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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#112256
Hallo Zusammen,
ich restauriere gerade meinen 411.112 Bj. 62 und habe Probleme mit dem Lösen der angegammelten Schrauben.
Jeder hat doch bestimmt ein Spezialrezept zum Lösen der Schrauben an der Hütte. Vor allen Dingen die Schlitzschrauben sitzen bei mir so fest, dass ich sie alle rausbohren muss. Tagelanges einsprühen mit Caramba hat kein Wirkung.
Wie macht ihr das?

Rostige Grüsse aus der Garage

Volker
#112262
Hallo Volker,

Schlitzschrauben gehen ja meist nur bis M8. Bei dem Fummelkram ist m.E. Ausbohren immer die beste Wahl.
Bei größeren Schrauben arbeite ich manchmal mit Erhitzen mit dem Autogen-Brenner und Abkühlen, wenn nötig mehrfach und dann mit ein paar beherzten Hammerschlägen axial auf das Gewinde. Natürlich immer mit Unterstützung von WD40.
Mit Schlagschraubern und Gewindeausdrehern habe ich bisher eher bescheidene Erfolge gehabt.

Bei diesem Thema ist keider oft unendliche Geduld gefragt. Ganz extrem war es neulich beim Entfernen eines Nasenkeils, der sich partout nicht ausziehen ließ. Ich kam mir schon vor wie ein Chirurg, weil ich stundenlang mit Bohrern, Fräsern und Nadelfeilen an dem Teil operierte, bis schließlich ohne Verletzung der Umgebung die letzten Teile des Nasenkeiles in sich kollabierten.
#112263
Hallo,
ich habe beste Erfahrung mit guten nicht gammeligen Schlitzschraubendreher mit Sechskantansatz für Schraubenschlüssel. Wichtig ist daß die Klinge der Schraube angemessen groß ist. Und bei ganz fest sitzenden Schlitzschrauben benutze ich einen Handschlagschrauber. Und wenn gar nichts mehr geht hilft nur noch mit der Flamme erhitzen.

Gruß JürgenPB
#112270
Hallo Christoph,

bei mir ist im Moment das Ausbohren Mittel der Wahl. Wenn auch nicht immer mit zufriedenstellendem Erfolg. Alle Gewinde müssen nachgeschnitten werden. Manche Gewinde musste ich sogar eine Nummer grösser aufbohren.
Beim Schlagschrauben reissen mir immer die Köpfe ab, jedenfalls bei meinem Unimog Exemplar. Ich werds jetzt auch noch mal mit Erhitzen probieren.
Hat noch jemand einen Tipp?.

Grüsse

Volker
#112287
Hallo,

habe gehört, daß Coca Cola ein guter Rostlöser sein soll, es jedoch selbst noch nicht probiert.
Durchgangsschrauben mit Mutter löse ich indem ich sie ca. 1 Umdrehung weiterdrehe. Dann brechen sie meist.
Oder mit der Flex einen Schlitz durch die Mutter, dann geht es auch schneller, als rauszuschrauben. Oft brechen die verosteten Schrauben auch beim Rausdrehen ab.
Wenn man abrutscht, sind oft die Finger im ....
AUsbohren ist lästig, funktioniert aber ganz gut, wenn man weiß, welches Gewinde drin ist (was bei den Senk-Schlitzschrauben nicht ganz einfach ist, da es manche mit übergroßem Kopf zu geben scheint. Wenn man dann mit Kernloch M6 bohrt statt für M5, hat es bei den Blechteilen zumindest selten Platz für das Gewinde der nächsten Größe.
Ankörnen beim ausbohren ist wichtig!

Bin gerade dabei alle einfach abzuschraubenden Teile an unserem 411er zu entfernen.
Dann geht es daran, die Hütte abzunehmen. Bin gespannt, ob wir das mit der Elektrik wieder hinbekommen.

Die Kipperspinne (Teil unter der Pritsche) würde ich auch gerne abschrauben, bekomme die Schraube aber nicht auf (oben im Rahmen, geht durchs Gummi der Hinterachsfedern).

Naja, da werde ich evtl. mal Flüssigstickstoff versuchen.
Habe aber keine AHnung, wie das funktioniert, werde mal unsere Reparaturabteilung im Geschäft fragen.

Schlaft gut und träumt von schönen MOGS

Gruß
Marc aus Ostfildern
#112298
Guten Tag,
CocaCola ö.ä. enthält Phosphorsäure, woraus auch Rostumwandler besteht. (SchmatzLecker). Ich habe schonmal mit einigermaßen Erfolg einen festgegammelten Radbremszylinder 14 Tage in Cola gelöst, um die Kolben herauszubekommen. Cola geht m.E. nur im Tauchverfahren. Schrauben am Motor/Karosserie mit Cola lösen wollen -im Tauchverfahren- geht schlecht :lol:

Schrauben mit Schlitz/Kreuzschlitz rosten ja auch an der Unterseite des Kopfes fest, -nicht nur im Gewinde-, da schlage ich mit sehr gut passendem Schraubenzieher/dreher und Hammer auf die Schraube. (Ganz schlimm sind Senkkopfschrauben)
Noch ohne Drehbewegung. Dann Wärme und WD-sonstwas sprühen. Warten; dann nochmal Wärme WD40 usw. (8-tung Qualmt furchtbar)
Ich gehe davon aus, daß sich der unter dem Kopf befindliche Rost durch das Schlagen löst, so daß WD-Kriechöl besser -vielleicht- den Weg zum Gewinde finden kann. Habe zuviele Schrauben rausgedreht, wo nur in den ersten Gewindegängen das Kriechöl hingefunden hat.
Wenn sich die Schraube nach der ganzen Vorbehandlung dann etwas löst, aber doch noch schwer drehbar ist, , drehe ich sie -nach Gabe von WDXX- wieder ein Stück herein, um den Rost zu zerbröseln.

Na denne ma´ gutes Gelingen mit Geduld.

Grüße
WolFgang
#112380
Moin moin.
702-411abss hat geschrieben:äääh,coca cola taugt auch was als nächträliches verhütterlie!! :shock:
frau spülen und gut!! :wink:
So so, Aha. Na dann Prost *grins*

Cola eignet sich nur zum Entgammeln von Messingteilen. Schrauben lösen halt ich wegen dem Zuckergehalt für problematisch.
Die besten Erfahrungen hab ich mit dem Messer-Griesheim Allzweckschlüssel gemacht. Dann im heissen Zustand noch wenige Tropfen Öl hinzu und siehe da, mit dem grossen Schraubenzieher gehts dann meist.
Die Mutter halbieren ist auch i.O.

Denn viel Spass beim Schrauben und verhüten :rofl:

Beste Grüsse,

fuxel
#112435
Hallo,

Als Tip kann ich nur den Schraubenausdreher (bei uns heißt er Sauschwanz) nennen, das ist ein konisches linksgewinde mit einem 4-Kant-Kopf für das Windeisen. Funzt wie folgt z.B. M8: Loch in die Schraube bohren Ø4 -5mm, dann den Ausdreher mit dem Windeisen einschrauben und käftig drehen. Dadurch hast Du das Ganze Drehmoment auf dem Ausdreher und kannst richtig Kraft aufbauen. Falls es immer noch nicht geht, oder der Ausdreher durchrutscht, schweiß ihn fest, dann gibt es für die Schraube keine chance. Tip, kaufe Dir einen neuen Satz, da sind die Flanken noch nicht abgenutzt. Der billigste sollte es auch nicht sein, der Stahl ist meistens nix.

Viel Erfolg, Gruß Franz
#112444
Hallo Franz,
Schraubenausdreher sind auch aus gutem Stahl sehr gefährlich. Sie heißen Sauschwanz, weil, wenn wieder mal einer im Bolzen abgebrochen ist, fluchst Du wie ein Sauschwanz. :D :D :D

Da ist der Messer-Griesheim-Schlüssel immer besser. (Iss auch ein netter Name : MGS, muss man sich auf der Zunge zergehen lassen *grins*)

Herzlichst
WolFgang
#112530
Hallo Zusammen,

ich habs mal mit dem brenner versucht. Ausser das es stinkt und die Farbe langsam vor sich hinkokelt ist nicht viel passiert. Mehr Hitze wollte ich nicht aufs Metall aufbringen.
Man kann auf diese sch... Schlitzsenkschrauben nicht genug Kraft aufbringen. Ich kauf mir jetzt erst mal einen vernünftigen Schlagschrauber.

Grüsse
Volker
#112538
Hallo Volker,
Senkkopfschrauben haben ja so eine Art Konus, mit dem sie -neben den Gewindegängen- festhalten. Dort ist wohl der Gammelrost momentan am festhalten. Du solltest doch noch mal mit dem Gasbrenner erhitzen, mit Schraubendreher klopfen und WD40 verwenden. (Wärme, WD40, Klopfen, Wärme, WD40, Klopfen usw.)
Hier etwas mehr Geduld, und Du ersparst Dir abgerissene Schrauben, DA verliere ich die Geduld.

Viel Glück.
Grüße
WolFgang
#112540
Hallo Micha
Hallo Wolfgang,

ich habe Schraubendreher mit Schlüsselhilfe, klappt aber nicht. Es ist halt alles ziemlich vergammelt und zig mal überlackert worden. Auch das Auskratzen der Schlitze von Farbe mache ich vorher.

Aber meine geduld ist noch lange nicht zuende. (Vielleicht die meiner Frau schon... :roll: )

Grüsse and danke

Volker
#112541
Hallo Volker,

wie heißt es so nett, es ist alles gesagt, nur noch nicht von jedem. Ich kann es Dir nachfühlen, bei mir steht die gleiche Baustelle in der Garage. Ich habe mit WD 40 bislang die besten Erfahrungen gemacht. WD 40 und Geduld. Unter der Woche jeden Abend an die Schrauben ein Spriter ran und dann mit einer Nuss drehen - sofern am anderen Ende eine Mutter sitzt :wink: - oder mit einem kleinen Meisel die Schlitzschraube vorsichtig bearbeiten. Kleinere Teile lege ich in Kraftstoff ein und lasse sie ein paar Tage liegen. Bei Schlüsselschrauben ist auch der Schlagschrauber klasse, der rüttelt die Dinger meistens los.

Wie schlimm ist es denn?

Gruß

Stephan

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