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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#472737
Hallo Uli,

die 12,5-20 Reifen meines TrialMogs sind und waren nicht ausgewuchtet, auch nicht als ich noch per eigener Achse auf der Autobahn mit guter LKW-Geschwindigkeit Strecken bis zu 800km einfach zurückgelegt habe. Der Fahrkomfort ist und war immer angenehm. Selbst dann wenn die Reifen/Felgen durch Dreckanhaftungen garantiert deutliche Unwuchten aufwiesen.
Ich würde daher an Deiner Stelle es erst einmal ohne Wuchten probieren.
#472840
Hallo Uli

das hat einfach physikalische Ursachen, jede Waschmaschine oder CD-Laufwerk ist nach diesem Prinzip ausgewuchtet.
Das Pulver oder Granulat verteilt sich solange, bis kein Unwuchtimpuls mehr auftritt.
Allerdings setzt sich das Granulat in den Ventilsitz beim Luftablassen, das Ventil wird dann gerne undicht.
Ich habe meine Reifen traditionell wuchten lassen, an den SDC-Felgen mit 14,5er Bereifung hängt tlw 1Kg Blei am Rad.
Die alten Reifen (Conti MPT 80) zeigten einen sehr deutlich größeren Verschleiß auf einer Fläche, so dass ich die Reifen vor Erreichen des Mindestprofils tauschen musste. Allerdings läuft der Mog serienmäßig ca 95Km/h.
Von deinem Wunderreifen halte ich gar nichts. Der Vorteil des MPT-Reifens ist der große Latsch beim Ablassen des Luftdruck, das kann kein anderer Reifen.
#472850
Hallo Helmut,
Das Pulver oder Granulat verteilt sich solange, bis kein Unwuchtimpuls mehr auftritt.
Jetzt machst mich aber neugierig. Unwuchtimpuls? Unwucht is doch wohl Masse, die nicht gleichmäßig am Umfang verteilt ist. Die zieht nach aussen, vom Rad aus gesehen grob gesagt immer an der selben Stelle in der selben Richtung (z.B. 90° zum Ventil). Verusacht wird die in den meisten Fällen (zumindest bei so Ballonreifen wie am Mog) von ungleicher Massenverteilung des Gummis also z.B. wenn die Lauffläche über den Umfang unterschiedlich dick ist.
Woher soll nun dieses Wunderpulver "erkennen" das es sich grad nicht in eine "Delle" im inneren des Mantels legt, an dem eigentlich trotz dicken Mantels zusätzlich ein übler Höhenschlag vorhanden ist?
Oder einfach - wie soll das Zeug erkenne, das bei einem Mantel, an dem alle Wandstärken ideal sind, aber durch einen Geometriefehler ein mehr oder minder großer Höhenschlag vorhanden ist - dann würde ja noch mehr Unwucht entstehen anstelle weniger?! Wie ist das zudem wenn der Reifen walkt?
Irgendwie krieg ich den Eindruck nicht los, das is mehr Alchemie als Technik.

mfG
Axel
#472881
Hallo
Woher soll nun dieses Wunderpulver "erkennen" das es sich grad nicht in eine "Delle" im inneren des Mantels legt, an dem eigentlich trotz dicken Mantels zusätzlich ein übler Höhenschlag vorhanden ist?
Genauso wie du die Unwucht bemerkst, tut es auch das Pulver bzw jede andere Masse. Dabei ist es absolut Wumpe, ob es in einer Delle oder auf einer Nagelspitze liegt.
Diese Erkenntnis wird auch bei diversen anderen Errungenschaften der Technik in millionenfacher Ausführung, die jeder kennt, genutzt. :idee
#472917
Hallo Herr Ingenieur,

das beste Beispiel hat Helmut doch bereits oben aufgeführt, die Waschmaschine bzw. Wäscheschleuder.
(Davon sind wirklich Millionen in Betrieb und die meisten von uns haben so etwas schon gesehen)

Die Haufrau (oder der Hausmann) legt die schwere tropfnasse Wäsche in die Trommel und aus irgendwelchen Gründen kommt dabei die Wäsche immer in einem Haufen unten in der Trommel zu liegen. Beim Anfahren der Trommel verteilt sich aber wie von Geisterhand die Wäsche über den gesamten Umfang und führt zu einem automatischen Auswuchten der Trommel samt Inhalt.

Grund hierfür sind die verschiedenen Kräfte die auf die auf die in der Trommel frei beweglichen Teile einwirken. (Analog die Wuchtpulverpartikel im Reifen) Diese Kräfte führen zu einer Wanderung der Partikel bis sich eine Kräftegleichgewicht ergibt. Die Hauptkräfte sind die Zentrifugalkraft, die die Partikel radial nach außen treibt und die entgegengesetzte Zentripedalkraft durch deie Trommel (Reifen). Eine Unwucht stellt sich durch eine nicht gleichmäßge Radial Kraft dar. Der Kraftvektor wird also aus der rein radialen Richtung durch die Unwucht abgelenkt. Es gibt eine tangentiale Komponente die auf die Teilchen einwirkt. Dadurch wandern die Teilchen am Rand bis sich ein Gleich Gewicht ergibt.
#472923
Hallo,

Helmut hat den auch bei uns in der Firma sehr bekannten ichhabkeineAhnungundderArschfragtmichfrecherweisedoch-Ausdruck angewandt - nicht grad professionell, sorry.
Bei Wucht/Unwuchten gibt's gar viele Erscheinungen u.a. unter-/überkritscher Betrieb etc. Das ein Eimer Sand so intelligend is - Respekt!
Frag ich mich nur, warum alle Autohersteller so dämlich sind, nicht einfach am Band nen Eimer Sand in die Räder zu kippen und gut is.

Nebenbei hab ich mal genau nach Helmut's Beispiel
oder CD-Laufwerk ist nach diesem Prinzip ausgewuchtet.
gegurgelt - und siehe da
leider funktionieren pulverförmige Auswuchtmittel im Reifeninnern anders als ein CD/ DVD Laufwerk.
Und einer echten Erklärung bin ich dabei noch keinen mm näher dran. :?

Aber - das Thema hatten wir ja schon mal - und auch damals gab's keine Erklärung.
http://www.unimog-community.de/phpBB3/a ... 76026.html

Da geb ich die Räder lieber erst mal zum Grundwuchten und notfalls anschließend nochmal mit Wuchthammer, Wuchtgewichte und etwas Zeit die Räder auf der Straße dynamisch wuchten.

mfG
Axel

PS: wenn ihr das Zeugs so gut überzeugen könnt - kommt bitte mit, werd demnächst wieder den Gemeinschafts-Rückewagen haben. Und das Dichtmittel in den Reifen weiß das alles noch nicht was es zu wissen hat.
#473089
Hallo
Bei Wucht/Unwuchten gibt's gar viele Erscheinungen u.a. unter-/überkritscher Betrieb etc. Das ein Eimer Sand so intelligend is - Respekt!
das gilt wohl für Wellen, hat aber mit Räder auswuchten nichts zu tun. Wenn das Rad mit der Eigenfrequenz dreht, merkt man die Unwucht natürlich deutlicher, die Umlagerung der Granulatmasse beginnt aber schon früher, weshalb die Unwucht erst gar nicht auftritt.
Der Eimer sand ist nicht intelligenter als du, er folgt einfach physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Die Vor- und Nachteile bei der Montage und beim Luftablassen ist im Netz reichlich diskutiert.
bei uns in der Firma sehr bekannten ichhabkeineAhnungundderArschfragtmichfrecherweisedoch
ist doch nicht weiter schlimm, wenns keiner merkt und ihr damit Geld verdient, davon gibt es reichlich.

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