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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#21909
Hallo Henrik,

Wenn Du unter \"Suchen in der oberen Leiste auf Suchen gehst und das Stichwort Kompression eingibst bekommst du Massen an Antworten auf deine Frage.
Ich darf mal e.arens Zitieren !

Den Zustand kannst Du durch zwei - drei einfache Messungen ausreichend bestimmen:
- Kompression messen ( sollte über 16 bar liegen und nicht mehr als 2 bar Unterschied zwischen den Zylindern, Achtung beim 411: entweder Vollgas oder Verbindungsschlauch zur Drosselklappe abnehmen, sonst gibt es falsche Werte )
- Öldruck messen in warmem Zustand ( Leerlauf min. 1 bar, Abregeldrehzahl mind. 3,0 bar )
- Leistungsmessung an Zapfwelle, kann jeder gute Landmaschinenbetrieb. Leistung sollte mind. ca. 70% der Nennleistung sein, d.h. bei 34 PS sollten 24 PS vorhanden sein.

Weiterhin sollte der Motor bei intakter Glüheinrichtung nach ca. 30 sec. Vorglühen bei bis zu min. 10 grad C Aussentemperatur sofort auf allen Zylindern rund laufen.
Ölverbrauch ist schwer zu beurteilen, speziell die MB AT Motoren neigen zu Ölverbrauch durch die Ventilsitze, d.h. nach längerem Leerlauf oder Schubbetrieb beginnt kurzzeitig Blaurauch. Dies ist durch die geschlossene Drosselklappe bedingt, so ein Motor läuft aber noch lange Zeit ohne Schwierigkeiten.
Wenn man am Entlüftungsrohr des Kurbelgehäuses deutliches \"Atmen\" feststellt bzw. konstant Öldunst austritt, dann ist die Kompression zumindest an einem Zylinder am Ende und eine Überholung angesagt.
Trotz aller Ratschläge , es ist immer besser, einen Profi mit der endgültigen Diagnose zu betrauen, das kann eine Menge Geld sparen.
Gruss
e.a.


Die Kompressionsmeßgeräte die ich kenne haben kein Gewinde, sondern einen Gummistopfen am Schaft des Meßgerätes.

Beste Grüße
Heino
#21913
\"Die Kompressionsmeßgeräte die ich kenne haben kein Gewinde, sondern einen Gummistopfen am Schaft des Meßgerätes\"


diese Geräte sind nix für Diesel. Mit denen kann man höchstens bei Benzinern prüfen. Beim Diesel muß das Gerät angeschraubt sein. Zur Messung sollte der Motor nicht kalt sein.
Bei zu geringer Verdichtung etwas Öl in den Brennraum spritzen, ist der Wert dann höher liegt es an Kolben/Büchse und nicht an den Ventilen-ändert sich nix sind es die Ventile die nicht mehr dichten.

Im übrigen würde ich einen Motor erst überholen wenn er richtig fertig ist. So ein alter Motor kann echt noch lange laufen bis eine Grundüberholung fällig ist. Die kostet mal so richtig Geld.
Ganz grob rechnet man pro Zylinder 800.-¤ + Aus-/Einbau.
Unser 406 raucht schon jahrelang nach Schubbetrieb oder Leerlauf (Schaftdichtungen). Ansonsten läuft er um Welten besser als der 416 (Nichtraucher). Wenn ich mal wirklich nicht mehr weiß was ich treiben soll, dann werde ich dem 406 das Rauchen abgewöhnen-vorher nicht.
Ich hatte mal früher nen 240D W123. Den habe ich dummerweise verkauft(heute könnte ich mir in der Ar... beißen. Der ist im Winter ohne Wasservorwärmung nicht mehr angelaufen. Ansonsten war der Motor noch i.O.. Auf diese Weise kam ich noch über viele Winter bevor ich einen der größten Fehler gemacht habe und das Auto verkauft habe-was macht man nicht so alles in seinem jugendlichen Leichtsinn-es waren halt keine Spoiler dran.

Wünsche Dir immer hohe Kompression auf allen Töpfen.
#21920
Das Verdichtungsverhältnis ist 19:1.
Der Verdichtungsdruck bei Anlasserdrehzahl (ca. 150 U/min) sollte 18-21 bar betragen.
Nicht unter 16 bar, wie schon gesagt und gleichmäßig +- 1 bar.

Die Leistung des OM636 ist als Dauerleistung angegeben und sollte am Schwungrad inklusive aller Nebenaggregate sicher erreicht werden. Bei Kraftabgabe nur an die Zapfwellen sind von der Dauerleistung ca. 1,5-2,5 PS abzuziehen. (Immer ein warmes Getriebe vorausgesetzt) Bei Messung an der Hinterachse gehen ca. 6 PS, mit eingelegtem Allrad bis zu 9 PS verloren. (Achsen natürlich auch warm)

Da sieht man mal, mit wie wenig sich unsere kleinen Mogs auf der Straße begnügen müssen. Jedes der vier Vorgelege verbrät knapp ein PS. Und das auch noch dann, wenn ich es nicht brauche. Dann muß der Motor nämlich die Vorderachsportale, das Differential und den Vorderachsabtrieb schieben. Den Freilauf haben sich die Herren Kostrukteure nämlich, im Gegensatz zum Landy, gespart.

Ansonsten kann ich mich den Vorrednern nur anschließen. Never change a running system. Das die alten Dinger ein wenig aus der Entlüftung blasen gehört dazu. Ein Motor dessen Kolbenringe nicht mehr hundert Prozent sind, muss nicht gleich auseinander gerissen werden und Ventilschaftdichtungen, die ein wenig mehr Spiel haben fressen meist auch nicht. Im Gegenteil. Wenn ich einen alten Motor obenrum richtig dicht mache, kriegt er richtig was auf die Pleul- und Kurbelwellenlager. Also sozusagen in die Magenkule geschlagen.

Den Neuzustand wird man ohnehin nur noch mit einem neuen \"Spanier\" erreichen.
Für viel Geld und viel Arbeit. Lieber öfter bisken frisches Öl und edles Kühlmittel und die Lufthoheit übers Ventilspiel behalten und gut is.

Das Gewinde hab ich heut abend nicht mehr im Kopf. werde aber nachschaun. Muss eigentlich für fast alle Dieseloldies gleich sein.

Thorsten
#21930
Der eingebaute Motor muss eh raus!

Kompressionsdruck will ich prüfen, bevor ich einen anderen Motor einbauen würde.

Beim eingebauten Motor habe ich den Zylinderkopf abgenommen, weil er extrem aus der Motorentlüftung geölt hat (bei ca. 20km/h etwa alle drei meter ein Ölfleck auf der Fahrbahn) und geraucht hat er aus der Entlüftung etwa genauso wie aus dem Auspuff.

Resultat: Ein Zylinder hat ein ca. 1mm tiefes, ca. 3cm Durchmesser großes Loch.
Sieht aus wie ausgewaschen - habe keine Ahnung wie so was passieren kann. Möglicherweise hat der Motor sehr lange Zeit gestanden und hier hat sich ein Rostloch gebildet. Komisch nur, daß ich mit dem Motor in den letzten Jahren ca. 100 Stunden gefahren habe (na gut, Leistung hat er nie gehabt und schwarz gequalmt wie eine Diesellok).


Gruß Henrik Meyer
#21931
Der eingebaute Motor muss eh raus!

Kompressionsdruck will ich prüfen, bevor ich einen anderen Motor einbauen würde.

Beim eingebauten Motor habe ich den Zylinderkopf abgenommen, weil er extrem aus der Motorentlüftung geölt hat (bei ca. 20km/h etwa alle drei meter ein Ölfleck auf der Fahrbahn) und geraucht hat er aus der Entlüftung etwa genauso wie aus dem Auspuff.

Resultat: Ein Zylinder hat ein ca. 1mm tiefes, ca. 3cm Durchmesser großes Loch.
Sieht aus wie ausgewaschen - habe keine Ahnung wie so was passieren kann. Möglicherweise hat der Motor sehr lange Zeit gestanden und hier hat sich ein Rostloch gebildet. Komisch nur, daß ich mit dem Motor in den letzten Jahren ca. 100 Stunden gefahren habe (na gut, Leistung hat er nie gehabt und schwarz gequalmt wie eine Diesellok).


Gruß Henrik Meyer
#21937
Tja, das verschärft die Sache natürlich. Muss noch mal nachfragen.
Nur der Kolbenboden hat ein Loch ?
Dann besteht die Chance, das nicht der ganze Motor raus muß.
Oder sind die Laufbuchsen oder Kurbelwellenlager auch angegriffen ?

Hast du noch die Vorkammern mit der Kugel drin ? Hat sich von denen vielleicht eine in Richtung Brennraum verkrümelt ?

Thorsten
#21984
Könnte sein, daß die Vorkammern mit Kugeln verbaut sind. Aber würde sowas im Zylinder fressen? Hätte vermutet, daß da Zylinder und Ventile stark leiden.

Die Kurbelwelle ist ein Problem für sich. Die erste ist (lange vor meiner Zeit) mal durch eine falsch eingebaute Einspritzpumpe zu Bruch gegangen (zuviel Frühzündung). Und weil ja damals alles nichts kosten durfte, hat man einfach eine alte mit den passenden Lagerschalen eingebaut.


Gruß Henrik

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