Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#228212
Hallo Mog-Gemeinde,
eine Weile bin ich in diesem Forum schon eingetragen, habe aber bislang nur interessiert bei den Spezialisten hier mitgelesen und mich über die tollen Bilder hier gefreut.
Seit gut 3 Jahren kann ich einen gut erhaltenen U1200,Bj1990 vom Bauhof mein Eigen nennen. Der Kauf ist eine Geschichte für sich gewesen. Als absoluter Unimogneuling bin ich dabei beinahe von einer Vertragswerkstatt ( für Nutzfahrzeuge mit dem Stern) übers Ohr gehauen worden. Darüber kann ich bei Interesse gern berichten.
Viel Rost war am Fahrzeug nicht dran, die "speziellen Ecken" habe ich konserviert, teilweise bei schlimmeren Roststellen am Rahmen habe ich gesandstrahlt und neu beschichtet. Die Technik ist im Großen und Ganzen recht gut in Schuss, so dass ich den Zustand so behalten kann wie er im Augenblick ist. Irgendwann möchte ich trotzdem gern eine gründliche Überholung durchführen. Dazu fehlt mir momentan allerdings die Zeit. Da ich die Wartung selber mache, lerne ich meinen Mog ganz gut kennen. Das Fahren damit macht viel Spass. Selbst im Moor konnte ich die Fähigkeiten schon austesten. Da habe ich einen Ladewagen abgeholt.
Allerdings finde ich immer wieder Dinge, deren Sinn mir nicht aufgeht. Da habe ich jetzt z.B. eine Rohr- / Schlauchverbindung gefunden an der Vorderachse. Da ich mit Beschreibungen nicht so gut bin, versuche ich mal Bilder anzuhängen. Diese Leitung sitzt auf jeder Seite vorn direkt auf der Achse. An der Fahrerseite ist mir die Schlauchverbindung abgefallen. Dabei ist mir aufgefallen, dass dort weder Öl, Bremsflüssigkeit oder Luft austritt. Was ist das für eine Leitung ? Auf dem einen Bild hab ich sie mal rot markiert.
Dateianhänge:
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IMG_2870k.jpg (70.69 KiB) 1870 mal betrachtet
#228218
Hallo,

das ist die Entlüftung für das Vorgelege.
Die habe ich bei meinem 406er grad erst neu eingebaut, da nach der überholung beider Seiten die Entlüftungsschrauben nun wieder offen waren machten sich die bisher fehlenden Leitungen bemerksam (muß wohl ein vorbesitzer ausgebaut haben) und bei schneller Fahrt suppte nun das Öl heraus.
Also Sinn machen tun die Dinger auf alle fälle, da das evtl. überflüssige Öl direkt in die Achsen und nicht unter das Fahrzeug geleitet wird.

Mit freundlichem Gruß,

Dennis
#228300
Hallo,
ja, das sind die Reste einer alten Torfbahn. Spur 600mm. Bevor die Stahlschrottpreise explodierten, konnte ich die Gleise (insges. ca 640m) , ein paar Wagen, 2 Kipploren aus den 20er Jahren und 2 Schöma Lok's vor dem Schneidbrenner retten und auf meinem Gelände aufbauen. Eine Lok ist Bj.1956, die andere Bj.1938. Meine ( wenigen) Nachbarn haben mich für verrückt erklärt als ich mit einem Bekannten zusammen mit Trecker und mehreren Gummiwagen voll (Edel)-Schrott unseren Weg blockierte. :wink:
2-Wege-Mog auf Spur 600 stell ich mir etwas kippelig vor. Vom Gewicht wäre es kein Problem, die Lok's wiegen auch je 4t.
Aus Platzmangel parkt unser Mog im Winter dort auf den Gleisen. Mangels heiler Akku's ist es momentan schwierig die Deutz-Diesel der Bahn in Gang zu bekommen. :wink:

Gruß,
Bolko
#228422
Schönen guten Morgen zusammen,

wenn ich aus der Bundeswehrzeit und aus meinen sonstigen Erfahrungen mit Unimogs (411 / 421 / 406 und beim BUND 1400er) noch richtig weiß ist der Schlauch nicht zur Entlüftung, sondern zur Belüftung. Wenn ich mich nicht irre, ist beim Unimog sobald man den Allrad einschaltet ein Luft-Überdruck von glaub 0,2bar auf Getriebe und den Achsen um Schmutz und Wasser am Eindringen in die Radialwellendichtringe zu verhindern. Hab nämlich mal beim BUND 2 Tage lang Ventile ausgewechselt, weil ein 1400er immer wenn man den Allrad / Sperre eingeschaltet hat irgendwo Luft abgeblasen hat, die Prüf-Ing. haben mir nach jedem Ventilwechsel dann gesagt welches kaput ist, bis ich dann mal selber auf die Suche gegangen bin und festgestellt habe, daß der Tachowellenantrieb ausgebaut wurde, weil dieser defekt war und dort die ganze Luft abhaut... :shock: Also wenn der Schlauch ab ist, und man schaltet den Allrad ein (Vorausgesetzt der Unimog hat Luft) müßte dort Luft von der Achsseite herauskommen... :wink:

Also dann, frohes Schrauben noch,

Gruß Clemens
#228472
Hallo,
das mit dem Überdruck gibt es. War aber eine Soderausstattung die nicht viele Unimog besitzen. Selbst die Lampen konnten auf Überdruck gesetzt werden um Wassereindringung zu vermeiden.
Die beiden Schläuche von denen Bolko spicht können zwar dafür auch genutzt werden, in der Regel dienen diese aber wirklich der Entlüftung. Die Temperatur im Vorgelege steigt bei Betrieb und die ausgedehnte Luft kann in die Achse entweichen, von da aus ins Schubrohr und weiter ins Getriebe. Somit ist die "Entlüftung" hochgelegt und erlaubt auch mal Wasserdruchfahrten. Auch verhindert man, falls man sich wirklich mal bis auf die Achsen eingraben sollte, besonders im Moor, daß Wasser oder Dreck in die empfindlichen Vorgelege gelangen kann. Die Schläuche sollten schon in Ordnung sein.
Ein Nachteil dieser Entlüftung am Vorgelege, besonders an einer bestimmten Achsseite ist das "Pumpverhalten". Bei langendauernden schnellen Fahrten kann das Vorgelege Öl durch die Entlüftung in die Achse drücken. Zurück kann es allerdings nicht mehr. Somit sollte man doch hin und wieder mal den Ölstand kontrollieren, WICHTIG.
Unimurr hat sich dieses Thema mal angenommen und versucht eine Art Ölabscheider an der Vorgelegeseite einzubauen. Wie weit es realisiert wurde kann ich nicht sagen. Hätte meine eigene Vorstellung über ein solches Teil. Für ein 421 ist das Ding aber wohl überflüssig.
#228660
Hallo,

im "Off-Topic" habe ich Bilder der Feldbahn eingestellt.

Das mit der Vorgelegeentlüftung klingt einleuchtend und beruhigend für mich. Ich habe keinen Luftverlust in der Anlage, auch bei Allradbetrieb. Die Anlage ist überraschender Weise so dicht, das auch am nächsten Tag noch ausreichend Druck da ist um sofort losfahren zu können.
Das war ein Komunalfahrzeug, ich glaube nicht dass die sich so eine teure Überdruckanlage leisten wollten wie die Kollegen beim Bund . :wink:
Vielen Dank noch mal für die Infos.

Gruß,
Bolko
#229412
Hallo
Bernd-Thomes hat geschrieben: Unimurr hat sich dieses Thema mal angenommen und versucht eine Art Ölabscheider an der Vorgelegeseite einzubauen. Wie weit es realisiert wurde kann ich nicht sagen. Hätte meine eigene Vorstellung über ein solches Teil. Für ein 421 ist das Ding aber wohl überflüssig.
Die Vorgelege Entlüftung ist schon lange in Serie gegangen und behebt das Problem zu 100% was allerdings meist aber nur auftaucht wenn der Mog schnell bewegt wird oder das Vorgelege durch zum Beispiel extreme Bremsen Beanspruchung sehr heiß wird.

Gruß

Thomas
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PICT0289.JPG (26.6 KiB) 1079 mal betrachtet
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