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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#253296
Hallole,

ein Profi-Motoreninstandsetzer hat mir für meinen OM 352 eine Generalüberholung komplett für ca. 5000,- angeboten.
Inkludiert sind: Motoraus- und -einbau, neue Kolben in Übergröße, honen, neue Lager, Ventilschaftdichtungen, Überholung der EP,...
Garantie wie z. B. bei einem Werks-Austauschmotor gibt er aber keine.

Was meint Ihr?

Gruß, Karl
#253306
Hi,
entweder er ist ein Profi, dann hat er auch eine Garantie auf seine Arbeiten zu geben; wenn nicht, Finger weg.
Hab vor einiger Zeit beim hiesigen Motorinstandsetzer nachgefragt, der lag etwa auf dem selben Niveau.
Allerdings gibt der eine Garantie, ein Kumpel hat mit einem Tauschmotor von dort Probleme, Reparatur übernimmt der Instandsetzer.

Gruß Claus
#253312
Hallo Karl,

wenn du als Endkunde bei einem Betrieb eine Arbeit mit Rechnung und "offizieller" Zahlung ausführen lässt, kommt er um die Gewährleistung überhaupt nicht herum.
Die muss er geben, das ist Gesetz und sollte das bei fachmännischer Arbeit auch können.
Ich würde jemand ohne diese Gewährleistung keine 5000¤ geben, dann kann ich dir auch gleich meine Kontonummer geben. Ist für deinen Motor genauso sicher..... :wink:

Ergänzend ist natürlich zu sagen, das er nur eine Gewährleistung auf seine tatsächlich durchgeführten Arbeiten geben kann/ muss. Also auf der Auftragsbestätigung und Rechnung alles haarklein vermerken lassen. Nur dann kannst du es bei Problemen nachweisen. Ich denke bei Mercedes geben die eine erweiterte Gewährleistung oder selbst definierte Garantie, weil die den Motor in- und auswendig kennen und auch komplett zerlegen, was sich natürlich auch im Preis bemerkbar macht.

Grüße

Ralf
#253464
Hi Karl,

Ich musste im Sommer 2008 meinen OM 636 Motor auch überholen lassen.
Und hatte mich vorab an der unten angegeben Web-Adresse etwas schlau machen können.

Interessant ist die PDF-Datei unter dem Link Aktuell:

Begriffsirritationen zu Bezeichnungen von Fahrzeugmotoren
Austauschmotor, Tauschmotor, Generalüberholter Motor e.t.c.

Infos erhälst Du also beim:

Verband der Motoreninstandsetzungsbetriebe e.V.
Christinenstr. 3

40880 Ratingen

Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr

Tel.: 0 21 02/ 44 72 22
Fax: 0 21 02/ 44 72 25

Email: info@vmi-ev.de
Homepage: http://www.vmi-ev.de/


Viele sonnige Grüße aus dem Kraichgau

Thomas
#253486
Hallo,
habe auch meinen OM 636iger instandsetzen lassen sollte anfangs 3000¤ kosten und jetzt wo er fertig ist sind wir bei 6500¤ angekommen. Es wurde allerdings alles erneuert was man erneuern kann, aber der Motor springt nicht an und keiner weiß warum. Die entstehenden Kosten um den Motor zum leben zuerwecken muß der Instandsetzer übernehmen. Aber nur weil ich eine ordnungsgemäße Rechnung habe und dadurch einen Garantianspruch.

Gruß Stefan Himmels NRW
#253650
Hallo

6500 für einen ranzigen 4 Zylinder. Da hat sich aber jemand saniert.

Beim OM352 könnte es sich lohnen wenn alles im argen ist einen kompl. Austauschmotor zu beziehen was Geld und Zeit sparen würde.

Allerdings würde ich das Teil vorher zerlegen und eine Bestandsaufnahme machen bevor ich den zum Instandsetzer gebe und generell alles Neu machen lasse.

Gruß

Thomas
#253664
Guten Tag Karl, eine Motorinstandsetzung ist generell mit hohen Kosten verbunden. Werden alle Teile ( Kurbelwelle, Zylinderkopf, Kolben u.s.w ) erneuert, sind die von Dir angegebenen Kosten schon realistisch. Sind dann noch allenotwendigen Teile bei DC erworben, können die Kosten anfallen. Mein OM 636 wird zurzeit komplett überholt, d.h. Kolben Rep.Stufe 2 ( 76,0 mm ), neuer Kopf, neue Kurbelwelle, neue Ventile, neue Ölpumpe, also alles ,was gemacht werden muss, um einen nagelneuen Motor zu haben. Die Maschine wird bei einem Instansetzer bearbeitet und zusammengesetzt. Kosten: etwa bei 3000,- . Die Teile habe ich erworben und besorgt und dem Instandetzer zur Verarbeitung zukommen lassen. Zur Verarbeitung von gebrauchten Köpfen würde ich keinesfalls raten. Die alten sind ziemlich 50 Jahre alt und in der Regel mit Rissen von innen behaftet. Ich habe 5 gebrauchte Köpfe angeliefert, alle waren defekt. Nunmehr habe ich einen neuen Kopf besorgt aus der 3. Fertigung, also ab 1984; hier sind die Stege alle verstärkt und die Probleme mit den bis dahin gefertigten, treten so gut wie nicht mehr auf. Sollte jemand von Euch Teile dieser Art benötigen, lasst mir eine PN zukommen. Ich habe noch einen Satz neuer Kolben von KS, Rep. Stufe 1, also 75,5 mm. Wenn jemand sie gebrauchen kann, bitte Nachricht. Mit den besten Grüßen an einem schönen Sonntag aus dem Ruhrgebiet.
Adalbert Behrendt
#253732
Hallo Adalbert,

ein neuer Kopf ist allemal besser als ein gebrauchter, aber mir wurde gesagt, nach wochenlanger Suche, dass es keine neuen Zylinderköpfe mehr gäbe.
Ich habe mich wirklich sehr bemüht einen neuen Kopf zu bekommen.
(Im Branchenbuch alle Instandsetzungsbetriebe antelefoniert, im Umkreis von 200 km).
Alle sagten Ihrem ehemaligen Lieferanten sei das Werkzeug kaputt gegangen, neues anzufertrigen käme ihm zu teuer.

Woher stammt Dein Zylinderkopf?

Gruß

Thomas
#253852
Hallo Thomas,
die meisten Köpfen, die heute noch zu bekommen sind - auch über DC - sind nicht original, sondern im Auftrag gefertigt und nicht unbedingt zuverlässig. Deshalb ist es äußerst wichtig, noch ein Originalteil zu ergattern; wie schon geschrieben, einen Kopf aus der 3. Fertigungsgeneration. Es gibt noch einige Originale wie Kurbelwelle, Nockenwelle, Mahle-Kolben u.s.w. .
Ich habe Dir eine PN gesandt.
Mit freundlichen Grüßen
Adalbert Behrendt
#254060
Guten Tag Karl,
nicht alle alten Köpfe sind gerissen, aber die meisten dieser Exemplare. Man erkennt es augenscheinlich daran, dass auf der Ventilfläche, also diejenige, auf der der Kolben seine kreisrunde Form hinterlassen hat, apfelsinenpockige Flächen zu sehen sind. Dies ist immer ein untrügliches Zeichen dafür, dass hier Wasser verbrannt wurde. Nach dem Schleifen kann man diese Orangenhaut immer noch sehen. Manche Schleifereien planen den Kopf solange, dass so gut wie nichts mehr zu erkennen ist, bis auf ein paar kleinste Reste. Hier kommt aber immer wieder Wasser durch in den Verbrennungsraum. Abgesehen davon darf ein Kopf nicht soviel abgeschliffen werden; es muss ein gewisser Wert stehen bleiben, sonst haben die Kolben mit den Ventilen Kontakt. Wurde ein alter Kopf geplant und abgedrückt - ist dann dicht- steht einem Einbau nichts im Wege. Die meisten Kameraden lassen den Kopf in der Regel nur planen ( ca. 100,- ) und nicht abdrücken, kostet nämlich auch noch mal ca 90- bis 100,- . Es empfiehlt sich also, planen und abdrücken und, wenn OK, verbauen. Deshalb sollte man sich als Laie immer beraten lassen. Ich will hier niemendem auf die Füße treten, aber ich weiß aus Erfahrung, die Schleiferei plant, weil es ihr Verdienst ist und der Rest ist Pfeifen im Wald. Sie hat den Auftrag zu planen und fertig. Und einen Betrieb zu finden, der auch noch auf so alte Motoren spezialisiert ist, ist wirklich schwer. Also bis zum nächsten Mal
Viele grüße an alle
Adalbert Behrendt
#254156
moin.

wie f2l612-5, Adalbert, es in seinem Thread :Verfasst am: 22.03.2009, 10:14 Uhr
beschrieben hat, finde ich eine gute Lösung.

Warum ?
Darum:
Vor zig+zig Jahren hat ein Freund seinen Benzdiesel Motor überholen wollen. Preise für AT-Motoren diverser Instandsetzungsbetriebe waren so bei 2400 bis 2800 DeutschMark.

Er hatte dann aber von einem Fachkundigen dieser Sparte erfahren, dass nicht alle Teile des Motores überholt oder erneuert werden.

Das will heissen:
Befindet sich ein halb-oder sehr wesentliches Teil (zB. Ölpumpe) noch etwas unter den Verschleisswerten, werden sie wieder eingebaut. Weil: ist eben noch nicht verschlissen, Basta.
Mit anderen vielleicht noch wichtigeren Motorteilen wird ebenso verfahren.
Da ist die Halbwertszeit mancher Teile eben nicht mehr so lange. Nennt sich aber eben Austauschmotor.

Für ihn hiess es eben dann, selber den grossen Rundumschlag zu machen.
Gut, Werkstatt und der Mut zu ca. 14 tagen dieselschwarzen Fingern war vorhanden.

Letztendlich hat die Sache aber dann doch über 3000 DM gekostet, aber er war sich sicher, einen gut überholten Motor zu haben.

Grüsse
WolFgang

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