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#330418
Hallo, ich möchte mit meinem 406 ein Frontmähwerk (Scheibe/Trommel) betreiben. Ich würd mich über Erfahrungsberichte anderer freuen.
Welcher Hersteller/ Typ ist für den Mog empfehlenswert. Könnte man auch einen "geschobenen" nehmen oder ist der "gezogene" der beste ? Bei welcher Arbeitsbreite ?
Danke für Antworten, Achim
#330497
Hallo Achim,

wenn du nicht unbedingt für das tägliche Frischfutter, mähen und laden in einem Arbeitsgang erledigen willst, würde ich auf ein Scheibenmähwerk gehen! Es ist leichter und benötigt weniger Kraft zum Antrieb, legt allerdings das Futter breiter ab, deshalb die obige Einschränkung.

Ob geschoben oder gezogen - meine Meinung ist, dass gezogen besser ist, weil erstens die Bodenanpassung besser ist und zweitens im Falle eines Hindernisses eher die Chance besteht, dass das Mähwerk darüber hinweg steigt. Weitere Infos findest du hier. Welche Marke, mußt du selbst testen, ich enthalte mich hier, da ich schon im genannten Beitrag scheinbar zu viel geschrieben habe, als Verkaufsberater Landtechnik.

Christian
#330637
Ch.Maier hat geschrieben: Ob geschoben oder gezogen - meine Meinung ist, dass gezogen besser ist, weil erstens die Bodenanpassung besser ist und zweitens im Falle eines Hindernisses eher die Chance besteht, dass das Mähwerk darüber hinweg steigt.
Christian
Cool, wieder ein Mähwerksthread - und wieder bin ich anderer Meinung als du ;-)

Also, gezogen baut weiter nach vorne, ist in der Regel aufgrund eines deutlich komplizierteren Anbaubocks schwerer und in der Regel benötigst du für den Straßentransport einen weiteren Hydraulikanschluss (meist einfachwirkend) zum Anheben. Dass die Bodenanpassung bei gezogen besser ist, ist übrigens vor einiger Zeit bei einem großen Vergleichstest von "TOP AGRAR Österreich" wiederlegt worden. Beim geschobenen Bock baut das Mähwerk einfach nicht so weit nach vorne raus und befindet sich näher an der Schlepper / Unimogvorderachse. Außerdem hat man deutlich weniger bewegliche Punkte und nicht zuletzt hat die Gelenkwelle deutlich weniger Bewegungen mitzumachen - und vor allem Längsbewegungen (strecken und zusammenschieben) schaden unter Belastung sehr. Und Ausweichen tut eh kein Frontmähwerk wirklich gut, egal ob geschoben oder gezogen. Wenn es aufgrund der Kuven nicht drüber weg springt, ist es eh zu spät.

Für einen 406 würde ich auf jeden Fall ein leichtes Mähwerk (alpin / moutain /....) empfehlen. Wobei man da mit Sicherheit einige Kompromisse bei der Mähqualität eingehen muss - zumindest wenn man es mit einem Aufbereitermähwerk vergleicht. Da wäre dann dein Einsatzzweck interessant zu wissen.

Also, einfach mal vergleichen (nicht zuletzt die Preise und den Aufbau vor allem des Mähholms) und dann die hoffentlich richtige Entscheidung treffen. Irgendwie mähen tun sie alle.

Gruß Niklas
#330707
O.K. noch mal kurz die Gewichte zum Vergleich:

Alpinmähwerke:
Krone Easycut 32M - 640kg, Pöttinger Novaalpin 306 - 400kg

normale Frontmähwerke:
Krone Easycut 32P - 860 kg, Pöttinger Novacat 306 classic - 628kg

Wie man sieht wiegt das NORMALE Pöttinger weniger, als das Krone Alpin! Wo schlägt sich das Gewicht des "komplizierten Anbaubocks nieder"?

Wer sich die Prospekte genauer ansieht, erkennt, dass bei einem Hersteller lediglich eine Querpendelung (als Option!) möglich ist, oder man kauft sich zusätzlich bewegliche Unterlenkeradapter. Bewegungen z.B. über Bodenwellen werden rein vom Teleskopoberlenker abgefangen.
Hingegen beim anderen Hersteller ist nicht mal ein Teleskopoberlenker nötig, weil der Bock sich in sämtliche Richtungen anpassen kann! Und wir sprechen hier vom Standartbock, wo man mit normalem Kraftheber anhebt und kein zusätzliches Steuerventil benötigt.

Hier stellt sich gleich die nächste Frage, wo die Zapfwelle weniger gestaucht wird: beim geschobenen Mähwerk, wo eine Bodenwelle durch den starren Bock immer mit einer Stauchung, oder Streckung der Zapfwelle einhergeht, oder beim gezogenen, wo sich eine Bodenwelle nur durch eine Höhenveränderung und damit Winkelveränderung der Zapfwelle bemerkbar macht.

Einen richtigen Anfahrschutz gibt es richtigerweise nicht.
Aber ich stimme dir natürlich zu, man sollte vergleichen,nicht zuletzt die Preise und den Aufbau vor allem des Mähholms und dann die hoffentlich richtige Entscheidung treffen.

Christian
#330751
Hallo ihr Zwei,
erklärt doch mal einem des "richtigen" Mähens absolut Unkundigen wo der Unterschied zwischen geschoben und gezogen ist? Bisher bin ich eigentlich immer davon ausgegangen das vorn immer geschoben und hinten gezogen wird?
Wenn ich jetzt eure "Privatfehde" richtig lese gibt es für den Frontanbau beides??

Grüße
Ralf
#330765
Hallo zusammen,
ich stehe auch vor der gleichen Problematik (Mähwerkssuche). Bei mir kommt noch erschwerend dazu das mein Mog nur ne Einfachkupplung hat. Die obigen Beiträge beziehen sich so wie ich es verstehe wohl auf aktuelle oder recht junge Maschinen!? Ich denke für die Hobbymäher kommen wohl eher ältere Geräte in frage. Hatte für mich persönlich sowas wie DEUTZ-FAHR KM25F oder vergleichbares in erwägung gezogen (ist aber fasst nicht mehr zu bekommen). So weit ich das verstanden habe sind aber wohl die Scheibenmähwerke um einiges leichter!? Wir brauchen das Mähwerk nur zum Heumachen, also ist Ablagebreite egal. Nur geht das Mähen mit Einfachkupplung überhaupt halbwegs befriedigend? Und dann doch besser mit Scheibenmäher ( ist ja auch weniger Masse die sich dreht!?)?

Gruß Boris
#330831
Also ich versuche es mal möglichst neutral zu erklären:
Ein geschobenes Mähwerk wird wie der Name schon sagt vor dem Schlepper hergeschoben.
Ein gezogenes Frontmähwerk ist vorm Mittelpunkt oder Schwerpunkt aufgehängt - der Bock zieht somit das Mähwerk.

Privatfehde würde ich das Ganze nicht nennen, man sollte nur Gleiches mit Gleichen vergleichen und dass wir unterschiedlicher Meinung sind ist ja nichts schlimmes, so werden wenigstens alle Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Typen beleuchtet.

Scheibenmähwerke sind leichter und benötigen weniger Kraft, dafür brauchen sie aber eher mehr konstante Zapfwellendrehzahl, als Trommelmähwerke.
Für alle, die gebrauchte Mähwerke suchen, laßt euch gut beraten oder nehmt jemanden mit, der sich auskennt - so ein defektes Lager an einer Trommel kann sehr teuer werden, wenn man es nicht selbst reparieren kann! (je nach Hersteller)

Ob mähen mit Einfachkupplung möglich ist, ich muss ehrlich gestehen, ich weiß es nicht, weil ich bis dato den Fall nicht hatte. Ist ja mehr oder weniger nur Unimogkrankheit :D Vielleicht kann jemand ausm Forum mehr dazu berichten.

Christian
#330867
Hallo,
ich mähe seit 8 Jahren ca 5Ha Heu per ano mit U406 Einfachkupplung und Niehmeyer Front- Trommelmähwerk 210 cm. Geht problemlos, auch wenn man mitunter bemerkt, daß der Antriebsstrang verspannt - die Schaltung wird schwergängig.

Ich könnte mir vorstellen, daß ein Scheibenmähwerk mit Einfachkupplung Probleme bereitet:
Ich bringe im Stand das Mähwerk auf Drehzahl und lege dann den Fahrgang ein, das Trommelmähwerk hält die Drehzahl beim Schalten durch die Schwungmasse. Reicht die Schwungmasse eines Scheibenmähwerks, um eine Schaltpause zu überbrücken?

Ich mähe Naturschutzwiesen und Stilllegungsflächen - man hat mir mal gesagt, ich soll wegen Unebenheiten und Maulwurfshügeln kein Scheibenmähwerk nehmen, die seien empfindlicher.

MFG Wolfgang
#331015
Hallo,

mähe auch seit ca. 3 Jahren mit eienm Gezogenem Frontmäher von Fella (zwei Scheiben). Ich habe auch nur Einfachkupplung und handhabe es wie mein Vorredner oder ich verwende den Hydrostat (Gang vorwählwen, meistens dritter, Hydrostat einschalten, Zapfwelle vorwählen und alles einkuppeln). Die Zapfwelle muß einen Freilauf haben.
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