Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Der Mogler steht im Vordergrund: Unimogtreffen, Ausfahrten, Berichte, TV-Tipps, Unimog-Witze.
#22296
Das fünfte Türchen
Und nicht verunsichern lassen. ;)

Mein neues Auto.


Ich bin seit neuestem stolzer Besitzer eines gebrauchten Jetta. Er war gar
nicht mal so teuer, und der Vorbesitzer hat mir einige Utensilien dazu
geschenkt. So etwas nenne ich vorbildliches Verhalten.
Zu den nützlichen Kleinigkeiten gehört ein niedlicher Wackeldackel, der die
Hutablage ziert. Leider kann er nicht in der Mitte platz nehmen, da sich auf
der Hutablage auch noch eine Toilettenrolle befindet. Diese ist allerdings
nicht auf Anhieb sichtbar, sondern befindet sich unter einem gestrickten
Klorollenschoner.
Den Klorollenschoner - er ist aus Baumwolle gehäkelt - konnte ich günstig
auf dem Flohmarkt kaufen.

Bisher komme ich mit dem Auto gut zurecht. Nur auf der Autobahn war es etwas
merkwürdig. Ich wurde ziemlich oft angehupt oder mit dem Fernlicht
angeblendet. Mir ist immer noch unklar wieso eigentlich. Vielleicht waren
die anderen Verkehrsteilnehmer nur erfreut, mal wieder ein so hübsches rotes
Auto zu sehen.

Es ist schon lange her, daß ich mich auf die Autobahn gewagt habe. Man hört
ja so viele schreckliche Sachen. Auffahrunfälle und so.
Jedenfalls bin ich auf die Auffahrt gefahren, habe mich vorsichtig bis zum
Ende der Auffahrt begeben, und blieb dort stehen, um eine Lücke zu
erwischen.
Zack, und los! Es war gefährlich, mir saß auf einmal ein Lkw im Nacken, und
er betätigte seine laute und durchdringende Hupe.

Mir wurde sofort klar, was ich falsch gemacht hatte. Ich benutzte die
falsche Spur. Offensichtlich war diese Spur für Lastkraftwagen reserviert.
Also zog ich hastig rüber und benutzte fortan die mittlere Spur. Ganz links,
wo diese furchtbaren Raser sind, nein, da wollte ich nicht hin. Und mit Lkws
wollte ich mich kein zweites Mal anlegen. Also blieb ich brav in der Mitte.
Ein bischen Stolz bin ich schon, ein so schönes Auto zu fahren. Als ich fast
90 km/h fuhr, sagte ich mir jedoch: \"sei nicht so leichtsinnig, man sollte
es nicht gleich übertreiben, und ließ mich ein wenig zurückfallen\"
Ich erinnerte mich noch daran, was Hildegard mir von ihrem Besuch in den
Staaten berichtete: \"keep the lane\".
Sie erzählte mir, daß es hierfür gute Grund gibt. Durch den Verzicht auf
hastige Spurwechsel werden Unfälle vermieden.

Nach einer halben Stunde verließ ich die Autobahn, kam durch eine herrliche
Landschaft vorbei, machte einen Spaziergang und trat wohlerholt und gelassen
den Rückweg an.
#22309
Ok, ein hab ich noch *g*
( nee, eigendlich noch ein paar... ) ;)


Des Forschers Heiligabend
oder: Deadline 24th December



Es ist schon still im Institut,
sogar das Telefax jetzt ruht.
In sanftem Licht bei schwachem Scheine
stehen die Terminals alleine.

Schneeflocken fallen leis\' und sacht\',
weil das der Bildschirmschoner macht,
ganz lautlos über\'n Monitor.
Kein Druckerschnarren dringt an\'s Ohr,
nur die Standby-Diode brennt
und flackert leicht. Es ist Advent.

Da schließt der Forscher ohne Eil\'
g\'rad\' noch sein letztes Backupfile.
Und als er legt die Akten hin,
geht ihm so manches durch den Sinn.
Er denkt an die Vergangenheit:
\"Von wegen gute alte Zeit!

Manch\' Stund\' hat man mit Zeug verbracht,
das heut\' der Rechner ruck-zuck macht.\"
Er denkt mit mitleidsvoller Mine
an Blaupapier und Schreibmaschine
und an das Warten auf die Post -
wochenlang von West nach Ost.

Heut\' mit dem Fax, da geht das fix,
und E-Mail erst: null-komma-nix,
schon sind die Daten über\'n Bus.
So kommt er zu dem festen Schluß:
\"Heut\' hat man\'s besser, keine Frage!\"
Und jetzt geht\'s in die Feiertage.

Er hatte sich fest vorgenommen,
nicht allzu spät nach Haus zu kommen.
Heiligabend muß vor allen Dingen
ihm Ruhe und Erholung bringen.
Doch als er sich zum Heimgeh\'n wandt\',
fällt ihm sein Schlüssel aus der Hand.

Und als er sich nach diesem bückt,
hat er ein Blatt Papier erblickt,
das unabsichtlich offenbar
zu Boden scheint\'s gefallen war.
\"Ach Gott,\" sagt er nach kurzem Lesen,
\"das hatte ich total vergessen.\"

Da geht\'s - er hat es gleich gecheckt -
um irgend so\'n EU-Projekt,
das lange schon mal ausgeschrieben.
Die Bewilligung war ausgeblieben,
doch nach Protesten und Beschwerden
kann es nun neu beantragt werden.
Ganz unten steht noch: \"Just remember:
Deadline: 24th December!\"

Zwar war im das nicht angenehm,
doch im Prinzip auch kein Problem.
Da er\'s schon mal beantragt hatte,
ist es gewiß noch auf der Platte.
Schnell raus mit E-Mail oder Fax.
Termineinhaltung ist ein Klacks.

Eine Kopie vom Erstantrag
noch in der Aktenmappe lag.
So denkt er: \"Da mach ich mir\'s leicht!
Der wird einfach nochmal eingereicht.
Nur\'s Datum ist nicht aktuell.
\"Na, kein Problem, das hab\'n wir schnell!\"

Trotzdem faßt er noch den Entschluß,
daß er zu Haus Bescheid sag\'n muß:
\'ne halbe Stund\' er später käme,
mehr Zeit das nicht in Anspruch nähme.
Das Telefon zu Haus belegt,
was unsern Forscher nicht erregt.

So schickt er halt\' ne Mail, ok,
an frau.forscher@t-online.de.
Nun froh an\'s Werk, jetzt wird sich g\'sputet,
mit frohem Pieps der Rechner bootet
und schon geht\'s rund, schnell wie ein Pfeil:
DOS, Windows, Word und Open File.

Doch eines ist jetzt schon fatal:
Wie hieß denn die Datei noch mal?
Schau\'n wir mal, was es da gibt.
Abkürzungen sind ja sehr beliebt:
wrzlbr.fmt und knrad.txt
es ist schon manchmal wie verhext.

Und man vernimmt ein leises Fluchen:
\"Ja Sakrament, da muß ich suchen.\"
Nach einer Stunde, in der Tat,
er die Datei gefunden hat.
Sie hieß \'test.doc\', es ist zum Flennen,
das hätt\' er sich ja denken können.

\"Na bitte,\" dachte er, \"das paßt!
Nur noch \'ne Kurzmessage verfaßt,
das File als Anhängsel attached
und dann ins Internet gequetscht.
Vorher wie immer den Login,
dann kriege ich das schnellstens hin.\"

Doch kommt es nicht ganz, wie er meint.
Denn was am Bildschirm da erscheint,
das hätt\' ihn beinah\' umgehaun.
Es steht da \"LOCAL NETWORK\'S DOWN!\"
Rasch die Hotline angewählt.
\"Das krieg\'n wir schon!\" - doch weit gefehlt:
das Rechenzentrum menschenleer,
am Heiligabend ist da keiner mehr.

Dann klingelt noch das Telefon.
Seine Frau mit lautem Ton
entfacht \'ne Diskussion sofort,
die schließlich endet mit dem Wort:
\"Dann heirat\' nächstens dein Büro!\"
Das stimmte ihn jetzt auch nicht froh.
Darauf versucht er einmal noch
den Login, denn vielleicht geht\'s ja doch.

Nach 10 Versuchen schmeißt er\'s hin:
\"Das hat doch alles keinen Sinn.
Dann eben nicht mit Internet,
das macht das Kraut jetzt auch nicht fett.
Stattdessen drucke ich es aus
und dann geht es per Fax hinaus.\"

Doch wieder unser Forscher irrt.
Er blickt den Ausdruck an verwirrt
und er muß zugeben, daß man
die Formeln nicht entziffern kann.
Den Grund dafür, den kennt er schon:
Das liegt sicher an der Word-Version.

Der Text mit WinWord 2 geschrieben
ist nicht ganz up-to-date geblieben.
Dies Manko wird eliminiert,
indem man Filter installiert,
ein paar Fonts zusätzlich lädt,
darauf in die win.ini geht,
dort zwei drei Einträge editiert
und dann reg.dat modifiziert.

Zuletzt dann schließlich dreimal booten,
das dauert nur ein paar Minuten.
Nach drei Stunden hin und her
lief dann überhaupt nichts mehr:
Kein Word, kein Windows und kein DOS.
Frustriert der Forscher d\'rauf beschloß,
den Rechner nunmehr abzuschalten
und zu versuchen, nach der alten
Tippex- und Schreibmaschinenweise
den alten Antrag still und leise
zu retouchier\'n und wegzuschicken.
Das sollt\' ihm heute doch noch glücken.

20 vor zwölf war es geschafft.
Der Forscher völlig abgeschlafft,
mehr wankt er schon, als daß er geht,
schnurstracks bis zum Faxgerät.
Den Antrag in den Einzugschacht,
gewählt, doch - wer hätt\' das gedacht -
hört er nur das Besetzt-Signal
und\'s Display zeigt: \"ERNEUTE WAHL\".
Und so probiert erneut er \'s wieder,
die Laune ist total darnieder.

Beim zehnten Anlauf endlich dann
springt die Übertragung an.
Dem Forscher geht nur durch den Sinn:
\"\' s ist zwei vor zwölf, das haut noch hin!\"
Wie er sich freut, nah\'zu unbändig,
zeigt\'s Display: \"SENDUNG UNVOLLSTÄNDIG\".

Es kracht die Faust, die keiner hält,
zack-bumm auf das Bedienungsfeld.
Und bei diesem Faustschlag im Affekt
ist\'s Faxgerät total verreckt.
Es trifft dies unsern Forscher schwer:
Jetzt ist es aus, jetzt geht nichts mehr!

Am Boden liegend sieht er dann
das Blatt Papier, mit dem\'s begann.
Fast rasend schnaubt er: \"Just remember:
Deadline 24th December!\"
Als er das Blatt zerreißen will,
wird er mit einem Male still.
Da sieht er, daß es in der Tat
auch rückseits noch was stehen hat.
Da steht - das sieht er jetzt ganz klar -
\"Wiederholungsanträge bis Ende Januar.\"

Perplex steckt er nun den Antrag
einfach in einen Briefumschlag,
Adresse d\'rauf und, ohne Drang,
ab damit in den Postausgang.
Schwer hat der Abend ihn geplagt,
doch jetzt scheint\'s endlich abgehakt,
und er tritt unverzüglich dann
den wohlverdienten Heimweg an.

Busse fahr\'n zwar längst nicht mehr,
doch nimmt der Forscher das nicht schwer
und er beschließt zu Fuß zu laufen,
um gute, frische Luft zu schnaufen.
Ganz still ist es um diese Zeit,
die Landschaft liegt im Winterkleid,

Schneeflocken fallen sacht und leis\',
rings um ihm her nur tiefes Weiß.
Man hört nichts Lautes, und im Dunkeln
vereinzelt ein paar Sterne funkeln.
Auf seinem langen Weg nach Haus\'
kramt manch\' Erinnerung er aus.
Viel fällt ihm ein, während es schneit,
aus der guten alten Zeit.
#22349
Das sechste Türchen
So kurz vor dem zweiten Advent sollten wir auch mal an unsere älteren Community-Mitglieder wie
Ulli, Helmut oder Karl denken und überlegen, wie wir ihnen zu Weihnachten eine kleine Freude machen können.


[Geräusch eines Chores] \"Macht, dat ihr da wegkommt, Gülle-Lerchen!\" Der Singkreis des Landfrauenvereins Heringsmoor war nur einer von zahlreichen Vortragsgruppen und Einzelkünstlern, die wochenlang vergeblich versuchten, in das städtische Seniorenstift am Höcklager Industrieweg einzudringen.
Dem inneren Drang, alten Menschen zur Weihnachtszeit eine Freude zu machen, stand immer wieder die kompromisslose Abwehrbereitschaft der Heiminsassen gegenüber, die es leid sind, als Publikum für Amateuraufführungen herhalten zu müssen.
So jedenfalls erklärt es der 89-jährige Josef Roehrmöller als Sprecher des Ältestenrates \"Ja, wir wollen hier vor Weihnachten einmal in Ruhe Kaffee trinken und nicht dauernd dies Gejidel und Gefiedel anne Ohren haben. Und wenn das im Guten nicht geht, dann müssen wir Maßnahmen ergreifen.\"

Maßnahmen, die sich am Anfang nur auf die hermetische Abriegelung des Gebäudekomplexes beschränkten. Roehrmöllers Erfahrungen als Infanterist 1943 im Kessel von Tscherkassy, als seine Kameraden in einer ähnlich verzweifelten Situation waren, kommen jetzt den Heimbewohnern zu Gute.
Die wuchtigen Eichenmöbel vor den Außentüren, Stacheldrahtrollen vor den besonders gefährdeten Souterrainfenstern sowie verschweißte Sieldeckel im Kellerbereich reichten jedoch schon bald nicht mehr aus.

Rund um die Uhr wurden Heimbewohner zum Wachdienst eingeteilt: \"Ja, Die Probleme sind praktisch Tag und Nacht, nich.
Morgens fallen schon die Plagen vonner Gesamtschule über uns her mit ihrem Flötenkreis, die fiepen hier rum mit \"Mach hoch die Tür\" und \"Klingglöckchen\" und alles falsch und durcheinander. Dat ist nicht zu ertragen.
In der Mittagsstunde haben wir denn meistens diese Trampeltänzer von Trachtenverein Struchtrup, die will keiner mehr sehen, aber mit uns kann man es ja machen.\"
Besonders kritisch wird es am Abend, wenn die Aufmerksamkeit der alten Menschen nach einem langen Wachdienst zu erlahmen droht. Dann nämlich pirscht sich im Schutz der Dunkelheit der Jagdbläserchor \"Hubertus\" aus Niederstenbreckelwede heran. \"Ja, die tröten hier \"Die Sau ist tot\", wenn unsereiner in Ruhe fernsehen will. Und da bin ich denn zum ersten Mal mitm Schrotdrilling dazwischen gegangen, nej.\"

Nicht minder gefürchtet ist unter den Senioren die \"Schöppenwesseler Speeldeel\" mit ihrem niederdeutschen Schwank \"Krach um Jolante\", die aber in diesem Jahr - wenn auch gegen ein empfindlich hohes Schweigegeld - wieder abzog.

Doch nicht immer lassen sich die vorweihnachtlichen Besucher so einfach und unkompliziert abwehren: Der Shanty-Chor Ankumersiel mit seinem Adventsrepertoire wie \"Christus war ein Steuermann\" oder \"Wir lagen auf Kiel vor Bethlehem\" ließ sich aus Hubschraubern auf das Flachdach des Speisesaals absetzen, in der vergeblichen Hoffnung, durch einer Lüftungsschacht zur besinnlichen Kaffeetafel vorzudringen.

Nach 25 Jahren Heimerfahrung kennt Opa Roehrmöller inzwischen alle Tricks: \"Ja wir hatten die Tage einen hier, der gab sich als Klempner aus, und wollte nache Heizkörper kucken, und ich denk noch: Da ist doch wat faul! Mache ne Taschenkontrolle und siehe da: Kein Werkzeug und nix, statt dessen aber dieser elende Gedichtband \"Wiehnacht op de Hallig\". Damit wolle er uns hier den Abend versauen, und jetzt kommen Sie!\"

Schlussendlich waren alle Anstrengungen der alten Leute umsonst. Am frühen Nachmittag des 2. Advent hielt die Schweißnaht der Feuertür zum Barbituratlager dem karitativen Ansturm nicht mehr stand. Die tapferen Bewohner des Seniorenstifts wurden von der vorweihnachtlichen Stimmung doch noch eingeholt. [Geräusch von vielen Chören gleichzeitig]

\"Gesamte Seniorenschaft vorrücken! Zwei Mann anne Ausgänge! Vordertüren bewachen! Frauen zuerst raus! Feuer frei!\"

Aus Stenkelfeld
#22354
Ich secht noch, iik habs ja komme sehn.
Bin dabei, mit meine Mogs als Trutzwall um meine Hütte zu rangieren. Ein gutes Argument, meiner Frau die Notwendigkeit der ganzen Mogs auf der Wiese plausiebel zu machen. Aber der Gesangverein \"Halbe Lunge\" grölte so entsetzlich, an einem 417 sind alle Scheiben geborsten und der einarmige Geiger fiedelte so erbärmlich, das hat´s dem Teil doch glatt die Vorderachse gebogen. am schlimmsten fand ich das Weihnachst-Oratorium, vorgetragen vom Taub-Stummen-Chor, jetzt ist das Getriebegehäuse auch geborsten.
Un ik secht noch zu de Olle, Frau wenn det man jut jeht. Aba so is et nu ma, wenn alle die olten mal en Lied trällern woll´n
Gruß Helmut
#22359
Ein hab ich noch ;)


LITTLE CHRISTMAS GEDICHT

When the last Kalendersheets
flattern through the winterstreets
and Dezemberwind is blowing
then ist everybody knowing
that it is not allzuweit
she does come the Weihnachtszeit

All the Menschen, Leute, people
flippen out of ihr warm Stüble
run to Kaufhof, Aldi, Mess
make Konsum and business,
kaufen this und jene things
and the churchturmglocke rings.

Manche holen sich a Tännchen
when this brennt they cry \"Attention\".
Rufen for the Feuerwehr
\"Please come quick to löschen her!\"
Goes the Tännchen off in Rauch
they are standing on the Schlauch.

In the kitchen of the house
mother makes the Christmasschmaus.
She is working, schufts and bakes
the hit is now her Joghurtkeks
and the Opa says als Tester
\"We are killed bis to Silvester\".
Then he fills the last Glas wine-
yes this is the christmastime!

Day by day does so vergang
and the holy night does come
you can think, you can remember
this is immer in Dezember.

Then the childrenlein are coming
candle-Wachs is abwärts running.
Bing of Crosby Christmas sings
while the Towerglocke rings
and the angels look so fine
well this is the Weihnachtstime.

Baby-eyes are kugelrund
the family feels kerngesund
when unterm Weihnachtsbaum they\'re hocking
then nothing can them ever shocking.
They are happy, are so fine
this happens in the christmastime.

The animals all in the house
the Hund, the Katz, the bird, the Maus,
are turning round the Weihnachtsstress,
enjoy this as never nie
well they find Kitekat and Chappi
in the Geschenkkarton of Papi.

The family behins to sing
and wieder does a Glöckchen ring.
Zum Song vom grünen Tannenbaum
the Tränen rennen down and down.
bis our mother plötzlich flennt
\"The christmas-Gans im Ofen brennt!\"
Her nose indeed is very fine
ENDE OF THE WEIHNACHTSTIME
#22381
Das siebente Türchen

So kurz vor dem Jahresende wird es Zeit den nächsten Urlaub zu planen.
Nur keine Fehler machen.

Aldi-Süd

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sich ihre Tageszeitung in den Urlaub nachschicken lassen. Da beschleicht mich das Gefühl, gar nicht richtig weg von zu Hause zu sein. Weil ich aber über den Lauf der Dinge in der Welt einigermaßen informiert sein will, kaufe ich mir im Urlaub - und nur dann - regelmäßig die Bild-Zeitung.
So saß ich an einem Freitagmorgen an der kroatischen Adria lesend beim Frühstück, als mein Blick auf eine Anzeige in mir wohlbekanntem Stil fiel. Unter der Überschrift „Aldi informiert“ war genau der Häcksler abgebildet, der ein Jahr zuvor schon einmal im Angebot war. 2200 Watt für Äste mit einem Durchmesser von bis zu sechs Zentimetern. Fünf Aldi-Filialen hatte ich damals abgeklappert - vergeblich. Der einzige Trost war, daß sich solche Angebote bei Aldi wiederholen - man muß nur ein wenig abwarten. Und jetzt war genau dieser Häcksler wieder im Angebot - nur, daß ich jetzt auf dem Balkan saß und keine Chance hatte, da heranzukommen.
Wortlos reichte ich meiner Frau die Zeitung und deutete auf die Anzeige.
„Das gibt´s doch nicht“, entfuhr es ihr, woraufhin ich nur zustimmend nicken konnte. Ungläubig schüttelte sie den Kopf und wir schauten beide eine Weile stumm über unseren Frühstückstisch hinweg auf die Mobilhomes der Nachbarn.
„Und jetzt?“ fragte meine Frau.
„Ja wie: und jetzt.“
„Wir könnten Deine Schwester anrufen.“ Wieder hatte meine Frau eine ihrer praktischen Ideen, die uns schon aus vielen Notlagen herausgerettet hatten. Nur hatte diese eine Haken.
„Meine Schwester ist Aldi-Nord.“ sagte ich.
„Scheiße“, sagte meine Frau.
In dieser Laune verbrachten wir den Rest des Tages. Beim gemeinsamen Grillen am Abend erwähnte ich beiläufig meine Entdeckung in der Bild-Zeitung.
„Der Häcksler von letztem Jahr?“, fragte Klaus aus Hanau, der mit seiner Familie im Mobilhome neben unserem wohnte.
„Ja, genau der. 2200 Watt. Äste bis sechs Zentimeter. Für 99 Euro.“
Wie sich herausstellte, hatte Klaus im letzten Jahr das selbe Schicksal getroffen. Ob wir die Bild-Zeitung noch hätten, fragte er. Ich bat die Kinder, im Altpapier nachzusehen und zwei Minuten später hatten sie die Blätter in der Hand.
Klaus nahm die Zeitung und zeigte die Anzeige wortlos seiner Frau.
„Der Dampfstrahler!“, entfuhr es ihr.
So genau hatten wir uns die Anzeige gar nicht angesehen. Aber offenbar brannte Aldi-Süd gerade ein ganzes Feuerwerk an Sonderangeboten von Garten-Artikeln ab. Auch die Polsterauflagen waren wieder im Angebot.
„Wir hatten schon überlegt, Daniels Schwester anzurufen,“ sagte meine Frau. „Aber die ist Aldi-Nord.“ Mitfühlende Blicke trafen uns aus der Runde.
Es wurde ein ruhiger Abend, früher als sonst räumten wir zusammen und wünschten uns eine gute Nacht. Aber an Schlaf war nicht zu denken. Mit offenen Augen lag ich an der Seite meiner Frau.
„Wie weit ist es eigentlich bis zur deutschen Grenze?“ fragte sie plötzlich.
„Ungefähr 450 Kilometer“, sagte ich.
„Meinst Du, Du schaffst das an einem Tag hin und zurück?“
„Klar“, sagte ich, erleichtert darüber, diesen Vorschlag nicht selber gemacht zu haben und von ihr möglicherweise als völlig gestört abgestempelt zu werden. Sie drehte sich zu mir um, zog mich zu sich heran und küßte mich auf den Mund.
„Du bist ein Schatz!“ Das sagt sie nicht sehr oft.
Am nächsten Morgen weihten wir unsere Urlaubsfreunde ein.
„Wir können den Häcksler für Euch mitbringen,“ schlug ich vor.
„Und den Dampfstrahler“, strahlte Marianne - Klaus´ Frau.
Die Nachricht von unserer Expedition verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Sonntag nacht um zwei Uhr verließ schließlich ein Konvoi aus drei Kombis und einem Minivan mit insgesamt acht Fahrern, ausgerüstet mit detaillierten Einkaufslisten von vierundzwanzig Familien den Campingplatz in Richtung deutsche Grenze. Montag morgen um halb acht hatten wir deutschen Boden erreicht und eine Viertelstunde später den Parkplatz der Freilassinger Aldi-Filiale besetzt, wo wir uns direkt vor der Eingangstür in Position brachten.
Vollgepackt mit Häckslern, Dampfstrahlern, Vertikutiergeräten und Polsterauflagen machten wir uns zwei Stunden später wieder auf den Rückweg. Mit großen „Hallo“, kühlem Bier und saftigen Steaks wurden wir begrüßt. Die Urlaubsstimmung war wieder hergestellt.
Zwischen die Kartons muß aber irgendwie der Aldi-Prospekt für die zweite Wochenhälfte gerutscht sein. Als meine Frau diesen interessehalber aufschlug, wurde ihr Gesicht aschfahl.
„Was ist los?“ fragte ich. Zur Antwort hielt sie mir den Prospekt entgegen und konnte nur drei Worte über ihre Lippen bringen:
„Die Latex-Matratze...“
Dieses Jahr haben wir drei Wochen Westerwälder Seenplatte gebucht - mitten in Deutschland. Der Campingplatz ist ideal gelegen: nur drei Kilometer bis zur nächsten Aldi-Nord- und fünf Kilometer bis zur nächsten Aldi-Süd-Filiale. Wir freuen uns jetzt schon auf die Angebote.

© by Stefan Schrahe, Juli 2002
#22383
Ich hab noch so einen halb Englisch halb Deutsch :D

When the snow falls wunderbar
And the children happy are,
When the Glatteis on the street,
And we all a Glühwein need,
Then you know, es ist so weit:
She is here, the Weihnachtszeit

Every Parkhaus ist besetzt,
Weil die people fahren jetzt
All to Kaufhof, Mediamarkt,
Kriegen nearly Herzinfarkt.
Shopping hirnverbrannte things
And the Christmasglocke rings.

Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...

Mother in the kitchen bakes
Schoko-, Nuss- and Mandelkeks
Daddy in the Nebenraum
Schmücks a Riesen-Weihnachtsbaum
He is hanging auf the balls,
Then he from the Leiter falls...

Finally the Kinderlein
To the Zimmer kommen rein
And es sings the family
Schauerlich: \"Oh, Chistmastree!\"
And the jeder in the house
Is packing die Geschenke aus.

Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...

Mama finds unter the Tanne
Eine brandnew Teflon-Pfanne,
Papa gets a Schlips and Socken,
Everybody does frohlocken.
President speaks in TV,
All around is Harmonie,

Bis mother in the kitchen runs:
Im Ofen burns the Weihnachtsgans.

And so comes die Feuerwehr
With Tatü, tata daher,
And they bring a long, long Schlauch
And a long, long Leiter auch.
And they schrei - \"Wasser marsch!\",
Christmas is - now im - Eimer...

Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...
#22423
Das achte Türchen.

Von dem Geld, das ich mir am Samstag als Chauffeur vom Nikolaus verdient habe, sind wir gestern gemütlich essen gegangen. Das die Wurst vom Bratwurst-Bitzel nicht die Beste ist, hatte ich ja schon gehört. Aber Bratwurst aus der Mikrowelle erfordert nun mal gewisse grundsätzliche Fähigkeiten mit der Technik.
Die folgenden Überlegungen unterstütze ich daher nachdrücklich.

Die Mikrowellen-Kompetenz

Wer einmal bei Freunden eingeladen war, die ihr Essen mit der Mikrowelle zubereiten, wer es in einer Kneipe einmal gewagt hat, in schaudernder Erinnerung an den letzten vermanschten Kneipen-Salat etwas anderes als Salat essen zu wollen, der weiss, was fehlende Mikrowellenkompetenz fuer katastrophale Folgen hat.

Die Mikrowelle gehoert inzwischen zur Grundausstattung fast eines jeden Haushalts. Schnellimbissbuden, Kneipen und selbst Restaurants bis hin zu Sterne-Kuechen bedienen sich jener wunderbaren Erfindung, die Zeit und Energie spart und das Essen unterschiedlichster Speisen zu einem fuer Stunden unvergesslichen Erlebnis macht. Sie koennte eine so segensreiche, volkswirtschaftlich lobenswerte Einrichtung sein, wenn die Menschen, welche die Mikrowellenherde bedienen, die entsprechende Mikrowellenherdkompetenz haetten in der Schule erwerben koennen. Sollte sich aber der gegenwaertige Zustand perpetuieren, drohen ungeahnte Gefahren fuer die Volksgesundheit, und der soziale Frieden waere ernsthaft gefaehrdet, wenn immer mehr Menschen mit geschmacksloser, nicht hinreichend durchwaermter und lieblos angerichteter Nahrung in einen Zustand permanenter Frustration versetzt wuerden.

Deutschland hat hier wieder einmal Nachholbedarf, selbst gegenueber Schwellenlaendern wie Brasilien, ganz zu schweigen von den USA und Japan, wo die Kinder teilweise schon im Vorschulalter lernen, eine Mikrowelle zu bedienen.

Doch was in der Vergangenheit versaeumt wurde, koenne noch nachgeholt werden, auch unter den Bedingungen restriktiver Haushaltsfuehrung und knappen Personals in der Schule, meint die Landesregierung, wenn nur (in den Worten unseres obersten Repraesentanten) ein \"Ruck\" durch dieses Land ginge.

\"Waere nicht zunaechst in den Hauptschulen die Mikrowellenkompetenz anzustreben?\" fragt der Philologenverband. \"Gymnasiasten sollen sich ein Bildungsniveau erarbeiten, das es ihnen spaeter einmal ermoeglicht, Mikrowellenkompetenz zu mieten oder zu kaufen.\"

Antwort des SPD-Bildungsexperten: \"Der Philologenverband argumentiert realitaetsfern. Es gibt keine Forschungsergebnisse, die eine signifikante Haeufung von Mikrowellenmissbrauch bei TaeterInnen mit Hauptschulabschluss belegen koennten. Jene Hunde, die zum Trocknen in die Mikrowelle gesteckt wurden und dann elendig explodierten, waren vom Rassetypus her eher typische Mittelschichthunde.

Empirisch belegt ist auch bei Mittel- und Oberschichtfrauen eine gewisse Technikfeindlichkeit, die aus Resten bildungsbuergerlichen Denkens gespeist wird.

Im uebrigen gilt fuer NRW, dass die Reproduktion einer Klassengesellschaft qua Bildungssystem sich dank der gelegentlichen Einfuehrung der Gesamtschule ueberlebt hat, ja selbst von einer Klassengesellschaft kann infolge der sozialdemokratischen Bildungsarbeit nicht mehr gesprochen werden. Auch bei der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung konnte sozialdemokratische Bildungspolitik grosse Erfolge erzielen.\"

Es erschiene also konsequent, die Mikrowellenherdkompetenz analog zu anderen Innovationen zunaechst flaechendeckend in der Gesamtschule anzustreben, um dann die dadurch gewonnenen paedagogischen und organisatorischen Erfahrungen auf die uebrigen Schulformen anzuwenden.

Dem stuenden aber Untersuchungen entgegen, die bewiesen, dass die Mehrzahl der im Bereich der Gastronomie taetigen inkompetenten Mikrowellenbediener jobbende GymnasiastInnen oder Personen mit Gymnasialabschluss seien, die infolge der praxisfernen Ausbildung keinen Bezug zur modernen Technik haetten. Es muesse also darum gehen, die Defizite zunaechst im gymnasialen Bereich abzubauen.

Nach Ansicht der Landesregierung kann es aber nicht schaden, die Gesamtschulen flaechendeckend praeventiv mit Mikrowellenherden auszustatten. Folgt man den o. a. Untersuchungen, haben GymnasiastInnen naemlich auf Grund ihres haeuslichen Umfeldes viel leichteren Zugang zu Mikrowellenherden, waehrend GesamtschuelerInnen darauf angewiesen sind, dass die Schule die Geraete zu Verfuegung stellt.

Mikrowellenkompetenz (im folgenden aus Gruenden der Papiereinsparung als \"Mikro-Kompetenz\" abgekuerzt) laesst sich laut neuestem Runderlass der Bezirksregierungen nur in einem sinnvoll organisierten innovativen faecheruebergreifenden Unterricht erreichen. Hinsichtlich der Loesung organisatorischer Probleme wird auf die einschlaegigen Verfahren bei vergleichbaren Projekten in den letzten Jahren verwiesen.

Neben der Beteiligung moeglichst vieler Faecher des gymnasialen Bildungskanons (Biologie, Chemie, Physik, Deutsch, Griechisch, Politik, Sport und Musik, aber auch Religion bzw. Praktische Philosophie) muesse auch gewaehrleistet sein, dass die Maedchen weder durch die Anwesenheit von Jungen in technizistischer Anmassung dominiert wuerden noch von sich aus in die als naturhaft empfundene Hausfrauenrolle abglitten. Dafuer sei eine Trennung nach Geschlechtern im faecheruebergreifenden Unterricht zur Erlangung der Mikro-Kompetenz unerlaesslich.

Die Massnahmen zur Foerderung der Mikro-Kompetenz sind auf Vorschlag der Landesregierung kostenneutral durchzufuehren. Deren Politik sei trotz des neuen Ministerpraesidenten von dem Willen getragen, die Schulen als kommerzfreie Raeume zu erhalten. In den Verhandlungen der Schulleitungen mit eventuellen Sponsoren (bislang nur Siemens) sei darauf zu achten, dass die Bereitstellung von UEbungsgeraeten ohne kommerzielle Hintergedanken geschehe. Die Namen der Hersteller auf den Geraeten zu belassen, erscheine zumindest dann unbedenklich, wenn es sich um deutsche Firmen handele. Als Grundausstattung genuege zunaechst einmal pro Gymnasium ein Raum mit zwei Mikrowellenherden, weil die Garzeiten extrem kurz seien und somit viele Schuelerinnen und Schueler ihr Essen hintereinander garen koennten.

Weiterbildungsmassnahmen der Lehrerschaft koennten bei der derzeitigen angespannten Haushaltslage nur kostenneutral durchgefuehrt werden. Es werde davon ausgegangen, dass das Lehrergehalt auch nach den juengst beschlossenen Kuerzungen noch eine sogenannte \"Mikro-Zulage\" beinhalte, die fuer den Kauf eines UEbungsgeraetes vorgesehen sei. (Einem Bonmot des Finanzministers zufolge habe diese Zulage mit den Mikrowellen etwas gemeinsam: sie sei unsichtbar, aber trotzdem wirksam.)

Gegen diese Sicht der Dinge wandten sich die Sprecher der Lehrerverbaende gestern unabhaengig voneinander. Die Anschaffung einer Mikrowelle sei ohnehin durch die Ausweitung der Lehrerarbeitszeit notwendig geworden, behauptete die GEW, waehrend der Philologenverband die fehlende steuerliche Absetzbarkeit beklagte.

Das Landesinstitut in Soest sucht ab sofort bewaehrte Mikro-PaedagogInnen (Bewerbungen bitte umgehend auf dem Dienstweg an die zustaendige Bezirksregierung. Die BewerberInnen muessen entweder eine hohe Qualifikation nachweisen oder bereits mindestens zehnmal mit dem Dezernenten/der Dezernentin in der Regierungskantine oder im Landesinstitut Soest gespeist und ueber das Essen gefachsimpelt haben. Bei gleicher Eignung werden Frauen bevorzugt.) Diese Multiplika-Toren sollen im Sinne des life-long-learning wirken, um im Rahmen einer ausserhalb der Unterrichtszeit stattfindenden schulinternen Fortbildung zunaechst einmal die Mikro-Kompetenz der Lehrenden auf den erforderlichen Stand zu bringen. Fuer Paedagogen, denen dieses Angebot noch nicht ausreicht, wird auf dem NRW-Bildungsserver eine Hotline (0190er Nummer) eingerichtet, die waehrend der unterrichtsfreien Zeit durchgehend von 11-13 Uhr erreichbar sein soll.

Um den gefaehrlichen technologischen Rueckstand Deutschlands moeglichst schnell aufzuholen, soll bereits im Schuljahr 2004/05 mit dem Mikro-Technologie-Unterricht (MTU) begonnen werden. Selbstverstaendlich duerften nur durch Fortbildung qualifizierte Kraefte den Unterricht durchfuehren.

Mit den Fortbildungsmassnahmen werde ebenfalls im naechsten Schuljahr begonnen. Die ersten regionalen Kurse, an denen pro Schule maximal eine Lehrkraft teilnehmen koenne, sollen in den Herbstferien angeboten werden. (Anreisekosten sollen vorbehaltlich einer Haushaltssperre erstattet werden). Diese PaedagogInnen seien dann fuer die schulinterne Weiterbildung zusammen mit den ModeratorInnen verantwortlich, hiess es gestern in der Pressekonferenz der Landesregierung, die unter dem Motto \"Heiss auf Bildung\" stand.

von Hans Hartings
#22439
Ist zwar ein wenig spät, da schon der 2te Advent durch ist...


Weihnachtskerze
Sonntag, 1. Advent

10:00 Uhr:
In der Reihenhaussiedlung Önkelstieg lässt die Rentnerin Erna B. durch ihren Enkel Norbert drei Elektrokerzen auf der Fensterbank ihres Wohnzimmers installieren. Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus. Die Freude ist groß.

10:14 Uhr:
Beim Entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Ottfried P. die provokante Weihnachtsoffensive im Nebenhaus und kontert umgehend mit der Aufstellung des zehnarmigen dänischen Kerzensets zu je 15 Watt im Küchenfenster. Stunden später erstrahlt die gesamte Siedlung Önkelstieg im besinnlichen Glanz von 134 elektrischen Fensterdekorationen.


19:03 Uhr:
Im 14 km entfernten Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage registriert der wachhabende Ingenieur irrtümlich einen Defekt der Strommessgeräte für den Bereich Stenkelfeld-Nord, ist aber zunächst noch arglos.


20:17 Uhr:
Den Eheleuten Horst und Heidi E. gelingt der Anschluss einer Kettenschaltung von 96 Halogenfilmleuchten durch sämtliche Bäume ihres Obstgartens an das Drehstromnetz. Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestbau.


20:56 Uhr:
Der Discothekenbesitzer Alfons K. sieht sich genötigt, seinerseits einen Teil zur vorweihnachlichen Stimmung beizutragen, und montiert auf dem Flachdach seines Bungalows das Laserensamble \"Metropolis\", das zu den Leistungsstärksten Europas zählt. Die 40 Meter hohe Fassade eines angrenzenden Getreidesilos hält dem Dauerfeuer der Nikolausprojektion mehrere Minuten stand, bevor sie mit einem hässlichen Geräusch zerbröckelt.


21:30 Uhr:
Im Trubel einer Julklubfeier im Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage verhallt das Alarmsignal aus Generatorhalle 5.


21:50 Uhr:
Der 85jährige Kriegsveteran August R. zaubert mit 190 Flakscheinwerfern des Typs \"Varta Volkssturm\" den Stern von Betlehem an die tiefhängende Wolkendecke.


22:12 Uhr:
Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und sommerlicher Bekleidung irrt verängstigt durch die Siedlung Önkelstieg. Zuvor war eine Boing 747 der Singapor Airlines mit dem Ziel Sydney versehentlich in der mit 3000 bunten Neonröhren gepflasterten Garagenzufahrt der Bäckerei Bröhrmayer gelandet.


22:37 Uhr:
Die NASA-Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Milchstraße Bilder einer angeblichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel. Die Experten in Houston sind ratlos.


22:50 Uhr:
Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Kohlekraftwerkes Sottrup-Höcklage. Der gesamte Komplex mit seinen 30 Turbinen läuft mit 350 Megawatt brüllend jenseits der Belastungsgrenze.


23:06 Uhr:
In der taghell erleuchteten Siedlung Önkelstieg erwacht die Studentin Bettina U. und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen. Um genau 23:12 betätigt sie den Schalter ihrer Kaffeemaschine.


23:12:14 Uhr:
In die plötzliche Dunkelheit des gesamten Landkreises Stenkelfeld bricht die Explosion des Kohlekraftwerks Sottrup-Höcklage wie Donnerhall. Durch die stockfinsteren Ortschaften irren verstörte Menschen, Menschen wie du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war.
#22466
Das neunte Türchen.

Sonntag Nachmittag. Der Ebay-Zock.

Sitz ich am Sonntag vor meinem Rechner und überlege, wie ich meinen Mog wieder auf die Reihe kriege. Ich brauche unbedingt einen Ersatzteil-Erfolg, wenn ich auch in Zukunft Reparaturgelder aus dem Haushaltsfond abziehen will. Hinter mir kräht Tochter Nummer 3, zwei Jahre alt. Hat wohl Hunger oder ihr ist langweilig. Halblinks hinter mir sitzt Tochter Nummer 1, 9 Jahre alt, an den Hausaufgaben, während Tochter Nummer 2, 7 Jahre alt, Nummer1, Frederike, mit Duplosteinen bewirft. Die Mutter dieser Kinder ist seit einer Stunde verschwunden. Die \"komplette Vorderachse\" im Ebay mit dem linken Auge, beobachte ich mit dem Rechten, was so ein bisschen Turnen bei den Kleinen doch für eine erstaunliche Körperbeherrschung hervorruft. Jeder Wurf ein Treffer.

Auf dem Rechten Auge bahnt sich etwas an. Die Große zieht die Beine an, und legt sie auf die Kante des Bürostuhls, der binnen zehntel Sekunden unter dem Esstisch hervorgeschossen kommt. Auch gut gezielt. Das linke Auge streift die \"zwei Steckscheiben im neuwertigen Zustand\", während der Bürostuhl die Nummer 2, Berit, zwischen sich und der Anrichte einklemmt. Gar nicht schlecht die Kleinen. Bevor lautes Protestgeschrei anhebt, versuche ich bei den Kindern etwas Verständnis zu erwecken.
„Hört mal zu“ sag ich „Der Papa hat hier ein Problem, und da könntet ihr doch ...“. Bin jetzt bei einer Riemenscheibe für 256,50. Unbearbeitet. Auch Unfug. Alles ausgekocht. Da trifft mich ein Achter Duplo am Hinterkopf.

Jetzt reicht es. Ich schnelle rechts rum, und erkenne sofort, das Berit das Unrecht ihres Tun erkannt hat und die Flucht ergreift. Das lasse ich mir nicht bieten. Ein Sprung ... und ich dappel auf das Untergestell des zerlegten Bollerwagens, der was weiß ich warum, hier rumsteht. Der Weg durch das Zimmer ist schnell genommen. Elegant kriege ich die kleine Kurve zur Küche. Am Vorratsregal komme ich allerdings nicht mehr vorbei. Fürchterlicher Schlag. Gottseidank höre ich kein Holz splittern. Solide gebaut. Bin ja schließlich Hobbyschreiner. Und der Schmerz im Knie vergeht, als ich nach oben gucke und sehe, das sich die Blechschüssel mit den Erbsen, die da oben zum Auftauen steht, langsam über die Regalkante arbeitet.

Nur Sekunden später komme ich wieder zu mir. Die Kinder sind liebevoll um mich bemüht. Na, die haben auch was gut zu machen.
Während Frederike mir einen kalten Waschlappen auf die Stirn hält, und Nummer 2, Berit mir eine Melitta Haushaltsrolle unter den Kopf schiebt, versucht Thordis meine Beule, die sich unter dem Waschlappen gebildet hat, mit Duplosteinen wieder kleinzuklopfen.
„Der Papa ist in letzter Zeit so aufgeregt“ Berit. „So was hat ihm doch sonst nichts gemacht, an Tagen wo frei ist“

Mühsam helfen mir die lieben Kleinen zum Küchentisch. „Papa, Papa“ Frederike. „Geht’s wieder besser ?“
„Ja, ja“ sag ich. „Aber wir müssen jetzt einen Plan machen“ sag ich. „Ohne einen gut laufenden Mog, kann ich einpacken. Die Mama erlaubt mir nie nich, mit dem AL28 anzufangen, wenn der Mog nicht Tip-Top läuft.“
„Du kannst eben nicht Ebay zocken“ sagt die Große. „ Ich sehe dir sofort an wenn du denn schwarzen Peter hast“ sagt sie. „Ich weiß sogar welche Karte“ „Ja aber“ sag ich. „neulich der Kompressor ....“
\"Papa !\", Frederike empört \" 39 Euro für das schmierige Teil. Und 52 ! Euro für den Versand. Ich weiß noch genau, wie Mama getobt hat.\".
„Und bei Zahlemann und Söhne ziehst du auch lauter Großväter“ sagt Berit. „und bist immer als erster Pleite“ „Beim Murmeln“ sagt sie. „da bist du doch ganz gut“ sagt sie. „Murmeln“ sag ich, „Murmeln, damit kann man doch keinen Ebay-Zock machen“
\"Kugel, Kugel !\" schreit Thordis. „Siehst du, Papa“ die Große. „Thordis ist auch für Murmeln“

Versonnen tippe ich -murmeln- ins Suchfeld.
„Murmeln“ sag ich. „Kinderkram. So eine Kugel ...???!!! Mensch Kinder Ich hab’s“ ruf ich. „Achttausenddreihundert Glasmurmeln für nur 96 Euro und noch 20 Sekunden. Die Dinger werden auf dem nächsten Weihnachtsmarkt weggehen wie warme Semmeln.“ Fix hundert eingetippt. Bong. Die achtausenddreihundert Murmeln gehen für 97,50 an mich.
Toller Deal. Das ist es.

Berit geht murmeln. Mit dem linken Auge auf dem Schulheft meiner Großen. Sie hat dreimal den Satz : „Mein Fater ist ein Ferschwender“ geschrieben. Ich korrigiere die Orthographie und bleibe ruhig und warte auf meine Frau.
Die wird b e g e i s t e r t sein. ...Hoffentlich. ... Sonntag Nachmittag.

Thorsten Schlote
#22497
Ein wenig spät heute aber besser spät als nie ;)


Update

Neulich habe ich von Freundin 1.0 auf Ehefrau 1.0 aktualisiert und erkannt, daß dieses Programm ein Speicherfresser ist und nur minimale Ressourcen für andere Anwendungen übrig läßt. Erst jetzt habe ich festgestellt, daß Ehefrau 1.0 außerdem Kind-Prozesse startet, die weitere Ressourcen verbrauchen.

Dieses spezielle Phänomen wurde weder in der Produkt-Broschüre noch in der Dokumentation mit einem einzigen Wort erwähnt, obwohl andere Nutzer von Ehefrau 1.0 mich darauf hingewiesen hatten, daß dieses Problem zu erwarten sei, da es in der Natur der Anwendung liege.

Darüber hinaus installiert sich Ehefrau 1.0 selbständig so, daß es sich bei jedem Systemstart initialisiert und fortan alle Systemaktivitäten überwacht. Ich fand heraus, daß einige andere Programme, wie z.B. Pokernacht 10.3, Saufgelage 2.5 und Kneipentour 7.0 überhaupt nicht mehr liefen. Sie versetzten bei einem Startversuch das komplette System in einen instabilen Zustand, obwohl Sie bis dahin ganz ausgezeichnet funktionierten.

Bei der Installation bot Ehefrau 1.0 keine anderen Optionen als die Installation der Zusatzprogramme Schwiegermutter 55.8 und Schwager 0.00 (als Betaversion). Schließlich scheint sich meine Systemleistung mit jedem Tag seit der Installation zu vermindern..

Einige Merkmale, die ich mir von einer zukünftigen Ehefrau 2.0 wünschte:

Eine \"Vergiß es!\"-Taste.
Eine \"Minimize\"-Taste.
Die Möglichkeit, nach der Installation von Ehefrau 2.0 eine jederzeitige Deinstallation vornehmen zu können, ohne den Verlust von Cache und anderen Systemressourcen.
Eine Option, den Netzwerk-Treiber im Gruppenmodus zu betreiben, wodurch meine Ein-Ausgabe-Hardware wesentlich effektiver laufen könnte.

Ein Bekannter hat sich entschieden, allen Schwierigkeiten mit Ehefrau 1.0 aus dem Wege zu gehen und weiter bei Freundin 2.0 zu bleiben. Aber auch dort treten Probleme auf. Offensichtlich ist es nicht möglich, Freundin 2.0 zu installieren, während Freundin 1.0 noch eingerichtet ist. Letztere muß zuerst komplett aus dem System entfernt werden. Andere Benutzer sagen, daß dies ein seit langem bekannter Fehler ist, von dem er hätte wissen müssen. Anscheinend haben die verschiedenen Versionen von Freundin einen Konflikt mit dem geteilten Gebrauch seines Ein-Ausgabe-Gerätes. Man sollte denken, man hätte einen so blöden Fehler inzwischen beseitigt!

Um die Sache noch schlimmer zu machen, arbeitet das Deinstallations-Programm für Freundin 1.0 nicht korrekt. Es verbleiben nämlich unerwünschte Spuren der Anwendung im System zurück. Eine andere Sache die nervt - alle Versionen von Freundin geben ständig lästige Meldungen über die Vorteile des Updates auf Ehefrau x.0 aus.

BUG-WARNUNG
Ehefrau 1.0 hat einen undokumentierten Fehler. Wenn man versucht, Geliebte 1.1 zu installieren, bevor man Ehefrau 1.0 deinstalliert hat, löscht Ehefrau 1.0 alle Konto-Daten, bevor das Programm sich selbst entfernt! Anschließend verweigert Geliebte 1.1 die Installation wegen ungenügender Restressourcen.

ABHILFE
Um diesen Fehler zu umgehen, versuchen Sie, Geliebte 1.1 auf einem anderen System zu installieren und vermeiden Sie es, Programme zur Datenübertragung zwischen den Systemen (z.B. Klatsch 3.2) laufen zu lassen. Meiden Sie auch ähnliche Programme, die versteckte Nachrichten an Ehefrau 1.0 übertragen. Eine andere Lösung wäre der Gebrauch von Geliebte 1.1 unter einem unbekannten Namen, aber auch in diesem Fall ist Vorsicht geboten vor Programmen wie Klatsch 3.2 oder Gerücht 4.0.

Wenn Sie lange und vorsichtig suchen, könnten Sie jedoch Glück haben und eine der extrem seltenen Versionen von Geliebte 1.1a finden, die wissen, daß sich Ehefrau 1.0 mit allen Prioritäten im System befindet, welche aber trotzdem im Hintergrund laufen, ohne sich zu einer Ehefrau-Applikation erweitern zu wollen.
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