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Luftdruckanlage undicht, 406er Bj. 1980 - Unimog-Community

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Moderator: stephan

#569821
Hallo Mogler,
ich bin neu hier und habe eine Frage an die Druckluftspezis:

Vor ca. 10 Jahren habe ich einen 406er , Bj.1980, mit Scheibenbremse und Zweikreissystem restauriert. Bisher war alles in Ordnung. Aber nun macht die Handbremse und die Druckuftanlage Probleme.
Fangen wir bei der Drulu an. Soweit ich das im Kopf habe, wird beim Aufblasen der Kessel zunächst die Luft in den ersten Kreis gepumpt, um den Bremskraftverstärker für den Mog mit Luft zu versorgen. Bei einem Druck von 4,5(?) oder 5,5 Bar (ich weiß es nicht mehr genau) macht dann ein Ventil den Luftweg zum zweiten Kessel bzw. zum Anhängerbremskreis auf. Und ab da verliere ich Luft!. Also muss das Leck im Anhängerbremskreis sein. Der erste Luftkreis hält seinen Druck von 5 Bar übrigens tagelang.
Um das Leck zu suchen und die Lufttanks nicht immer mit dem (nur) vorhandenen Nockenwellenkompressor aufpumpen müssen, habe ich den großen Lufttank am Prüfventil mit meinem Werkstattkompressor aufgepumpt. Aber selbst bei 9 Bar Druck in der Anlage, pfeift nichts aus.
Frage:
1. Kann es sein, dass das Ventil, welches den Weg zum Anhängerbremskreis freigibt (denn da muss das Leck sein) nicht schaltet, wenn die Luft direkt in den Kessel gepumpt wird (schwer vorstellbar)?
2. Auch der Kompressor hat nicht abgeblasen. Das kann ich mir aber noch vorstellen, weil ja der Druck in diesem Falle von der anderen Seite kommt. Richtig?

Kann hier jemand einem ziemlich ratlosen Franken helfen? Vielen Dank im Voraus

:oops: Karl :oops: aus dem Frankenland
#569824
Hallo,

Dein Mog hat (von der serienmäßigen Ausstattung eines Scheibenbremsers mitzwei Kessel aber im Prinzip noch einen dritten Kreis, an dem die Allrad/Sperrenschaltung bzw. sonstige Nebenverbraucher angeschlossen sein können. Der hängt mit einem Überströmventil an Kreis 1. Auch dieses Überströmventil macht bei etwa 5,5bar auf. Könnte also auch eine Leckage zwischen Überströmventil und Allrad/Sperrenschaltung oder sonstigen dort evtl. noch angeschlossenen Verbrauchern sein, wenn der Kreis 2 (Anhänger) dicht ist.

Gruß,
Michael
#569826
Danke Michael,

ich musste feststellen, dass der Anhängerbremskreis tatsächlich nicht mit Luft befüllt wird, wenn ich mit einem externen Kompressor über den Reifenfüll-/Prüfanschluss den Kessel aufblase. Wenn ich bei 4,2 Bar den Motor laufen lasse schaltet das Ventil bei ca. 4,5 Bar und der Anhängerbremskreis kriegt Luft.
Und da habe ich nun festgestellt, dass das Zweileitungs-Anhängersteuerventil und -ich denke es ist - das Hydropneumatische Steuerventil (es steht jedenfalls "Buchholz Hydraulik Typ AV-2909-2" drauf) Luft verliert.

Wo kriegt man am besten einen Reperatursatz für das Anhängesteuerventil her?
Die Firma Buchholz gibt es noch. Ich werde morgen da mal anrufen.

Danke im Voraus und Gruß
:oops: Karl aus dem Frankenland :oops:
#569832
Hallo Frank,

bei dem alten Einkreissystemen müssen die einzelnen Systeme immer erstmal ca. 4,5bar bekommen, damit alles korrekt funktioniert. Danach gibt es ein Überströmventil in den nachfolgenden Kreis. Wenn alles soweit gefüllt ist, würde das Komplettsystem bis ca. 5,5bar gefüllt werden. Danach sollte der Kompressor abschalten.
Somit ist gewährleistet, dass alle Bremssysteme (bzw. Diff.-Sperre bei MOG) min. 4,5bar haben.

In dieser Art funktioniert es zumindest an meinem MAN Schlepper mit angehängtem MM UDBK Anhänger.

Falls für die alten Ventile keine Dichtsätze mehr vorhanden sind, gibt es immer noch Flachdichtungsbögen, aus den man sich etwas herausschneiden kann. So habe ich es mit den Ventilen am MM Anhänger auch gemacht.

Gruß
Stefan
MagMog liked this
#569847
Hallo,
SUN hat geschrieben:bei dem alten Einkreissystemen müssen die einzelnen Systeme immer erstmal ca. 4,5bar bekommen, damit alles korrekt funktioniert.
Nur leider hat der hier beschriebene Mog kein Einkreissystem sondern ein Zweikreissystem mit Zweikreisschutzventil und zusätzlich am Kreis 1 nochmal ein Überströmventil für die Nebenverbraucher.
SUN hat geschrieben:Falls für die alten Ventile keine Dichtsätze mehr vorhanden sind, gibt es immer noch Flachdichtungsbögen, aus den man sich etwas herausschneiden kann. So habe ich es mit den Ventilen am MM Anhänger auch gemacht.
Das kann funktionieren, wenn es sich um Flachdichtungen handelt. Oftmals geht es aber um O-Ringe, teils in exotischen Größen oder speziellen Gummidichtungen. Da kommt man mit sowas nicht weit.

Gruß,
Michael
#569860
Hallo Zusammen,

zunächst mal Danke für eure Anregungen.
ich hab heute das Hydropneumatische Steuerventil ausgebaut und zerlegt.
Im Prinzip sind zwei O-Ringe zu ersetzen. Denen sieht man allerdings kaum Schäden an. Sorge macht mir das Gehäuse, denn da sind doch einige Riefen zu erkennen (siehe Bild).
Auf dem Bild schaut das ganz grußelig aus. In Wirklichkeit sind es kleine Riefen. Aber immerhin sind welche da. Ich habe Sorge, dass das auch mit neuen O-Ringen nicht mehr dicht wird.
Wo kriegt man solche Gehäuse zu einem einigermaßen erträglichen Preis her?

Gruß Karl (aus dem Frankenland)
Dateianhänge:
PXL_20230513_152326754.jpg
PXL_20230513_152326754.jpg (1.53 MiB) 3283 mal betrachtet
#569861
Hallo Karl
Ich empfehle dir, das Gehäuse auf eine Drehbank zu nehmen und die Riefen herauszuschleifen/-polieren. Mehrstufig, also mit gröberer Schmirgelleinewand zu beginnen und dann immer feiner werdend bis >1000er Körnung.
So weit, bis die Riefen weg sind. Aufgrund der sich ergebenden, leichten Durchmesserveränderung nimmst du dann zum Ausgleich O-Ringe mit leicht größerem Schnurringdurchmesser. Da kannst du dich mit verschiedenen leichten Größenunterschieden auch rantasten. Hier bewegt man sich aber im unteren Zehntelbereich.
Ich habe auf diese Weise so manches Anhängersteuerventil für U411 wieder auf Vordermann gebracht. Und du ersparst dir damit einen evtl. teuren Gehäusekauf.
#569862
Danke Winni für den Tip,

ich hab zwar schon an so was gedacht, aber ehrlich gesagt nicht so richtig....., deswegen bin ich für den Tip dankbar.

Hast du beim Schleifen das Schleifpapier/-leinen mit der Hand gehalten oder hast du da eine Vorrichtung gehabt/gebaut? Es sollte ja das Material einigermaßen gleichmäßig abgenommen werden.
Meinst du, ich kann mit einer 240-er oder 320 er beginnen? Zur Feinarbeit habe ich 600, 1200 und 2500 er Naßschleifpapier zu Hause

Gruß Karl
#569865
Hallo Karl
Wie du das Gehäuse am geschicktesten auf der Drehbank aufnehmen könntest, kann ich anhand des Fotos nicht konkret beurteilen.
Alternativ evtl. geeignetes Schleifmittel-/material in z.B. Bohrmaschine einspannen und Gehäuse von Hand führen, oder Gehäuse ausgerichtet auf Bohrtisch spannen und mit Schleifkörper/-mittel eintauchen.

Ich konnte die Gehäuse des Anhängersteuerventils U411 immer auf dem Dreibackenfutter spannen. Und habe die Schleifmittel immer mit der Hand gehalten. Je nach Riefen habe ich auch mal mit 180er Schleifpapier angefangen. Oder auch mit einem feinen Schleifflies/-pad, wie es Lackierer nutzen. Dann rasch feiner werdend wie auch von dir angeführt.
Naßschleifpapier wird m.E. grundsätzlich gehen, ich würde es aber bei Metall./Alubearbeitung trocken verwenden. Denke, es schmiert sonst zu sehr. Aber versuche es einfach mal so oder so, dabei kann ja zuerst mal nichts schiefgehen.

Beispielbild:
Dateianhänge:
20221223_132012.jpg
20221223_132012.jpg (1.29 MiB) 3164 mal betrachtet
#569866
Hallo
Winni59 hat geschrieben:ich würde es aber bei Metall./Alubearbeitung trocken verwenden. Denke, es schmiert sonst zu sehr.
das Schleifleinen und auch Vliesl lässt sich sehr gut mit WD40 ode Petroleum schmieren, den Abrieb kann man immer wieder ausspülen, ergibt ein deutlich gleichmäßigeres und feineres Schleifbild.
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#569868
O.k. Winni,
werde es mal mit 240/320-er probieren und dann immer feiner werden.
Das Aufspannen auf der Drehbank konnte ich lösen, weil eine 24 mmm (?) Sechskantschraube auf der Gegenseite verbaut ist. Daran konnte ich es mit dem normalen Dreibackenfutter gut Aufspannen. Ich versuch morgen mal das Schleifen.
Vielen, vielen Dank für die Tips :P (das Gesicht wird langsam heller...)

Gruß Karl
#569918
Hallo Zusammen,
hab das Gehäuse nun mal auf die Drehbank gespannt und mit 320-er, 400-er, 600-er, 1.200-er und 2.500 Papier unter Zugabe von Öl bzw. WD40 geschliffen (per Hand) und dann noch mit Schleifpaste. Das ging alles ganz gut. Der Durchmesser hat sich weniger als 0,1 mm vergößert. Nun sieht es - ich denke- ganz gut aus (O-Ringe hab ich auch schon bestellt):

Gruß Karl aus dem Frankenland
äh.... hat jemand Erfahrung, wie man das Zweileitersteuerventil zerlegt? hab im Forum nichts gefunden...
PXL_20230515_155119521.jpg
PXL_20230515_155119521.jpg (668.57 KiB) 2933 mal betrachtet
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