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Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#411768
Tach,

ich habe so eine Pumpe in meinem 411, Schmidt Frontlader geht ganz gut aber ich kann nicht sagen wie viel Gewicht man heben kann.
Einen Schmidt E0 Schneepflug ca. 350Kg hebt die Pumpe mit einer eigenen 100Ah Batterie über 50 mal an.
Ich kann so eine Pumpe empfehlen, meine habe ich bei fk-söhnchen gekauft.

Gruß
Patrick
#411790
Moin!
Super,das sieht ja schon einmal nicht hoffnungslos aus!Jetzt brauchten wir ja nur noch den Mindestdruck,oder Literleistung(keine Ahnung)die man für einen Frontlader benötigt,dann könnte man ja mal weitersuchen!
Mit der Zapfwellenpumpe ging dann beides??Worauf muß man denn dabei achten??
Danke für Eure Antworten,Rainer
#411802
Hallo Rainer,
Zapfwellenpumpe ist super. Hab ich am 406 um einen Kran zu betreiben. Ich habe eine Pumpe 180bar, 57 liter bei 540 umin. Da das viel zu viel ist kann ich mit der Motordrehzahl auf 1400 umin runter was Sprit spart. Wichtig ist ein entsprechend großer Vorratsbehälter damit das Öl nicht zu warm wird und ein Überströmventil damit immer ein Kreislauf gewährleistet ist. Wenn du dich damit beschäftigst wirst du sehen das dies die beste und wartungsfreiste Variante ist.
Gruß Lothar
#411817
Hallo Rainer
Jetzt brauchten wir ja nur noch den Mindestdruck,
Beim Druck gehe mal von einem Arbeitsdruck von 150bar aus.
Die Literleistung ist wohl eher durch den Elektro-Motor begrenzt. Betrachte als Vergleich den Anlasser. Damit hast du ungefähr die Grenze der maximalen Leistung, die in einem normalen Bordsystem möglich sind. Aus 2 KW el. Input kommt dann vlt 1,2 hydraul. Leistung raus.
Die hydraulische Leistung am Ausgang ist dann noch etwas geringer, da die Leitungs- und Ventilverluste ihren Teil auffressen.
#411827
Hallo Freunde,
die elektrischen Hydrauliksysteme sind sehr leistungsfähig wenn man sorgfältig auswählt.
Druck und Förderleistung entsprechen ungefähr dem alten Bosch System, welches als Schmidt Hydraulik früher in die Kleinen Unimog verbaut wurde.

Einen Kipper kann man bedenkenlos betreiben aber beim Frontlader kommt es auch auf die Einschaltdauer und Literleistung pro Minute an sonst werden die Arbeitsspiele sehr langsam oder der Pumpenmotor überhitzt.

Auch das Volumen im Vorrattank sollte auf die Zylindervolumen (Schluckvolumen) abgestimmt sein sonst ist bei angehobenem Kipper bzw. Frontlader der Tank schnell leer.

Für gelegenlichen Betrieb eine sehr gute Alternative.

Hydraulische Grüße
Jochen
#411966
Hallo Rainer,

bezüglich U411 kann ich mit konkreten Zahlen dienen.

Ausgangspunkt für die Überlegungen ist der hydraulische Bedarf. Wenn man sich als (seltene) Höchstbelastung das Abkippen einer mit etwa einer Tonne beladenen Kipppritsche vorstellt, ist der Druckverlauf im Teleskopzylinder maßgeblich (siehe Diagramm im Anhang unten).

Rechengang überschlägig

Hydraulisch
60 bar (mittlerer Druck) * 8 l/min / 600 = 0,8 kW
30 s * 0,8 kW = 0,007 kWh

Elektrohydraulischer Wirkungsgrad
0,8 * 0,75 = 0,6 (60%)

Elektrisch
0,8 kW / 0,6 = 1,35 kW bzw. 125 A bei 11 V
0,007 kWh / 0,6 = 0,012 kWh

Ladewirkungsgrad Bleiakku 70%
Ladestrom 3 bis 5 A
Wiederaufladung der verbrauchten Ladung 1 bis 2 h

Pendelverkehr zwischen Kiesgrube und Baustelle scheidet hiermit aus. :wink:
Dateianhänge:
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#411980
Hallo Christoph,

Deine hydraulischen Erkenntnisse kann ich mangels Sachkenntnissen nicht beurteilen, bei Deinen elektrischen Erkenntnissen möchte ich aber doch etwas "Nachhilfe" geben :D

Unter Voraussetzung, dass Deine Annahmen der Wirkungsgrade richtig sind, müsstest Du

bei 0,012 kWh entnommener Energie mit dem angegeben Wirkungsgrad von 70%

0,012 kWh / 0,7 (0,07 war ein Tippfehler)= 0,017 kWh zurück in die Batterie speichern.
Anders geschrieben sind dies 17 Wh.

Über die Beziehung P = U * I [W = V * A] und der Vereinfachung eines 12 V Systems im 411 wären dies:
17Wh / 12V = 1,41 Ah

Also bei 1,41 A kontinuierlichem Ladestrom wird genau eine Stunde benötigt.
Bei Deinen angenommenen 3 - 5 A Ladestrom wären es demzufolge lediglich 30 - 17 min Ladezeit.

Im übrigen konnte meine Lichtmaschine deutlich höhere Ströme liefern. :wink:
Zuletzt geändert von Jürgen-Fahlbusch am 10.03.2013, 18:51, insgesamt 1-mal geändert.
#412027
Hallo Jürgen,

bei der Elektrik nehme ich gerne Nachhilfestunden. :wink:
Von Dir besonders.

Was mir nicht klar ist: Meine Lichtmaschine liefert maximal 55 Ampere. Aber an der Batterie habe ich noch nie höhere Ladeströme als 4 A beobachten können.

Du schreibst: 0,012 kWh / 0,07 = 0,017 kWh zurück in die Batterie speichern ...
Was ist darin 0,07? Das sind zumindest keine 70%!

Vielleicht kannst Du mein Modell ja nochmal komplett zuende rechnen. :roll:
Zuletzt geändert von OPTI-MOG am 10.03.2013, 18:19, insgesamt 2-mal geändert.
#412029
Moin Reiner,

die Zacken kommen von den einzelnen Stufen des Teleskopzylinders - und vom Abrutschen der Ladung.

Über den samtweichen und runden Lauf meines Panzermotors lasse ich nichts kommen! 8)
#412038
Hallo Christoph,

hast mich erwischt, aber nur bei einem für mich typischen Tippfehler. :D
Gerechnet habe ich schon mit 70% bzw 0,7 wie Du schnell nachrechnen kannst.

Alle weiteren Angaben von mir basieren auf der Berechnung und somit Deinem Beispiel und nicht meinem Tippfehler.

Dass Du kaum einen größeren Ladestrom siehst liegt an verschiedenen Faktoren.
1. die Batterie ist üblicher Weise (fast) voll und der Laderegler der Lichtmaschine verhindert eine Überladung.
2. die Kabelverbindung von der Lichtmaschine zur Batterie ist möglicherweise nicht für die 55A ausgelegt und begrenzt den maximal Strom.

Allerdings kann so eine starke Lichtmaschine wie bei Dir sogar während dem Kippvorgang die Batterie noch deutlich unterstützen.
Wenn wir wieder von Deinen 125 A Strombedarf ausgehen kann davon alleine die Lichtmaschine unter berücksichtigung entsprechender Kabel und Ausschalten anderer Stromverbraucher etwa 30-40% beitragen. Somit wird die der Batterie entnommene Ladung noch geringer und die Zykluszeit entsprechend kürzer.

Um das Ganze mal etwas plastischer zu beleuchten, bei den meisten kleinen Koffer-LKW wird mittels einer Elektrohydraulik die bis zu 1,5to tragende Ladebordwand rauf und runter gefahren ohne das der LKW-Motor läuft und ohne dass der LKW ständig Starthilfe benötigt :D
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