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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#273256
Hallo Forum,

ich habe eine 5-Tonnen 3-punkt Anbauseilwinde Taifun, die normalerweise am Heck eines Schleppers angebaut ist. Diese möchte ich jetzt an meinen 406 vorne anbauen. Der Unimog hat ein Getriebe mit Zapfwellenabtrieb für vorne aber noch keine Zapfwelle vorne und keinen Frontkraftheber (Hydraulikanschlüsse 4-fach sind vorne vorhanden).
Meine Überlegung ist nun, wie ich die beiden zusammenbringe. Normalerweise brauche ich eine Zapfwelle vorne (ca. 500¤), einen FKH (ca. 1000¤) und ein Umkehrgetriebe (ca. 500¤). Somit bin ich geschätzt bei 2.000¤ für den Spass. Ist das realistisch oder liegen die Preise noch höher?
Hat jemand von Euch so einen Anbau schon realisiert und vielleicht noch Bilder gemacht? Funktioniert das mit dem Umkehrgetriebe vorne (Einbauraum, Zapfwellenlänge usw.). Oder gibt es eine einfachere (und günstigere) Möglichkeit, eine Seilwinde dieser Art vorne an den Mog zu befestigen.
Danke für die Tipps.
Bernhard
#273265
Hallo Bernhard!

Das ist keine leichte Übung :wink:

Ich bin gerade dabei für einen Freund diese Lösung auf einen 421er zu realisieren. dabei habe ich den Vorteil, dass der wesentlich niedriger als der 406er ist. Ausserdem lasse ich den vorderen Zapfwellenbock weg und schließe das Kreuzgelenk der Zapfwelle direkt an das Umkehrgetriebe (aus einen alten Heuwender günstig erstanden). Ein weiter Vorteil ist, die Winde hat kein Schild, sondern höhenverstellbare Füsse, so kann ich die Winde so in der Höhe einstellen, dass es keine Probleme mit der Gelenkwelle gibt.

Als erstes würde ich Dir empfehlen, die Winde einmal vor den Mog zu stellen (in der Entfernung des zukünftigen FKH`s) um zu sehen, wie schräg die Gelenkwelle laufen würde. Ausserdem ist zu berücksichtigen, dass die Zapfwelle durch das Umkehrgetriebe mindestens um eine Stummellänge nach vorne kommt, allerdings um ca. 10 cm tiefer.
Als nächstes ist zu prüfen, ob mit dem gewünschten Frontkraftheber genug Platz ist, um das Umkehrgetriebe aufzustecken.

So aus dem Gefühl heraus würde ich sagen, die Gelenkwelle geht steil nach unten und wenn sich der Schild eingräbt, kracht es.
Als Abhilfe könnte ich mir vorstellen, den Schild zu verlängern und die Eingrabtiefe mit einer Kette von Oberlenkeranlenkpunkt zum Unterlenker zu begrenzen.
#273385
Hallo!

Ich sehe die Sinnhaftigkeit dahinter nicht? Eine 5to Rückewinde ist für den Einsatz am Fahrzeugheck gebaut. Wenn ich die Winde vorne hab kann ich zwar mit dem Seil ziehen ja, aber ich kann das Holz dann nur rückwärts bewegen... :roll:

Die Winde ist außerdem nicht sooo leicht, wenn Du auf der Straße fährst und die Winde vorne dran hast, brauchst Du hinten sowieso ein Gegengewicht.

Ich an Deiner Stelle würde vorne "nur" eine fix angebaute Winde ohne Polterschild montieren, und deine Taifun an den Hkh hängen. Wirst Du beim arbeiten sicher mehr Freude haben.
Oder gibt es eine einfachere (und günstigere) Möglichkeit, eine Seilwinde dieser Art vorne an den Mog zu befestigen.
Nein, ohne Umkehrgetriebe geht nichts vorne. Deshalb: bau sie hinten an. Bevor Du eine Frontzapfwelle einbaust und einen Fkh montierst, kannst Du doch auch gleich eine Heckzapfwelle und einen Hkh einbaun. Damit kannst Du wesentlich mehr Anbaugeräte betreiben...

Grüße Bene
#273495
Hallo Bene,

dein Einwand ist berechtigt, aber (was ich noch nicht erwähnt habe) ich habe hinter der Kabine einen Kran montiert, mit dem ich die Baumstämme auf die Pritsche bzw. auch auf meinen Anhänger lade. Die Hydraulikpumpe für diesen Kran wird über den hinteren Zapfwellenanschluss angetrieben. Somit entfällt die Möglichkeit der Zapfwelle hinten.
Meine Idee war, die Winde vorne anzubauen und zugleich den Anhänger mitzunehmen. Der Wald meines Schwiegervaters ist ca. 60km von mir entfernt und da möchte ich alles auf einmal dabeihaben. Derzeit rücken wir zu ihm mit zwei Fahrzeugen aus, wofür wir natürlich immer zu zweit sein müssen (wobei - ich hab den Vorteil mit dem Mog, dass ich 30min. länger schlafen kann :wink: ). Es geht halt nicht, dass ich alleine schnell noch ein paar Bäume (die schon umgeschnitten sind) bis zur Strasse ziehe und auflade. Ausserdem lasse ich ungern den Schlepper im Wald stehen. Darum halt die Überlegung, die Winde für solche Fälle vorne anzubauen.
Aber Du hast recht, in meinem Wald, der 5km entfernt ist, macht die vorne angebaute Winde sicher keinen Spass, da fahr ich lieber mit dem Schlepper vorwärts.
Wie sieht dies mit den fest angebauten Winden aus, was ist besser: Rein hydraulisch oder mit Zapfwellenantrieb? Habe schon viel gelesen hier im Forum, aber meist wird die Winde nur zum "Selbstbergen" verwendet. Und bleibt der Unimog auch stehen, wenn man ohne Schild (Abstützung) arbeitet?

Tschau
Bernhard
#273499
Hallo Bernhard!

Gut, bei 60Km Wegstrecke kann ich das schon verstehen, erspart ein Fahrzeug mitzunehmen.
Mir wäre es an Deiner Stelle aber zuviel Umbauaufwand, nur um die 3 Punkt Winde vorne anzubauen. Um das Geld solltest Du normal eine brauchbare Anbauwinde bekommen.
Ich hab eine Werner56 die über die Zapfwelle angetrieben wird und per Druckluft+Strom angesteuert wird. Für leichte Rückearbeiten bzw Zuzug zum Kran reicht sie für Dich sicher. Ich hab sie vorallem im Winter wenn ich wo stecken bleib bzw eben um Bäume, die ich mit meinem 8m Kran nicht mehr erwisch, zuzuziehn.

Die Standsicherheit kann natürlich ein Problem werden, Handbremse sollte gut in Schuss sein, immer Allrad und Sperre einlegen, und Kranstützen am Boden sollten die Fuhre halten. Feststellbremse auf der Vorderachse wäre halt die schönste Lösung ;)

Mein 427er hält mit Allrad+Sperre+Handbremse bis zu einem gewissen Punkt, meistens hab ich hinten noch den Rückeanhänger, bisschen über 3to Eigengewicht, der auch noch eingebremst ist. Da steht er schon relativ sicher ;)

Grüße Bene
#274194
Hallo,

nach einigem Surfen zu diesem Thema denke ich auch, dass eine fest angebaute Winde fast besser ist für mich. Alles andere wird für die 5 Windeneinsätze im Jahr zu teuer. Mal seh, was ich auftreibe.
Vielleicht kann ich meinen Schwiegervater überreden, dass er den Wald verkauft und sich einen in meiner Nähe sucht, wäre für mich günstiger :wink:

Schönen Dank für die Infos.
Bernhard
#282398
Hallo zusammen,

nachdem mir das Christkind keine Frontzapfwelle geschenkt hat und mir der Anbau meiner Seilwinde an die Front keine Ruhe lässt, hab ich eine neue Lösung.

Einen möglichen Frontkraftheber sowie eine Lösung für den Anbau habe ich mittlerweile gefunden (Kostenpunkt ca. 1300€).

Das Problem mit der Zapfwelle, Umkehrgetriebe, zu kurzer Gelenkwelle usw. könnte ich durch einen sogenannten "hydraulischen Antrieb" umgehen. Diesen habe ich im neuen Hauptkatalog 2010 vom Fliegl Agro-Center auf Seite 113 gesehen.
Hat jemand von Euch so einen Hydraulikmotor zum Aufstecken auf die Zapfwelle im Einsatz? Wenn ja, treibt Ihr den über die normale Mog-Hydraulik an? Mit meinem Kranaufbau hätte ich ja die Möglichkeit, ihn über die Kranhydraulik zu betreiben.


Bin mal gespannt, was ihr zu diesem Vorschlag sagt.
Tschau
Bernhard
#282460
Hallo Bernhardt
ich betreibe meine seilwinde mit der kranhydraulik . geht sehr gut , geht nichts kapput ( bei überlastung) der ölmotor liefert 390 Nm bei 22 KW bei 300 bar und ist nur mit einem übergang aufgesteckt und verschraubt.
eigentlich wollte ich einen FKH, da ich aber eh schon viel gewicht auf der Vorderachse habe, wurde es ein HKH.
da es mit meinem u 1000 beschwerlich ist im engen bereich zu rücken oder poltern, ziehe ich alles auf zwei mal , geht bei mir jedenfalls leichter und schneller bis zur stelle wo ich es mit dem kran verladen kann.
somit war mein HKH eigentlich nicht notwendig , es hätte auch ein bewegliches dreieck gelangt das ich mit dem kran hochziehe oder runterlasse kann, mit einer verriegelung in der endstellung. ähnlich eines HKH oder FKH ohne Hydraulikzylinder.
gruß nico
#282631
Also ich denke eine Pumpe die nen Kran versorgt bringt so viel Druck und vor allem Liter dass Winde dann auch recht flott läuft. Würde die auch Hydraulisch betreiben und im Wald umhängen. Vorne ist sehr gefärhlich da der FKh nicht auf seitliche Belastung ( bleibt beim Windeneinsatz nie aus) ausgelegt ist.

Wenn Du aber mehr zu dem Motor weisst schreib es bitte würde gerne meine HPC U3 auf ne Platte bauen um sie in dir Anbauplatte einzuhängen...

GRüssle Michael
#283129
näheres über ölmotoren mit den verschiedenen bauarten erfährt mann hier
" http://www.sauer-danfoss.com/stellent/g ... 0l0262.pdf"
und
"www.sauer-danfoss.com/stellent/groups/p ... 0l0407.pdf"
wichtig ist
-der max mögliche pumpendruck
-literleistung bei welcher motordrehzahl
-die gewünschte arbeitsdrehzahl und mögliche höchstdrehzahl
den rest kann sich jeder selber ausrechnen.
kleiner tip
die baugrößen sind von alphabetisch nach leichte /schwerere baureihe unterteilt ( OMS ist stabiler als OMR)
O = Orbitalmotoren
M= Gehäuse Bauform
S= max 300 Bar
gruß nico

Hallo liebe Freunde der gepflegten Fortbewegung! […]

gesuche, Lima vom 401 2010 900 Eus

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Pleullagermuttern M180

Diese Motoren wurden ja nicht nur im Unimog sonde[…]

Hallo versuchs doch mal mit einer Staubsauger D&u[…]