blank ablaufen lassen. Soll man es lackieren oder reicht Korrosionsschutz öl nach der Motto, es bekommt kein Dreck ab.

Danke vorab für entsprechende Erfahrungswerte.

Grüße : Zsolt
#517592
Hallo Zsolt,

zu 1) Ich habe alle drei Methoden ausprobiert. Die dritte Methode ist, das Schubrohr vom Achsantrieb trennen und in Deinem Fall dann zuerst die Gelenkwelle am Getriebeflansch anschrauben, Schubrohr drüberschieben und Schubkugel befestigen und erst dann die Achse direkt am Gleitstück in die Antriebswelle einschieben und Schubrohr an Achsantrieb anflanschen. Gerade diese dritte Methode fand ich ganz attraktiv. Die Methode , erst die Gelenkwelle am Getriebe anzuflanschen und dann durch das an der Achse festgeschraubte Schubrohr zu fädeln ist in meinen Augen die komplizierteste vor allem an der Hinterachse wegen den Rahmen Querträgern
#520687
Hallo Zusammen,

letztendlich habe ich mich entschlossen die Achsen selber zu überholen. Die Vorderachse ist auseinander gebaut. Lager und Zahnräder sehen gut aus. Die Wellendichtungen werde ich alle ersetzen.

Wo Handlungsbedarf besteht ist die Gegenlaufflächen der Gelenkwelle und der Radnabe. Ich habe bereits Reparaturhülsen von SKF bestellt welche man an die eingelaufener Flächen aufziehen kann. Diese haben nur 0,3 mm Wandung somit können die original Wellendichtungen weiter verwendet werden.

Zwei Fragen habe ich doch noch:
1; Kann man generell die dünne Papierdichtungen mit Flüssigdichtung ersetzen?
2; Ist es ratsam beim Aufziehen der Radnabe Flüssigdichtung einzusetzen, damit zwischen Keilwele und Keilnabe kein Öl durchsickern kann und an den Zentralschraube hinaustropft?

Dank und Gruß: Zsolt
#522124
Hallo Zusammen,
nun sind die Achsen überholt. Es sind alle Wedi-s erneuert und die Nabe hat eine neue Gegenlauffläche (SKF Speedi-Sleeve) bekommen. Eine werksüberholte Gelenkwelle ist verbaut. Die Radbremszylinder sind neu und die Trommeln ausgedreht. An das Differenzial habe ich nichts gemacht – hoffe mal dass es keinen Standschäden hat. Die Kardangelenke habe ich auf 12-Loch Flansch geändert und die Gelenke auf dauergeschmierte Variante umgebaut. Die Dochtschraube konnte ich damit auch ersetzen und es kommt auch kein Papierdichtung zwischen den Flanschflächen (bessere Drehmomentübertragung).
Jetzt geht es um den Zusammenbau. Um das Schubkugelgehäuse zu befestigen sind jeweils sechs stück M 10 Schrauben vorgesehen. Einige der Gewindebohrungen im Getriebe sind (leider) Durchgangslöcher welche abgedichtet werden müssen, sonst läuft Öl aus den Getrieben entlang des Schraubenschafts heraus. Ich würde die Flanschfläche der Schubkugelgehäuse mit Flüssig Dichtung abdichten. War es früher mit Papierdichtung und CU-Unterlagscheiben abgedichtet????

Eine andere Sache wo manche interessieren könnte ist die Spieleinstellung der Schubkugel. Dazu habe ich eine Eistellhilfe von freundlichen Unimog Händler bekommen. Dazu das Bild.

Das Teil besteht aus einer Flansch, welche identisch ist mit dem Getriebeflasch zu den Schubkugelgehäusen. An diesen Flansch ist ein Rohr angeschweißt in dem man ein lange Hebel stecken kann und damit testet ob die Beilagen hinter den Schubkugelschale noch mehr oder weniger dick sein müssen. Vorteil bei der Geschichte ist, man muss den Schubrohr nicht mehrmals unter den Unimog an und abschrauben, um die richtige Beilage zu finden.

Dank und Grüße: Zsolt
Dateianhänge:
P1070147-2.jpg
P1070147-2.jpg (99.25 KiB) 3897 mal betrachtet
#522133
Hallo Zsolt,

wie sieht das Werkzeug auf der Innenseite aus?
Ist es eine einfach ebene Platte oder ist dort wie beim Getriebeflansch ein erhabener Ring als Auflagefläche für die Distanzringe?
Ist die Höhe dieses Ringes identisch mit den ensprechenden Flächen an deinem Getriebe Vorderachs- und Hinterachsabtrieb?
#522174
Hallo Jürgen,

bei dem Sonderwerkzeug für die Schubkugeln gibt es zwei unterschiedlich große. Das mit der Nummer 425 589 00 79 00 passt bei den "kleinen" Unimog nicht.

Der Holzstab hat die Nummer 000 589 01 14 00 und die runde Platte die Nummer 406 589 02 59 00.

Gruß
Markus
Dateianhänge:
406 589 012 59 00 Schubkugel (Custom).jpg
406 589 012 59 00 Schubkugel (Custom).jpg (73.66 KiB) 3829 mal betrachtet

Hallo Helmut. Zur Erklärung meiner Denke - Wa[…]

Neue Kupplung grosses Problem

Hallo Christian, wenn du kein Spiel am Hebel der […]

Bremsbelagträger U 411

Hallo Zusammen! Wir sind für unser Restaurat[…]

Knopf unter Kupplungspedal

Hallo Doppelkupplung bedeutet Motorzapfwelle, der […]