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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#269433
Hallo alle miteinander,

ich habe mir vor kurzem einen Unimog 406 Bj 1975 gekauft. Siehe auch das Bild.
Nun mein Problem: Ist es möglich das man nachträglich eine Front- und oder Heckzapfwelle einbaut? Soweit ich weis, ist ja bei einem Unimog fast alles möglich.
Vielen Dank im voraus für Eure Hilfe.
Dateianhänge:
IMG_4687.JPG
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#269436
Hallo diskman (ich hoffe Du wurdest nich auf den Namen getauft!??) :roll: ,

in diesem Forum unterschreibt man normalerweise mit seinem richtigen Namen, ist nicht böse gemeint ist halt nur persönlicher. Zu Deiner Frage, wie Du sehr richtig schreibst ist beim Mog fast alles möglich (bei den Kosten übrigens auch). Hast Du schon einen Zapfwellenabtrieb am Getriebe? Wenn ja wirds günstiger, dann brauchst Du "nur" die Gelenkwellen für Vorne und Hinten mit den entsprächenden Lagerböcken. Wenn nein dann brauchst Du auch noch den Abtrieb fürs Getriebe welchen es mit 540 oder 540/1000 Umdrehung also umschaltbar gibt. Das hängt ganz davon ab was Du mit der Zapfwelle machen möchtest!? Evtl. brauchst Du auch noch ein Verlagerungsgetriebe wenn Du z.B. einen Miststreuer betreiben möchtest.
Zu Preisen Äussere ich mich nicht, da diese stark schwanken könnnen aber ganz billig ist nachrüsten nicht.

Gruß Boris
#269442
Hallo,

ich war zufällig gestern im Unimogmuseum, weil wir nur 100km entfernt Urlaub machen.
Und eben aus der Motivation dieser Frage habe ich ein paar Bilder gemacht.

Bild

Hier siehst Du ein Bild, welches am Fahrgestellt des gespendeten 403
gemacht wurde. Das Getriebe hat in Fahrtrichtung links eine Platte.


Bild

Bild

Auf diesen beiden Bildern, die an verschiedenen Mogs enstanden sind, siest Du, wie die Wellen ans Getriebe angeschlossen sind.

Bild

Hier mal aus einer anderen Perspektive an einem grünen 403.

Ich hoffe, das bringt Dich ein bisschen weiter.
Welche Teile dur genau brauchst, und ob Du Dein Getriebe umbauen (lassen) kannst
oder das Getriebe tauschen mußt kann ich Dir mangels Erfahrung nicht sagen.

Viele Grüße
Holger
#269448
Hallo,
ich habe mir vor kurzem einen Unimog 406 Bj 1975 gekauft. Siehe auch das Bild.
Sieht nicht nach Baujahr 1975 aus. Zwar gab es auch nach Einführung der Scheibenbremsen in Serie die Trommelbremsen noch als Option, die kleinen Blinker vorn deuten aber auch auf ein Baujahr vor 1971 hin. Da außerdem die seitlichen Heckfenster fehlen, vermutlich auch vor 1969. Wenn du die Fahrgestell-Endnummer nennst, kann man das Baujahr relativ gut eingrenzen. An dem was ich auf dem Bild sehe, würde ich auf ca. 1966-1969 tippen. Kann natürlich auch sein, dass da mal was umgebaut wurde.
Ist es möglich das man nachträglich eine Front- und oder Heckzapfwelle einbaut? Soweit ich weis, ist ja bei einem Unimog fast alles möglich.
Kann man einbauen. Dazu muss man erstmal wissen, was für ein Getriebetyp eingebaut ist (F- oder G-Getriebe, wurde 1968 umgestellt). Das ältere F-Getriebe hat auf der rechten Fahrzeugseite einen geschraubten, kleinen Deckel, den hat das G-Getriebe nicht mehr, ist das einfachste Erkennungsmerkmal.
Es gab verschiedene Nebenabtriebe, die auch abhängig von der weiteren Getriebeausstattung sind.

Ganz billig wird die Umrüstung aber nicht. Für den Nebenabtrieb am Getriebe selbst wirst du ca. 150-200,-¤ rechnen müssen, die Wellen nach vorn ca. 200-300,-¤ und nach hinten ca. 500,-¤, jeweils inkl. Lagerböcken. Preise variieren aber auch noch je nach Zustand.

Gruß,
Michael
#269479
Hallo,
Ich habe auch eins gemacht, da sieht man den großen Deckel am Getriebe.

Michael Dir auch vielen Dank, ich werde Dir Morgen die Fahrgestellnummer als PN schicken.
Auf dem Bild sieht man schonmal, dass es sich um ein F-Getriebe handelt. Damit ist das Bajuahr entsprechend den vorherigen Bildern zu urteilen auf ca. 1967/68 festlegbar, genaueres nach Nennung der FG-Nummer.
Wenn dir den jemand als Baujahr 1975 angedreht hat, hat er dich über's Ohr gehauen.

Gruß,
Michael
#269503
Hallo Hans,

ich habe vor einigen Jahren bei meinem 406er (Bj82) auch die komplette Zapfwellen mit dem Getriebe nachgerüstet. :)

Zapfwellengetriebe gekauft, 540 und 1000U/min,

Zapfwellen nach vorne und hinten dazugekauft, Dichtung am Getriebe gekauft und alles montiert, hat super geklappt :P :P

Nur leider passen die Drehzahlen nicht :( , bei der 540 ger Einstellung habe ich ca 220 U/min und bei der 1000 Einstellung habe ich dann ca 540 U/min :cry:

Gemessen wurden die Werte an einem Leistungsprüfstand.

Warum die Werte nicht passen kann ich Dir nicht sagen aber für meine Kehrmaschine und einen Erdbohrer reichts. :lol:

Mein Mog wurde aber als Zugmaschine mit Ladegerät (Kran) ausgeliefert und ich habe einen schnellen Getriebeabgang für die Kranhydraulik.

Gruss
Thomas
#269514
Hallo Thomas,

bei meinem 406.120 Bj 75 ist das ähnlich. Er hatte einen nicht schaltbaren Zapfwellenabtrieb den ich gegen einen schaltbaren ausgetauscht habe. Wenn die Zapfwelle in der 1000er Schaltstellung ca. 540/min drehen soll, dreht der Motor schon deutlich über der halben Nenndrehzahl - so deutlich, daß es mir schwer fällt, in diesem Zusammenhang an einen Meßfehler als Hauptursache dafür zu glauben.
Leider habe ich vor dem Einbau weder die Drehzahl des ursprünglichen Zapfwellenabtriebs gemessen, noch die Zähnezahlen der beiden Getriebe verglichen. Die gemessenen Drehzahlen kann ich jedenfalls mit den Übersetzungen, die im Tabellenbuch angegeben sind, nicht in Einklang bringen.

Hat jemand eine Erklärung für diese Drehzahlabweichungen?
#269517
Hallo,
mit dem 406 habe ich keine Erfahrung, denke aber es wird ähnlich sein wie beim 421 oder 411.
Anders als beim Ackerschlepper möchte diese Mogs zum erreichen der Zapfwellendrehzahl schon Vollgas haben. Beim Trecker, der z.B. bei 1500U/min sein max. Drehmoment erreicht liegt die 540 Zapfwellenumdrehung schon etwas über dem max. Drehmoment, beispiel 1800 U/min.
Beim 421 muss ich da schon nach 3.000 U/min gehen um die 540 / 1000 U/min zu erreichen.

Trotzdem habe ich aber hierzu auch eine Frage.
Sind die Zapfwellenabgänge beim G-Getriebe wie es im 406 oder 421 oder auch manchen MB-trac verbaut sind gleich? Anflanschen soll ja unabhängig vom Unimog Typ gleich sein, oder?
Wenn dies möglich ist, wo wird die Übersetzung geändert, im Getriebe selber? Der OM 616 läuft doch mit wesentlich mehr Drehzahl. Irgendwo muss ja der Unterschied sein.
Wäre der anschraubbare Zapfwellenabgang unterschiedlich würde beim verbauen eines 421er am 406 wirklich zu wenig Drehzahl am Abgang ankommen, oder? Würde der 406 nur 2.200 Motorumdrehungen laufen so würde knapp 1/3 weniger Drehzahl bei Nenndrehzahl des Motors anstehen also bei 1000er Zapfwelle um die 600 U/min. Somit wären die Werte von Thomas realistisch. Weiß einer darüber bescheid?
#269556
Hallo Lukas,

der Bezug der Zapfwellennenndrehzahl auf Motornenndrehzahl ist mir bekannt. Wenn ich unter erhöhtem Standgas eine Drehzahl von 1000-1100/min verstehe, dreht die Zapfwelle in der 1000/min-Schaltstellung :!: dann gerade mal mit 250-275/min - das würde bedeuten, daß bei 1000/min an der Zapfwelle der Motor eine (Nenn)drehzahl von rund 4000/min hätte :shock: Das mag ja vielleicht so sein, aber nicht beim OM352! :roll:

@ Bernd-Thomes:

lt. Tabellenbuch gab es durchaus geringfügige Unterschiede in den Übersetzungen der Zapfwellengetriebe des 406 und des MB-Trac. Auf die Idee nach den Übersetzungen des 421 zu schauen bin ich bis jetzt allerdings noch nicht gekommen. Zur Zeit liegt mein Tabellenbuch leider ca. 60km von mir entfernt...
Eine Mögliche Ursache wäre es durchaus, wenn die Zapfwellenabtriebe des 406 und 421 austauschbar sind, daß die andere Motorcharakteristik des 421 in die Auslegung der Übersetzung eingeflossen ist.

Vielleicht weiß jemand darüber ja genaueres?

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