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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#573602
Hallo zusammen,

nachdem ich gestern meinen Vorstellungsbeitrag geschrieben habe, habe ich heute direkt die erste Frage.
Nach den Frostgraden der vergangenen Wochen war die Batterie am Wochenende so platt, dass ich mich entschloß, sie gleich zu wechseln.
Ich habe zwei hiervon besorgt : https://www.ebay.de/itm/311707391735

Vor dem Abklemmen habe ich den Nato-Knochen umgelegt.
Nach dem Anschließen samt Reihenschaltung habe ich den Nato-Knochen wieder eingelegt.
Beim Zünden gehen die Warnlampen wie üblich an, aber bei der letzten Stufe kommt nichts. Kein Klacken eines Relais und schon gar kein Motorstart.
Gibt es eine gesonderte Sicherung dafür? Oder kann da ein Relais im Eimer sein? In meinem Handbuch habe ich dazu nichts sinnvolles gefunden.

U1300L ehem. BW (435115)
Baujahr ca. 1982
Als ehemaliges BW-Fahrzeug hat mein 435 eine 24V-Anlage.

Vielen Dank im Voraus und Gruß,
Sven
#573605
Hallo Sven,
das sieht dann so aus als ob entweder dein Zündschloss bzw. Startknopf defekt ist (gar keine Spannung kommt am Relais an) oder das Startrelais/Magnetschalter selbst ist kaputt.
Hat dein Unimog irgendeine Anlasssperre? Muss man beim starten Kupplung drücken oder Leerlauf drin haben? Kenne mich da bei den neuen Modellen nicht aus.
Gruß Peter
Sven2540 liked this
#573607
Hallo Peter,

Morgen, wenn die Technik da ist, werde ich mal wie von dir vorgeschlagen durchmesssen.
Es kann sein, dass er eine Anlasssperre hat, ich habe mir vor Jahren schon angewöhnt immer mit Leerlauf und Kupplung zu starten, daher würde ich das nicht merken.
Habe ich aber auch beides bei meinen letzten Startversuchen getan. Was ich komisch finde ist, dass er noch anlief als die alte Batterie platt war und jetzt nach dem Tausch nicht mehr.

Gruß,
Sven
#573609
Hallo,

hast du auch mal jegliche Verschraubungen im Umfeld der Batterie geprüft?
Masse, Verbindungen zwischen den Batterien, Verbindung am Natoknochen?
Vielleicht ist das was los oder korrodiert und der Batterietausch hat der Verbindung den Rest gegeben. Wäre naheliegend vor Starter und co.


Grüße
Sebastian
#573612
Hallo Sebastian,

die Verbindung am Natoknochen habe ich noch nicht geprüft, aber alle Anschlüsse der Kabel an den beiden Batterien habe ich angeschliffen und mit Polfett eingeschmiert. Unterscheidet denn der Natoknochen zwischen dem Netz für den Anlasser und dem, das die Lampen am Armaturebret versorgt?
Ich dachte der ist letztlich nur ein Batterietrennschalter und wenn irgendwo Strom fließt, dann müsste er es überall tun?

Gruß,
Sven
#573615
Hallo,

ja grundsätzlich sollte der Strom dann überall fließen. Nur eine komprimierte Verbindung ist dann ein Nadelöhr und frisst dir Leistung (als Spannungsabfall Messbar, wenn du Eingang und Ausgang des Knochens unter Belastung misst). Für deine Lampen im Armaturenbrett fällt das nicht ins Gewicht. Aber für deinen Starter schon.
Das die Lampen dann gar nicht dunkler werden sollen, wundert mich, sollten sie normal. Aber dennoch wäre das mit den Kabeln ja naheliegend, weil an dem System hast du was verändert. Das wäre schön Zufall, wenn das Zündschloss vorher gut funktioniert hat, dass es über den Batteriewechsel seinen Geist Auf gibt. Aber Kabelverbindung Nato Knochen, Masse an Batterie und Rahmen Ende usw. Da hast du ja dran gewackelt wenn auch nur indirekt.

Falls du (gute) Starthilfe Kabel hast, kannst du auch mal vom Plus deiner Batterien direkt auf den passenden Pol am Starter gehen, falls du sicher da dran kommst bei deinem Mog. Damit würdest du die Fahrzeugleitungen umgehen. Das wäre auch ein möglicher Test.



Grüße
Sebastian
#573621
Hallo Sven,
Hand aufs Herz, was hast du alles angefasst seit dem letzten erfolgreichen Startversuch bis zum ersten nicht erfolgreichen Versuch. Ich denke eher nicht an so Zufälle, dass just in dem Moment etwas ganz anderes kaputt geht.
Hat Dein Mog einen Fahrtenschreiber oder eine Uhr die auch weiterläuft wenn der Natoknochen getrennt ist?
Wenn ja, gibt es noch irgendwo eine wenn auch dünne Versorgungsleitung (Plus oder Masse ja nachdem was der Natoknochen schaltet) eben für diese Geräte. Könnte es sein das daran eine Wegfahrsperre hängt die jetzt erst wieder freigegeben werden muss?
Wichtig wäre jetzt mal die Spannungen während einem Anlassversuch wirklich zu messen.
#573623
Hallo, verbinde doch mal (z.B. per Überbrückungskabel) direkt den Pluspol der Batterie mit dem Plus-Anschluss am Anlasser, also unter Umgehung aller Fehlerquellen dazwischen.
#573630
Hallo zusammen,

vielen Dank für die zahlreichen Antworten und Anregeungen.
Ich habe eben mit dem Voltmeter die folgenden Ergebnisse gemessen:
Spannung an der Batterie +/-: 26V
Spannung am Anlasser Hauptschalter aus: ca. 3mV
Spannung am Anlasser Hauptschalter ein: 25.6V
Spannung am Anlasser Hauptschalter ein, Zündung Stufe 1: 25.6V
Spannung am Anlasser Hauptschalter ein, Zündung Stufe 2: 1.2V (und abfallend)

Er hat einen Fahrtenschreiber und es gibt ein 12V-Kabel, das an der Batterie mit dran ist.
Das ist wesentlich kürzer als die eigentlichen Kabel, daher ist es beim Anklemmen vorm Einschieben ziemlich auf Zug gewesen. Könnte es sein, dass das gebrochen ist und dadurch, wie von Jürgen vermutet eine Wegfahrsperre ausgelöst wird? Dann müsste ich den Kabelstrang mal verfolgen.

Gruß,
Sven
#573635
Hallo Sven,

ob dies 12V Kabel noch funktioniert müsstest du ja am Fahrtschreiber (Uhr) sehen. Wenn die jetzt nicht mehr läuft ist das Kabel defekt. Generell ist diese Kabel aber alles andere als gut. Damit ruinierst Du Dir wieder die schönen neuen Batterien. Ein mittelabgriff führt immer zu einer ungleich Entladung / Ladung der Batterien. Besser ist es wenn 12V benötigt wird, diese mit einem entsprechenden DC/DC Wandler aus den 24V zu erzeugen.
Auch entnehme ich dem, dass bei Dir der Hauptschalter wohl in der Plusleitung liegt und nicht wie üblich in der Masse. Anderfalls würde der Fahrtschreiber (Uhr) bei ausgeschaltetem Knochen und damit völlig getrennter Masse nicht laufen.

Wo genau hast Du am Anlasser gemessen? Es müssten dort zwei bzw drei Anschlüsse sein, eine dicke Plusleitung direkt von der Batterie, eine deutlich dünnere Schaltleitung vom Anlasserschaltkreis und eventuell eine dicke Masseleitung (normaler Weise Masse aber über das Gehäuse)
#573638
Hallo,
Sven2540 hat geschrieben:Die 12V Leitung finde ich auch nicht besonders schick und werde einen Trenner einbauen.
Bei dem Tipp, den Jürgen dir wegen dem Fahrtenschreiber gegeben hat macht ein Trennschalter das ganze nicht wirklich besser. Darum geht es nicht drum, dass die Batterien im Stillstand entladen werden, sondern auch im Betrieb. Im normalen 24V Betrieb in Reihe laden und Entladen sich alle Batterien immer gleich. Jetzt entnimmst du aus einer Batterie mehr Energie als der anderen. Das senkt die Spannung der Batterie, ändert chemisch ihre Eigenschaften etwas, usw. Aber dein System kann dieses nicht Ausgleichen. Das sind alles keine guten Zustände, evtl läd dann die eine Batterie "rückwärts" die andere nach usw. Das mindert die Lebenszeit deiner Batterien.
Der von Jürgen vorgeschlagene DC/DC Wandler ist ein Bauteil, dass am Eingang mit 24V betrieben wird und dir 12V am Ausgang liefert, quasi ein kleineres Netzgerät.


SO wieder zurück zu deinem eigentlichen Problem und dem was du gemessen hast. Du hast also quasi eine Messspitze an den Kontakt mit dem dicken Kabel und eine an den Kontakt mit dem dünnen Kabel gehalten?

Der dünne Kabel wird vom Zündschloss kommen und betätigt deinen Starter, bzw. Schaltet den Pol von dem dicken Kabel zum Anlasser durch. Bei nicht betätigtem Zündschloss ist dieser Kabel am Zündschloss unterbrochen, er wird nicht mit 24V versorgt. Auf der Starterseite geht der Kabel in eine Spule, die wenn Stromdurchflossen magnetisch wird und die Kontakte zusammen zieht (besagter Schalter). Aber da gerade am Zündschloss der Stromkreis unterbrochen ist, fließt kein Strom durch die Spule, also kann dort auch keine Energie, bzw Spannung abfallen. Gerade ist dieser Pol vom dünnen Kabel nur ein Verlängerung/Kabel der vom Minus Pol kommt (dort zu messen wäre das Gleiche wie an der Fahrzeugmasse zu messen).

Betätigst du jetzt das Zündschloss, fließt dort Strom und die Spule arbeitet (Spannungsabfall von dem Pol zur Fahrzeugmasse). Was du in dem Moment aber gemessen hast ist vom dicken Pol, der direkt mit der Batterie verbunden ist, also 24V+ hat (wir ignorieren gerade die Verluste über den Trennschalter). Am anderen Pol mit dem dünnen Kabel misst du gerade die Spannung die auch vom Plus pol der Batterie kommt, aber schon über das Zündschloss gelaufen ist. Dort sind dann die ca. 2V abgefallen die du misst. Das sollte Okay sein, vor Allem heißt es, dass dein Zündschloss arbeitet und Spannung an deinem Starter anliegt. (Alternativ könntest du auch mit einem Kabel, Schraubenschlüssel o.ä. den dicken mit dem dünnen Kabel verbinden zum Starten, aber natürlich nur wenn der Gang ausgelegt ist).

Jetzt wäre die Spannung am Dicken Kabel am Starter zu Fahrzeug Masse/minus Pol vor und bei dem Starten interessant. Das sagt uns dann, wie viel deiner 24V über den Natoknochen beim Starten verloren gehen. Auch die Batteriespannung direkt während dem Starten wäre interessant, als vergleich.
Sollte dort viel Abfallen einmal vom Plus mit Startkabel an den Dicken Pol einen zweiten Kabel ziehen. Sollte die Spannung zwischen Batterie und Starter beim starten ungefähr gleich sein, kannst du trotzdem nochmal probieren, den dünnen Kabel/Pol wie oben beschrieben zu überbrücken.
Außerdem könntest du dann mal mit einem Schraubenschlüssel gegen den Starter klopfen, während einer das Zündschloss betätigt. Sollte der gerade auf einer schlechten Stelle stehen, an denen die Kohlen hängen oder irgendwo was verschmutzt ist, könnte das mit Glück helfen.

Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt, bzw. dir was damit weiterhelfen - sonst natürlich gerne weiter nachhaken.
Viel Erfolg!
Sebastian
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