- 29.04.2009, 12:47
#259886
uten tag icarlo,
...nutzte zum hobby-holzerwerb seit 1993 bis 2007 einen 401, offen mit bereifung 7.50-18 Agrar und war voll zufrieden. Seit zwei jahren nutze ich einen 411.118 mit bereifung 10,5-18 agrar. Ich stimme den vorrednern aber auch zu dass er für professionelle holzarbeit seine zeit hinter sich hat, er wurde 1947 !!! konzipiert. Einen Ferrari vergleicht auch niemand mit einem Trabi, nur in witzen.
Hinter ackerschleppern bis 50 PS (ohne allrad) brauchst du dich aber nicht zu verstecken. Es ist die klientel , die ich in der regel aus dem dreck ziehe. Und was die bewegung in hanglagen angeht, denke ich ist er einem hochbeingen schlepper vergleichbarer Leistung noch immer überlegen.
Mit guter bereifung ist die zugleistung des kleinen mit allrad und sperre einfach riesig und wendig, dank der gewichtsverteilung v//h 2/3//1/3. Am abend kannst du bis 2-3 schichtfestmeter (je nach straßen- und hanglage und grüner /blauer rennleitung ) ohne plage mit einem hänger mit nach hause nehmen ohne über nacht der gefahr des in Deutschland sehr in mode gekommenen holzdiebstahls ausgesetzt zu sein.
Natürlich ist der mog im unsanierten zustand schon ein schrauberauto, aber auch abhängig davon welche ansprüche man stellt. Wer die ewig tropfende ölwanne einfach mit einer unterlage bekämft hat keine arbeit, wer die kubelwellenabdichtung vorne, ölwanne und getriebedichtringe mit heutigen mitteln dichtmachen will, hat viel arbeit, aber dann ist auch schluss mit dem gesabber.
Solche arbeiten macht man dann mal in einer zeit wo der mog nicht unbedingt gebraucht wird, nur kann man sich so daran gewöhnen, dass er, wenn man ihn erst einmal hat, fast immer gebraucht wird.
Wenn diese baustellen aber ein mal ordentlich abgestellt worden sind, der motor noch nicht total ausgelutscht ist und dir die gänge nicht bei starkem zug rausfliegen, habe ich den 401/411 keineswegs als reparatur- wundertüte kennengelernt, sondern eher als sehr zuverlässig.
Im wald hänge ich immer die fahrertür aus, was auch nur beim cabrio 401, 411 so leicht geht und bei offenem verdeck ist das einsteigen dann auch leichter. Alle alten mogs , bis hin zum 406 verlangen auf grund der achsanordnung auch gewisse verrenkungen um endlich die füße an den angestammten ort im fußsraum unter zu bringen. Eine zusätzliche einstiegsstufe ähnlich 401 ist hilfreich aber nicht original.
Das erhält aber auch fit ...und 411-offen-fahrer sind die härtesten....in der regel ohne heizung , ohne lenkhilfe , spartanische sitze und optional mit ofenem verdeck... und dem Dieselsound hinter der blechwand.
Das beigefügte foto ist nicht zur nachahmung empfohlen, der transport erfolgte diskret über kurze distanz.
Dateianhänge:
einfach riesig der kleine 001.jpg (84.07 KiB) 3948 mal betrachtet
heinz401
vom fuße der Wartburg
1: 401.101 (1955) - schnellläufer, außer dienst
2: 411.118 (1963) - lama, im dienst
3: träume.....