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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#7327
:question: :question:
Ich bin heute wieder Unimog gefahren.
Offenbar hat der Unimog zu wenig Hydrauliköl. Aus dem Vorratsbehälter kommt so ein saugendes Geräusch.
Allerdings ist die Libelle tiefschwarz. Also doch randvoll?
Aber das ist nicht das Problem.
Laut einem vagen Hinweis soll der Vorbesitzer biologisch abbaubares Hydrauliköl eingefüllt haben ( ehemaliges Forstfahrzeug ). Aber welches?
Laut Betriebsanleitung ist in der Hydraulikanlage normalerweiser Motoröl SAE 10 W.
Meine Fragen:
1.) Wie kann ich ermitteln welches Hydrauliköl derzeit eingefüllt ist.
2.) Kann ich einfach Motoröl nachgießen, ist also Bioöl und Motoröl problemlos mischbar?
3.) Wenn die Öle nicht mischbar sind, wie bekomme ich das Öl aus dem System? Einfach am Vorratsbehälter das Bioöl ablassen reicht wohl nicht, da die Leitungen und die Zylinder immer noch das Bioöl enthalten.
Wer kann mir weiterhelfen oder kennt jemanden der sich mit Öl auskennt?

Viele Grüße
Peter aus Köln
#36837
Hallo Peter,

Aufs Schauglas würde ich mich nicht verlassen.
Ich rate dir jedenfalls zum Oeltausch und würde (habe ich selber schon gemacht) Saugleitung an der Pumpe lösen und den Tank leerlaufen lassen, danach eine offene Leitung an einer Steckkupplung anschliessen und in Druckstellung den Motor anlassen. Somit wird das Oel aus der Pumpe, Druckleitung, Steuergerät \"ausgedrückt\".

Mit dieser einfacgen Methode bekommst du den grössten Teil des alten Oels raus. Einen TOTALEN Oeltausch ist meiner Meinung nach nicht sinnvoll, denn dann musst du auch das Oel in alleen möglichen Anbaugeräten tauschen.

Aus Erfahrung: ich habe eine Lekage an der pumpe, und als ich kein Hydrauliköl mehr vorrätig hatte, habe ich Motorenöl nachgekippt und der Kran, Kipper, ... funktionnieren heute noch.

MfG Steve KOCH
#36842
Peter,
grundsätzlich sind alle Bio-Öle mit \"normalen\" Mineralölen mischbar, so richtig was falsch machen kannst Du also nicht. Im Regelfall riecht ein Bio-Öl anders als ein Mineralöl, das wäre ein sehr vages Unterscheidungsmerkmal. Ölwechsel ist relativ einfach: Behälter leeren, neu füllen und Leitungen wie von Steve beschrieben \"spülen\". Geringe Restmengen Bioöl machen nichts aus. Ich würde das Öl auf jeden Fall mal wechseln, wenn Du nicht weisst wie alt es ist. Bio-Öle können unter bestimmten Umständen \"altern\", in einem Baggeröltank, der in einem Wasserschutzgebiet eingesetzt war, habe ich sogar mal eine nette Schimmelpilz-Kultur gefunden.
Gruss
e.a.
#36856
Hallo Mogler
Da ich fast nur im Wasserschutzgebiet für andere Holzarbeite ist Bio Hydr. Öl bei mir Vorschrift. Die Funktion ist fast gleich wie bei normalen. Einzig ist die Temparatur ein Problem. Bio Öl ist weniger Wärmebeständig und zieht schneller Wasser. Mischen sollte man das Bio öl nicht. Bei der richtigen mischung kann es zu Ausflockungen kommen und die Filter sind sofort zu. Dies könnte auch ein Grund für saugende Geräusche sein.
Zum Thema Schimmelpilz sowie Absetzungen gibt es einen einfachen Trick. Pro L/BioÖl 1cl Diesel beimischen. Dies ist von den meisten Bio Öl Herstellern sogar freigegeben.
Wichtig ist auch sich immer genau an den Wechselintervall zu halten, da Bio Öl sehr schnell seine Schmierleistung im Alter verliert(Wasseransammlung)
Viel Spaß Mazn
#39617
Hallo,

nach meinem Kenntnisstand darf biologisches und Mineralöl nicht gemischt werden. Das liegt daran das biologisches Öl syntetsch hergestellt ist und ganz andere Zusatzsoffe enthält. Außerdem kann das syntetische die Dichtungen und Simmerringe angreifen. Wenn du keine Freigabe für das biol. Öl hast dann darfst du es auf keinen Fall verwenden. Für ein Fahrzeug das mehr als 10 Jahre alt ist wirst du auch niemals eine Freigabe bekommen. Ich kann davon ein Lied singen weil ich schon mal einen Bagger umrüsten wollte weil die BRD das sogar fördert. Nach einer fachgerechten Umrüstung bleibt ein maximaler Anteil von 10% . Man hat mir dringends davon abgeraten.
Das biolgische Öl hat auch lange nicht die Standzeit von Mineralöl und ist teuerer. Das biol. Öl neigt stark zum verkrusten und verkleben.
HLP46 und SAE 10 kannst du theoretisch mischen. Ich würde mich aber für eines entscheiden.
Für mich gibt es nur eines: Finger weg von dem Zeug!
Nochwas: Selbst wenn die 20 Liter Öl aus deinem Mog auslaufen hast du erst ein Problem wenn\'s einer merkt.
#36940
hier, leider in Englisch, die Beschreibung eines Bio- Hydraulik Öls:


Environmentally Friendly HEES Hydraulic Fluids and Lubricating Oils Based on Synthetic Esters

It has been recognized for a number of years now that the use of mineral oil-based lubricants poses certain environmental risks. Leakages, emissions and spillages when handling hydraulic fluids lead to direct pollution of the surroundings and thus the environment. This fact led FUCHS to develop rapidly biodegradable lubricants based on vegetable oils and synthetic esters.

The PLANTOHYD S series of oils are based on synthetic esters. They represent an environmentally friendly alternative to mineral oil-based hydraulic oils and can be classified as HEES fluids according to ISO/CD 6743-4.

The advantages of PLANTOHYD S are:

Rapidly biodegradable (greater 90 % within 14 days according to CEC-L-33-A-93)

German Water Hazard Class WGK 0, i.e. generally not hazardous for water

Non-toxic, physiologically harmless

Free of heavy metals

Good low-temperature characteristics

Excellent resistance to ageing and oxidation

Excellent viscosity-temperature behaviour because of their high natural VI

Excellent anti-wear properties

Extremely shear-stable

Rapid air release

Minimal foaming

Insoluble in water

Good demulsibility characteristics. Applicable at tank temperatures ranging from - 35 °C to + 90 °C

PLANTOHYD S products are fully compatible with all materials usually found in hydraulic systems. The base fluids used in these products are non-toxic. The fluids are free of heavy metals and chlorinated compounds.

Application:

PLANTOHYD S hydraulic oils can be used universally in all hydraulic and general lubricating systems. They are suitable for all mobile and stationary hydraulic systems. These products should always be used whenever there is a danger of soil or water pollution following a leak or spillage. The greatest potential for such occurrences are in the construction, water, agricultural and forestry industries. Approvals from a number of well-known manufacturers have been issued. The high viscosity index of PLANTOHYD S products give them multigrade characteristics.

We recommend that the miscibility and compatibility of these products with mineral oil-based hydraulic oils should be checked on a case-by-case basis. As stated in ISO/CD ECO, residual quantities of mineral oil should be kept to a minimum by flushing prior to refilling. Compatible internal finishes on tanks should be selected. Paint finishes which are not 2-part epoxy systems can display poor resistance to mineral oil as well as synthetic esters. In general, we recommend the use of stainless steel tanks. \"Free\" metals, e.g. tin from soldered joints or zinc from galvanized components should be avoided if possible. Filter systems should also be compatible with synthetic ester fluids.

The powerful cleaning effect of these fluids can dislodge large amounts of dirt and contaminants and this can, in turn, shorten the life of filters. System filters should be cleaned or changed after about the first week of use with PLANTOHYD S. The ISO/CD ECO guidelines should also be observed. To maintain optimum reliability, any water which has collected in systems which have been shut-down for longer periods should be drained. Water or moisture problems can be reduced if filtering or drying equipment is fitted to tank breathers. According to ISO/CD ECO, water content during use should be kept below 0.1 %. For ISO VG 10 to 22 fluids elastomer compatibility tests should be performed.

Gruss
e.a.
#37093
Wir haben ähnliche Erfahrungen bzw Vermutungen mit Bio-Ölen. Wir benutzen Bio-Hydraulik im Forst u. Bio-Sägekettenöl.

Die Steuergeräte sind viel anfälliger geworden, dass muss mit den Verkrustungen bzw. Verhartzungen zusammenhängen.

Auch bei den Sägenketten hatten wir viel kürzere Standzeiten und Materialverschleiss als mit normalem Öl.

Letzlich kann man dass aber alles nicht zweifelsfrei belegen, weil soviele Einflussfaktoren eine Rolle spielen. Die Hersteller kontern dann immer sofort mit deren Test, da hat man als praktischer Anwender wenig konkret dagegen zu setzen, nur Erfahrung und Gefühl

Manfred
#41703
Manfred, ist das bei euch Vorschrift, Bio Öl zu benutzen?
Hab sowas in der Art schon öfters mal gehört....

Ich selber hab nur Mineralisches Öl, grade für die Sägen.
Mit dem Bio Öl war ich nicht zufrieden, kurze Haltbarkeit, im Winter ists
teilweise festgeworden / verkrustet und in der Säge pappts überall beim
Saubermachen.
Mit dem normalen Kettenöl gibts hier keine Probleme
#41720
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass das Bio Öl, besonders in der kalten Jahreszeit, nicht so toll ist. Bei den im Wald mit Bio Öl eingesetzten Kettensägen sind die Standzeiten der Ketten geringer und die Maschinen lassen sich viel schwerer reinigen.

Zu Hause lege ich immer eine grosse LKW-Plane aus, so dass ich nach der Arbeit alle Späne leicht zusammenkehren kann. Hier setze ich dann normales mineralisches Kettensägenöl ein und habe nach getaner Arbeit, binnen kürzester Zeit, mittels Ausblaspistole und Putzlappen alle Geräte gereinigt. :wink:

Auffällig ist auch, dass mit Bio Öl betriebenen Heckenscheren, welche nur selten gebraucht werden, nach einiger Zeit von einer Schimmelschicht überzogen sind und nach der Winterpause nur sehr schwerfällig wieder anlaufen wenn sie nicht im ölgefüllten Schwert gelagert wurden. :?
Hierzu werde ich den Vorschlag von Mazn mit der geringen Beimischung von Diesel mal testen.

In den Hydraulikkreis meines Unimog (U1000) fülle ich nur Motoröl ein, da der Überlauf des Hydrauliköltanks ja in den Motor geführt ist und ich nicht unbedingt Hydrauliköl oder Bio-Öl im Motorölkreislauf haben möchte.

Gruss Thomas
#41775
@ Stefan

Vorschrift ja und nein.

Als Holzrücker im Staatwald musst Du bei unserem Forstamt den Nachweis bringen, dass Bio-Öl im Trecker bzw. Rückewagen ist.
Eine einmalige Bescheinigng z.B. von einer Landtechnik-Werkstätte genügt. Dazu musst Du noch das Notfallpaket für Ölschäden mitführen.
Ob das von Forstamt zu Forstamt verschieden ist, und wie das in das in den einzelnen Bundesländern gehandhabt wird, weiss ich nicht.

Unsere Waldflächen liegen im erweiterten Schutzgebiet einer Quellzone
(heisst Zone 3, glaub ich). Desshalb hat die Gemeinde als Satzung verabschiedet, dass in dieser Zone nur mit Biö-Öl im Wald gearbeitet werden darf.

Manfred
Pleullagermuttern M180

Hallo Helmut, lies selbst: tatsächlich &q[…]

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Hallo liebe Freunde der gepflegten Fortbewegung! […]

gesuche, Lima vom 401 2010 900 Eus

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