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Moderator: Helmut-Schmitz

#259616
Umbau auf neue Filterpatrone

Dieses Problem betrifft in erster Linie den Motor OM352 bis Bj 1978 bzw End-Nr507228und teilweise OM314 mit dieser Filtervariante.

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Bei diesen Motoren war im Ölkreislauf ein Hauptstromfilter (Siebmantelfilter) und ein Nebenstromfilter (Faserpack- oder Papierfilterpatrone) verbaut.
Der Hauptstromfilter bietet durch sein relativ grobmaschiges Filtersieb nur eine geringe Filterwirkung, Partikelgrößen bis 0,1mm können die Filter unter Umständen problemlos passieren.
Die Nebenstrompatrone filtert zwar wesentlich feiner, jedoch immer nur einen geringen Anteil des umlaufenden Motoröls.
Dazu wird dem Kreislauf im Filter nach passieren des Hauptstromfilters ein geringer Anteil entnommen und durch den Feinfilter geleitet. Das feingefilterte Öl fließt nach Passieren des Filters durch die hohle Befestigungsschraube des Filtertopfes über einen Rücklaufkanal direkt wieder in die Ölwanne.
Die früher gebräuchlichen un- bzw mildlegierten Öle hatten die Eigenschafft, dass der Abrieb und Schmutz sich in der Ölwanne ablagerte, deshalb war zum Ölablassen ein warmer Motor und auch eine längere Abtropfdauer notwendig.
Die heute im allgemeinen Handel käuflichen Öle halten die Schmutzteile in der Schwebe und und können so vom Filter bei jedem Durchlauf leicht aufgenommen werden.
Die alte Filtertechnik ist dazu nicht in der Lage.

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Dieses System war zur damaligen Zeit Stand der Technik, wurde jedoch durch Verbesserung der Filtermedien im Laufe der Zeit geändert.
Deshalb ist der Hauptstrom-Siebfiltermantel nicht mehr lieferbar.


Die erste "neuere" Variante hat eine ca. 78mm dicke Filterpatrone für den gesamten Ölstrom.

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Es gibt keinen Nebenstrom mehr, der "ungenutzt" in die Ölwanne abfließt, das gesamte von der Pumpe gelieferte Öl steht somit dem Motorschmierkreislauf zur Verfügung.
Der "altbekannte" ca. 110mm dicke Ölfilter bzw. das Gehäuse wurde später ebenfalls modifiziert. Dabei entfällt das Filtersieb und es wird eine andere Hauptstromfilterpatrone verwendet. Der Rücklauf des Nebenstromfilters wurde hierbei ebenfalls entfernt.

Was ist für die Umstellung zu tun, besonders wenn das Filtersieb defekt ist und auf einen neuen Filter umgerüstet werden muss?
Dazu gibt es vom Hersteller eine Umbauanweisung.
Das alte Sieb wird ersatzlos entfernt. Der Federteller im Filtergehäuse bzw. die Andruckfeder wird modifiziert indem die Feder oberhalb des Tellers entfernt wird. Die alte Filterpatrone wird durch die neue Patrone (H1366 oder Vergleichspatrone anderer Hersteller) ersetzt und damit wäre der Umbau erledigt.

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Hier gibt es jedoch eine Möglichkeit, die vom Hersteller nicht beschrieben wird, aber für die Lebensdauer des Motors sehr förderlich ist, nämlich den Verschluss des nun ungenutzten Nebenstromkreislaufs. Das durch den Nebenstromkreis abgezweigte Öl kann dadurch dem Hauptstromkreis zugeschlagen werden. Dies entspricht dann der "aktuellen" Version mit der M&H-Patrone H1366
( MANN-FILTER H 1366 x mit Dichtungen Ø: 121mm, MERCEDES-BENZ A 352 180 03 09 oder A 001 184 70 25)
Um das ungewollte Abfließen zu verhindern ist es notwendig, die Bohrung in der Hohlschraube zu verschließen. Am einfachsten ist die Bohrung von oben mit einem Gewinde zu versehen und eine Madenschraube einzudrehen. Um ein ungewolltes Ausdrehen dieser Madenschraube zu vermeiden, sollte das Gewinde nach dem Eindrehen mit einem Körnerschlag gesichert werden.
Besondere Vorsicht ist jedoch beim Ölfiltergehäuse geboten. Es soll Gussvarianten geben, bei welchen die Dichtfläche für den Siebmantelfilter sehr schmal ausgearbeitet ist. Der satte Sitz der oberen Filterdichtung auf dem Gehäuse sollte beim ersten Einbau geprüft werden. Falls hier nicht genügend Dichtfläche vorhanden ist , muss ein Stahlblechring verwendet werden, der einerseits an der Gehäusefläche abdichtet und eine ausreichende Dichtfläche für den neuen Filter bietet.

Im Nachfolgenden eine sehr anschauliche Bilddokumentation von Dieter alias DiDoRo bzw Flugzeugschlepper

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weitere Bilder etc werden ergänzt.


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Text und Bilder: ©Helmut Schmitz
Grafikdarstellungen: © Dieter Sailer

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