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Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#440970
Hallo,

ich muss meinen Hydrauliksteuerblock von Westinghouse meines U403 Bj.66 neu abdichten. Auf dem Steuerblock habe ich die WABCO-Nummer 466 795 0000 gefunden. Unter dieser Nummer finde ich auf der WABCO-Seite zur Umschlüsselung (inform.wabco-auto.com/intl/de/index.html) leider nichts. Die zum Baujahr passende Teilenummer A0005530202 aus dem EPC lässt sich auf die WABCO-Nummer 466 795 001 0 umschlüsseln. Für diese Nummer gibt es den Reparatursatz 466 795 000 2. Könnt ihr mir sagen, ob dieser auch für meinen Steuerblock 466 795 0000 passt? Wo liegen die Unterschiede zwischen den beiden Steuerblöcken?

Viele Grüße

Markus
#440975
Hallo Markus,

steht die Nummer 466 795 0000 auf dem Gusskörper oder auf dem Typenschild?

Wenn Du ein paar Fotos von Deinem Steuerblock hast und die hier zeigst, kann ich Dir möglicherweise helfen.

Sieht er so aus wie auf dem 3. Foto? Das ist der 466 795 0010 (mit 4 Seegrringen verschlossen). Der komplette Dichtsatz hierfür besteht übrigens aus 14 O-Ringen, 2 Abstreifern und 2 Cu-Dichtringen und den hätte ich vorrätig.

Dann gibt es noch eine Ausführung 466 795 0030 mit geschraubten Deckeln auf der Rückseite (siehe 1. und 2. Foto). Dafür wird aber ein anderer Dichtsatz benötigt (habe ich auch).

ACHTUNG: Unter der Nummer 466 795 000 2 ist auch noch was ganz anderes zu finden: http://www.autoteilemann.de/wabco-repar ... 000-2.html
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#440987
Hallo Christoph,

ich habe die Nummer vom Typenschild. Die Steuerblock sieht aus wie der auf dem 3. Bild mit den 4 Seegerringen. Ich habe noch ein paar Fotos vom Steuerblock gemacht und unten eingefügt. Entspricht der Dichtsatz, den du anbieten kannst, dann dem von WABCO (http://inform.wabco-auto.com/scripts/do ... 959113.pdf)? Oder hast du den selbst zusammengestellt? Was würde der Dichtsatz kosten?

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Vielen Dank schon Mal.

Viele Grüße

Markus
#441018
Hallo Markus,

gucken die Betätigungsstangen unterschiedlich weit aus dem Gehäuse heraus oder täuscht das mittlere Foto? Wieviel Axialspiel haben die Schieber?

Dein Steuerblock entspricht der Nummer 466 795 0010. Die beiden Stücklisten der WABCO Reparatursätze sind leider fehlerhaft. Ob die Sätze von WABCO trotzdem richtig zusammengestellt sind/waren, kann ich leider nicht sagen.

Beim Wechsel der (aller!) Dichtungen sollten sämtliche Dichtflächen gereinigt, entrostet, ggf. geglättet und die Stangen gehont werden. Für weitere Informationen sende mir eine Mail an optimog@gmx.de. Dann erhältst Du auch beispielhafte Anleitungen zum Thema, die Du analog nutzen kannst.
#441968
Liebe Unimog-Freunde,

man lernt nie aus. Tatsächlich gibt es einen 466 795 0000 - wohl aus den frühen 1960er Jahren im U403/406 ... - wie ich inzwischen erfahren habe.

Einen solchen habe ich auch derzeit in der Mangel.

Folgende wesentliche Arbeiten am Steuerblock sind schon gemacht:
1. Komplett zerlegt und gereinigt
2. Farbe an den Dichtflächenrändern abgeschabt
3. Dichtflächen im Gehäuse entrostet und geschliffen (besonders an der Federseite, das war die Ursache für die Leckage)
4. Dichtsatz definiert (wird bestellt)
5. Federpakete zerlegt, überarbeitet und wieder montiert
6. Stangen geschliffen und gehont
7. Passungen und Oberflächen Schieber/Gehäuse untersucht
8. Innere Dichtheit (Mittelstellung/Positionshaltungsvermögen) geprüft

Zu 7. Die Schieber klemmen und kratzen selbst nach gründlicher Reinigung vergleichsweise stark und lassen sich auch nur in einer einzigen definierten Einbauposition einigermaßen betätigen. Die Oberflächen sind stellenweise riefig und es sind einige Reste von früheren Korrosionsschäden zu sehen. Eine Nacharbeit ist jedoch eher schädlich, weil sie Punkt 8 noch weiter verschlechtern würde.

Zu 8. Entsprechend Punkt 7 ist keine gute innere Dichtheit zu erwarten. Nach vorläufiger Prüfung liegen folgende Werte vor, die das bestätigen:
A 50% B 68% C 34% D 40%
D. h., ein z. B. an Anschluss C angeschlossener Heckkraftheber würde unter Last ziemlich schnell absinken.
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Zuletzt geändert von OPTI-MOG am 26.03.2014, 22:23, insgesamt 2-mal geändert.
#441969
... akademisch, klinisch, antiseptisch ... :lol:

Und der allseits gepriesene Dichtsatz (bestehend aus 2 O-Ringen und 2 Abstreifern - für die Stange) hätte hier wegen der dünnen Stangen gar nicht gepasst.
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#442899
Liebe Unimog-Freunde,

der Dichtsatz ist endlich da. Alle Teile liegen gereinigt und überarbeitet bereit, die Dichtungen sind zugeordnet. Jetzt kann mit der Montage begonnen werden.
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#442902
... Der Dichtheitstest erfolgt unter Wasser. Kein noch so kleines Luftbläschen steigt aus dem unter 5 bar Druckluft stehenden Block. Also ist er dicht. Danach werden unter Druckverlustmessung die Ventile betätigt, um die Stangendichtungen einzeln dynamisch zu prüfen - auch hierbei alles in Ordnung.

Schließlich noch die Vorbereitungen zur hydraulischen Prüfung und zum Einstellen des Druckbegrenzungsventils. Für heute ist erst mal Schluss.
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#443088
Liebe Unimog-Freunde,

die hydraulische Prüfung ist gemacht. Der Öffnungsdruck des Druckbegrenzungsventils durch Unterlegen von zusätzlich 1 mm unter die Feder von 125 auf 150 bar erhöht.

Der Patient - mit dem dicken Lack - ist verarztet, der nächste - mit dem dicken Dreck - wartet schon auf Behandlung.
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#443679
Liebe Unimog-Freunde,

nachdem sich zu dem Dreckigen noch ein weiterer Steuerblock hinzugesellt hatte, lohnte sich ein "gemeinsames Bad" der beiden nächsten Patienten:

Ein Westinghouse 1V41 13 aus einem 411 mit Hilfskraftlenkung, dessen Druckbegrenzungsventil schon bei 130 bar abspritzt.

Und ein Westinghouse 466 795 0010 aus einem 406 in unbekanntem Zustand. Jedenfalls wurde schon mal ein Schieber getauscht, was daran zu erkennen ist, dass einer verchromt ist und der andere nicht.
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#445383
Liebe Unimog-Freunde,

der 1V41.13 ist schon längst wieder fit, der 466 975 0010 war heute dran. Ein paar Impressionen davon ...

Mit reinem Dichtungswechsel war es - wie häufig - auch hier nicht getan. Es mussten einige Nacharbeiten gemacht werden.
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#445384
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