Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#258058
Hallo Community,
was würdet ihr mir raten?

:idea: Ich überlege für meine Hobby-Forst-Nutzung einen Unimog zu kaufen.
Hätte da auch einen in Aussicht 411 Cabrio, Bj.65, Motor scheinbar komplett überholt.

:arrow: Kleine Wartungsarbeiten traue ich mir schon zu, jedoch für gröbere Reperaturen da bin ich momentan nicht der richtige.
Muß ich damit rechnen daß laufend Reperaturen anfallen und mich die Kosten überrumpeln?

Ein Bekannter meint ein Traktor wäre gescheiter. Sind Unimogs tatsächlich anfälliger und kostenintensiver als ein 40jähriger Traktor?

Schöne Grüsse aus Österreich und danke für Eure Antworten?
Carlo :roll:
#258068
Hallo Carlo,

Willkommen in der U-Comm !

Das kommt immer drauf an welchen Zweck man verfolgt.
Ein UNIMOG-Oldtimer ist für die Eigenbedarfsholzwerbung super , bringt er doch i.d.R das Zugfahrzeug und die Ladefläche gleich mit.So ein kleiner leichter 411er ist jedoch nur bedingt zum Stammrücken geeignet , Vorteil Schlepper.
Wenn der anvisierte 411er eine Hydraulikanlage ,Zapfwellen und einen Kippzylinder unter der Ladefläche hat , dann ist der Traum perfekt.

Sicherlich sind Ersatzteile für einen UNIMOG etwas teurer aber der Wert eines solchen ist normalerweise auch höher als bei einem Oldie-Schlepper.

Gruß Bernd
#258074
Hallo Bernd,
danke für deine rasche Antwort.

Ja er hat Zapfwellen, Kippzylinder sowie Hydraulik an der ich vermutlich meine 3-Punkt Seilwinde montieren kann. Von dem her stelle ich mir das arbeiten optimal vor.

Ein bisschen stutzig macht mich die ölige Ölwanne. Obwohl ich hier gelesen habe dass Ölverlust bei den 411ern (fast) normal sein dürfte. Falls da etwas zu taschen ist wird es wahrscheinlich teuer und das kann ich selbst bestimmt nicht.

lg Carlo :)
Dateianhänge:
P1000428.JPG
P1000428.JPG (64.67 KiB) 5079 mal betrachtet
#258086
Hallo Carlo,

Der Ölverlust kann unterschiedlicher Herkunft sein.
Möglicherweise Kurbelwellenlagerdichtung , Vordere Motoraufhängung .
Müßte man mal von oben in den Motorraum ein Bild haben.
Die Radvorgelege sind auch verölt , kann man aber reparieren.

Es ist natürlich eine Preisfrage und der allgemeine Zustand ist oft bei einem unüberholten Unimog (wie es mir bei Deinem scheint) ehrlicher und aussagekräftiger als bei einem farbrestaurierten Blender.

Gruß Bernd
#258128
Sagen wir so:
Ich bin nicht gerade KFZ-Mechaniker oder so was aber mit normalem Menschenverstand und dem passenden WHB kann man sehr viel selbst machen!
Habe auch einiges erst lernen müssen aber mittlerweile mache ich an meinem 406 fast alles selbst!

Und ich wollte keinen Schlepper als Ersatz für meinen 406 FOrstmog! Auch nicht zum rausfahren für den 406A oder den 421...

Und wenn DU mal damit geschafft hast wirst du es selbst merken wie der Virus wirkt *fg*

Grüssle Michael
#258268
Kann selbst als nicht versierter schrauber und hobby forstwirt bestätigen das ein unimog im walt durch nichts zu ersetzen ist auser durch eine besseren unimog

Hab seit ca 1,5 jahren einen 421 zum rücken und durchforsten im einsatz und bin sehr zufrieden damit

ICh habe auch den direkten vergleich zu einem 106 fendt schlepper alleine vom unterhalt her ist mir de unimog schon liebe da er weniger diesel braucht
und wesendlich wendiger ist als der fendt

von den reperaturen her wenn mann einen unimog mit ausstattung bekommt (zapfwelle heckkraftheber kippstempel) zu einem vernünftigen preis sind die reperaturen nicht teuerere als bei einem schlepper aber wer aufs geld schaut für den ist weder ein schlepper noch ein unimog etwas



Grüße Rudi
#258332
Hallo Carlo,

ich habe einen U 411 und einen Fendt Farmer 1Z. Beides ist im Vergleich zu größerem Gerät Spielzeug und für schwerere Arbeit nur sehr eingeschränkt zu gebrauchen.

So sehr ich von meinen U 411 auch begeistert bin (und das mit Zeit- und Geldeinsatz mehrfach belegt habe). Wenn es ans Arbeiten geht, ist der kleine Schlepper dem kleinen U 411 meist klar überlegen (Übersicht, leichtes Ein- Aussteigen, einfachere Nutzung des Dreipunkts, Zugkraft Anhänger, etc.).

Mit Holzmachen habe ich keine Erfahrung. Daher kann ich nicht beurteilen, wieviel die Ladepritsche und die höhere Geschwindigkeit tatsächlich in die Waagschale werfen.

Bedenke aber auch, daß bei einem Schlepper nahezu alle Bauteile zur Wartung oder Reparatur leicht zugänglich sind. Im Vergleich zu einem älteren Schlepper ist die Technik des U 411 deutlich komplexer und daher auch tendenziell empfindlicher und wartungsintensiver.

Gruß
Markus
#258623
Hallo Carlo,

wenn du nicht schrauben willst, dann würde ich dir nicht zu einem 411er raten. Zu einem 40 Jahre alten Traktor aber auch nicht. Wenns dir nur um Hobbyholzarbeit geht, dann kauf dir einen Steyr oder Lindner Allrad und bau dir einen Seilwinde dran. Wenn du ein wenig schaust findest du sicher ein gut erhaltenes Exemplar um akzeptables Geld. Die sind enorm geländegängig und wenns nur ums Holz geht dem Unimog überlegen.
Aber bei mir zum Beispiel gibts nicht nur Holzarbeit sondern auch andere Sachen zu tun. Da ist immer mal eine Fuhre Kies nötig oder Humus für den Garten oder etwas Beton oder was weiss ich noch alles...
Ein 411 ist ein lustiges und ungemein praktisches Gerät, das ich nicht mehr hergeben würde, aber, seien wir ehrlich, ohne massives Schrauben füher oder später sind die Dinger nicht zu betreiben. Das muss man als Teil des Spasses verstehen und auch die Kosten für Werkzeug nicht scheuen, dann gehts.

lg

dieter
#259886
uten tag icarlo,

...nutzte zum hobby-holzerwerb seit 1993 bis 2007 einen 401, offen mit bereifung 7.50-18 Agrar und war voll zufrieden. Seit zwei jahren nutze ich einen 411.118 mit bereifung 10,5-18 agrar. Ich stimme den vorrednern aber auch zu dass er für professionelle holzarbeit seine zeit hinter sich hat, er wurde 1947 !!! konzipiert. Einen Ferrari vergleicht auch niemand mit einem Trabi, nur in witzen.
Hinter ackerschleppern bis 50 PS (ohne allrad) brauchst du dich aber nicht zu verstecken. Es ist die klientel , die ich in der regel aus dem dreck ziehe. Und was die bewegung in hanglagen angeht, denke ich ist er einem hochbeingen schlepper vergleichbarer Leistung noch immer überlegen.
Mit guter bereifung ist die zugleistung des kleinen mit allrad und sperre einfach riesig und wendig, dank der gewichtsverteilung v//h 2/3//1/3. Am abend kannst du bis 2-3 schichtfestmeter (je nach straßen- und hanglage und grüner /blauer rennleitung ) ohne plage mit einem hänger mit nach hause nehmen ohne über nacht der gefahr des in Deutschland sehr in mode gekommenen holzdiebstahls ausgesetzt zu sein.

Natürlich ist der mog im unsanierten zustand schon ein schrauberauto, aber auch abhängig davon welche ansprüche man stellt. Wer die ewig tropfende ölwanne einfach mit einer unterlage bekämft hat keine arbeit, wer die kubelwellenabdichtung vorne, ölwanne und getriebedichtringe mit heutigen mitteln dichtmachen will, hat viel arbeit, aber dann ist auch schluss mit dem gesabber.
Solche arbeiten macht man dann mal in einer zeit wo der mog nicht unbedingt gebraucht wird, nur kann man sich so daran gewöhnen, dass er, wenn man ihn erst einmal hat, fast immer gebraucht wird.
Wenn diese baustellen aber ein mal ordentlich abgestellt worden sind, der motor noch nicht total ausgelutscht ist und dir die gänge nicht bei starkem zug rausfliegen, habe ich den 401/411 keineswegs als reparatur- wundertüte kennengelernt, sondern eher als sehr zuverlässig.
Im wald hänge ich immer die fahrertür aus, was auch nur beim cabrio 401, 411 so leicht geht und bei offenem verdeck ist das einsteigen dann auch leichter. Alle alten mogs , bis hin zum 406 verlangen auf grund der achsanordnung auch gewisse verrenkungen um endlich die füße an den angestammten ort im fußsraum unter zu bringen. Eine zusätzliche einstiegsstufe ähnlich 401 ist hilfreich aber nicht original.

Das erhält aber auch fit ...und 411-offen-fahrer sind die härtesten....in der regel ohne heizung , ohne lenkhilfe , spartanische sitze und optional mit ofenem verdeck... und dem Dieselsound hinter der blechwand.

Das beigefügte foto ist nicht zur nachahmung empfohlen, der transport erfolgte diskret über kurze distanz.
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einfach riesig der kleine 001.jpg
einfach riesig der kleine 001.jpg (84.07 KiB) 3948 mal betrachtet
#367029
icarlo hat geschrieben:Hallo Community,
danke für eure Info.
Ich konnte nicht wiederstehen und hab mir einen U411 gekauft. Vorerst ist er im einwandfreien servicierten Zustand und ich glaub für meinen Zweck ist genau er die beste Lösung. Ich hab in der (entfernten) Nachbarschaft jemand getroffen der mich in meinem Vorhaben bestens unterstützt.
lg Carlo :P
Hallo,
nun 3 Jahre später bin ich zufällig wieder auf den Thread gestossen.
Der Kauf war echt eine gute Entscheidung.
lg Carlo

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