Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#468971
Hallo Unimoggemeinde,
ich werde mich erst mal vorstellen.
Mein Name ist Harald Hochreiter, komme aus Hundsbach bei Bad Kreuznach, bin 46 Jahre alt, gelernter Schlosser, KfZ-Mechaniker, Maschinenbautechniker und schon seid sehr langer Zeit Unimoginfiziert.
Leider war das nötige Kleingeld für ein solches Gefährt nicht da und deshalb konnte ich "nur" die Mitgliedschaft im Unimog-Club in Anspruch nehmen. UCG 7966
Die Berichte darin lesen und von einem eigenen Unimog Träumen.

Nun ist es aber soweit und ich habe mir einen angeschaut.
Jetzt habe ich aber ein kleines Problem mit dem Baujahr.

Die Geschicht ist diese:
Der Unimog wurde mit einem Koffer versehen und ging mit dem Erbauer auf Namibiareise.
Der gute Mann verstab und die Unterlagen wurden nicht mehr gefunden.
Nun hat der, der ihn gekauft hat keine Verwendung mehr dafür und hat ihn als Baujahr 1976 angeboten.

Fahrgestellnummer ist die 416-14110019784
Aber er hat Trommelbremsen, was eigentlich nicht sein kann.
Und er meinte es wäre nur ein 4-Gang Getriebe verbaut, was mich auch stutzig gemacht hat.

Meine Frage wäre dies:
Kann ich bedenkenlos den Unimog kaufen? Trommelbremsen sind ja schon früher gebaut worden, aber einige raten mir davon ab.
Beim 406 weiß ich, dass das Getriebe mal ersetzt wurde. F zu G. Hoffe das stimmt so!
Das Fahrzeug sagt mir zu, aber ich bin total verunsichert und möchte nicht schon zu Anfang die Lust am Unimog verlieren.


Freu mich auf viele viele Komentare eurerseitz!
Würde mich auch über einen Anruf freuen. 015229539293

Viele Grüße aus Hundsbach
Harald
#468980
Hallo,
Fahrgestellnummer ist die 416-14110019784
Aber er hat Trommelbremsen, was eigentlich nicht sein kann.
Und er meinte es wäre nur ein 4-Gang Getriebe verbaut, was mich auch stutzig gemacht hat.
Trommelbremsen waren auch nach Einführung der Scheibenbremsen weiter im Programm. Für Export oder spezielle Anwendungsfälle. Anhand der Fahrgestellnummer kann man unzweifelhaft feststellen, dass das Fahrzeug Baujahr 1976 ist. Mit 4-Gang-Getriebe wird vermutlich die 2x4-Schaltung gemeint sein. Es handelt sich dabei um das übliche 6-Gang-Getriebe, allerdings mit einer anderen Schaltplatte versehen. Dann stehen 2x4 Gänge vorwärts und 4 Gänge rückwärts zur Verfügung. Am Hauptschalthebel werden nur 4 Gänge geschaltet, die Umschaltung der großen/kleinen 4 Gänge erfolgt an einem separaten Schalthebel.
Kann ich bedenkenlos den Unimog kaufen?
Das kann dir keiner sagen, da weitere Informationen fehlen. Preis und Zustand wären dabei schonmal zwei wesentliche Dinge. Letztenendes kann man das aber nur beurteilen, wenn man das Fahrzeug besichtigt und Probe gefahren hat.
Trommelbremsen sind ja schon früher gebaut worden, aber einige raten mir davon ab.
Trommelbremsen funktionieren beim Unimog bei entsprechender Wartung problemlos. Die meisten Probleme gibt es, weil viele es nicht fertigbringen, bei der Fahrzeugrestauration die Bremsanlage umfassend zu erneuern. Dann geht anschließend das Gemecker los, weil die Bremsen einseitig ziehen oder sonstwas nicht stimmt. Bei der Überholung rundum neue Radbremszylinder rein, neue Bremsschläuche, Mechanik gängig gemacht, neue Backen drauf, vernünftig eingestellt und die funktioniert über Jahre problemlos. Außerdem ist die Überholung der Trommelbremse deutlich billiger als die der Scheibenbremse. Insbesondere, wenn man z.B. einen oder mehrere Bremssättel komplett austauschen muss. Das geht dann richtig ins Geld.
Beim 406 weiß ich, dass das Getriebe mal ersetzt wurde. F zu G. Hoffe das stimmt so!
Beim 416 auch. Das war eine von hunderten Änderungen während der Bauzeit des 406/416. Da gibt es noch viele andere Dinge zu beachten. G-Getriebe wurden ab 1968 (im Laufe des Jahres) eingesetzt.

Gruß,
Michael
#469045
Hallo,
Der Verkäufer meinte zudem, das ein neues Führerhaus verbaut wurde.
Wurden da dann neue Typenschilder angebracht?
Ich meine, dass das Typenschild recht neu und ein wenig anders aussieht.
Wir wissen nicht, wer, wann und wo ein neues/anderes Fahrerhaus aufgebaut hat, ob in einer Mercedes-Werkstatt oder in einem Hinterhof in Eigenleistung. Ob man da ein neues Typenschild verbaut, das des alten Fahrerhauses oder das im Fahrerhaus vorhandene (und damit für dieses Fahrzeug falsche) Typenschild dringelassen hat, kann dir hier keiner sagen, das musst du schon selbst am Fahrzeug rausfinden. Die Fahrgestellnummer befindet sich vorn auf der rechten Seite (in Fahrtrichtung gesehen) am Rahmen. Sie sollte mit dem Typenschild übereinstimmen.

Gruß,
Michael
#469046
Das isser! :mog2
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s ... 313?ref=wl

Ich war ja dort und habe mir ihn betrachtet. Entweder es ist wirklich irgend wann mal ein neues verbaut worden oder das orginale ist noch so gut!
Sicher kann das mir vieleicht niemand mehr genau sagen. Ich dachte nur, wenn es in der MB Werkstatt gemacht worden ist, dass dann immer ein neues eingenietet wird.
Vieleicht hat ja einer das schon mal machen lassen.

Trotz allem Danke für die Unterstützung!

Grüße
Harald
#469070
Hallo,
Sicher kann das mir vieleicht niemand mehr genau sagen. Ich dachte nur, wenn es in der MB Werkstatt gemacht worden ist, dass dann immer ein neues eingenietet wird.
Eher nicht. Das alte Typenschild wird, da genietet, einfach ins neue Fahrerhaus übernommen. Nieten aufbohren, im neuen Fahrerhaus wieder reinnieten. Das Fahrerhaus selbst hat übrigens auch eine Nummer, die auf einem kleinen ebenfalls aufgenieteten Typenschild an der A-Säuleninnenseite nahe der Fahrertür steht. In Verbindung mit den Originaldaten der Datenkarte kann man dann abgleichen, ob es das originale Fahrerhaus ist. Aber auch dieses Schild ist nur genietet und kann gewechselt worden sein.

Hast du die Fahrgestellnummer vom Rahmen oder vom Typenschild? Das steht "Ohne Papiere", das ist immer ein wenig problematisch. Du musst sichergehen, dass das Fahrzeug nicht irgendwo gestohlen gemeldet wurde. Der Preis kommt mir zumindest auf den ersten Blick sehr günstig vor. Ein technisch intaktes Fahrzeug, insbesondere mit komplett funktionierendem Wohnmobilausbau, ist normalerweise deutlich teurer.

Gruß,
Michael
#469084
JUHU, :mrgreen:
habe ihn gestern gekauft. :mog2 Fahrgestellnummer passt und gestohlen ist auch nichts.
Er ist sogar noch mit dem Preis um 500 runter gegangen. :spitze

Jetzt kommt noch mal eine Frage. Der Verkäufer meinte das die Bremsen zu wären. Obwoh, er hat ihn aus der Halle gefahren.
Bei Trommelbremsen ist das so eine Sache. Meint Ihr ich könnte mal ein kurzes Stück fahren und versuchen ob sie frei werden,
um dann mit dem Gefährt heim zu Reisen.
Oder sollte ich gleich eine Spedition beauftragen.
Laufen tut er, auf den ersten Blick, einwandfrei.

Grüße
Harald
#469085
Hallo Harald,

die Frage ist, was meint er mit Bremsen "zu"? Haften die Beläge an der Trommel, da erschon lange mit angezogener Handbremse steht? Sind die Bremsschläuche zugequollen aufgrund des Alters? Ist das Bremsrohr (-leitung) an einer Stelle zusammengedrückt?

Ein paar Meter mit äußerster Vorsicht auf einem ebenen abgeschlossenen Gelände fahren kann bei ausreichendem Sachverstand nicht schaden. Dann sieht man schnell ob bei Nichtbetätigung der Bremse die Trommeln warm werden. Aufbocken und an den Rädern drehen ist auch nicht verkehrt. Auch sollte man die Abdeckbleche der Trommeln abnehmen und Beläge und Funktion / Bewewglichkeit der Bremsbacken prüfen. Wenn man allerdings schon beim Anfahren den Widerstand gegen die Bremse erfährt, sollte man gleich zur Instandsezung übergehen und gar nicht erst weit herumfahren.

Wenn keine klarer positiver Befund erstellt werden kann, sollte auf eine Teilnahme am Straßenverkehr verzichtet werden.

Gruß,
Markus

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