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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#251204
Liebe Leute,

ich hab einen 417 lang WOMO und einen 406 mit mulagkabine und pritsche. beide hab ich von grund auf restauriert (der 406 ist gerade im werden und fast fertig) und mir ist aufgefallen, dass bei beiden, der versatz der vorderachse zur hinterachse um einige zentimeter unterschiedlich ist.

ich hab beim zerlegen nicht so genau geschaut, dass es mir aufgefallen wäre. ich weiss von den jeep cj, dass das da auch so ist.

meine frage nun, ob das nun auch schon jemanden aufgefallen ist und ob das standart ist. falsch zusammen bauen kann man da ja nichts.

danke schon jetzt und liebe grüsse aus niederösterreich

Thomas
#251252
Hallo Thomas,
wie soll das Fahrzeug einfedern? Senkrecht nach unten kann es ja nicht gehen weil dort ein "Querlenker", einige Fachleute hier im Forum haben da auch andere Namen für wie Panhardstab etc. sitzt.
(Muss jetzt so sein, nicht dass man hier auch noch von Fachleuten kritisiert wird weil man eine nicht genaue Teilebeschreibung abgibt)
>Dieser Satz hat weder etwas mit dir oder deine Frage zu tun.<

Federt die Achse nun ein oder, was beim Unimog wesentlicher ist aus so muss die Achse sich zwangsläufig diesem Stab hingeben. Dies ist bei der Vorderachse genau so wie bei der Hinterachse. Hast du also deinen Unimog hinten am Rahmen aufgebockt und die Vorderachse steht unten solltest du also einen deutlichen Spurversatz sehen.
#251380
Hallo,

@ Thomas: mit Spurversatz hat Bernd Thomes völlig recht. Wenn das unterschiedlich ist, dann mag das dran hängen, daß entweder vorn zu hinten Federn verbaut sind, die für unterschiedliche Verwendungen vorgesehen sind (Schwerlastfedern vs. Leichtgewichtsfedern) oder einfach durch langen Betrieb mit hoher Last auf der Hinterachse diese einfach schon gepresst sind. (oder einfach nur Murks beim Montieren.....)

@Bernd Thomes:
auch wenn's nach Korintenkackerei ausschaut.
Lenker: Ein Lenker is vom Prinzip her in dem Fall alles, was ein bewegliches Bauteil gegenüber einem andern Fixen/Beweglichen führt.
Querlenker: allgemeiner Begriff für all die Lenker, die Querkräfte vom beweglichen Teil des Chassis in den rahmenfesten Teil einleiten. Dazu gehören die Dreieckslenker bei McPherson-Achsen, unterer und oberer (Quer-)Lenker bei Doppelquerlenkerachsen usw.
Panhardstab: Dieser ist auch ein ganz spezieller Lenker (alte Geschichte - Dackel ist automatisch ein Hund, ein Hund aber nicht automatisch ein Dackel). Er dient "nur" dazu, die Starrachse in Querrichtung zum Rahmen zu führen. Nebenbei "ver-"führt er halt die Querposition Achse zu Rahmen. Alternativ zum Panhardstab gabs deshalb das Wattgestänge ( http://de.wikipedia.org/wiki/Wattsches_Parallelogramm ).
Daher ist der Panhardstab zwar sehr grob gesagt ein Querlenker, weil der aber einen eigenen Namen hat, führt das ganze zu Missverständnissen und sollte auch sachlich richtig verwendet werden. (siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Panhardstab )
Stabi: jetzt schaffste die Verwirrung total. Ein Stabi is ein völlig andres Teil. An div. einfachen Achsaufbauten wird zwar der Stabi als Lenker missbraucht, grundsätzlich dient dieser allerdings als zusätzliche Abhilfe gegen Aufbau-Wankbewegungen (also Karosserie) herkömmlicher PKW und NKW bei denen der Schwerpunkt rel. hoch über dem Wankpol liegt (letzterer ergibt sich aus der Achskinematik und ist wieder ne andre Geschichte auf dich ich jetzt nicht eingeh - sonst wirds ein Roman). Deshalb kann man an vielen Fahrzeugen die einen Stabi haben selbigen auch weglassen (außer oben als erstes genannter mit vergewaltigtem Stabi) - siehe hierzu auch 416 mit bzw ohne Stabi für's Gelände von "snakewheels". An Kräften nimmt so ein "echter" Stabi gar nix auf! Nur Drehmoment! Durch das Verdrehen des Stabi wird eine Gegen-Drehmoment zum Wanken des Aufbaus aufgebracht (vgl. mit den Drehstabfedern z.B. bei R4) - allerdings nimmt dir das auch Bodenhaftung weg. Dadurch ist ein Auto ohne Stabi vom Prinzip her immer in der Kurvengrenzgeschwindigkeit her schneller als mit - nur wird sich kaum einer da hin trauen, weil die ganze Fuhre entsprechend stärker wankt, daß dir drinnen teils schlecht werden kann.

Nix für Ungut - aber einigermaßen richtige Verwendung der Begriffe vereinfacht die Sachfragen und verhindert Missverständnisse.

mfG
Axel

PS: Es gibt sogar PKW mit Verbundlenkerachse, die die Stabi-Funktion in den Achskörper integriert haben. Da siehst Du von außen überhaupt keine Stabi. Dafür müsstest Du die Achse auseinandersägen und die Wandstärke nachmessen....
#251408
Hallo Thomas,
um die ganze Diskussion wieder auf den Punkt zu bringen:
Der Querlenker bewirkt leider beim ein- und ausfedern eine seitliche Bewegung der Achse, gegenüber dem Rahmen. Deshalb sollte man bei Umbauten (z.B. Wohnmobil etc.) darauf achten, dass bei normaler Zuladung (WoMo: Reisegewicht), die Querlenker möglichst parallel zur Achse verlaufen. Dadurch kann es erforderlich sein, weichere oder härter Federn einbauen zu müssen. Bei meinem 435er mußten z.B. hinten schwächere Federn eingebaut werden, da die Achslast nur max. 2,9t betrug. Ein extrem schräg stehender Querlenker (z.B. wenn man das Fahrwerk höher legt), führt dazu, dass der MOG auf schlechten Straßen erst recht nicht mehr geradeaus läuft.
Wenn beide Querlenker in gleicher Lage sind, müssen die Achsen genau fluchten. D.h. der Abstand der Räder zum Rahmen vorne und hinten ist gleich.

Gruß

Fred

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