Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#61773
Hallo,

wie verhält es sich eigentlich mit den Flugzeugschleppern / BW ?
Sehe ich das richtig das es 406 Doka mit Wandler sind?
Oder gibt’s da noch ein paar Eigenarten?

1. Ist ansonsten die Kompatibilität in Hinsicht Kraftheber/ ZW vorne/hinten, Anhängerbetrieb, Kipper :roll: usw. voll gegeben, bzw. vorhanden?

2. Wie robust ist der Wandler und ist der auch im normalen betrieb zu gebrauchen, ist doch ein Automatik, oder?

3. Spritverbrauch wie bei Automatik etwas hoher, oder?

4. Ändern sich die Fahreigenschaften stark im Gelände?

5. Sind Dokas im Camp?

Als Zugmaschine, Geräteträger, oder was weis ich was, sollte doch noch ne Chance auf grüne Nummer bestehen, käme nur auf ein anderes Fahrzeug?

Gruss

Thomas
#61777
Beim Bund wurden vorher Hanomg-RTK mit Wandler als Flugzeugschleppereingesetzt .Der hier gemeinte Flz-Schlepper war ein 406 mit Doka, mit 6-Gang-Wandleschaltkupplung , Arbeitshydraulik und Frontzapfwelle.
Der Flz-Schlepper war nur die spezielle BW-Variante. Entsprungen aus der normalen Version, wie sie als Zweiwege-Fahrzeug, Werftschlepper oder Schwerlastzugmaschinen schon vorher existierte. Heute werden 427er mit Wandler für diese Aufgaben eingesetz.
Die Getriebe-Variante mit Wandler wird auch im MB-Trac verbaut und als Werkszugmaschinen verwendet.
Nach Demontage der Stoßstange, Ballastgewicht und Schleppkupplung bleibt der Serienrahmen übrig, an den alle normale Aufbauten angebaut werden können. Der Kipper scheidet wegen Doka allerdings aus.
Im Camp werden auch mehrere Flz-Schlepper dabei sein.
Die Zweiwege-Fahrzeuge hatten im Gegensatz dazu die 2x4-Schaltung, damit sie auch Rückwärts brauchbare Übersetzungen vorweisen konnten. Anstatt der ansonsten unnützen Doka besitzt meiner Kipper, HKH, Zapfwellen, Schnellanbauplatte, Anbaubeschläge und Hydraulik-Ansachlüsse vo/hi und besagte 2x4Schaltung.
Es ist keine Automatik sonder das ganz normale Getriebe und Schaltkupplungmit vorgelagertem Drehmomentwandler.
#61887
Der Wandler ist mit der Schwungscheibe, sofern man dazu überhaupt Schwungscheibe sagen kann, fest verbaut, die Kupplung sitzt erst hinter dem Wandler. Man fährt immer über den Wandler, eine Überbrückungskupplung gibt es hier nicht. Da die ganze Mimik schon etwas mehr Platz benötigt, ist die Kombination mit Vorschaltgetriebe nicht möglich. Da der Wandler aber eine Dehmomentverstärkung von knapp 1:2 hat, ist dieses nicht unbedingt nötig, ich fahre leer im 7.Gang an, geht ganz easy, kann dir jeder bestätigen.
#61915
Danke an alle erst mal,

ich fasse mal zusammen:

Kompatibilität zu Anbaugeräten in der Regel kein Thema, muss die Anhängerkupplung umgebaut werden?

Ist zwar quasi kein Automatik, ist aber als solches zu gebrauchen, nur in 2x4 Stufen?

Ist ein HKH bei Pritsche zu gebrauchen (ohne Dreieck) bzw. haben die Flz einen HKH schon drin?
Kipper fällt halt aus, wegen iss nicht.

Was ist mit Haltbarkeit und Austausch bei defekt des Wandlers, kann ich also auch ein normales Getriebe einbauen?

Zur Geländegängigkeit hat keiner was gesagt, also absolut mit normalem MOG vergleichbar?

Ich habe schon einen 416 Doka mit Rahmenseilwinde gesehen, also sollte das mit etwas Bastelarbeit an einem Flz auch machbar sein?

Ich muss dazu sagen, das ich immer noch nicht weiß welcher MOG für mich der richtige ist, Doka ist mir halt, von wegen Nachwuchs so in den Sinn gekommen, nur will ich halt Holz damit machen, von einem Rückemog bin ich inzwischen fast abgekommen, da zu sehr eingeschränkt, habe ich auch keine Pritsche, oder nur eine hohe.

Gruss

Thomas
#62241
Hallo,

d.h. da man immer über den wandler fährt, ist der spritverbrauch entsprechend höher, da immer der schlupf anfällt ? wie ist das mit der öltemperatur im wandler - wird das ein problem bei längeren fahrten mit hoher geschwindigkeit ? die geräte waren ja warscheinlich nicht für hohe dauergeschwindigkeiten konzipiert, oder ?

die grundlage für die fahrzeuge bildet doch ein "normaler" 406er, oder ? d.h. rahmen, achsen und vorderbau sollten identisch sein und demzufolge alle für den 406er vorgesehenen anbauteile/-geräte passen, oder ? hydraulik ebenso.
theoretisch müte man sich doch auch einen "mini-kipperspinne bauen können, oder ?

wie sind denn die geräte motorisiert ? die normalen 5.6l 80PS diesel ?

mfg,
Andreas
#62247
Hohe Dauergeschwindigkeiten sind kein Thema, auf manchen Bildern oben ist der serienmäßige Wandlerölkühler zu sehen. Hohe Geschwindigkeiten sind nur mit leichter oder ohne Last möglich, in dem Bereich arbeitet der Wandler nicht. Die hydraulische Übersetzung ist in unteren Drehzahlbereich bzw nur bei großen Drehzahldifferenzen wirksam. Mit etwas E-Pumpentunig würde meiner theoretisch weit über 80km/h laufen, der Lärm im Fahrerhaus unterbindet das aber wirkungsvoll.
#62254
das ein problem bei längeren fahrten mit hoher geschwindigkeit ? die geräte waren ja warscheinlich nicht für hohe dauergeschwindigkeiten konzipiert, oder ?
..hatte noch nie ein Temperaturproblem...
fahre seit ca. 10 Jahren fast nur "Vollgas" (80 km/h) und längere Strecken...
der Lärm im Fahrerhaus...

welcher Lärm???

Ruhige Reifen - ein wenig Dämmmaterial (schreibt man das jetzt wirklich mit 3m?) - und schon kann man während der Fahrt locker Radio hören...

Gruss

Dieter
#62294
Hallo Holzwurm,
ich habe in meiner "Unimog Sammlung" auch einen Flugzeugschlepper und ich habe ihn auch wegen der 5 Sitze gewollt. Natürlich kannst du mit dem Mog alles fahren wie mit einem Landwirtschaftlichem. Anbauteile kannst du vorne und hinten anbauen wie bei einem anderem auch. Aber er hat halt nichts serienmäßig dran, ausser der wirklich schweren Stossstange die glaube ich auch eine Schmidtplatte ist. Der Dieter hat seine zugeschnitten als "normale" Stossstange ( siehe seinen Fotobeitrag ) und kann somit auch gleich mal einen Schneepflug dran hängen. Hydraulik vorne liegt an. Ich habe 2 von den 4 vorderen Anschlüssen nach hinten verlegt und kann hinten z. B. einen Kipper oder Nachlaufbagger betätigen. Der Heckkraftheberanbau ist natürlich auch möglich, da beim Unimog ja alles wie ein Lego Bausatz ist (nur schwerer). Allerdings wird es da dann schon etwas aufwendiger, da die Große Hecktraverse ausgebaut und die Schmale eingebaut werden muss. Dann hast du alle
Möglichkeiten wie beim Landwirtschaftlichen. Für einen Kipper müsste auch Platz sein, aber sinnvollerweise nur rückwärtskipper. Allerdings ist dann das Dreieck wegen der Sicht beim HKH schon fast so groß wie die Ladefläche. Ich habe keinen Kipper.
Die Zapfwelle hat nur eine Geschwindigkeit (540 o. 1000?) und ist nur vorne verbaut. Beim Ziehen gibt es bis 40 Kmh keine Probleme, wenns schneller sein soll merkt der Mog die Steigung bevor du den Berg siehst. Da nur ein 6Gang oder ( 2x8) möglich ist und keine Zwischengänge, ist halt der Sprung bei mir vom 5. auf 6. gravierend. Vmax ~80+ im 6.Gang. Sobald aber der Berg ruft wird es (mit Anhänger) gnadenlos lagsamer bis du rund 37 Km/h erreicht hast, und dann runterschalten kannst.
Übrigens habe ich auf der hinteren Sitzbank auch einen Kindersitz montiert. Die Kiste auf der Pritsche habe ich mir für die Motorsäge nebst Zubehör gezimmert.

Du kannst noch ein paar Bilder auf: heggenstaller.net sehen

Gruß, Hans Peter

Holzfahren ist natürlich kein Problem:
Dateianhänge:
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#62319
Hallo Andreas,

:shock: ja so hatte ich mir das auch vorgestelllt, nur vorne mit kleinem Spalter/ Seilwinde und hinten mit grösserem Hänger.

Wie Sammlung? Habt Ihr euch hier, fast alle noch einen Zweitwagen zugelegt? :lol:

Das mit den Geschwindigkeiten mit Hänger, ist für mich eine etwas relative Sache, da ich erst einmal meinen leeren Hänger an einem 406 von einem Freund mit ~80PS und großem Getriebe gefahren habe (als Beifahrer).
Ich fahre noch mit einem 60 PS IHC, in der Regel 2 Kilometer zu meinem Holzschlag und muss immer einen kleinen Berg hoch, dort muss ich manchmal (kalt, Wetter..) in den 3. Gang schalten.
Mit dem Mog damals, incl. 1,5 to Bauschutt und dem Hänger, sind wir "relativ" gut da hoch und weiter... gekommen, halt schneller als mit dem Traktor.

Zum Punkt Fahreigenschaften im Gelände hat noch keiner was gesagt, gibts da einen Haken? Der Wandler sollte doch ganz gut beim "Rücken" im Wald zu gebrauchen sein, oder stört da das fehlende grosse Getriebe?

Mitte Juli ist von der RG Rhein/Main ein Geländeparcours, da will ich mir die Geländetauglichkeit der Mogs evtl. mal anschauen gehen. Hier im Saarland bin ich leider etwas weg vom Schuss.
Bei meinem IHC weis ich aber auch noch nicht wie weit ich im Gelände gehen kann? Mein Bruder steigt zwar schon weit früher ab, aber wer will schon auf der Seite landen.

Ich schaue mir jetzt schon einige Zeit verschiedene Mogs für den Wald an, vom Rückemog bin ich inzwischen fast völlig abgekommen da er für den Hobbi einsatz (100-200 Ster) etwas unpassend ist, Dreipunktwinde reicht.
Naja gut als Zweitmog wäre das natürlich was anderes :roll:
Ich will, ganz klar, auch transportieren.

Im Kleinanzeigenmarkt ist vor kurzem ein FLZ angeboten worden, der hatte mich auf die Idee gebracht, der ist aber heute auf ebay weggegangen.
Auch ein recht günstiger Forstmog, der sah mir aber auf die Entfernung nach zuviel Bastelarbeit aus.
Das ist halt die Sache hat alles seine vor und nachteile.

Gruss

Thomas
#62329
Hallo Thomas
Da noch keiner etwas über die "gelände gängigkeit" geschrieben hat will
ich dazu was sagen,(oder hats noch keiner probiert ) ich war mit meinem
Mog öfter bei mir in der Nähe auf einem Motorrad-Trailgelände,und
ich behaupte das ich es am Berg mit jedem anderen Mog aufnehmen
kann,denn wenn bei einem Mog mit Kupplung diese nicht 100% in ordnung ist wird sie die 4 T kaum dort hochbringen und wenn dann ist
sie dann kaputt.Nicht umsonst fahren sie in Island in den Kratern mit
ähnlichen wenn nicht gleichen Wandlern.Auserdem denk drann das der
Flugzeugs. bei der BW für ein Gewicht von 30 T daueranfahrt Gewicht
ausgelegt war,und bei der Bahn noch viel mehr.
Aber sie werden immer knapper,ich babe meinen seit 2001 (und noch
für DM 8000 gekauft) und seitdem sind bei der Vebeg nur ca.8 Stück
verkauft worden. Ich habe bis auf eine kaputte Lichtmaschiene noch
keine Reperatur gehabt und hir in Norddeutschland giebt es keine
Berge die er nicht im 6 Gang Schaft (lehr).
Bild
Gruß Horst
#62398
Hallo,

--> Thomas:
wenn du was ausgefallenens brauchst und auffallen (noch mehr, als man mit dem mog ohnehin schon auffällt ...) willst, ist der FLZ-Schlepper sicher gut !

Wenn du aber nicht unbedingt die 5 sitzplätze brauchst, dann würde ich mir an deiner stelle einen 421 >= 52PS (für den wald OK, weil kleiner und wendiger, für schnellere anhängerfahrten nur bedingt geeignet) oder einen 406 mit>= 80PS holen - und unbedingt drauf achten, daß die landw. ausstattung, also HKH und ZW sowie Hy. vo+hi angebaut und funktionsfähig sind. oder eben nochmal 1500.- für einen nachbau-hkh drauflegen...
großes getriebe (=zwischengänge, also feinere abstufung) wäre sinnvoll, doppelkupplung ist unnötig, da du ja keinen ZW-betrieb machen willst)
dann eine 3punktwinde dran, damit hast du die bergstütze gleich dabei und kannst das teil universell auch an einem schlepper verwenden - beim mog auf die höhere lage der ZW achten !! entweder verlagerungsgetriebe notwendig, oder eine passende winde kaufen. wenn du nur fahren willst, dann kann die winde ab, und fertig. nachteil zur rahmenwinde: kein anhänger hinter der winde möglich (oder ?).

du hast dann (außer den 5 sitzplätzen) einen "gängigen" mog mit kippbarer ladefläche - nichts ist lästiger als das ganze gerümpel nur rauf, sondern auch wieder runterzustapeln ... ! und IMMER mit hänger fahren ist auch blöd.

ach ja, wenn günstig zu bekommen, kann ich einen FrontLader empfehlen. man kann damit auch mal schwere dinge (z.b. die winde) auf einen hänger befördern, kleinere stämme poltern, holz stapeln, etc.

wenn ich von mir ausgehe:
ich mache ca. 20-30rm holz im jahr, wald ist max. ca. 5km entfernt, fahrbetrieb mit 2achser landw anh. oder pkw-einachser.

dafür reicht mir mein 421er 52PS mit MB heckwinde und FL locker. den FL finde ich übrigens die beste anschaffung nach dem mog - erstpart mir einiges an plackerei, bzw. ich kann sachen alleine bewegen, für die ich sonst immer hilfe holen müßte. heben und schleppen halte ich nämlich für ziemlich uneffiziente arbeiten ...
ich betreibe mit dem mog einen hy-spalter, einen zw-spalter und eine zw-kreissäge - d.h. ich habe (außer einem ladekran) eigentlich alles, was man zum halbwegs vernünftigen arbeiten braucht. den HKH vermisse ich natürlich, weil ich mir keine standardgeräte vom bauern ausleihen kann - und ein 406 mit mehr leistung würde ich mir auch wünschen...

wenn du jetzt von 100rm im jahr ausgehst, dann wäre der 406 sicher sinnvoll, da du einfach mehr material transportieren mußt. einen flugzeugschlepper finde ich dafür fast zu schade ...

ach ja: der trend geht wirklich zum zweitmog :-)
ich habe auch noch einen 411/32PS im stall stehen, so als "einsteigermog".
:lol:

mfg,
Andreas

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