- 05.10.2008, 15:00
#211021
Moin.
Wir/ich setze/n ein MIGMAG-Gerät Elektra Beckum Turbo ein; Typ CO2-160/30T.
Betrieben mit 230 V, allerdings fliegt die "normale" 16 A Sicherung beim Einschalten meistens heraus, deswegen Betrieb an einer 32 A abgesicherten Energiequelle. Besser wäre gleich ein 400 V Drehstrom-(Kraftstrom-)-gerät.
Betrieben mit Argon Mischgas. (Eigentumsflasche.)
Gas-Flaschen:
Leihflaschen sind billiger, wenn man sie nur ganz kurzfristig braucht; Eigentumsflaschen amortisieren sich allerdings recht flott, wenn man die Miet-Gegenrechnung erstellt. Zum Neubefüllen der eigentumsflasche kann es aber schon mal einige Tage (Wochen) dauern, bis sie wieder befüllt zurückkommen. Dann ist man 14 Tage ohne einsetzbares Schweissgerät da.
Zum Gas:
Gut ist Argon, aber teuer. Schweisspunkte verbinden sich linsenförmig mit dem Unterblech; es spratzelt nicht so stark.
CO2-Gas produziert mehr erbsenförmige Schweisspunkte, die bei dünnen und Karosserieblechen auch schon mal "durchschlagen" können. CO2 spratzelt um einiges stärker.
Bei beiden Gasen muss man immer wieder mit Vorschub und Stromstärken "spielen" um das beste Ergebnis zu erlangen.
(Spratzeln: d.h. Funken und viele Schweissperlen, die auf blankem Blech teils recht gut heften bleiben, sofern sie nicht in Arbeitsklamotten, Dekolletee, Haut, Ohrengängen "Zuflucht" bzw. Halt suchen und finden.)
Direkt an Not&Elend:
Wenn Du die Blechteile "vorbearbeiten" willst, sprich mit Deinem "Endschweisser". Mitunter ist dieser nicht so erbaut, wenn die Teile nicht gut eingepasst sind (Hast Du ja schon selber erlebt, Dich zitatet: "immer erst vorzubereiten und dann damit mehrmals hin und her zu fahren bis alles richtig passt,")
D.h. sieh Dir genau an, wie er fertigschweisst....ggfls. oder was er abändern muss.
Will sagen: Solltest Du an den Rändern der Reparaturbleche heften, dann ist es lästig für ihn, wenn er die Randheftungen wieder abflexen muss, und auch noch dabei das noch vorhandene Blech zusätzlich schwächt. Sprich mit ihm, ob es nicht besser ist, wenn die Bleche von Dir mit einer Lochzange gelocht werden, von Dir diese Löcher in Verbindung mit dem Unterblech mit Schweissgut aufgefüllt werden. (Da ist Argon m.E. auch besser (siehe die Linse)). Im Falle des Nicht-Passens des Rep-Bleches kann er mit einem Schweisspunktfräser (fast) ohne Beschädigung des Unterbleches diese Heftungen wieder lösen.
Einen Satz Grip- und/oder Schweisszangen (mitunter auch Schraubzwingen) setze ich voraus. Mitunter muss man dem Blech auch mit einem herzhaften Hammer drohen, damit es in Form kommt.
Soweit meine Erfahrungen.
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Zum anderen:
Mit Elektroden Dünnbleche schweissen gelang mir nie: Entweder die Elektroden klebten fest, und/oder die Schutzhülle ging flöten, oder es gab eine Schweissnaht, die keine war oder beide Bleche waren sauber durchgebrannt....immer nach dem Motto: Loch an Loch und hielt doch.
WIG-Anwendung kenne ich nur von Orange City, den Harley-Bauern, , scheint aber prima zu gehen; träume davon.
SauerstoffAcetylenschweissen war für mich früher im Anbeginn das Optimale, sehr gut um verwinkelte Ecken und Formen nachzubauen (Heckflossen vom Heckflosser, C-Holm unten das Eck, usw.)............ aber nach zwei Jahren wieder alles weggefault, weil Blech zu stark ausgeglüht/aufgekohlt usw. es stand nur noch die Schweissnaht, die Umgebung war weggerostet.
Aber egal wie, es ist immer eine Übungssache, wie man Schweissen kann. Wenn man in Etwa mal den Dreh raus hat, kann man nur dazulernen. Schweisst man eine längere Zeit nicht, dann braucht es immer wieder so einige Dezimeter Nacht und Blech, bis man wieder drin ist.
Das als meine (mir, mich, selbst und persönlich) erfahrenen Erfahrungen.
In diesem Sinne
GrussWolFgang,
der seit 40 jahren an der Entwicklung einer Holz-Stahl-Elektrode arbeitet, mit der man Holz und Stahl verbinden kann.
PS: entsprechende Smilies können an entsprechenden Teststellen selber an- und eingedacht werden.
Was ist Theorie: Wenn man alles weiss, aber nichts funktioniert.
Was ist Praxis: Wenn alles funktioniert, und keiner weiss warum.
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