Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#60997
Hallo!

Unsere IT-Leute sind gerade dabei den "erweiterten" Schaltplan U421 zu zeichnen. Es ist im Wesentlichen der alte Schaltplan nebst Zusatzinstrumenten für die äußere (Blinker, Stoplichter etc.) und die innere (Ölkontrolle, Amperemeter etc.) Sicherheit. Wenn alles einmal abgeschlossen ist, dann werden wir das Gesamtkunstwerk der Unimoggemeinde zur Verfügung stellen. Aber vorher muß noch einiges geklärt werden.

Im Forum wurden ja immer wieder Klemmenbezeichnungen, Kabelfarben und anderes eingestellt. Aber da gibt es einen Widerspruch.

Bei einer 7- oder 13-poligen Anhängersteckdose steht in der Gebrauchsanleitung
Masse (31) - weiß;
in den "Farbkennzeichnung der Leitung im Kraftfahrzeug" 2004 im Forum,
und dem "Schaltplan UZ 54-0100/1 Unimog 421 12.80", vermutlich Dezember 1980,
Masse (31) braun, nur Batteriekabel blank oder schwarz.

Bevor wir jetzt die Farbkennzeichnungen in den Schaltplan einfügen. wollte ich doch nochmals fragen, wie es denn angegangen werden soll.

Mein Vorschlag wäre:
Masse (31) - weiß
Masse geschaltet (31b) - blau (dunkelblau)

Blau ist eigenlich schon für die Leitung zur Nebelschlußleuchte besetzt.

Weiterhin wollten wir systematisieren.

Meßsignale:

Meßfühler auf Masse (z.B. Tankgeber) zur Tankuhr - hellblau
(analoges Signal über Widerstand)

Kippbrückenendschalter auf Masse - Warnleuchte - lila
(diskretes "digitales" Signal auf Wächter (Lampe, Hupe etc.)

entsprechend auf Plus

analoges Signal auf Plus - Anzeigeinstrument - grün
diskretees Signal auf Plus - Wächter - gelb


Was heißt heelblau/grün? Bei Europarts sagte man mir sie hätten keine 2-farigen Kabel mehr! Wird die 2. Farbe über die Kabelschuhe gezogen?

Bitte Sachverständige /z.B. aus Singapu) dazu Stellung zu nehmen!

Danke und Gruß! Karl
#61002
Hallo Karl.

Ich hatte hier im Forum mal eine Liste der Klemmenbezeichnungen und Kabelfarben eingestellt, die Götz auf seiner Internetseite veröffentlicht hat.

Der Link ist:
http://www.duwisib.com/unimog/dokumente ... nungen.doc

Die zweite Farbe ist der Kabelschuh und Masse weiß gilt m.E. nur für den Anhänger, wenn Masse verkabelt wird und nicht an Rahmen / Karosse anliegt.
Leuchtenleisten z.B.

Thorsten
#61038
Ich hatte mir mal die Mühe gemacht, sowohl die Klemmenbezeichnung sowie die Kabelfarben ins Unimog-ABC zu setzen.
http://www.unimog-community.de/index.ph ... id=20&vid=
http://www.unimog-community.de/index.ph ... id=19&vid=
Aber da geht wohl überhaupt keiner mehr hin, weshalb ich mir weitere Arbeit erspare.
Selbst der Kollege Schlote verweist netterweise auf fremde Seiten statt auf die des hiesigen Forums. :?
#61060
Lieber Karl,
ohne jetzt auf eigene aeltere Artikel von mir verweisen zu wollen :roll: , habe ich bei der Neuverkabelung meines U416 die offiziellen Kabelfarben *nicht* verwendet, Das waeren etwa 25 verschieden Kabelrollen gewesen!

Bei mir gibts nur rot, blau, braun und schwarz.
* Rot fuer alles was irgendwie nur zur Stromversorgung dient - d.i. alles was vom Sicherungskasten kommt.
* Blau fuer alle Steuer- und Messleitungen, d.i. Temperatur-Geber,
* Braun fuer alles wo direkt MASSE dran ist
* Schwarz fuer alle restlichen Signale, d.i. Hupe

Auch bei den Kabelquerschnitten habe ich es bei 2 Groessen belassen,
1 qmm, 2.5 qmm.
* 1qmm fuer alle Mess- und Steuerleitungen
* 2.5 qmm fuer alle anderen
Dabei gilt die Faustformel: "5 Ampere Stromfluss gehen durch 1 qmm durch". Also fliessen in einen 60 Watt Scheinwerfer 5 Ampere Strom (60W/12V=5A), und daher genuegen 1 qmm.

Zusaetzlich kommt noch eine 25 qm dicke Leitung von der Lima zur Batterie, und eine ebensolche zom Anlasser. Und zusaetzlich noch ein dickeres Massekabel von Batterie-Minus zum Rahmen.

Gruss aus Singapura - oder sonst irgendwo aus Suedost-Asien,
-Martin.Glaeser-

29.04.2005: 2 Links zu www.mogdoc.com/fotos/ entfernt
Zuletzt geändert von -Martin.Glaeser- am 28.04.2005, 23:29, insgesamt 1-mal geändert.
#61137
hallo vorherigeschreiber!

möchte mal 2 dinge anbringen:

die kabelfarbe weiss wird NUR bei Anhängern als Masse verwendet,
in fahrzeugen mit motorisierung also tabu.

zur dimensionierung von kabelquerschnitten gibt es wie schon erwähnt
entweder die faustformel 5A/mm²
(wobei die Bosch-Dienst-Lehrmeinung bis zu 10A/mm² angibt)
ODER

man rechnet ihn ordentlich aus.
hierzu müsste man folgende paramter miteinbeziehen:
- Stromstärke
- max. zulässiger Spannungsabfall (wichtig bei Lichtanlagen und LIMA)
- Leitwert des verwendeten kabels
- Kabelaufbauart (Litze oder Volldraht) - für uns eher nur litze verwendbar
(hat einfluss auf die kühlung)
- Gleichzeitigkeitsfaktor (bei gebundenen Kabelbäumen)
- Schalthäufigkeit
- Stromflussdauer (angegeben in %)
- Anwendungsgebiet (Lichtanlage, oder sonstige verbraucher)

dass dies zu weit führen würde ist mir klar, es hat jedoch ein
fleissiger mensch eine java-formel ins netz gestellt, wie ich finde
eine geniale lösung:

http://home.debitel.net/user/norbert.hu ... elrechner/


Zur auswahl der richtigen sicherung gilt ja die faustregel 30% über nennstromstärke des verbrauchers.
hier ist wiederum vorsicht geboten. würde mann einen kleineren verbraucher z.b. am heck des unimogs mit einem sehr kleinen leitungsquerschnitt (z.b. 0,75 mm²)versorgen und somit eine grosse kabellänge erhalten, könnten sicherungen bei einem kurzschluss nicht auslösen (faktor spannungsabfall), da die durchschmelzstromstärke nicht erreicht wird, und das kabel an sich dann abfackelt. lieber mit der dimensionierung der querschnitte nicht geizen, in anbetracht des unimoggewichtes ist hier gewichtsparen an den kabeln eher was für den Audi A8. ;-)



grüsse aus niederbayern!
#61289
hallo!!

der zulässige spannungsabfall sollte 0,3V nicht überschreiten, speziell
bei den scheinwerfern und der lima-ladeleitung.

zu den anzeigeinstrumenten:
der spannungsabfall zum instrument (vom motorblock weg) dürfte aufgrund der dicken massekabel bei laufendem motor sowieso weniger 0,1V betragen, also vernachlässigbar.

auch die messleitung zum temperaturgeber würde ich nicht grösser als 1,5 mm² dimensionieren, da hier sehr geringe ströme fliessen (nur ein paar mA) kommt es auch zu keinem nennenswerten spannungsabfall, und somit auch zu keiner anzeigeabweichung

grüsse aus niederbayern!
#63320
Weitere Fragen,

die mir beim Zusammenstellen des Schaltplans gekommen sind. Entschuldigt meine eventuell nicht genormten Bezeichnungen!

Geber, Meßfühler, Thermoschalter (G/M/Th):
Was wird mit Masse (31b),. was über Plus (15,.. ) gescháltet?
Ich konnte da bisher keine Auskunft bekommen!


Allgemeines Schema:

a) Masse (30) - G/M/Th - geschaltete Masse (31b) zum Anzeigeinstrument (AI);
b) Plus vom Schaltkasten (15) - G/M/Th - geschlaltetes Plus (83a?) zum Anzeigeinstrument.



Im Einzelfall:

1. Geber Motorkühlmitteltemperatur
> Kombiinstrument (KI / Klemme 1) = 31b?

2. Geber Öltemperatur in Ölablaßschraube und ähnliche Anzeigeinstrument (AI) = 31b?

3. Geber Öldruck Motor
> KI (Klemme 11) 31b?

4. Druckluftschalter > KI /Klemme 7 (großes rotes Warnlicht) = Plus?

5. Geber Kraftsofftank > KI /Klemme 13 = 31b?

6. Kein Unimog-Teil: Thermostat für Ventilator am Kühler (z.B. Audi A6 etc.)
Wird der Temperaturschalter 98 Grad Kontakt, 94 Grad Unterbrechung
auf Masse (30) - geschaltete Masse (31b) angeschlossen oder auf geschaltetes Plus
.
7. Außenthermometer = 31b?

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Weiterhin sehe ich nirgends wie die genaue Bezeichung des Schaltpunktes nach einem mechanischen Schalter ist

Schaltereingang (83); Schalterausgang (bei Kontakt = gesdchlossen) (83b?)

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Zum Kombiinstrument

Der von Martin Glaeser veröffentlichte Schaltplan des KI beim U 404 hat folgende Klemmenbelegung:

MG = Martin Gläser; UZ80 = Schaltplan UZ 54-0100/1 U421 12.80

Druckschalter: MG: Klemme 7; UZ80: Klemme 4

Gibt es verschiedene Ausführungen des KI? Vielleicht könnten wir dies noch gemeinsam klären.

Danke!

Kalt ist der Mai heuer!
Karl
#63321
Noch vergessen:

Die relative Genauigkeit einer Meßstelle läßt sich doch dadurch erhöhen, daß wir einen gröseren Querschnitt verwenden?

Beispiel:

Druckmeßdose (DMD) am Anhänger:

a) Masse (31) - b) DMD - c) Signal (31b) -
d) Leitung bis Anhängersteckdose/Leitung im Zugfahrzeug -
e) Anzeigeinstrument

Innenwiderstände:
- R(DMD);
- R (Leitung insgesamt) = R(L) (q)

q1 = 1.5
q2 = 2.5

V (DMD) = Signal am AI = 12V - R(L) (q)
bei q1 < q2

V1 (DMD) (q1) > V2 (DMD) (q2)

Bitte um Eure Meinung?

Danke und Gruß!

Karl
#63341
Hallo Karl,

also mir sind keine Meßgeber bekannt, die gegen +12V arbeiten. Alle werten einen Widerstand gegen Masse aus oder sind neutral, d.h.haben zwei potentialfreie Anschlüsse zum Anzeigeinstrument. Jeder Geber, der nur einen Drahtanschluss hat, holt sich den zweiten Anschluss über das Gehäuse und somit Masse.
Das heisst nicht, das es nichts anderes gibt, mir ist sowas aber dann noch nicht begegnet.

Zu Kabelquerschnitten bei Meßgeräten:

Generell ist die Messgenauigkeit durch dickere Kabelquerschnitte verbesserbar. Ich persönlich halte es aber für homöopatische Größenordnungen, weil:

1. wir von Kabelquerschnitten >0,5qmm un Längen <10m reden

2. der Kabelinnenwiderstand (im Milliohmbereich) im Gegensatz zum Instrumenteninnenwiderstand (Im Kiloohmbereich)
vernachlässigbar ist. >>somit Verbesserung im 0,0x%-Bereich.

3. die Anzeigeabweichung von KFZ-Instrumenten normal >5% ist.

4. die Ablesegenauigkeit des Menschen nochmal einige Prozente ausmacht.


Einzige Ausnahme: Amperemeter mit direktem Stromfluss. Hier fliesst ein großer Strom (einige zig Ampere). Hier ist der Querschnitt extrem wichtig.


Für sehr wichtig halte ich es, dass alle Kabelverbindungen qualitativ hochwertig (=niederohmig) ausgeführt werden. Also gute Stecker/Steckkontakte verwenden, auf Korrosionsschutz achten, sorgfältig verpressen....

Frohe Jagd nach dem Kupferwurm!
#63370
@Stefan,

danke für Deinen fachlichen Ratschlag. Im Forum wurde ja bei den sicherung das Problem des hohen Innenwiderstand in der Leitung diskutiert, sod daß die Sicherung nicht mehr schmiltzt. Aber ich versthe jetzt, daß die Relationen Kabel - Sicherung beide im Miliohmbereich sind, so daß eine Reaation in der gelichen Größenordnung ganz anders durchschlägt.

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Noch eine Rückfrage: Korrisionsschutz

Ist damit gemeint, nur spritzwassergeschptzte Klemmeeisten und Steckverbindungen zu verwenden? Oder aber die Drähte beim Verelgen mit etws zu behandeln?


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Noch eine Suche nach guten Ratschlägen:

Im Original-Schaltplan UZ 54-0100/1 kommen bereits im Sicherungskasten und an einer Klemmleiste 3 Drähte auf einer Seite zusammen.

Wie verfährt man da im Einzelfall

a) bei geschraubten Verbindungen

a1) abisolieren, Enden verlöten, einstecken und zusammen verschrauben?
Der Nachteil wäre, daß die Litze nach den harten gelöteten Teil bei Alterung schneller bricht?

a2) einfach verdrillen, einstecken und verschrauben?
Sieht nach Pfusch aus?

a3) ?


b) bei Steckverbindungen

b1) 2 oder gar 3 Litzen in eine Stecköse verpressen?

b2) Gibt es Mehrfachsteckösen?


Danke für Euren Beitrag!

Gruß Karl
#63375
Karl_Bauer hat geschrieben: Wie verfährt man da im Einzelfall

a) bei geschraubten Verbindungen

a1) abisolieren, Enden verlöten, einstecken und zusammen verschrauben?
Der Nachteil wäre, daß die Litze nach den harten gelöteten Teil bei Alterung schneller bricht?

a2) einfach verdrillen, einstecken und verschrauben?
Sieht nach Pfusch aus?

a3) ?
Verlöten und dann Schraubverbindungen sind heut zu tage unzulässig.
Man nimmt da Aderendhülsen, welche verpresst werden. Diese gibt es mit Isolierung und auch ohne.

Beispiel:LINK


Axel
#63394
@Karl,

mit Korrosionsschutz meine ich genau diese spritzwassergeschützen Verbinder, Batteriepolfett an der Batterie, etc. Bei Verschraubungen an die Karosserie oder Geberklemmen mache ich nach dem Verschrauben gerne Hohlraumwachs drauf. Wenn du abzweigen musst z. B. hinten für die Aufteilung auf Lampen rechts, links und Anhängerdose, nimm eine wassergeschützte Abzweigdose.
Und ganz wichtig: KFZ-geeignete Kabel verwenden. Alles andere wird unter Umständen brüchig, ist nicht ölfest, ...

Wie Alex schon schreibt, nicht verlöten. Egal ob zulässig oder nicht, es ist nicht von Dauer am Mog. Der Mog vibriert zu stark. Alle Drähte einzeln in Aderendhülsen und dann zusammen Verschrauben. Wenn der Platz eng ist, die ohne Kragen benutzen.

Bei Flachsteckhülsen gibt es Abzweigstecker. Ich würde lieber zwei zusammen in eine Hülse stecken und verpressen. Ob das so richtig ist, weiss ich nicht, sieht aber professioneller aus als die Flachsteckertürme.
Pleullagermuttern M180

Hallo Helmut, lies selbst: tatsächlich &q[…]

Hallo ins Forum. Hat jemand einen Befestigungsbock[…]

Hallo liebe Freunde der gepflegten Fortbewegung! […]

gesuche, Lima vom 401 2010 900 Eus

2000 incl..... Wir haben nun auch in div. Zeitung[…]