Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#202123
Hallo Mogler,

nachdem ich mich nun endlich um die Vorderachse meines 416 kümmern konnte (Simmerringe + Sinterbuchse tauschen), habe ich ein neues Problem.
Beim Entlüften der Bremsen (Scheibenbremse) ist uns hinten links ein Bremsentlüftungsnippel am Gewinde abgerissen, ein Teil steckt also noch im Sattel :roll:

Hat jemand von euch schon mal dasselbe Prob. gehabt und wie habt ihr es gelöst - Ausbohrwerkzeug + Rostlöser, ... ?

Bitte um Hilfe :!: (Endlich wieder fahren will :cry: )

Danke schon mal im Voraus !

Markus
#202134
Hallo Markus,

Du könntest es mal mit einem Schraubenaudreher versuchen, das dazu nötige Loch im abgerissenen Nippel ist ja immerhin schon wenigstens "vorgebohrt" vorhanden. Das Ganze aber unbedingt mit dem nötigen Gefühl, wenn Dir nämlich der Schraubenausdreher in dem Nippel abreißt, ist Dein Problem danach nur noch größer...
Den Nippel davor ein paar Tage mit Rostlöser einzuweichen erhöht die Wahrscheinlichkeit auf einen Erfolg
#202136
Hallo Markus

Hatte das Problem beim 411er auch schon 2 mal. Einmal hat es mit viel Rostlöser und einem Linksausdreher geklappt und das andere mal nicht weil das ding so fest saß und wir das Gewinde beim versuch beschädigt haben.

Gruß ins Stubaital Olli

( P.S.: Kannst du gelegenheit dem Hermann Tanzer schöne grüße von der Familie Malms aus Aachen bestellen? Danke schön)
#202152
Hi, wo ungefähr ist dir der Nippel aberissen? Bündig mit dem Sattel oder weiter oben bzw unten? Wenn er bündig ist versuche es mal so:

Lege eine Unterlegscheibe mit der Grösse vom Innenloch wie der Nippel auf den Sattel wo sie abgerissen ist dann ne Mutter drauf (evtl musst du es mit ner Zange festhalten, 2 Person währe hilfreich) und das ganze mit dem Schweisgerät füllen. Die Unterlegscheibe ist wichtig um den Sattel nicht festzuschweissen. Wenn das dann soweit gut aussieht das ganze abkülen lassen und versuchen mit der aufgeschweissten Mutter und dem PAssenden Schlüssel den Rest herauszudrehen.....Wie gesagt, es hat bei mir im Gschähft das ein oder andere mal geklappt....
#202193
Moin.

Das ist ja fast das Unangenehmste was einen unerwartet treffen kann.

Mir ist es nach meiner Erinnerung nur einmal/zweimal passiert.
Ich nahm eine kleine Rundfeile, habe sie vorsichtig, aber gemäßigt herzhaft mit dem viereckigen Heftende in die Bohrung geschlagen. Dann mit einer Gripzange den bündig abgerissenen Nippel durch Drehen des Feilenstückes herrausgedreht.
Das Rundfeilenheft nicht zu heftig reindengeln, damit der Restnippel nicht zu stark gegen das Gewinde des Sattels aufgeweitet wird. Ich meine es ging auch mit dem spitzen Ende der Rund-Schlüsselfeile bei einem anderen Fall recht gut. Sollte es aber an der Rundfeile brechen, dann ist man genauso weit (oder zurück) wie beim Einsatz eines gebrochenen Linksausdrehers.

Nur mal ganz, ganz vorsichtigt (***) geäussert:
Aufbohren auf das nächste verfügbare Nippelgewindemaß, neues Gewinde schneiden, fertig.
ABER beim Ausbohren und Gewindeschneiden den Bohrer satt mit Fett einschmieren, immer nur kurz hineingehen, Bohrer raus, Späne samt Fett entfernen, neu einfetten, weiter Bohren... usw...
Das Fett verhindert, dass Bohrspäne in die Bohrung hineingelangen. Derart habe ich es schon einige Male bei defekten Zündkerzengewinden -im eingebauten Zustand des Zyl-Kopfes- gemacht, bei denen ein Gewindeeinsatz gesetzt werden sollte. Zur Not kann man es hier an der Bremse auch probieren, bevor man einen oder besser zwei neue/überholte Sättel/Bremszangen kaufen muss.

Nächste an der Tastatur angedachte Möglichkeit: durch die gute Zentrierung der verbliebenen Nippelbohrung, mit feiner abgestuften Bohrern so weit aufbohren, dass man das Gewinde fast als Spirale herauspfriemeln kann. An anderen ähnlichen Schraubenresten ist mrt das schon mehrfach gelungen.
Versuch macht kluch.

Aber beim Bohren, das Fett nicht vergessen. !!!!

:!: :!: Zu den (***): Ich weiß : Arbeiten an Bremsen von ungeübten Bremsenschrauber sein lassen, nur von der Qualifizierten Werkstatt machen lassen.......oder wie der berühmte Warnsatz lautet. :!: :!:



Linksdreher habe ich bei anderen abgerissenen Schrauben immer abgerissen, dann war die K..... immer am dampfen und schlimmer als vorher. Alleine mit WD40 oder Caramba habe ich noch nie eine abgerissene Schraube rausgedreht bekommen.

Na denne mal viel Glück und berichte bitte, Markus, nach welcher Methode Du das Malheur lösen konntest.

Grüße
WolFgang
#202204
Moin,

ist mir auch schon einmal passiert, allerdings ging der Rest dann relativ leicht raus.

1. Versuch: einen passenden Imbus oder Torx in das Loch (leicht!) schlagen und probieren zu drehen.

2. Versuch: ruhig mit einer kleineren Bohrung als das Grundloch ausbohren und hoffen, daß die Seiten im Gewinde zerbröseln. Wenn das Originalgewinde nicht beschädigt ist, dann weiter verwenden.

Gibt es die Entlüftungsschrauben auch in größeren Größen, falls man nachbohren und ein anderes Gewinde schneiden muß?

Selbstverständlich solltest du den RBZ wieder ausbohren und nach dem Prozedere reinigen!

Michael
#202267
Oh weiaweia, Erksi-Stapler WolFgang ! ! !

Böse Falle, das mit den Rausbohren, und ein größeres Gewinde nachschneiden.: :oops: :oops: :oops:

Die Entlüftungsschraube sitzt ja unten gegen einen Konus, so zum abdichten.
Wenn der "angebohrt" wird: -->> Feierabend mit dem Sattel. Einen neuen passenden Konus drehen/anfertigen/bohren wird sicher nicht einfach.

Dann eher die anderen o.g. Tipps ausprobieren, auf die Gefahr hin, dass es schief geht. Fifty fifty.

:roll: GrussWolFgang
#202317
Hallo Jungs,

vielen Dank für eure Tipps, bin noch nicht dazu gekommen, hab mir das mit dem Ausdreher aber schon fix vorgenommen. Werde die Sache vorsichtig angehen, Ausbohren sollte die letzte Methode der Wahl sein :roll:

Auf jeden Fall reiche ich dann Fotos und einen Erfolgsbericht (hoffentlich!!) nach.

@Olli: Gerne werde ich dem Hermann Grüße ausrichten, bin jetzt schon eine Zeit lang nicht mehr bei ihm vorbeigekommen, ist sowieso fällig.

Schöne Grüße aus Tirol

Markus
#202338
Hallo Markus,

mir steht genau das gleiche noch bevor - ich hab´s aber noch nicht probiert. Nach unfangreichen Recherchen und einholen von Empfehlungen war die häufigst genannte: vorsichtiges Einschlagen eines hochwertigen Torx-Einsatzes, kein Inbus (wg. schlechteren Formschluss), kein Linksausdreher (wegen schlechter Erfahrungen/reißt ab, auch meine Erfahrung), höherwertiger Torx-Einsatz wg. Qualität; schweißen könnte ich mir vorstellen, wäre aber erst die nächste Instanz. Ausbohren und Reste "rausfummeln" - ja aber das sollte ein guter Werkzeugmacher tun, der kann´s meist auch. Auf die nächste Größe aufbohren - mit Verlaub Quatsch!! siehe den Hinweis auf den Dichtsitz des Ventils. Dafür hätte ich erst mal gerne eine derartige Erfolgsmeldung gehört, nicht irgendso eine Spontanidee ohne Hintergrundinformationen.
Im Moment bleibt mir nur, Dir die Daumen zu drücken und ich hoffe auf einen Erfahrungsbericht.

Übrigens kann das mehrfache längere Vorbehandeln mit Caramba/WD40 auf jeden Fall nicht schaden!

viel Erfolg!!
Tommes
#202683
Hallo Markus,

halt, so kann das noch nicht gehen! Ein 2mm Torx kann die Kraft nicht aufnehmen - sorry, wenn ich mich hier missverständlich ausgedrückt habe.

Du mußt schon vorher aufbohren, aber nicht so tief (also nicht bis zum DichtSitz) sondern max. die Länge des Torx und den Druchmesser so wählen, dass nach Einschlagen des Torx noch außen rum etwas Material stehen bleibt. So aus dem Kopf würde ich sagen, dass hier ein 4er (oder 5er) gehen müßte (wenn der Nippel ein 7er Gewinde hat - ich glaube das ist so eine exotische Größe). Den Torx so groß wie möglich nehmen, wenn der durchdreht kannst Du mit der Werkzeugmechanikermethode (rausfummels der Gewindegänge nach Aufbohren) ja noch weitermachen. Da ist dann noch nichts verloren. Auf keinen Fall abreißen!!
Außengewinde nicht beschädigen, Bohrer mit der Stärke des Innenduchmessers des Torx-Profils, so dass das Außenprofil des Torx in das verbleibende Material des Entlüftungsnippels eindringt. Wenn Du zu wenig aufbohrst erzeugst Du durch das Einschlagen einen zu hohen Druck nach außen bzw. er läßt sich nicht einschlagen. Das ist schwierig zu erklären, ich hoffe Du verstehst was ich meine.
Bei dem Vorhaben ist es in jedem Fall sinnvoll, einen ganzen Nippel zu haben um die Maße zu kennen.

daumendrückende Grüße

Tommes

P.S. Und wenn dann alles nicht geht, so sagte mit ein alter Mechaniker: Dann entlüftet man die Bremsleitung indem der Bremsschlauch am Sattel zum Entlüften gelockert wird und dort die Flüssigkeit austreten lassen - so wurde das früher gemacht (ohne Entlüfterventile) - hoffentlich bekomme ich jetzt keine verbalen Ohrfeigen, Sicherheitsermahnungen etc. letztendlich kann ich mir das durchaus vorstellen, sofern es sorgfältig gemacht wird und derjenige weiß was er tut!!

Danke auch für die Info, ich suche die Befest[…]

Hallo Rolf du hast den ersten Schritt überspr[…]

Motor Ausbau an 421

Hallo, hat sich erledigt. Für den Nächs[…]

Ersatzteil Liste Unimog 427 U1400

Hallo Im Internet bin ich leider auch nicht f&uum[…]