Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#5561
Liebe Mitglieder der Mähzunft!


Aus dem alten Forum habe ich ein schwarzweißes Foto von einem U411 mit einem Busatis-Mähwerk BM 63 KW oder verwandten Typs. Leider ist das Bild in schlechtem Zustand.

Auf dem U411 mit Galgen-Anbauplatte kann ich auf dem Nummernschild erkennen:

- Buchstaben: RA - H + (\"V\" oder \"W\" - hinter dem Galgen verdeckt)
- Zahlen: (1.Ziffer verdeckt, falls vorhanden, vermutlich da, wegen Abstandes) + 41

Also entweder RA-HV ?41 oder RA-HW ?41.

Darf ich den glücklichen Besitzer bitten, sich bei mir zu melden. Ich möchte gerne diese Foto und eventuell ein paar Fotos und anschließend noch Ratschläge haben. Wir haben das gleiche Mähwerk am U421 und einige Probleme damit. Vermutlich kommen sie daher, daß wir

a) eine andere Anbauplatte (ohne Galgen( haben);

b) die Bereifung 10.5-20 ist.

c) ich selbst als fränkischer Bauernbub zwar viel mit Traktoren gemäht, aber noch nie einen Unimog mit Linksmähwerk im Einsatz gesehen, geschweige denn gefahren habe!



1. Ausheben des Mähbalkens

Der Mähbalken hebt normal an; knickt allerdings bei weiteren Aufziehen nur circa 20 Grad gegenüber der Mähstellung ein.

In der mir vorliegenden \"Bedienungsanleitung und Ersatzteilliste zum Busatis-Mähwerk BM 63 KW\" ist in Bild A das Mähwerk mit einer Zugfeder (26) abgebildet. Das unsrige \"gelbe, also kommunale\" Mähwerk hat da eine reine Zugstange. Zunächst dachte ich, es sei irgendwann mal die Zugfeder verlorengegangen und einfach durch einen selbstgebauten Zugstab ersetzt worden. Jetzt ersehe ich aber auf dem Foto des U411 dieselbe Zugstange.

Eigentlich haben alle Mähwerke, die ich von alten Traktoren kenne, immer eine Zugfeder und keine bloße Zugstange an der Aufzugsvorrichtung (egal ob rein mechanisch oder hydraulisch)! Dies ist notwendig, um die Aufzugskette in abgelassenem Zustand des Mähbalkens mit der notwednigen Grundspannung zu beaufschlagen.

Eine weitere Vermutung besteht darin, daß durch den anderen Unimog-Typ (U421), die andere Anbauplatte (In Bild A ist diesselbe Anbauplatte wie beim o.e. U411) und die höheren Reifen, der relative Abstand zwischen abgelassenem betriebsbereiten Mähbalken und dem Bolzen (25) am abgesenkten Hubarm (20) nicht mehr stimmt. Kann mir jemand gelegentlich sagen, wie groß er bei reiner Zugstange (scheint ebenfalls eine Orignalvariante gewesen zu sein) sein muß?

Falls eine Zugfeder eingesetzt werden muß, dann wäre ich für die ungefähre Federkonstante (= Auslängung in Abhängikeit von der angreifenden Kraft) dankbar, oder aber für eine gesamte Aufzugskette mit Feder (siehe unten).



2. Mähwerksantrieb

Der Mähwerksantrieb (BM 63 600) \"wackelt\" in den Lagerschalen (16, 17) in Bewegungsrichtung des Messers circa 4 mm hin und her. Daraus ist zu schließen, daß die Lagerung ausgelappert ist. Hat da jemand Erfahrung, was man da machen kann? Es geht noch, sollte aber aus Sciherheitsgründen behoben werden.


3. \"Kommunale\" Umrüstung?

Das Mähwerk hat weder äußeren Gleitschuh noch Schwadräumer. An dessen statt sind circa 15 cm vor dem Mähbalkenende selbstgemachte Gleitkufen angebracht. Ein altgedienter Unimogpensionär vom Straßenbauamt aus meinem Heimatdorf, den ich konsultieren konnte, erklärte mir, daß dieser Umbau von vielen Straßenbauämtern gemacht wurde, weil dadurch die Gräben besser ausgemäht werden konnten. Für meine Zwecke auf der Datscha ist dieser Umbau gerade das richtige; deshalb möchte ich jetzt auch nicht wieder den Urszustand herstellen.



4. Wünschenswerte Ergänzungsteile

Falls jemand noch irgendwo etwas herumliegen hat:

- linker äußerer Gleitschuh komplett (Schwadräumer ist vorhanden);
- komplette Aufzugskette mit Zugfeder oder die bloße Zugfeder
- Lagerschalen für den Antrieb

könnten wir noch gebrauchen.


Wollte mich bei diesem Thema noch bei Uwe Claus und Stephan Kaufmann für frühere Ratschläge bedanken.


Ein russisches Sprichwort besagt: Richte den Schlitten (Mähwerk) im Sommer (Winter)!
Wir haben jetzt den klirrendsten Frost! Heute Nacht fäält die Quecksilbersäules unter 20 Grad! Ich beneide die schwitzenden Unimog-Freunde auf der sommerlichen Südhalbkugel nicht!

Karl
#26768
Hallo Karl,
wir sind mit unserem Mähwerk (siehe den von dir hochgeholten Thread da unten) leider noch nicht viel weiter gekommen. Wir haben zwar keine 20 Grad Minus, aber auch Wodka und Schnee - leider keine beheizte Werkstatt. Im Sommer soll aber auf jeden Fall gemäht werden.
Das Problem mit den ausgeschlagenen Buchsen haben wir genauso. Ich werde nochmal bei untengenannter Adresse wegen Ersatzteilen nachfragen, ansonsten muß wohl das Schnitzmesser raus. Ich kann dir also nicht wirklich helfen, werde aber unsere Fortschritte posten ...
Gruß , Daniel
PS: Falls du die Bedienungsanleitung zufällig auch digital vorliegen hast, könntest du mir eine Kopie schicken?
#26801
Daniel,

die Bedienungsanleitung sind 30 Seiten. Ich habe noch eine Hardkopie zusätzlich machen lassen. Lege mir Deine Adresse auf mein Email \"bauer@clariant.ru\". Dann geht es mit der Post ab. Elektronisch habe ich sie nicht, da mein Exemplar schon die mehrfache Kopie eines Orignals ist.

Ersatzteile bekommst Du entweder bei Busatis (Habe leider deren Website nicht parat, war aber schon mal im Forum) und Nachbauteile bei dem österreichischen Agrarversandhadnel \"www.faie.de\".

Halte mich über den Fortgang Deiner Restaurierungsarbeiten auf dem Laufenden. In den Mähwerken steckt sehr viel technisches Know-How, - eine Meisterleistung der klassischen Getriebelehre. Deshalb meine ich, daß Instantsetzen und Betreiben dankbare Aufgaben sind.

Früher hies es ja: Was man mechanisch machen kann, fange man nie elektrisch an!

Hätte die ESA diesen Leitspruch verfolgt, wäre ihnen der Beagle 2 nicht während des MArsanfluges entkommen. Jetzt erinnere ich mich wieder an meine Lehr- und Wanderjahre in Braunschweig.

Herzlichen Gruß von Karl
#26845
Hallo Karl,

vielen Dank für dein Angebot betreffend der Bedienungsanleitung!, das ich gerne annehme.

Der Tip http://www.faie.de ist mir neu und echt gut. Blöd nur, wenn man wie ich keinen Schimmer von der Materie hat und daher die Fachbegriffe nicht kennt und die Teile nicht zuordnen kann. Naja, was nicht ist, kann noch werden ...

Dei andere Adresse, der vollständigkeit halber, gepostet von e.arens:
Ich habe bisher alle erforderlichen Neuteile für mein BM 1113 über folgende Adresse bezogen: cjbusatis@t-online.de oder einfach anrufen: 02191/62125, da werden Sie geholfen....


Gruß in die Kälte, Daniel
#26857
Hallo, was habt Ihr denn für Riemenscheiben für das Mähwerk auf der Zapfwelle, die Anleitung zum BM 63 KW beinhaltet eine 4fachriemenscheibe für 4 13er Keilriemen.
Meine BM 1113 brauchen 3 13er Riemen.
Die Anleitung zum BM 62 enthält Riemenscheiben für 3 17er Riemen.
Ich habe Riemenscheiben für das BM 1113 und ein BM 62, die für das 1113 hat ca. 19 cm Aussendurchmesser, die vom BM 62 ca. 17.
Weiss jemand, wie die Freilaufscheiben ausschauen, wie funktioniert dann dieses System?
Stefan Fuchs

Der Galgen an der Anbauplatte darf nicht entscheidend sein, so ich das aus der Anleitung entnehme, wird das Mähwerk an die jeweilig unteren seitlichen Löcher der Anbauplatte verschraubt, ich hab leider diesen Mähwerktyp auch nur auf Bildern gesehen, der sollte aber schon an die Anbauplatte des U 421 passen, ich habe da mal irgendwann nachgeforscht und bin selbst zu dem Schluss gekommen, dass das vor die Anbauplatte gesteckte Mähwerk wahrscheinlich die neuere Schmidtplattenversion braucht oder die ganz alte, das hat sich bei meinem 411a mit mit den Verstrebungen zum Rahmen nicht vereinbaren lassen, drum hab ich damals meine Bemühungen um ein derartiges Mähwerk nicht weiterbetrieben ( hätte mir eigentlich schon auch gefallen mit Mähwerk und Frontlader ! ).
Die Reifengrösse dürfte nicht entscheidend sein, in meinen Anleitungen heisst es, dass man auch etwas unter Standniveau mähen kann, also sollte das die paar cm schon hergeben.
Stefan Fuchs
Die einzige Zugfeder, welche ich jetzt auf die Schnelle in der Anleitung BM 63 KW gefunden hab, hat die Bezeichnung BM 442 4 13, Bild No 31 beim Gestänge
Ist nicht ESM auch Busatisteiledealer, haben aber nur noch ein begrenztes Sortiment

Hallo Robert, ja bei der Ölpumpe hab ich auch[…]

Hallo Leute, ich suche für meinen 411 Westfal[…]

Danke für Die Antworten und Gedanken! Da ich[…]

Moin und vielen Dank für den Tipp, ich habe d[…]