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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#210928
Hallo,

eine Frage an die geballte Fachkompetenz!!!

Da ich des öfteren meine Ideen in Metall umsetzen möchte, trage ich mich mit dem Gedanken ein Schweißgerät zu kaufen.

Leider sind meine schweißerischen Fähigkeiten bescheiden bis nicht vorhanden, was bisher durch einen befreundeten Karosseriebauer kompensiert wurde :D .

Da ich es aber leid bin die Teile immer erst vorzubereiten und dann damit mehrmals hin und her zu fahren bis alles richtig passt, will ich die Vorarbeiten bei mir erledigen. Das Fertig-Schweißen würde ich weiter dem Profi überlassen 8) 8) 8)

Meine Überlegung geht jetzt dahin ein günstiges Gerät zu kaufen, mit dem ich die Teile halt heften kann, so das ich bis zur End-Verschweißung durch den Fachmann noch Korrektur-Möglichkeit habe. Was haltet Ihr zu Beispiel von Fülldraht-Geräten, da diese recht leicht sind und ohne Gasflasche auskommen?
#210933
hallo,

naja zum Heften wird es wohl gehen aber zum richtigen Schweißen nicht so gut.
Ich würde mir ein Schutzgasschweißgerät im mitleren Preissektor kaufen. Der Draht hält bei kleinen Nähten ewig.Beim Gas musst du schauen was sich für dich besser rechnet. Eine Eigentumsflasche oder eben Einweg.
Es wird nicht lang dauern und du erkennst das ein eigenes Schweißgerät klasse ist und dann auch mehr schweißen...

gruß samuel
#210941
Hallo,

ich schweiße z.B. alles mit WIG. Empfehlenswert ist aber auch ein MAG Gerät was gerade sehr gut ist wenn man etwas heften möchte.
Ich kann Dir die Fa.Lorch empfehlen.
Wichtig ist beim Kauf auf Schweißstärke der Geräte und die max. Einschaltdauer zu schauen. Lieber ein bißchen mehr ausgeben und ein gutes Gerät zuhaben als sich ein billiges Gerät anzuschaffen und sich jedesmal darüber zu ärgern.

Wenn Du noch weitere Fragen hast meld Dich einfach per PN.

Gruß Alex
#210957
Hallo,

Fülldraht wird mit einem normalen MIG/MAG Gerät verarbeitet. Jedoch kannst du dafür ein billiges Schweißgerät was mit 220Volt funktioniert vergessen. Fülldraht wird so weit ich das weis nur dort benutzt wo es sehr windig ist was zur Folge hat das das Schweißgas weg geblasen wird. Ich denke im Stahlbau, Schiffsbau. Ich würde dir auf jeden Fall ein Schweißgerät empfeheln was mit 380 Volt funktioniert und ein Gebläse hat, den die Einschaltdauer ist fast unbegrenzt. Kauf dir lieber ein überholtes Profigerät vom Schweißfachhandel als ein billig Gerät. Es muß ja kein Wassergekühltes Gerät sein wo man 2,5mm Draht verarbeiten kann, aber ich würde dir eins empfehlen wo man 0,8-1,2 mm Draht problemlos verarbeiten kann. Ich habe eine Gerät von Rehm und schweiße mit 1,0 mm Draht, damit kannst du Karosseriearbeiten erledigen und auch mal dicke Broken problemlos schweißen. Eine 20 Liter Flasch Gas sollte für ca. 130¤ zu bekommen sein und wenn man nach dem schweißen immer ordentlich das Ventil der Flasche zudreht auch ewig halten. Von einem Wig-Schweißgerät würde ich dir abraten da es schon ein bisschen Übung erfordert um damit umgehen zu können und das Gas Argon ist auch teurer wie z.B. Krysal für das MIG/MAG Gerät . Ein Fülldraht ist für Karosseriearbeiten ungeeignet.


schöne Grüße aus Hessen Jens
#210965
Hallo

mit Fülldraht schweißen ist ein eigenes Kapitel. Wegen des fehlenden Gasmantels gibt es erhebliche Schweißspritzer. Bei dünnem Blech sehr problematisch, besonders für Anfänger, da der Schlackenvorlauf im Nahtgut nur schwer zu händeln ist.
#210974
Jeder hat nun mal seine eigene Meinung.
Wenn es wirklich nur um´s heften geht und hier oder da eine Reparaturschweißung ansteht, warum soll man da nicht mit einem Elektrodengerät arbeiten.
Fast jeder Landwirt kennt nur für den Hausgebrauch das Elektroden-Schweißgerät da es auch bei altem Eisen noch gut schweißt, es sehr unempfindlich gegen Wind ist und überall einsetzbar ist, auch im Freien.
Dabei sind die Geräte heute schon so klein wie ein Bohrmaschinenkoffer wenn man auf einen Schweißinverter zurückgreift. Also keine schweren Brocken mehr. Zum Heften und auch zum normalen Scheißen reicht es allemal. Die Anschaffungskosten für Gas hat man auch nicht und es können dünne und dichere Elektroden verwendet werden.
Ich selber schweiße grobes fast immer mit ein altes Elektroden-Schweißgerät - ein riiiieeesiges Teil - könnte man sogar Träger mit durchbrennen. Ansonsten besitze ich noch ein älteres DALEX CGL 252 mit getrennter 4-Rollen Drahtschubvorrichtung die bis 5m vom Gerät aufstellbar ist und ein 3m Schlauchpaket besitzt. Mit diesem Gerät kann ich ALU und Eisen schweißen. Aber wie gesagt, oftmals schweiße ich mit Elektrode. Und Elektroden gibt es für jeden Zweck.
#210979
Bei mir zuhause haben wir zuerst mit einem Elektrodenschweißgerät angefangen. Das hat im Rahmen meiner Landwirtschaft sehr gute Dienste geleistet. Allerdings war es oft schwierig, an schlecht zugängliche Stellen die Schlacke zu entfernen worunter die Qualität der Reparatur oft gelitten hat.
Ich hab mir dann ein Schutzgasschweißgerät zugelegt und möchte diese Anschaffung nicht missen. Dazusagen muß ich, dass ich Schweißen nicht wirklich irgendwo gelernt habe. Learning by doing!
Hab am Anfang halt ein paar Eisenteile zum üben verbraucht. Heute schweiß ich mir alle Reparaturen an den landwirtschaftlichen Geräten (Rahmen, Bleche usw) selbst. Beim Schutzgasschweißen ist halt nur die vorherige Reinigung von Rost, Lack usw wichtig. Übrigens geht Alu-schweißen mit extra Gas und Schlauchpaket auch recht gut.
Eine eigene Flasche würd ich mir auch dazukaufen - und einen ordentlichen Schweißhelm mit automatischer Verdunkelung - der ist sein Geld wert.

LG Christian
#210998
Hallo

Hermann hat doch eine konkrete Anforderung gestellt, auf die er eine Antwort erwartet. Eine 200kg schwere Gleichstrommaschine ist sicherlich nicht die passende Lösung.
Auch soll nur geheftet werden, da die Fertigschweißung durch einen Fachmann erfolgen soll. Für den ungeübten Schweißer sind Elektroden, Fülldraht WIG etc nicht geeignet.
Ein MIG/MAG-Gerät bis ca 200A Schweißstrom ist also einen vernünftige Größe, die auch preislich im erträglichen Rahmen bleibt. Ein gebrauchtes Profigerät mit einer vernünftigen Glättung ist sicherlich besser als ein neues Baumarktgerät.
Bei fortgeschrittener Erfahrung läßt sich damit später auch noch Profilstahl in den üblichen anfallenden Stärken, sofern kein Baggerausleger repariert werden soll, gut verschweißen. Auch von der Gerätegröße passt ein solches Gerät noch in die Werkstatt und auch die elektrischen Anschlußwerte passen noch zu jeder durchschnittlichen Hausinstallation.
Wer etwas mehr investieren will kann zu einem Invertergerät greifen.
#211015
hallo,
ich denke, wenn jemand ein Schweissgerät nur hauptsächlich zum Fixieren von Teilen braucht, und hierbei kein geübter, ausgebildeter Schweisser ist hat mit dem Elektrodenschweissen probleme. Ich würde auf ein Schutzgasschweissgerät plädieren, wo Drahtdurchmesser 0,8-1,o verschweisst werden kann. Auch ist eine 200A ausführung ausreichend. da hier oft von der "dicke" von zu schweissenden Teilen gesprochen wird ist allein die Stromstärke nicht aussschlaggebend, sonder auch die angwandten Schweisstechniken, die sich allerdings nur in einem Kurs vermitteln lassen. Und wer keine Serien produzieren will kommt auch mit einem Gerät im mittleren Segment aus. Wir haben auch mehrere Schweissgeräte, Profigeräte und eines von "Elektra Beckum" und ich muss sagen dass hat mich noch nie im Stich gelassen und arbeitet hervorragend. Also: prüf deine Anwendung, und betrachte deine Fähigkeiten und blick nach vorn was du noch alles damit vorhast. dann klärt sich vieles von alleine
gruss
Michael (der hoffentlich bald seinen 2010 zuhausehat)
#211021
Moin.

Wir/ich setze/n ein MIGMAG-Gerät Elektra Beckum Turbo ein; Typ CO2-160/30T.
Betrieben mit 230 V, allerdings fliegt die "normale" 16 A Sicherung beim Einschalten meistens heraus, deswegen Betrieb an einer 32 A abgesicherten Energiequelle. Besser wäre gleich ein 400 V Drehstrom-(Kraftstrom-)-gerät.
Betrieben mit Argon Mischgas. (Eigentumsflasche.)


Gas-Flaschen:
Leihflaschen sind billiger, wenn man sie nur ganz kurzfristig braucht; Eigentumsflaschen amortisieren sich allerdings recht flott, wenn man die Miet-Gegenrechnung erstellt. Zum Neubefüllen der eigentumsflasche kann es aber schon mal einige Tage (Wochen) dauern, bis sie wieder befüllt zurückkommen. Dann ist man 14 Tage ohne einsetzbares Schweissgerät da.

Zum Gas:
Gut ist Argon, aber teuer. Schweisspunkte verbinden sich linsenförmig mit dem Unterblech; es spratzelt nicht so stark.
CO2-Gas produziert mehr erbsenförmige Schweisspunkte, die bei dünnen und Karosserieblechen auch schon mal "durchschlagen" können. CO2 spratzelt um einiges stärker.

Bei beiden Gasen muss man immer wieder mit Vorschub und Stromstärken "spielen" um das beste Ergebnis zu erlangen.

(Spratzeln: d.h. Funken und viele Schweissperlen, die auf blankem Blech teils recht gut heften bleiben, sofern sie nicht in Arbeitsklamotten, Dekolletee, Haut, Ohrengängen "Zuflucht" bzw. Halt suchen und finden.)


Direkt an Not&Elend:
Wenn Du die Blechteile "vorbearbeiten" willst, sprich mit Deinem "Endschweisser". Mitunter ist dieser nicht so erbaut, wenn die Teile nicht gut eingepasst sind (Hast Du ja schon selber erlebt, Dich zitatet: "immer erst vorzubereiten und dann damit mehrmals hin und her zu fahren bis alles richtig passt,")

D.h. sieh Dir genau an, wie er fertigschweisst....ggfls. oder was er abändern muss.
Will sagen: Solltest Du an den Rändern der Reparaturbleche heften, dann ist es lästig für ihn, wenn er die Randheftungen wieder abflexen muss, und auch noch dabei das noch vorhandene Blech zusätzlich schwächt. Sprich mit ihm, ob es nicht besser ist, wenn die Bleche von Dir mit einer Lochzange gelocht werden, von Dir diese Löcher in Verbindung mit dem Unterblech mit Schweissgut aufgefüllt werden. (Da ist Argon m.E. auch besser (siehe die Linse)). Im Falle des Nicht-Passens des Rep-Bleches kann er mit einem Schweisspunktfräser (fast) ohne Beschädigung des Unterbleches diese Heftungen wieder lösen.
Einen Satz Grip- und/oder Schweisszangen (mitunter auch Schraubzwingen) setze ich voraus. Mitunter muss man dem Blech auch mit einem herzhaften Hammer drohen, damit es in Form kommt.

Soweit meine Erfahrungen.
***********

Zum anderen:
Mit Elektroden Dünnbleche schweissen gelang mir nie: Entweder die Elektroden klebten fest, und/oder die Schutzhülle ging flöten, oder es gab eine Schweissnaht, die keine war oder beide Bleche waren sauber durchgebrannt....immer nach dem Motto: Loch an Loch und hielt doch.

WIG-Anwendung kenne ich nur von Orange City, den Harley-Bauern, , scheint aber prima zu gehen; träume davon.

SauerstoffAcetylenschweissen war für mich früher im Anbeginn das Optimale, sehr gut um verwinkelte Ecken und Formen nachzubauen (Heckflossen vom Heckflosser, C-Holm unten das Eck, usw.)............ aber nach zwei Jahren wieder alles weggefault, weil Blech zu stark ausgeglüht/aufgekohlt usw. es stand nur noch die Schweissnaht, die Umgebung war weggerostet.


Aber egal wie, es ist immer eine Übungssache, wie man Schweissen kann. Wenn man in Etwa mal den Dreh raus hat, kann man nur dazulernen. Schweisst man eine längere Zeit nicht, dann braucht es immer wieder so einige Dezimeter Nacht und Blech, bis man wieder drin ist.

Das als meine (mir, mich, selbst und persönlich) erfahrenen Erfahrungen.

In diesem Sinne

GrussWolFgang,
der seit 40 jahren an der Entwicklung einer Holz-Stahl-Elektrode arbeitet, mit der man Holz und Stahl verbinden kann.



PS: entsprechende Smilies können an entsprechenden Teststellen selber an- und eingedacht werden.
#483299
Hallo Mogler,

ich hole das mal wieder hoch , weil sich einiges getan hat in der Schweißtechnik..

Ich kann jedem empfehlen, der über ein Baumarkt-MIG/MAG Gerät hinaus geht , über ein MIG-Löt fähiges gerät nachzudenken.

Inzwischen bekommt man Markengeräte ab 1500€.

Der Vorteil ist:
- Das man mit einer viel geringeren Temperatur (Unter 1000Grad) arbeitet, was weniger Verzug mit sich bringt.

- Die Lötnaht ist viel weicher beim Abtrag mit der Fächerscheibe.

- Geringere Versprödung

- Verzinkte Bleche lassen sich einschweißen, der Zink schmilzt und fließt wieder an die Lötnaht ( Wenn nicht mit zuviel "Dampf" gearbeitet wird"

- MIG-Löten ist Pflicht im Karosseriebau bei höherfesten Stählen !

- Spalte und Löcher lassen sich besser schließen ( Ein Spalt von mind. 0,8mm ist sogar Pflicht , damit sich die Raupe auf der Rückseite bilden kann.


Gearbeitet wird mit CuSi3 Draht.

Die Nähte sehen sich schön aus, werden aber abgeschliffen
Dateianhänge:
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#483305
Hallo Not und Elend,ein Freund von mir wollte Geld sparen und hat sich ein preiswertes Schutzgasgerät gekauft.Ich habe damit probiert zu schweißen und muß sagen."Billig gekauft ist teuer bezahlt"
Ich selber habe 2 Esab Invertergeräte und bin mit der Leistung sehr zufrieden.Gerade für Leute die nicht regelmäßig schweißen ist die Strom und Drahtvorschubeinstellung problematisch.Bei dem Caddy wählt man die Blechstärke vor (bis 6mm)und kann noch die Schweißbadtemperatur einstellen(Kalt und Heiß).Ein weitere Vorteil ist das betreiben mit 220Volt.Ich habe das mit dem stabilen Lichtbogen nicht glauben wollen und habe
das Gerät ausgiebig vor dem Kauf getestet!!
Mein Elektrodengerät ist auch ein Esab Caddy.Damit bin ich sehr zufrieden.Habe, da ich es anders gelernt habe, Schwierigkeiten mit der Zündautomatik.Bei den Elektroden sollte man auch nicht sparen,ich nehme Esab43.32 und für schwer verschweißbare Stähle Esab 68.82.
Heißt Du wirklich Not und Elend???
Gruß an alle Welder
#483467
Helmut-Schmitz hat geschrieben:Hallo

Ein MIG/MAG-Gerät bis ca 200A Schweißstrom ist also einen vernünftige Größe, die auch preislich im erträglichen Rahmen bleibt. Ein gebrauchtes Profigerät mit einer vernünftigen Glättung ist sicherlich besser als ein neues Baumarktgerät.
Das kann ich definitiv auch unterschreiben.
Habe die gleiche Erfahrung selbst gemacht, habe vor einigen Jahren ein neues 200A Güde Gerät :sorry gekauft welches auch schon einmal in der Garantiezeit repariert werden musste und anschließend ein gebrauchtes 350A Kemppi mit Wasserkühlung für etwa die Hälfte des Preises des Güde Geräts. Von der Bedienbarkeit und Qualität liegen da Welten zwischen.
Ich empfehle dir ganz klar mal die einschlägigen Internet- und Kleinanzeigenportale durchzustöbern ob du dort ein gebrauchtes Profi-Gerät findest.

Gruß
Daniel
#483529
Hallo,

ich habe mir auch vor ca. 1,5 Jahren ein eigenes Schweißgerät gekauft. Das letzte mal hatte ich vor ca. 10 Jahren in der Ausbildung (Industriemechaniker) geschweißt. Ich "konnte" also schon Autogen, MigMag, und Elektrode schweißen, WIG hatte ich noch nie in der Hand, wusste aber das sich damit eben auch Edelstahl und Alu schweißen lässt (bei passendem Gerät!). Ein Autogen-Gerät hatte ich zwar, nutzte es aber nur zum Erhitzen wenn sich mal etwas nicht lösen wollte.

Nach langer Recherche in verschiedenen Foren bin ich immer wieder auf "Stahlwerk" gestoßen. (Ich hoffe das wird hier nicht als Werbung gewertet, ich habe nichts mit der Firma zu tun.)
Da die Firma ca. 2 Stunden von hier entfernt ist und anbietet alles vor Ort zu testen wollte ich das auch wahrnehmen, da ich eigentlich auch überzeugt war dass ein gebrauchtes Profigerät besser ist als ein China-Teil.
Ich bin mit einem Kollegen aus der Firma (Berufsschweißer im Apparatebau, Mitte 50, viel Erfahrung) der auch sehr skeptisch war dort hin gefahren.
Von einem MigMag Gerät sind wir abgekommen, da ich mit offen halten wollte auch mal Alu und Edelstahl zu schweißen (ohne den Draht zu wechseln). Getestet haben wir also nur ein großes WIG, das AC und DC hat. Wir hatten extra sehr schwer zu verarbeitende Elektroden und auch Stahl und Aluplatten mitgenommen, und er war sehr überrascht das sich alles so gut hat schweißen lassen.

Bei einem MigMag sollte, gerade bei billigen Geräten, auch auf den Vorschub geachtet werden, es gibt 2 und 4 Rollen-Antriebe. Profigeräte haben immer 4 Rollen, sonst kann es passieren das es stockt oder sich der Draht verklemmt. Es gibt zwar auch Kombi-Geräte die MigMag und Wig können, dann aber eben kein AC für Alu. Das WIG AC/DC kann zusätzlich noch Plasmaschneiden. Ich habe damit schon Ausschnitte (Langlöcher) gebrannt, was mit der Flex nicht gegangen wäre, und auch das hat wunderbar funktioniert.

Ich hatte also wie gesagt vorher noch nie ein WIG Gerät in der Hand und mir war bewusst das es nicht zu den einfachen Schweißverfahren zählt, habe es aber trotzdem riskiert und (bei mir) hat es auch relativ schnell gute Ergebnisse gebracht. Ich habe schon einiges geschweißt, von 1mm Kotflügel bis zu 6mm Kotflügelhalterung.

Auch der Profi meinte, wenn das Gerät zum Arbeiten etwas taugt, macht es mehr Sinn sich ein China-Teil zu holen das 3 Jahre Garantie hat, als ein gebrauchtes Profi-Gerät bei dem das evtl. bald fällige Ersatzteil mehr kostet als das neue China-Teil. Die Profi-Geräte die in den Firmen die ich kenne aussortiert werden, sind auch zum aussortieren bereit!

Zum Thema verzinkte Bleche...ohne gute Absaugung sollte man das Zink im Bereich der Naht großzugig entfernen, sonst kann es mit einer Zinkvergiftung enden, das geht schneller als man denkt. Und Absaugung haben die wenigsten zu Hause.

Gruß Carsten

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