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Alle drei bis fünf Jahre ist ein Facelift fällig, länger als acht Jahre hält sich heute keine Baureihe. Doch noch gibt es auch solche Automodelle, die über Jahrzehnte fast unverändert gebaut werden. Unter Geländewagen sind solche Dauerläufer besonders häufig.

Mercedes G-Klasse: 25 Jahre ohne auffällige Veränderungen
Stuttgart/Schwalbach - Die Lebenszyklen moderner Automodelle werden immer kürzer. Angesichts der zunehmenden Bedeutung des Designs und der Segmentbildung des Marktes sehen neue Autos heute früher alt aus als in vergangenen Zeiten. Während eine Modellgeneration einst bis zu einem Jahrzehnt halten konnte, ist mittlerweile bei fast allen Herstellern nach drei bis fünf Jahren ein Facelift und spätestens nach acht Jahren eine neue Baureihe fällig. Doch aller stilistischen Schnelllebigkeit zum Trotz halten sich am Markt einige Dauerläufer. Als \"Dinosaurier auf Rädern\" trotzen sie über Jahrzehnte neuen Trends und beugen sich allenfalls mit kleinen technischen Veränderungen den verschärften Zulassungsvoraussetzungen. Doch auch ihr Ende naht.

Besonders häufig sind die Dauerläufer unter den Geländewagen zu finden. Nach Angaben von Mercedes-Benz in Stuttgart feiert zum Beispiel die G-Klasse in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum - ohne dass man auf Anhieb das aktuelle Modell von einem Auto aus der ersten Serie unterscheiden könnte. Seit ihrem Debüt wurden laut Pressesprecher Jörg Zwilling fast 200.000 Exemplare verkauft. Im Jubiläumsjahr gibt es zwar eine weit aufgefächerte Modellpalette und das neue 350 kW/476 PS starke Topmodell G 55 von AMG. Dennoch ist nun das Ende in Sicht: Spätestens in drei Jahren soll nach Angaben aus Unternehmenskreisen auf der Plattform der künftigen M-Klasse ein neuer G entstehen.

Einen Jeep Wrangler wird es immer geben

Noch weiter zurück als die Wurzeln des G-Modells reicht die Geschichte des Land Rover Defender. Zwar wird der Wagen nach Angaben von Pressesprecher Paul Entwistle in Schwalbach/Taunus mittlerweile in der vierten Generation gebaut, doch die Nähe zum Original von 1948 hat der Wagen optisch wie technisch über 46 Jahre und 1,7 Millionen Einheiten buchstäblich verteidigt. Noch heute wird die kantige Karosserie aus Aluminium gefertigt und auf einem Leiterrahmen montiert. Auch das Cockpit zeigt die alten Züge. In Deutschland liegt der Fahrzeugbestand laut Paul Entwistle bei rund 15.000 Exemplaren, deren Besitzer sich frühestens in drei bis vier Jahren mit einem Nachfolger anfreunden müssen.

Jeep Wrangler: Irgendwann wird einen Nachfolger fällig
Dritter im Bunde der geländegängigen Klassiker ist der US-amerikanische Jeep Wrangler, der nach Angaben des Herstellers vom legendären Willy\'s Jeep des US-Militärs im Zweiten Weltkrieg abgeleitet wurde. In seiner aktuellen Form gibt es ihn laut Pressesprecherin Ruth Hucklenbroich in Berlin seit 1987. Seit dem Jahr wurden weltweit etwa 1,2 Millionen Stück verkauft. Ein Ende ist nicht in Sicht: Zwar werde irgendwann einmal ein Nachfolger fällig, \"doch einen Wrangler wird es in unserem Programm immer geben\", sagt Sprecher Ralf Glaser. Auch japanische Geländewagen wie der Toyota Land Cruiser, der Nissan Patrol oder der Mitsubishi Pajero haben eine vergleichsweise lange Bauzeit vorzuweisen.

Die neuen EU-Gesetze zum Fußgängerschutz machen den \"Dinos\" den Garaus

Auch in anderen Segmenten trotzen manche Fahrzeugkonzepte jedem Generationswechsel. So verkauft Mazda den Roadster MX-5 seit 15 Jahren. Laut Sprecherin Eva Glagau in Leverkusen wurden mehr als 700.000 Exemplare zugelassen. Dabei hat sich - von verbesserten Motoren, Sicherheits- und Komfortausstattungen abgesehen - bis auf den Verlust der Klappscheinwerfer über die Jahre kaum etwas geändert.

Doch bei aller Bewunderung für die technische und stilistische Haltbarkeit der Konzepte sowie aller Kundentreue sind bald auch die Tage der Dauerläufer gezählt. Nachdem immer neue Schadstoffgrenzwerte gerade noch erreicht werden konnten, machen nach Angaben von Land-Rover-Sprecher Entwistle die neuen EU-Gesetze zum Fußgängerschutz in den kommenden zwei Jahren den Dauerläufern den Garaus: \"Diese verschärften Anforderungen aus Brüssel sind mit den alten Konstruktionen technisch und wirtschaftlich nicht mehr zu erfüllen.\"

Von Thomas Geiger, gms
spiegel-online
#30994
Amen

Aber da wären noch mehr zu nennen, der LC z.B. hat sich zwar optisch und technisch deutlich verändert, aber zumindest ein paar Grundelemente sind erhalten geblieben.

Dem Defender trauere ich jetzt schon nach, Einzelaufhängung (eventuell sogar an allen Rädern) fehlender Rahmen ne ne ne ich verstehe LR nicht, was soll ihnen ein zweiter Freelander nützen?

Ok die Luftfederung hat was halbwegs sinniges aber trotzdem :mad:

Aber solange es den HZJ105 noch gibt ist noch Alles im Lot....

Grüße
Greenhorn
#30996
Der letzte \"Landy\" im Sinne des Landy ist die Serie 3.
Und seit die Sch*** Elektronik im G-Modell eingezogen ist, taugt er auch nur noch für die zivilisierte Wildnis des Großstadtdjungels.
Tja, die Originale werden knapp.

Thorsten
#31000
Wie gesagt der HZJ105 ist imo so eins.

Der Santana könnte eines werden (nur schade um die Briefkastenklappen)

Und für\'s dickere Portmonne bleibt ja noch der Uro .....

Und wenn alle Stricke reissen versucht man sich halt irgendwie einen Uri zu orgen ...

Solange die Welt noch nicht vollgeteert ist mach\' ich mir wenig Sorgen

Grüße
Greenhorn

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