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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#66466
Hallo zusammen,

ich habe im Forum schon gesucht aber keinen passenden Beitrag gefunden.

Mein Problem ist das der Motor von meinem U 406 (OM 532 / 84 PS) bei wenig Last und geringer Drehzahl unrund läuft und sich regelrecht hochschaukelt. Die Durchzugskraft des Motors ist hierbei nicht betroffen. Es ist auch wenn ich einen schweren Hänger daran habe und der Unimog richtig arbeiten muß kein Problem vorhanden. Wenn ich allerdings auf einen falchen Bereich komme wo der Mog entlastet wird und die Drehzahl sehr gering ist, dann fängt der Motor an regelrecht in einen Rhytmus zu kommen wo er immer kurz höher dreht und dann wieder langsamer wird. Das führ dann zu einem aufschaukeln was ich nur durch Gas geben wieder abfangen kann.

Hat jemand eine Idee was dagegen gemacht werden kann. Alle Filter und die Kraftstoffleitungen habe ich schon getauscht und geprüft. Ist es evtl ein Problem der Einspritzpumpe ?

Ich bin für jeden Tip dankbar.

Viele Grüße aus der Pfalz
Steffen
#66473
Das Sägen kann aus der Pumpe bzw geneuer gesagt vom Regler verursacht werden. Die jeweilige Reglerstellung ist immer ein Gleichgewicht zwischen Fliekraft der Stellgewichte und Schwenkfeder. Prinzipell versucht der RSV-Regler bei Unterschreiten der vom Gaspedal eingestellten Drehzahl durch Volllast auf die gewünschte Drehzahl zu kommen. Wird die Drehzahl überschritten, so regelt er kurzzeitig ganz ab. Wenn im Regler etwas ausgeschlagen oder schwergängig ist oder ein Federbruch bzw Ermüdung vorliegt, dauern die Angleichvorgänge zulange, da die Zieldrehzahl schon lange erreicht ist. Dadurch tritt dann ein Pendeln ein. Bei größeren Regelwegen wie zB bei Last ist die Spanne weit genug und der Regler hat ausreichend Zeit, im Leerlauf oder bei geringer Teillast, wo der Regelweg sehr klein ist, machen sich schon geringe Unter- bzw Überschreitung des Regelweges in der Drehzahl stark bemerkbar.
Diese Funktion ist auf einem Prüfstand nicht überprüfbar, da ein Prüfstand von außen angetrieben wird und die Drehzahl nicht durch Veränderung der Fördermenge ändert. Dies macht nur der Motor, wenn sich die Einspritzmenge ändert. Auf einem Prüfstand wird die Pumpe ja von einem Einspritzmengen- unabhägigen E-Motor angetrieben.
Zuletzt geändert von Helmut Schmitz am 08.06.2005, 17:47, insgesamt 1-mal geändert.
#66482
Hallo Steffen
ich kenne das Problem habe aber noch nichts daran geändert.
Das Thema wurde aber schon behandelt und die lösung heist wohl Gasgestänge gegen Gaszug tauschen. Warum findest du wenn du den Suchbegriff "Aufschaukeln" benutzt unter dem Beitrag "Aufschaukeln übers Gaspedal"

PS:Werde wohl wenn ich Zeit habe auch mal auf Gaszug umstellen.
Eine sehr gute Lösung findest du auf der Seite von Franz Murr.

Gruß Matthias
#66606
Hallo und vielen Dank für den Input,

o.k. das mit dem Gaszug hab ich verstanden, ist kein Problem und kann sehr einfach realisiert werden. Das werde ich mir mal ansehen und checken. Ich habe jetzt auch den anderen Beitrag gefunden Danke@Matthias !

Die Sache mit dem Regler möchte ich aber auch nicht ungeprüft lassen.

Kann mir jemand sagen wo der genau sitzt und ob er unproblematisch auszubauen ist ? Gibt es Dokumentation zu den EP´s wo man das vieleicht
nachlesen kann ? Kann ich evtl etwas durch Sichtprüfung oder Testen ermitteln ?

Danke schon mal .

Grüße
Steffen
#66631
Waooow
Steffen hat geschrieben: Kann ich evtl etwas durch Sichtprüfung oder Testen ermitteln
Zum einen sitzt der Regler in der E-Pumpe, da ist schon Pumpenausbau und Zerlegen angesagt. Da du aber vermutlich bisher wenig über den Regeler gehört hast, glaube ich nicht, dass du überhaupt die Funktion, geschweige denn das ordnungsgemäße Zusammenspiel der Federn, Hebel und Gewichts erkennen kannst.
Helmut-Schmitz hat geschrieben:Diese Funktion ist auf einem Prüfstand nicht überprüfbar
und du glaubst das von außen zu erkennen, alle Achtung :roll: , sag mir bescheid, wenn du fündig geworden bist.
#66671
Hallo Helmut

Ich schätze deine fachlichen Beitrage sehr aber
ich weis nicht was diese Frotzeleinen an einemneueren Mitglied dieses Forums sollen. Jeder hat mal klein angefangen.
Der Unimog ist für uns schließlich ein Hobby und ich denke da sollten die "Wissenden" auch mit einer Frage eines "Unwissenden"die aus ihrer Sicht dumm erscheinen mag etwas toleranter umgehen und nicht versuchen ihn vor den anderen lächerlich zu machen.
Wir sind hier nicht Meister und Lehrling in einem kleinen Handwerksbetrieb wo der Stift noch in den A.... getreten wird.
Das war meine Meinung.

Und wenn du Steffen schon zitierst,dann tu es bitte richtig denn am Ende seines Satzes stand ein Fragezeichen.
Kann ich evtl etwas durch Sichtprüfung oder Testen ermitteln ?
Gruß Matthias
#66674
Guten Morgen,

also erst mal wollte ich hier keine Diskussion lostreten sondern nur was wissen zu meinem Problem.
Über die Antwort von Helmut hab ich mich nicht geärgert. Es steht je eigentlich drin wa sich wissen wollte. Über die Formulierung kann man sich streiten. :?

Nun zurück zum Problem. Das beudetet im Klartext dass ich die Pumpe nicht selbst ausbauen kann und ohne fundiertes Fachwissen auch nicht in den Griff bekomme.

Gibt es zu den E-Pumpen Literatur oder Rep. Anleitungen ?

Grüße
Steffen
#66694
@ Steffen
Reparatur-Anleitungen o.ä. sind nur als interne Unterlagen von Bosch erhältlich. Allgemein-verständliche Beschreibungen beziehen sich auf die reine Funktionweise ( Wenn es darüber von Bosch etwas in der gelben Reihe überhaupt gab). Bei einer Überprüfung ist aber die letzendlich die absolut genaue Einstllung der Federkräfte und Hebelanschlägen notwendig, sonst tritt halt das besagte Pendeln ein. Du müßtest also die Federn selbst zuerst mal messen, ob diese nicht erlahmt sind, wozu du folgerichtig zuerst die geneuen Federraten haben müßtest. Diese Daten werden wohl in in Prüfblättern für Pumpenentwickler existieren. Eine Werkstatt wird da wohl einfach neue Federn verwenden, ist kostengünstiger für die und gleichzeitig auch garantie-fähig. Das gleiche bezieht sich auf Lager und Hebelwerk. Nicht umsonst erneuern die Pumpen-Überholer kurzerhand alle beweglichen Teile. Hinzu kaommt auch noch die Tatsache, das z.B. die Regelfeder und Startfeder überhaupt nicht einstellbar sind, entweder sie stimmen oder nicht.
Da deinen Pumpe ihr Regelverhalten im laufe der Zeit verändert hat, liegt an irgendeiner Stelle wohl Verschleiß oder Ermüdung vor. Wenn du einen sehr guten erfahrenen Pumpenfachmann findest, der kann u.U. die Einstellung von Unförmigkeitsgrad und Angleichung noch etwas manipulieren. Solche ausgebufften Füchse waren aber früher schon rarer wie Hühnerzähne. Wie gesagt, das ist auf einem Prüfstand nicht zu erledigen, das kann wenn überhaupt, so nur am eingebauten Motor eingstellt werden.

@ Mathias
Ich bemühme mich, die Problematik anschaulich zu erklären. Wer das Geschriebene zuerst mal verinnerlicht, soll sicht seiner begrenzten Möglichkeiten bewußt werden, hindern kann ich keinen daran, und erst recht nicht in den A... treten. Wenn jemand aber trotzdem der Meinung ist, er könnte mit einem kurzen Blick das abchecken, was Fachleute in jahrelanger Praxis erarbeitet haben, so wirst du mir wohl schon ein müdes Lächeln zugestehen. Wenn dir jemand die Problematik des Betriebssystem Windows erklärte, würdest du dann Antworten, ok, kann ich das im Quelltext sehen :shock:
Jeder hat mal klein angefangen, es sollte auch jeder die Einsicht haben, mit kleinen Problemen anzufangen. Ich kann mir aber auch die ganze Schreiberei ersparen, wenn sie doch keiner verinnerlicht, dann hat es wohl keinen Zweck sowas überhaupt zu erläutern. Mein Ansinnen war eigentlich zu erklären, weshalb man selbst daran eigentlich nichts machen kann, jedenfalls ich nicht. :( Es soll Leute hier im Forum geben, die haben Ihre Pumpe beim Boschdienst überprüfen lassen, leider mit mäßigem oder gar ohne Erfolg, warum wohl? Der Gaszug ist es jedenfalls nicht, der ist nur bei Drehzahlveränderung durch Verwindungen behilflich, nicht aber bei Lastwechsel.
#66763
@ Mathias
Charlymuckermanm hat geschrieben:an einemneueren Mitglied dieses Forums sollen
Anmeldungsdatum: 13. Sep 2002
sorry, als neueres Forumsmitglied würde ich Steffen nicht gerade bezeichnen. Sicherlich war die Bemerkung etwas ironisch. Ich hatte ja auch geschrieben, das im Regler etwas ausgeschlagen sein könnte, und das kann man wohl nicht von außen sehen. Zum einen fragt jemand nach einem hochkomplexen Problem, zeigt zum zweiten, dass dazu keinerlei Vorkenntnisse bisher auf diesem Gebiet vorliegen aber andererseits sehr schwierig zu lösende Aufgabenstellung mit äußerer Inaugenscheinnahme mal kurz überprüfen möchte. :shock:
Aber nicht desto trotzt gebe ich gerne eine fundierte Auskunft.
Um die Funktionsweise der normalen PE-Pumpe mit RSV-Regler mal ganz kurz zu erklären:
Vom Gasgestänge wird mittels Verstellhebel durch die Schwenkfeder der Spannhebel gegen den von den Fliehgewichten bewegten Verstellbolzen gedrückt und somit bewegt der Führungshebel den Regelhebel, welcher über eine Lasche die Regelstange auf Volllast schiebt. Bei Erreichen der Solldrehzahl drücken die Fliehgewichte den in der Führungsbüchse gelagerten Verstellbolzen gegen die Angleichfeder und somit den Spannhebel wieder gegen die Schwenkfeder wodurch der Führungshebel den Regelhebel zurückdrückt und mittels der Lasche die Regelstange aus der Vollaststellung zurückzieht.
Beim normalen Förderhub steigt der Kraftstoffdruck, wenn der Förderkolben nach dem Vorhub durch seine Oberkante die Zulauf- und Steuerbohrung abgeschlossen hat und somit der Kraftstoff infolge des Druckanstieg das Entlastungsventil anhebt und durch die Einspritzleitung in der Einspritzdüse die Düsennadel gegen die Düsenfeder öffnet und dann über die Einspritzbohrungen in den Brennraum gespritzt wird.
Die Regelstange bewirkt, dass durch die auf ihr angebrachte Verzahnung das verzahnte Klemmstück mit der Regelhülse den und Führungsschlitzen mittels der Kolbenfahne den Förderkolben soweit verdreht, dass die spiralförmig angebrachte Steuerkante beim Aufwärtshub die Zulauf- und Steuerbohrung früher oder später wieder freigibt und somit die Förderung beendet. Dann entlastet das Entlastungsventil die Düsennadel schlagartig und verhindert ein Nachtropfen der Düse. Dies geschieht solange, bis sich die Fliehkraft der auf der Pumpennockenwellen sitzenden Fliehgewichte gleich der Federkraft der Regelfeder ist oder halt wie im vorliegenden Falle evtl eben nicht. Da das Sägen ja nur im unteren Drehzahlbereich stattfindet, könnte natürlich auch die Leerlaufzusatzfeder einen ungewollten Einfluss auf den Spannhebel oder die Startfeder auf den Regelhebel haben, bei höherer Einspritzmenge infolge größerer Last oder bei höherer Drehzahl sind diese wirkungslos.
Ich lasse der Einfachheit halber zuerst aber mal die Wirkung der Leerlaufzusatzfeder oder die Anhebung der Startmengen durch die Startfeder in der Starstellung sowie Versionen mit oberer Steuerkante oder Start/Spätspritzkante weg, damit die Funktionsweiser einfacher zu verstehen ist. Die Funktion der Stopnute und Stop- oder Leerlaufanschlag und der Volllastanschlag ist ebenfalls zum leichteren Verständnis mal weggelassen, da all dieses ja nichts mit dem Sägen zu tun hat.
Natürlich ist das bei einer MW-Pumpe oder Hubschieberpumpe etwas komplizierter.
Wiederum vollkommen anders ist die Regelung beim RQV-Regler, wie er beim 435 im 1300l BW verbaut sein kann.
Sollte ich in der Kurzform ein Bauteil nicht erwähnt haben, ja ich weiß, da sind noch einige Kleinteile mit von der Partie, die Kenner wissen das und für den normalen Mogler ist das hier aber meist ausreichend. :wink:
#67062
Hallo Helmut,


auch HUT AB !! :D

Vielen Dank für die detailierte Erläuterung (mache Bereiche mußte ich mehrfach lesen) . Ich hab jetzt mal mit einem Guru in Sachen Motoren von Mercedes Kontakt aufgenommen und er wird sich der Geschichte in absehbarer Zeit mal widmen. Er tippt auch auf den Regler. Ich hoffe nur es wird nicht ein zu großer Akt ...


Danke nochmals!
Viele Grüße aus der Pfalz

Steffen
#521143
Hallo, ich bin seit kurzem auch Besitzer eines Unimog 406.

Mein Mog hat dasselbe sägen bei Standgas unter 1000 1/min.
Ich wollte fragen ob etwas herausgekommen ist oder ob das einige haben?

Des Weiteren auch wenn es hier vll. nicht ganz reinpasst und schon älter ist Lehrvideo Bosch Einspritzpumpe siehe Link.

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