Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#5682
Liebe Mogler
Ich fahre manchmal einen U1000 dessen Druckluft nicht mehr ganz so lange hält, wenn er mit Handbremse steht. Wenn die rote Leuchte im Kombiinstrument aus geht kann man losfahren vorher bremst er noch. Beim ersten Gangwechsel in den 5. Gang heult das Getriebe dann mitleiderregend und der Unimog bremst, je stärker man den Gang reindrücken will. Er geht auch nicht rein. Fährt man dann etwas im 4. weiter und probiert es erneut geht es plötzlich, dann gibt es aber ein neues Geräusch, eine Art Quitschpfeifen beim Einkuppeln nach Einlegen des 5. Nach etwa 5km Fahrt und besonders frühem Schalten in den 5. hört dieses Pfeifquitschen beim wieder einkuppeln auf. Man kann es in den ersten paar Kilometern durch spätes Schalten, also bei 2000+ Umdrehungen immer wieder erzeugen. Manchmal (aber nur manchmal) auch beim Runterschalten und beim Schalten in den 7. (Beim PKW würde ich sagen das Getriebe synchronisiert nicht richtig oder zu hart)

Kann mir jemand erklären, was beim Schalten in den 5. Gang technisch wirklich passiert und ob Druckluft dabei mitspielt. Es klingt so. Und vielleicht gibt es ja auch Tricks zu dem Thema. (Ja ich weiß, daß klingt nicht gerade nach viel Know-How aber ich hab\' wenigsten schon mal ein Unimog Rad gewechselt am Straßenrand und nen Gasbock-Schalter wieder gangbar gemacht)
#27630
Hallo Henry

Also: Der U 1000 hat eigentlich nur ein 4 Gang Getriebe, der Trick ist das es diese 2 Mal gibt und zwar in einer schnellen und in einer langsamen Gruppe (Vor-/Nachschaltgetriebe). Bei Traktoren ist es ähnlich: 4 Gänge und eine Arbeits und eine Straßengruppe.
Bei LKWs wurde das auch eingeführt um nicht 5, 6 oder mehr Gänge ins Getriebe bauen zu müssen. Aber weil LKW fahrer ja nicht so gute Landmaschinenfahrer sind ;-) bzw. weil bei 0-80 kmh 4 Straßengänge nicht reichen, hat man es so gemacht das man Alle 8 Gänge mit einem Hebel schalten kann.
D.h. Wenn Du im dritten Gang anfährst, fährst Du im dritten Gang -kleine Schaltgruppe an... dann kommt irgendwann der vierte... und jetzt kommts: Wenn Du in den fünften Schaltest, schaltet das Getriebe per Druckluft in die Schnelle Gruppe und Du legst eigentlich wieder den ersten Gang ein - Alles Klar??? Warscheinlich hab ichs etwas blöd Formuliert...

Also ich kenne das vom U1000 nur so das der Gruppenwechsel bei Luftmangel einfach nicht funktioniert. Dann kann man drücken und machen da geht nichts. Ist übrigens auch so wenn man in im fünften bis achten Gang abstellt und dann runterschalten will.

Gruß Matthias
#27646
Danke Matthias - habe verstanden.

Das klärt wohl das größte Problem, also den Gruppenwechsel. Und auch warum man nicht wegkommt, wenn der Unimog in den oberen Arbeitsgängen abgestellt wurde und nun im dritten Normalgang anfahren soll. Alles klar. Druckluft ist Schuld.

Kannst Du auch das Pfeifquitzschen beim Einkuppeln erklären?
#27671
Moin Moin!

Ich kenne den Aufbau des Getriebes nicht genau - aber ich vermute das der Druckl. Schaltzylinder nicht den kompletten Weg zurücklegt (weil zuwenig Druck) und das Getriebe sozusagen \"zwischen den Gängen hängt\". Ich kenne das vom U 1000 das das Getriebe beim Schaltversuch aufheult und der fünfte nicht reingeht. Da leigt die Vermutung nahe das dann irgendwas mitrotiert was sich in diesem Fahrzustand normalerweise nicht drehen sollte. Frage doch vielleicht mal Thorsten Streit, der hat sein U1000 Getriebe (leider) gerade zerlegt...

Und das mit dem großen Gang abstellen - schalten und dann im dritten keinen Kraftschluss haben kenne ich auch. Ich vermute große Gruppe ausgeschaltet, kleine aber noch nicht drin - Leerlauf.

Gruß Matthias
#27689
Hallo,
ich hab ja mein Getriebe gerade komplett zerlegt auf der Werkbank liegen.
Das UG 3-40 besteht wie schon beschrieben aus einem Grundgetriebe mit 4 Gängen welches durch vorschalten einer großen Gruppe um weitere 4 Gänge, sowohl vorwärts als auch rückwärts erweitert wird. Um nun diese große Gruppe zu schalten sitzt in Fahrtrichtung gesehen rechts am Getriebe ein Schaltzylinder. Der ist pneumatisch betätigt. Fehlt nun die Luft schaltet er nur teilweise oder, was wahrscheinlicher ist, gar nicht. Losfahren kannst du schon mit etwa 6 Bar, der Schaltzylinder kommt aber erst mit dem vollen Druck von ca. 7,5 Bar. Das schalten des 5. Ganges mit kaltem Getriebe ist schon immer ein Problem. Du kannst Dich bei weiteren Fragen gerne an mich wenden.
#27708
Danke Thorsten, Danke Matthias,

das mit dem Druckluftschatzylinder hab\' ich verstanden. Es ist wie ihr schreibt. Bei warmen Getriebe reichen dann auch weniger als 7,5 bar.

Aber bitte schreibt mir mal noch was zu dem Quitzschgeräusch beim Wieder-einkuppelln. Zwischengas und Zwischenkuppeln provozieren dieses Geräusch bei hohen Drehzahlen recht sicher, aber nur beim Schalten in den 5. und manchmal in den 7.
Das Geräusch kommt, vom Fahersitz aus gelauscht, von unten, in der Mitte, vielleicht 50cm hinter der Kabine.

(Und es ist sehr schwer sich bei 50 km/h soweit aus dem Fenster zu lehnen, um dort hinzusehen ;) )
#27728
Das geräusch wird wohl aus dem Getrieb kommen.
Bei dem 1000 von meinem Vater konnte man ohne bzw. mit sehr wenig Luft in den unteren Gängen fahren, wenn man dann hochschaltete blieb er im 4. Gang, bis eer genug Luft hatte und tat dann den richtigen (5. oder höher) rein. Allerdings ohne jegliche Geräusche! Aber ich denke, dass die Gruppen nicht extra synchronisiert sind, oder?
#27762
Hallo Henry.
warum schaltest Du überhaupt mit Zwischengas und Zwischenkuppeln? Ist das Getriebe noch fertiger als meines und synchronisiert nicht mehr richtig? Hört sich mächtig danach an. Evtl. liegt`s auch an der Kupplung daß sie einfach schleift wenn die hohen Einkuppeldrehzahlen ankommen. Schalten sollte man den Mog eh nur langsam. Er ist ja kein Rennwagen mit Tipschaltung! Versuch`s mal mit etwas Gefühl in den Füßen!
#27796
Hi,
ist das Geräusch seitdem weg? Ich hab gestern abend mit meinem Getriebemechaniker über das Problem gesprochen. Er meinte auch daß es weniger vom Getriebe als von der Kupplung kommt. Eine kleine Chance auf Getriebeproblem könnte sein daß im Getriebe selbst ein Blech eingebaut ist das klappert. In meinem zerlegten Getriebe war dies das erste Teil von vielen was in die Schrottkiste flog.
#27798
Nein Thorsten,

das Gräusch passiert nach vielleicht 5 gefahrenen Kilometern nicht mehr regelmäßig und immer seltener. Mit Zwischengas, also hohen Drehzahlen kann ich es aber noch eine Weile erzeugen. Nicht daß mir das Spaß macht :P den Unimog zu quälen, es ist eher diagnostisch.

Für Deine Kupplungsvermuttung spricht, daß die ja erst relativ spät wirklich warm wird und daß das Gequitzsche wirklich nur kurz beim Einkuppeln auftritt. Es ist eigentlich zu hoch in der Tonlage und dem Heulen eines nicht synchronisierten Getriebes nicht ähnlich. Auch gehen die Gänge ganz normal rein. Es Quitzsch ja auch nicht beim Gang einlegen, sonder beim anschließenden Einkuppeln.
#27816
Wenn bei schneller Änderung der Motordrehzahl ein Quietschgeä\'usch auftritt, dann kann es aber auch ein zu lockerer Keilriemen an einem der Aggregate sein. Manchesmal trügt die Richtung bei den vielen Fahrgesräuschen! Weitere Ursache ein Nebenabtrieb,d er zufällig mitläuft.

Karl
Prospekt Unimog Landwirtschaft

biete aus meiner Sammlung diesen Prospekt aus dem […]

Prospekt MB trac im Forsteinsatz

Hallo, ich biete aus meiner Sammlung div. Prospekt[…]

Hallo Max In einem alten Thread habe ich noch gel[…]

Hallo Jochen, hier das Schaltbild Schaltbild Kle[…]