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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#406490
Hallo Unimog-Freunde

Hat von Euch jemand Erfahrungen mit Auswuchtgranulat ?
Ist von der Firma EQUAL.
Habe in meinen Vorderrädern jeweils zwei Tüten EQUAL C
(C ist die Mengenangabe pro Tüte)
Da ich jetzt Schlauchlos fahre, wurde mir das empfohlen.
Die Werkstatt(Landmaschienenbereich), die mir die Reifen aufgezogen hat, hat damit sehr gute Erfahrungen bei Ihren Kunden.
Auf dem Rückweg vom Reifen aufziehen hat nix geschlackert oder gewackelt.
Weiß aber auch nicht, wie es wäre ohne diesem Zeug in den Reifen :roll:

Viele Grüße
Jörg
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Neue Reifen
Neue Reifen
Neue Reifen am Mog 015.jpg (96.23 KiB) 2766 mal betrachtet
#406501
Hallo Jörg,

solange mir keiner mit Fakten erklären kann, wie diese ominösen Pulver funktionieren sollen, halt dich das Zeugs für des Kaisers neue Kleider!

An meinem 406 war Anfangs sogar eine krumme Felge drauf - mit neuen Reifen. Beim Fahren war davon nix zu merken!
Und wenn die neuen Reifen anständig und regelkonform montiert sind, sollten sie auch einigermaßen laufen - vorausgesetzt die Reifen taugen an sich was.

mfG
Axel
#406506
Hallo l
solange mir keiner mit Fakten erklären kann, wie diese ominösen Pulver funktionieren sollen, halt dich das Zeugs für des Kaisers neue Kleider!
Wo ist das Problem, das Zeugs funktioniert nach dem gleichen physikalischen Prinzip wie das automatischen Auswuchten der CD´s im Laufwerk oder die Wäschetrommel beim Schleudern in der Waschmaschine.
#406623
Hallo,

hab mal grad selber gesucht und auf die Schnelle nix wirkliches gefunden - typisch web, wenn's mal um harte Fakten geht.
Einzig wieder mal wiki.
http://de.wikipedia.org/wiki/Auswuchten
Auch wenn wiki mit Vorsicht zu genießen ist bestätigt das meine Meinung.

Der Vergleich mit Waschmaschine hinkt etwas, wohl genauso mit CD-Player. In Waschmaschinen wird über die Steuerung versucht, den Trommel-Inhalt durch gezielte Vor- und Rückdrehungen so zu verteilen, das die Restunwucht in der üppigen Feder/Dämpfer-Aufhängung geschluckt wird.
Am Reifen doch etwas schwierig?! (Und mir sind die Radlager und Dämfer etwas zu teuer)

Erst mal vornweg - die Unwucht am Reifen besteht überwiegend aus
a) Unwucht der Felge (fertigungsbedingt, da normale Felgen nicht aus einem homogenen Stück gefertigt werden)
b) Unwucht des Reifens (auch fertigungsbedingt, da auch das schwarze Gummirundstück nicht aus einem Teil gefertigt wird
c) Unwucht durch Schläuche in den Reifen (siehe oben, zudem noch einseitig das Ventil)
d) Unwucht durch drehende Teile der Achse: Bremsscheiben etc, zudem noch ggf Unwucht durch Dreck auf der Felge (hört sich kleinlich an, im PKW-Bereich allerdings durchaus zu berücksichtigen. Hab da nach der Hohlraumversiegelung meines PKW mit Mike Sanders schon "lustige" Dinge erlebt.
Zusammenfassend alles relativ fixe, mechanische Unwuchten.

Kipt man diese ominöse Pülverchen/Kugeln rein, dann sind die erst mal da, wo am Reifen momentan unten ist.
Sobald sich der Reifen zu drehen anfängt, folgen die dem menschlichen Bedürfnis der Faulheit, oder vielmehr ihrem Beharrungsvermögen und wollen unten bleiben. Irgendwann haben se genug Drehbewegung mitgekriegt durch die Reibung an der Reifeninnenwand und wandern mit. Und wo wandern sie mit bzw. bleiben die meisten hängen? Da wo durch fertigungs- und montagebedingte Unregelmäßigkeiten die Reifeninnenfläche nach außen von der idealen Kreislinie abweicht. Diese müssen aber nicht gleichzeitig was zu tun haben mit der Unwucht - siehe oben!
Es kann grad genau die gegenüberliegende Seite der größten Masse am Reifen sein (dickere Reifenwandung drückt nach innen, dünnere und damit leichtere Wandung nach außen) und damit helfen. Hat man mehr dieses Mittels drin als in diese "Mulde" reinpasst, wird der Rest darüber weg gleiten und sich munter im Reifen weiterverteilen - was im besten Falle nix ausmacht. Soweit der Idealfall, das so ein Mittelchen wirklich hilft und man fährt durch die Lande mit seiner Reisegeschwindigkeit und ist glücklich das man nix am Lenkrad oder in der Hütte von hüpfenden Reifen merkt (nebenbei gab's da noch ein paar andre Störenfriede: die generellen Standplatten in den ersten km, Höhenschläge des Rades, etc).
Nun muß man aus irgendeinem Grund anhalten oder auch nur recht langsam fahren. Irgendwann is der Punkt unterschritten, an dem das Mittelchen im Reifen innen am Umfang hält.
Und dann?
Ganz einfach, es folgt seiner Faulheit und der Erdanziehung und fällt nach unten. Und dann geht die ganz Story von vorn los - wenn man Glück hat mit erhofftem Ergebnis! (also richtige Menge, Mulde genau an der richtigen Stelle etc)

Solche "Wundermittel" versprechen viel, aber ne Lösung - geschweige denn ne saubere Lösung - ist das nicht! Erinnert mich zu stark an solche falschen Versprechen wie Trabolt-Filter etc... Wenn es funktioniert gibt es auch eine plausible Erklärung dafür, das hier http://www.counteract-deutschland.de/pr ... onen.htm#6 wenn ich lese, kommen mir eher Fragen für wie doof einen die Leute halten! ("... Sobald die Fliehkraft des
unausgewuchteten (schweren)
Punktes größer wird und die Federungen hoch und runter schwanken lässt, werden die
Counteract Auswuchtperlen wegen der Trägheit in die Gegenrichtung der
vertikalen Schwankungen wandern. ..."; "...Die Counteract Auswuchtperlen verstreuen sich gleichmäßig,
bis das ganze Reifen und Radbau voll ausgewuchtet ist. ...").

Da is es noch sinnvoller sich nen Ladung Wuchtgewichte und ne zugehörige Zange zu holen und die Räder am Fahrzeug selber zu wuchten. Braucht ein paar km und hört sich jetzt für manche jetzt etwas ungewohnt an, ist aber letztlich besser also solch "Kaisers neue Kleider". Vorraussetzung: die Reifen sind richtig auf der Felge montiert (dafür gibts die Markierungen am (neuen) Reifen und der Felge) und die Grundunwucht ist nicht zu extrem (wobei selbst dann sollte es funktionieren. Falls es jemanden interessiert wie es geht, einfach melden.

Laß mich ja wie gesagt gern eines besseren Belehren, aber bitte mit wirklichen Fakten! So taub wie ich die Konstruktion der Lenkung/Achsen des 406 erlebt hab, braucht es sowieso viel bis man am Lenkrad was merkt. Und dann sollte man auf das Wuchten wohl erst an zweiter Stelle Wert legen.

mfG
Axel

PS: zwei Punkte die mir grad noch im web in die Finger fielen: zum einen kann das Zeugs in Pulverform das Ventil von innen verdrecken und zum andren ist damit ganz logisch gezieltes und dynamisches Wuchten erst gar nicht möglich!
#435354
Hallo Unimog-Freunde

Ich wollte nun meine Erfahrungen schreiben, die ich mit dem Auswuchtgranulat gemacht habe:
--Großer Mist-- :cry:
Zumindest bei meinem Unimog 406 mit Mitas MPT-03 14,5x20.
Ich habe das jetzt gut ein Jahr lang getestet.
Bei gleichbleibender Geschwindigkeit, egal ob 40, 50, 60, 70 oder 80 km/h blieb das Lenkrad erst ruhig
und dann plötzlich fing es zu zu zappeln, wackeln,schlackern, etc. Das fahren machte kein Spaß mehr
wenn man sich überlegt was darunter noch leidet, ausser mir, dem Fahrer!
Also mit den beiden Rädern wieder zur Werkstatt, Reifen von der Felge, Granulat raus, Reifen wieder drauf
und Räder wieder montiert.
Probefahrt gemacht und was soll ich sagen:
Jetzt fährt es sich total ruhig, das Lenkrad schlackert, wackelt und zappelt nicht mehr
und liegt total ruhig in der Hand. :party

Viele Grüße
Jörg
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Auswuchtpulver.JPG
Auswuchtpulver.JPG (81.71 KiB) 2704 mal betrachtet
#435360
Hallo Reiner

Ich würde sagen ja, das kann man zu 100% ausschließen.
Ich habe vor Beginn der demontage des Reifens von der Felge, Markierungen an der Felge und dem Gummi
gemacht. Ohne Granulat kam wieder Markierung auf Markierung!
Also gleiche Position des Reifens mit und ohne Granulat.

Viele Grüße
Jörg
#435364
Hallo Reiner

Wie gesagt, bin froh das es jetzt wieder aus dem Reifen raus ist :D

Das gibt Google her:

AUSWUCHTGRANULAT EQUAL C 230 GR --->davon zwei pro Rad<--

Produktbeschreibungen
Auswuchtgranulat / Polymergranulat EQUAL Trockenes, polymeres Materialgranulat, entwickelt zur Anwendung in PKW, Quad, ATV, UTV-Reifen Wirkt ein Reifenleben lang Weniger Vibrationen für besseren Fahrkomfort Gedämpfte Reifenbewegungen verringern Profilabrieb Verlängertes Reifenleben reduziert Kosten pro Kilometer Permanente Wirkung vermeidet das Nachwuchten Körnung und Material verursachen keinen Abrieb innen am Reifen Derr patentierte Drop-In Beutel wird vor der Montage direkt ungeöffnet in den Reifen gelegt. Nach wenigen Kilometern Fahrstrecke öffnet er sich und entlässt das Granulat in den Reifen. Anschließend zerfällt der Beutel. Das einzigartige Kunststoffmaterial ist ungiftig und greift Reifen oder Felge garantiert nicht an Bitte entnehmen Sie die Granulat-Füllmengen der Dosiertabelle (siehe Medien > Dosiertabelle) Bezeichnung: EQUAL C Gebindeart: Drop-In Beutel Inhalt: 230 g

Viele Grüße
Jörg
#435408
Hallo
230g ist für eine Reifen dieser Größenordnung wenig. Meine Räder, allerdings auf 11-20 SDC sind mit ca ca 1Kg Blei behangen.
Das Wuchtpulver macht beim Mog keinen wirklichen Sinn. Da die MPT-Reifen auf Grund des weichen Seitenaufbaus und des geringen Luftdruck walken, wird das Pulver aus seiner stabilen Lage geschoben und erzeugt dabei eine Unwucht.
Bei harten LKW-Reifen ist der Sachverhalt stabil und das Wuchtpulver wird höchsten bei einem Schlagloch bewegt, kann dann aber wieder schnell seine Position einnehmen.
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