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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#294230
Hallo,

nachdem ich ausreichende Erfahrungen damit gesammelt habe, wie gut man seinen 411 mit der Heckseilwinde zum Baum ziehen kann, würde ich es gerne auch mal andersherum probieren.
Da man mir aber bis jetzt leider noch keine Bergstütze für meinen 411 angeboten hat, (Angebote sind noch immer sehr willkommen) werde ich wohl selbst etwas konstruieren müssen.
Wer wäre so nett und würde mir Tips und Fotos geben, wie man so etwas am besten macht.
Mein 411 hat die neuen Achsen und ich möchte den Heckkraftheber so konstruieren, daß die Ladefläche voll nutzbar bleibt - also Einlegedreieck und Heckklappe montiert bleiben können.
Das mit den Standketten habe ich mal probiert - hat mich aber weniger überzeugt. Da ich noch keine Spulvorrichtung habe, (Angebote auch hier willkommen) muß der 411 immer exakt in Zugrichtung stehen - und es wurde dann immer schon dunkel, bis ich ihn richtig stehen und fixiert hatte.

Grüße

Rolf
#294641
Rolf,

aus Deinem Beitrag geht nicht klar hervor, was Du Alles willst. Ich versuche es mal auseinander zunehmen:

a) Eigenbau eines Heckkrafthebers, mit dem Ziel eine
b) Bergstütze, ebenfalls im Eigenbau herzustellen, damit zu betreiben.


Dazu Folgendes aus meiner Erfahrung:

Suche mal im Forum herum. Josef aus Oberösterreich hat da bei seinem U 421 eine gute Lösung, die dem professionellen Einsatz gerecht wird.

Allerdings setzt meiner Meinung nach jede Lösung dieser Art voraus voraus, dass Du eine Seilspulvorrichtung hast, und diese sind äußerst defizitär, so dass Du wirklich großes Glück haben musst, eine zu ergattern.


Ich bin deshalb einen anderen Weg gegangen. Vorhanden waren:

+ U 421 mit landwirtschaftlicher Vollausstattung, also Heckhydraulik allerdings noch mit einem Zylinder, Hebevermögen, physikalisch exat als Arbeitsvermögen, Arbeit bezeichnet 470 m*kp oder ca. 4.700 Nm, bei richtigem Betriebsdruck 150 bar, versteht sich.


+ Forstseilwinde Unimog 4000H mit Freilaufhebel, allerdings auch ohne die Seilspulvorrichtung. Nach heutigem Kenntnisstand der Unimoglerei würde ich diese ohne Spulvorrichtung als Fehlkauf bezeichnen, es ei denn die Winde dient zur Dekoration bei Oldtimertreffen..

Das von Dir geschilderte Problem beim Ziehen ohne Seileinlaufvorrichtung ist schon öfters im Forum von erfahrenen Moglern erwähnt worden; siehe andere Seilwindenbeiträge über die Suchfunktion.

Das einfache Anbauen einer normalen Unimogseilwinde an den Rahmen hat 3 Nachteile:

- Probleme beim Seileinlaufen unter Zug ohne Seilspulvorrichtung;

- Standprobleme, mit Standketten nur behellfsmässig gelöst, ausserdem ohne Seilspulvorrichtung noch schwieriger; Du beschreibst es ja;

- in Kombination mit einem Heckkraftheber dann noch das ständige Umrüsten teilweise schwerer Teile (Gewicht der Winde ohne Seil ca. 175 KG), was im Einmannbetrieb gar nicht zu bewerkstelligen ist.


Der Nachteil einer modernen Forsteilwinde mit 3-Punktaufhängung ist zunächst, dass beim Rücken das Gewicht der Winde auch noch hochgehoben werden muss und somit weniger für die Baumstämme zur Verfügung steht. Im Hobbybetrieb dürfte das aber keine so große Rolle spielen, zuindesens bei usn hier in Russland nicht, wo die Birken selten särker als 30 cm sind.


So hatte ich mich zum Letzteren durchgerungen:

Einbau der Winde in ein selbstgebautes Dreipunktgestänge mit Polderschild.

Die Arbeiten sind noch nicht ganz abgeschlossen. Im Wesentlichen habe ich mich an unserer Tajfun-Frostseilwinde mechanisch, 5,5-to orientiert. Von ihr wurden die beiden Seillaufrollen übernommen.

Im Gegensatz zu den modernenn Seilwinden, bei denen die Seiltrommel sehr schmal ist und längs zur Fahrtrichtung steht, kann eine Unimogseilwinde nur quer zur Fahrtrichtung in eine solche Konsturktion eingebaut werden.

Das hätte bei der Verwendung von Standardteilen aus modernen Forstwinden den Nachteil, dass sich das Seil nicht richtig aufrollt, da sie zu eng sind und der Einlaufabstand zur Trommel zu wenig ist.


Ich versuchte das konstruktiv auszugleichen.

a) Höhe der oberen Seileinlaufrolle über der Trommel ca. 1,7 m; das ist fast schon ein Mastbaum eines Segelschiffes:

b) breiteres Drehgehäuse der Rolle, so dass das Seil weiter seitlich ohne Widerstand sich auslenkt. Bei der Tajfun ist der Seildurchgang ca. 40 mm, beim Umbau 120 mm.

Beide Massnahmen werden aber durch ein höheres Eigengewicht bestraft.

Das Polderschild ist an die Zugschiene angeschweißt. Der Rahmen ist so verschraubt, dass die Seilwinde im Original freigelegt werden kann. Der Rahmen wird dann abgeschraubt und nach oben hin abgehoben.

Die 4-,0-to Seilwinde wird ca. 400 KG wiegen. Die 4,5 to Tajfun hat ca. 340 KG, also schon solider Schwermaschinenbau, der dann ausgehoben werden muss.

Nach meinen Abschätzung kann ein Auflagegewicht des Baumstammes von 350 KG am Polderschild noch bewätligt werden. Das ist natürlich ein schlechtes Verhältnis Last / Eigengewicht.

Sicherlich würde ich bei einer Wiederholung des Umbaues gute 50 KG Gewicht durch raffinierte Konstruktion einsparen können. Aber das merkt man erst im Verlaufe der Projektrealisierung.

Leider kann ich derzeit kein anschauliches Foto schiessen, da die Seilwinde derzeit noch waagrecht auf einem PKW-Anhänger ihrer weiteren Vervollkommungen entgegen sieht.


Neben meiner Projektschilderung hoffe ich Dir noch ein paar Querverweise gegeben zu haben. Im Forum gibt es eine gute Handvoll echter Spezialisten für den Umgang mit Unimog-Winden. Versuche sie zu aktivieren.

Schönen Gruß! Karl
#357580
Gibt es mittlerweile bebilderte Lösungen oder Lösungsansätze zu diesem Problem?
Ich will an unserem 411.120 mit H4000 Heckseilwinde und ich würde gerne einen Heckkraftheber bauen, der nicht im Weg umgeht und eine entsprechende Bergstütze aufnehmen kann, die dann zum fixieren des Mogs dienen soll.
Das Ganze soll dann im Frühjahr 2012 in Angriff genommen werden.

Grüße,
Manuel

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