- 05.12.2003, 09:02
#22296
Das fünfte Türchen
Und nicht verunsichern lassen.
Mein neues Auto.
Ich bin seit neuestem stolzer Besitzer eines gebrauchten Jetta. Er war gar
nicht mal so teuer, und der Vorbesitzer hat mir einige Utensilien dazu
geschenkt. So etwas nenne ich vorbildliches Verhalten.
Zu den nützlichen Kleinigkeiten gehört ein niedlicher Wackeldackel, der die
Hutablage ziert. Leider kann er nicht in der Mitte platz nehmen, da sich auf
der Hutablage auch noch eine Toilettenrolle befindet. Diese ist allerdings
nicht auf Anhieb sichtbar, sondern befindet sich unter einem gestrickten
Klorollenschoner.
Den Klorollenschoner - er ist aus Baumwolle gehäkelt - konnte ich günstig
auf dem Flohmarkt kaufen.
Bisher komme ich mit dem Auto gut zurecht. Nur auf der Autobahn war es etwas
merkwürdig. Ich wurde ziemlich oft angehupt oder mit dem Fernlicht
angeblendet. Mir ist immer noch unklar wieso eigentlich. Vielleicht waren
die anderen Verkehrsteilnehmer nur erfreut, mal wieder ein so hübsches rotes
Auto zu sehen.
Es ist schon lange her, daß ich mich auf die Autobahn gewagt habe. Man hört
ja so viele schreckliche Sachen. Auffahrunfälle und so.
Jedenfalls bin ich auf die Auffahrt gefahren, habe mich vorsichtig bis zum
Ende der Auffahrt begeben, und blieb dort stehen, um eine Lücke zu
erwischen.
Zack, und los! Es war gefährlich, mir saß auf einmal ein Lkw im Nacken, und
er betätigte seine laute und durchdringende Hupe.
Mir wurde sofort klar, was ich falsch gemacht hatte. Ich benutzte die
falsche Spur. Offensichtlich war diese Spur für Lastkraftwagen reserviert.
Also zog ich hastig rüber und benutzte fortan die mittlere Spur. Ganz links,
wo diese furchtbaren Raser sind, nein, da wollte ich nicht hin. Und mit Lkws
wollte ich mich kein zweites Mal anlegen. Also blieb ich brav in der Mitte.
Ein bischen Stolz bin ich schon, ein so schönes Auto zu fahren. Als ich fast
90 km/h fuhr, sagte ich mir jedoch: \"sei nicht so leichtsinnig, man sollte
es nicht gleich übertreiben, und ließ mich ein wenig zurückfallen\"
Ich erinnerte mich noch daran, was Hildegard mir von ihrem Besuch in den
Staaten berichtete: \"keep the lane\".
Sie erzählte mir, daß es hierfür gute Grund gibt. Durch den Verzicht auf
hastige Spurwechsel werden Unfälle vermieden.
Nach einer halben Stunde verließ ich die Autobahn, kam durch eine herrliche
Landschaft vorbei, machte einen Spaziergang und trat wohlerholt und gelassen
den Rückweg an.
Und nicht verunsichern lassen.
Mein neues Auto.
Ich bin seit neuestem stolzer Besitzer eines gebrauchten Jetta. Er war gar
nicht mal so teuer, und der Vorbesitzer hat mir einige Utensilien dazu
geschenkt. So etwas nenne ich vorbildliches Verhalten.
Zu den nützlichen Kleinigkeiten gehört ein niedlicher Wackeldackel, der die
Hutablage ziert. Leider kann er nicht in der Mitte platz nehmen, da sich auf
der Hutablage auch noch eine Toilettenrolle befindet. Diese ist allerdings
nicht auf Anhieb sichtbar, sondern befindet sich unter einem gestrickten
Klorollenschoner.
Den Klorollenschoner - er ist aus Baumwolle gehäkelt - konnte ich günstig
auf dem Flohmarkt kaufen.
Bisher komme ich mit dem Auto gut zurecht. Nur auf der Autobahn war es etwas
merkwürdig. Ich wurde ziemlich oft angehupt oder mit dem Fernlicht
angeblendet. Mir ist immer noch unklar wieso eigentlich. Vielleicht waren
die anderen Verkehrsteilnehmer nur erfreut, mal wieder ein so hübsches rotes
Auto zu sehen.
Es ist schon lange her, daß ich mich auf die Autobahn gewagt habe. Man hört
ja so viele schreckliche Sachen. Auffahrunfälle und so.
Jedenfalls bin ich auf die Auffahrt gefahren, habe mich vorsichtig bis zum
Ende der Auffahrt begeben, und blieb dort stehen, um eine Lücke zu
erwischen.
Zack, und los! Es war gefährlich, mir saß auf einmal ein Lkw im Nacken, und
er betätigte seine laute und durchdringende Hupe.
Mir wurde sofort klar, was ich falsch gemacht hatte. Ich benutzte die
falsche Spur. Offensichtlich war diese Spur für Lastkraftwagen reserviert.
Also zog ich hastig rüber und benutzte fortan die mittlere Spur. Ganz links,
wo diese furchtbaren Raser sind, nein, da wollte ich nicht hin. Und mit Lkws
wollte ich mich kein zweites Mal anlegen. Also blieb ich brav in der Mitte.
Ein bischen Stolz bin ich schon, ein so schönes Auto zu fahren. Als ich fast
90 km/h fuhr, sagte ich mir jedoch: \"sei nicht so leichtsinnig, man sollte
es nicht gleich übertreiben, und ließ mich ein wenig zurückfallen\"
Ich erinnerte mich noch daran, was Hildegard mir von ihrem Besuch in den
Staaten berichtete: \"keep the lane\".
Sie erzählte mir, daß es hierfür gute Grund gibt. Durch den Verzicht auf
hastige Spurwechsel werden Unfälle vermieden.
Nach einer halben Stunde verließ ich die Autobahn, kam durch eine herrliche
Landschaft vorbei, machte einen Spaziergang und trat wohlerholt und gelassen
den Rückweg an.
Ich glaube an den Unimog. Andere Automobile sind eine vorübergehende Erscheinung.
Frei nach Kaiser Wilhelm dem II. (1859-1941)
Frei nach Kaiser Wilhelm dem II. (1859-1941)



