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Spezial-Forum zur Unimog-Baureihe U 404 S.

Moderatoren: stephan, krahola

#304017
Hallo Thomas,

ja, der Förderbeginn wird duch Verdrehen der Einspritzpume eingestellt. Wenn das Verdrehen nicht mehr ausreicht, muß sie versetzt werden.

Von den Reiheneinspritzpumpen gibt es eine Menge verschiedener Ausführungen. Im OM 617 müssten mindestens zwei verschiedene Ausführungen verbaut worden sein.

Die Version mit 80 PS hatte meines Wissens die Drosselklappe und damit die pneumatisch gesteuerte Einspritzpumpe, d.h. durch die Drosselklappe entstehen im Ansaugrohr unterschiedliche Unterdrücke, diese Steuern dann über eine Schlauchverbindung die Einspritzmenge.

Bei der 88 PS Version entfällt die Drosselklappe und die Einspritzpumpe regelt die Einspritzmenge über das Regelgestänge zum Gaspedal, Leerlauf und Drehzahlbegrenzer funktionieren mit Fliehkraftreglern.

Bei der 88 PS Version dient der Hebel, den du beschreibst nur zum Abstellen, d.h. im normalen Fahrbetrieb geht er auf Anschlag zurück nach oben. Um den Motor abzustellen wird der Hebel dann nach unten gedrückt. Wenn der Hebel komplett oben ist (also im Fahrbetrieb) sollte der Motor bei Volllast nicht rußen. Macht er das trotzdem, hast du keine saubere Einstellung. Dann sollte die Vollastmenge entsprechend eingestellt werden (vorausgesetzt, alle anderen Komponenten wie Einspritzdüsen, Luftfilter, Steuerzeiten und Kompression sind in Ordnung).

Bei der 80 PS Version bin ich mir nicht ganz sicher. Soweit mir bekannt ist, hat der Hebel bei der pneumatisch gesteuerten Pumpe eine Doppelfunktion: im normalen Fahrbetrieb ist er in der Mittelstellung, zum Abstellen des Motors wird er nach vorne gedrückt und zum Starten wird er nach hinten gezogen. Die Fördermenge (übrigens auch bei der 88 PS-Version) ist für den Startvorgang größer als sonst bei Vollast, d.h. die größte Einspritzmenge, die dein Motor erhalten kann bekommt er beim Start! Wenn du nun diesen Hebel während der Fahrt nach hinten ziehst, erhöhst du die Fördermenge über die gedachte Volllastmenge an.

Zur Einstellung des Förderbeginns: wenn du die Einspritzpumpe zum Motor hin schwenkst geht der Förderbeginn Richtung früher, vom Motor weg Richtung später. Der Sollwert ist beim OM 617 24° vor OT. Ich würde den Förderbeginn aber keinesfalls mal testhalber "blind" auf später stellen. Wenn du den Förderbeginn prüfen möchtest gibt es zwei recht einfach Methoden, die ohne teures Spezialwerkzeug möglich sind:

Mit der Überlaufrohr-Methode lässt sich der Wert sogar sehr exakt einstellen. Du brauchst als "Spezialwerkzeug" lediglich eine alte Einspritzleitung.

Wenn du den Wert erstmal grob ermitteln möchtest (was bei dir fürs erste sicher schon mal ausreichen wird), dann geht es auch noch einfacher:

Du schraubst die Einspritzleitung an der Überwurfmutter vom ersten Stempel von vorne (also Richtung Kühler) ab und bläst die nun offene Anschlußstelle leicht aus, so daß der Kraftstoff erst etwas tiefer sichtbar wird. Den Bereich um die Schraubverbindung solltest du vorher gründlich säubern (mit Kaltreiniger oder Caramba), denn selbst kleinste Schmutzpartikel können die Teile der Einspritzanlage schon beschädigen. Die Einspritzpumpe darf dazu nicht auf Nullförderung sein, also darauf achten, daß der Stophelbel nicht gedrückt ist. Dann drehst du den Motor langsam vorwärts (niemals rückwärts drehen!). Am besten machst du das zu zweit, so daß eine Person den Motor dreht (im Bereich des Förderbeginns immer ganz langsam, am besten Grad für Grad) , die zweite Person beobachtet dabei die nun offenen Anschlußstelle von der Einspritzleitung. Sobald der Kraftstoffpegel beginnt zu steigen fördert die Pumpe. Diese Methode geht ca 1° nach, d.h. der tatsächliche Förderbeginn ist ca. 1° früher. Um aber vorab festzustellen, ob dein Förderbeginn zu stark verstellt ist reicht diese Methode völlig aus und ist recht einfach zu machen. Selbst wenn sie etwas ungenauer ist als die Überlaufrohr-Methode - wenn dein Förderbeginn 1° zu früh sein sollte wird dir davon der Motor noch nicht heiß, d.h. wenn der Förderbeginn tatsächlich der Grund für dein Temperaturproblem ist dann ist er auch deutlich zu früh und das kannst du damit auch feststellen.

Wie schon erwähnt verstellt sich der Förderbeginn aber nicht von selbst. Wenn dein Motor in der letzten Zeit erst vermehrt heiß wird, dann wird die Ursache eher nicht der Förderbeginn sein.

Was sie Wasserpumpe betrifft: bei meinem Motor hat die Riemenscheibe der Pumpe ca. 16cm Durchmesser und die Antriebsriemenscheibe ebenfalls ca. 16cm. Laut dem Vorbesitzer vom Schlacht-Diesel-Mog hatte der Motor nie Temperaturprobleme (mit fest eingebautem Lüfter und zusätzlichem Elektrolüfter). Den Elektrolüfter hat er angeblich nur selten benötigt, und wenn dann nur wenn er im Sommer in Italien lange Bergstrecken gefahren ist.

Ich weiß allerdings nicht, ob es für den OM 617 evtl. verschiedene Wasserpumpen gegeben hat. Mein OM 617 ist z.B. der Transportermotor. Ob es da Unterschiede gegeben hat lässt sich aber sicher bei Daimler erfragen.

Grüße
Günter
#304029
Moin Günter,

prima erklärt, herzlichen Dank.

Nun, 16 und 16 cm sind es bei dir.
Welche Scheiben hast du denn auf der Kurbelwelle???

Die 3 von hinten nach vorn werden bei mir immer kleiner.
Hinten Lima ca 16
Mitte Wasserpumpe ca 13
Vorn Kompressor ca 11

Meine Wasserpumpenscheibe hat auch 16cm, dh sie dreht langsamer und min 1zu1 wäre dann auch mein Ziel.

Das würde einiges erklären, durch Weglassen des Thermostates erhöhe ich den Querschnitt und es fließt mehr Wasser durch die Anlage.
Gleiches passiert wenn die Wapu schneller dreht.

Wenn ich mir das so ansehe, gibt es Möglichkeiten die Drehzahl zu erhöhen:

1. Wasserpumpenscheibe mit auf den Riemen der Lima und ohne die Spannrolle. Antrieb ist hier auch etwa 16cm, aber die beiden Scheiben berühren sich wohl dann? Das sieht sehr eng aus.

2. Doppel-Spannrolle als Getriebe und so ein beliebiges Übersetzungsverhältnis realisieren.

In beiden Fällen benötige ich aber eine andere Einpresstiefe für das Rad an der Wasserpumpe.
Diese ist leider nicht aus Stahl, so wird ein Ändern etwas schwierig und meine einzige Vorhandene möchte ich ungern verhunzen...

Ändern der Antriebsscheiben??? Schön wärs, aber welche und woher nehmen?

Daher eine Frage in die Runde:

Gibt es eine Scheibe mit den 4 Löchern für meine Wasserpumpe aus Blech im Mercedes Fundus?
In der Bucht gibt es welche, aber nur anhand der Fotos lässt sich das nicht eindeutig beantworten.

Der Lösung auf der Spur...

Beste Grüße
Thomas
#304038
Hallo Thomas,

Also bei mir sind drei Scheiben auf der Kurbelwelle: hinten ca 16, mitte und vorn beide gleich mit ca. 10cm.

Die 16er Scheibe treibt bei mir Wasserpumpe und Lichtmaschine gleichzeitig an. Bei mir geht das, wenn auch zwischen den zwei 16er Scheiben nur ca. 1cm Platz ist.

Die zwei anderen Scheiben sind noch zur freien Verfügung. Eine der beiden wird dann den Kompressor antreiben.

Grüße
Günter
#304042
Prickel hat geschrieben: Daher eine Frage in die Runde:

Gibt es eine Scheibe mit den 4 Löchern für meine Wasserpumpe aus Blech im Mercedes Fundus?
In der Bucht gibt es welche, aber nur anhand der Fotos lässt sich das nicht eindeutig beantworten.

Der Lösung auf der Spur...

Beste Grüße
Thomas
Hallo Thomas,

ich habe hier eine gekröpfte Scheibe mit 4 Löchern hier liegen.
Durchmesser 136mm, Tiefe über alles 60mm.

Gruß, Hermann
#304073
Prima,
so werde ich das machen:

Der Hermann bekommt PN wegen seiner Wasserpumpenscheibe.
Egal wie die beschaffen ist, der Flansch passt und alles Andere ist ein Fall für die Drehbank. Das geb ich in Auftrag.
Dann habe ich 1 zu 1 Verhältnis und nicht mehr 13 zu 16
Hermanns Scheibe änder ich dann so, dass ich die eigentliche Scheibe verschraubbar mache, so lässt sich mit beliebigen Durchmessern von Schrottplatzscheiben spielen und mit Distanzblechen alles realisieren.
Alternativ dann auch zur mittleren Rille der Kw, es wird dann noch schneller....

Und wenn schon gebastelt wird, was auch noch prima wäre:
2 Scheiben an die Wasserpumpe und von Vorderer zum Kompressor.
Das hätte den Vorteil, dass sich der Riemen schnell entfernen ließe ohne mühsam über den Lüfter gefädelt zu werden. Ob das passt wird sich zeigen. Den Lagern der Wasserpumpe sollte das egal sein.

An der Einspritzanlage möchte ich erstmal nichts machen, denke der Motor läuft so gut. Den Umbau hat damals eine DC Vertragswerkstatt gemacht, der Motor wurde seinerzeit überholt, glaub nicht dass dort etwas im Argen liegt.
Ein fähiger Kfz Meister meine einmal, der Motor dürfe ruhig etwas "rauer" laufen, da sei keine "Musik" drin, das sei so PKW typisch, dem Mog stünde eine aggressivere Einstellung besser...
Also gehe ich mal davon aus dass das Temperaturproblem nicht mit dem Motor selbst zusammenhängt.

Dem Vorschlag,
den Druck im System zu erhöhen, möchte ich auch nicht recht folgen. Es kocht dann zwar später, aber die Hitze selbst bleibt bzw wird noch höher. Ein Manometer aus dem Heizungsfachhandel werd ich aber noch nachrüsten, es zeigt ja nicht nur den Druck an, sondern auch sofort jede Undichtigkeit im System.

Also wird erstmal die Fließgeschwindigkeit erhöht, denke schon dass das etwas bringt. Zumindest ist das schonmal ein erster unkomplizierter Schritt.

Beste Grüße
Thomas
#304087
Hallo Thomas,

es müsste noch andere Thermostate geben, und zwar:

Thermostat 70 C MB Teile Nr. 617 200 30 15
Thermostat 80 C MB Teile Nr. 617 200 18 15
Thermostat 87 C MB Teile Nr. 110 200 05 15
Thermostat 92 C MB Teile Nr. 004 203 86 75

Ich hoffe die Teilenummern sind noch gültig! Im Kfz Zubehör müsstest Du so was auch bekommen.

Gruß Daniel
#304092
Falls es dir hilft

In meinem ist das 70Grad Termostat verbaut und die alte Transporter Wasserpumpe (gut zu erkennen da sie nur 3Lochbefestigung für die Riemenscheibe hat!)
Damit steht meine Temperatur immer bei 85-90Grad egal ob Sommer/Winter hänger oder leer.
Dein Kühler ist die große Ausführung die fahre ich auch und als Lüfter habe ich einen aus der alten S-Klasse drinn und sonst nix.
Ich tippe du hast irgendwo Druckverlust im System den das ist gerade mal ausreichend, wenn also die Überdruckventil (Ausgleichsbehälterdeckel) nen Tick zu früh öffnet wars das und die Chose kocht.
Und das seit 2000 nun für etwa 40000km, scheint also nicht falsch zu sein.

Tschau Torsten
#304253
Hermann,

hurra, die Riemenscheibe ist da :D
Und, so wie es ausschaut hat sie die genau passende Einpresstiefe für den Keilriemen via Lichtmaschine!
Denke ich werde das über das Wochenende verbauen können.
Hoffentlich habe ich einen passenden Keilriemen, das Maß kann ich so noch nicht ermitteln.

Günter,

könntest du bitte du die Beschriftung am Keilriemen (Kw, Wapu, Lima) ablesen?

Daniel,

das 70 Grad Themostat ist bestellt, danke für die Teilenummern, das kommt auf jeden Fall rein.
Mein Ausgleichsbehälter hat einen großen und 2 kleine Anschlüsse.
Der Große geht knapp unter das Themostat zu einem T-Stück.
Ein Kleiner ist Überlauf (direkt hinter dem Großen)
Und der andere Kleine (in Fahrtrichtung ganz links) geht zum Kühler (Oben links)

Torsten,

Lüfter alte S-Klasse? Ist das ein Visco Lüfter? Hat der mehr Flügel bzw mehr Leistung? Wohlmöglich aus Plastik? Passt der Flansch ohne Änderung?
Bitte tipp doch mal aus welcher genauen Baureihe der kommt, damit man sich im Megakaufhaus mal auf die Suche machen kann.

Macht mal etwas kühleres Wetter, hab heute eine Plane für den Mog fertiggeschneidert. So prima wie das geworden ist, Quälerei war`s, hat sich aber echt gelohnt...

Beste Grüße
Thomas
#304261
Prickel hat geschrieben:Hermann,

hurra, die Riemenscheibe ist da :D
Und, so wie es ausschaut hat sie die genau passende Einpresstiefe für den Keilriemen via Lichtmaschine!
Na das wäre doch prima wenn sie ohne Modifikation passen würde, stammt von der WaPu aus der S-Klasse mit M130.
Prickel hat geschrieben: Denke ich werde das über das Wochenende verbauen können.
Dann los, hau rein :D

Gruß, Hermann
Unimog 411 Frontpolterschild

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