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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#51861
Hallo

habe vor einigen Tagen einmal meinen 421 an der Vorderachse angehoben und dabei festgestellt, daß die Räder einige Millimeter Spiel haben, wenn man daran wackelt. Gemacht hatte ich das Ganze, weil ich zum zweiten mal Öl in der Bremstrommel hatte. Wieviel Spiel ist hier normal? Ist meine Vermutung richtig, daß durch das große Spiel der Simmerring nicht richtig dichtet? Falls ja, was sollte man alles tauschen.

Jörg
Gruß aus Wetzlar
#51925
Hi,

bevor Du alles zerlegst, laß mal das Öl aus dem Vorgelege ab. So wie ich vermute werden da bestimmt feine Späne mitkommen. Dann dürfte das Radlager im Eimer sein (Da gehört es ja auch nicht hin!!).
Dann ützt nur ein neuer Simmerring überhaupt nichts.
Wenn Du dann das Vorgelege zerlegst kannst Du auch gleich Prüfen ob die Lager des Vorgeleges Spiel haben. Ich hab sie bei meinem MOG gleich mit ausgewechselt (zukünftig immer gut Schmieren!).
Und weil schon alles auseinandergelegt war hab ich auch gleich die Achse mit abgedichtet. War zwar mehr Aufwand als ich haben wollte, aber jetzt hab ich die nächsten 35 Jahre Ruhe damit.

Grüße

Tobias
#51955
Hi,

das mit dem Geräusch muß nicht unbedingt hörbar sein. Wenn Du paar alte oder grobe Reifen fährst merkst Du es vermutl. nicht sofort.
Normalerweise wenn Du den MOG aufbockst merkst du fast kein Spiel am Rad. Wenn es spürbar wackelt ist definitiv was faul.
Das Öl in der Bremstrommel kommt logischerweise aus dem Vorgelege.
Wenn man auf Nummer sicher gehen will, kann man ja vor dem Zerlegen oder Ölablassen jemanden am aufgebockten Rad wackeln lassen lassen und dabei selbst die Achsschenkellager beobachten, ob da was wackelt.

Grüße

Tobias
#52134
Hallo zusammen

ich meine das Spiel am Rad, wenn man dies in Richtung der Achse hin-und her bewegt. Was mir nicht klar ist: wie soll das Öl (definitiv Öl aus dem Vorgelege) in die Trommel kommen, wenn die Achsschenkellager ausgeschlagen sind? Habe ich zwei unabhänge Fehler an der Vorderachse? Ich fürchte, ich komme an einer kompletten Demontage nicht vorbei. Oder ist es sinnvoller sich eine gebrauchte, komplette Achse zu besorgen und diese zu tauschen?
An Tobias hätte ich noch eine Frage. Hast Du bei der Montage zwischen dem Verschleißring und der Radnabe ein Dichtmittel verwendet oder die beiden Teile Metall auf Metall gesetzt?

Gruß Jörg
#52188
Hallo Jörg,

richtig erkannt. Achsschenkellager und Radlager sind definitiv 2 Paar Stiefel, die unabhängig voneinander das Rad wackeln lassen können.

1. Achschenkellager sind die beiden Lager am Achsrohr, an denen das komplette Radvorgelege befestigt ist (plump ausgedrückt zwei Scheiben). Sie sind notwendig, damit sich dieses nach links/rechts schwenken läßt. Du hast oben und unten am Achsrohr jeweils einen Schmiernippel um die Achsschenkellager zu schmieren und vor Verschleiß zu bewahren.
Du kannst den Verschleiß leicht erkennen, wenn Du einen zweiten Mann am hochgebockten Rad wackeln läßt (wie von Dir beschrieben). Dann bewegt sich an diesen zwei Punkten etwas. Das darf so nicht sein.
Die Achsschenkellager können auf jeden Fall überhaupt nicht für das Öl in Deiner Bremstrommel verantwortlich sein.

2. Die Radlager im Achsvorgelege laufen ja bekanntermaßen im "Ölbad".
Wenn jetzt eines davon verschleißt (und somit zuviel Spiel hat), dann kann das Spiel des Achszapfens der Simmerring den Du eingangs angesprochen hast nicht mehr abdichten. Das Öl läuft aus. Normalerweise sollte das Öl nach außen an der Bremstrommel in die Felge laufen. Aber die Nuten hierfür sind bestimmt verdreckt und so läuft es in die Bremstrommel. So wars dann auch bei meinem MOG. Am Radvorgelege ist sonst nirgends Öl. Es kann nur da raus gekommen sein. Die einzige Flüssigkeit in diesem Bereich wäre noch Bremsflüssigkeit. Ich gehe davon aus, daß Du die aber ausgeschlossen hast.

Ich hab fast alle Passungen mit Dichtungsmittel eingebaut. Ich weis nicht ob das fachgerecht war, aber es ist immernoch dicht! :lol:

Ich bin der felsenfesten Überzeugung, daß eine Reparatur von Achsschenkel oder Radlager (oder beides) weniger Aufwand ist, als gleich eine Tauschachse einzubauen.
Ich hoffe Du kannst mit meinen unfachmännischen Beschreibungen etwas anfangen.

Grüße


Tobias
#52196
Hallo Jörg,

Ich hab grad weng mit meinem neuen EPC (nein nicht von Ebay - viel zu teuer) gespielt.
Ich kann Dir die Teileexplosionszeichnungen mailen. Die sind zwar vom 406, aber das ist ja vom Aufbau her das Gleiche. Dann verstehtst Du es sicher besser was ich oben versucht habe zu erklären.
Schick mir eine PN mit Deiner Email-Adresse.

Grüße aus dem schönen Frankenland


Tobias

PS: Wer hat sich schon einen Unimog gekauft um dann wissenschaftlich und technisch fundierte Abhandlungen drüber zu schreiben!!! :lol:
#52602
möchte mich auch mal mit einer Frage zum Thema einklinken. Habe am Wochenende mit meinem 406 gepflügt. Beim Pflügen gab es ein dauerndes Geräusch hinten links am Vorgelege( hörte sich nach Lager oder Zanräder an).
Nach dem ich den Pflug abgebaut und Allrad ausgeschaltet hatte, war das Geräusch weg. Hat jemand eine Idee. Habe das Öl noch nicht abgelassen. Mein 406 hat noch Trommelbremsen. Sind die Radlager nicht besonders haltbar, wenn schwere Geräte angebaut sind???

Ralf

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