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Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#584249
Hallo Winni,
ja , ich Teile Deine Ansicht bezüglich der drei laschen an der Front. Leider ist aber das Bild ja nur zweidimensional. Es läßt sich von mir am Bildschirm nicht abschätzen, wie tief jetzt diese "Reste" von dieser sichtbare Kante entfernt sind.
Mein Gedanke ist , dass diese Dichtung ja nur auf dem Funktionsbereich bei dem Doppelgelenk lauf en kann, also nur wenige Zentimeter hinter dem äußeren Ende des Achskörpers. Für mich aber erweckte sich aber der Eindruck, dass hier dies Reste weiter in das Rohr gerutscht sind.
In diesem Bereich ist leider Deine Achse wohl etwas anders als meine 404 Achse bzw die 411 alte Achse
#584258
Hier nun des Rätsels Lösung zur tief in der Achse sitzenden Aufnahme plus Simmering. Im Folgebeitrag gehe ich noch auf Details ein. Die auf den Fotos zu sehenden Maße sind für die linke bzw. rechte Achseite. Jeweils gemessen von Flanschaußenkante der Achse bis Beginn der Aufnahme.

Wie vermutet wird also diese Aufnahme für den Simering von außen in die Achse geschoben, bis die drei Laschen anliegen. Auf der Gegenseite, wo das Differential sitzt, gibt es acht Blechlaschen. Vier davon werden nach außen gebogen und halten die Aufnahme im Gehäuse fest. Die anderen vier Laschen werden nach innen gebogen und sichern den Simmering in der Aufnahme. Somit gerät der Simmering also nie ins Differential.

Zum Tausch der Aufnahme und auch des Simmerings muss also das Differential gezogen werden. D.h. Achse demontieren, was auch auf mich zukommt.

Mehr dazu im Folgebeitrag.
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Zuletzt geändert von Winni59 am 02.03.2026, 20:33, insgesamt 2-mal geändert.
#584259
Interessant ist nun auch, gegen was der vorgenannte Simmering, Pos 3 auf Foto, dichtet. Hier gibt es Unterschiede zwischen Vorder- und Hinterachse.

Bei der Hinterachse:
dichtet der Simmering gegen den entsprechenden Bund der Antriebswellen, Pos 106 und 107 auf Foto.

Bei der Vorderachse:
Sind diese Bunde an den Antriebswellen, Pos. 106 und 107 auf Foto, nicht vorhanden. Hier sitzt im Achsschenkel, Pos 143 auf Foto, die sogenannte "Buchse mit Rohr". Und der vorgenannte Simmerung dichtet zum Außendurchmesser dieses Rohres ab. Im Rohr selbst läuft nun jeweils die Antriebswelle, deren Außendurchmesser wird durch den in der Buchse sitzenden Simmering, Pos 146 auf Foto, abgedichtet. Das für die Schmierung dieses Simmerings, Pos 146, benötigte, wenige Öl läuft also durch das Rohr zu ihm.
Ist das Rohr, so wie in meinem Fall, von der Buchse abgebrochen, läuft das Öl anstelle zum Simmering direkt in den Achstrichter. Was bei seltener Ölstandkontrolle a ) durchaus zu einem zu geringen Ölstand im Differential und b) hin zum Achsschenkel und Vorgelege zu erhöhter Leckage führen kann.
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#584274
Hallo Schraubergemeinde, hallo Winni,
zu dem Thema -Instandsetzung der innenliegenden Wedis- habe ich einen Bericht verfasst, der im Unimog Veteranen Journal 1-2020 abgedruckt worden ist. Diese Arbeit ist alles andere als trivial, die Achse muss kpl. ausgebaut und "entleert" werden, damit man an diese Dichtringhalter kommt. Erschwerend hinzu kommt, dass die Halter aus "Dosenblech" gefertigt worden sind, also empfänglich sind für jegliche Verfomung. Der eingebaute Dichtringhalter sitzt auch äußerst stramm in seiner Bohrung, so dass er ganz vorsicht ausgedrückt werden muss. Ich habe dies unter einer Werkstattpresse gemacht. Erheblich schwieriger gestaltet sich der Einbau des neuen Wedis, hier habe ich einen ersten vergeblichen Versuch unternommen, den Dichtringhalter mit schon eingepresstem Wedi einzubauen. Das ist mir nicht gelungen. Man muss erst den Dichtringhalter einbauen und dann den Dichtring einpressen. Außerdem habe ich dabei festgestellt, dass Wedis der Bauform C am besten einzubauen sind. Das sind Wedis die einen metallischen Außenring und zusätzlich einen Deckel haben, also kastenförmig gebaut sind. Die sind leider nicht so einfach zu bekommen. Mit gummierten Wedis wird das ganze nichts, die sind dicker und drücken sich nicht in den Halter rein.
Dann wünsche ich viel Erfolg bei dieser Instandsetzung
Gruß aus Hamburg
Thomas
#584275
Hallo Thomas
Besten Dank für deine detallierte Schilderung und Erfahrungen. Die jeweilige Aufnahme für die Simmeringe plane ich auch im Gehäuse zu belassen, so behält sie am ehesten seine Form bei. Den Simmering selbst könnte man anstelle pressen evtl. auch von außen mittels einer Gewindestange in seine Position ziehen.
#584277
Heute zerlegte ich das Vorgelege vorne links, um es neu abzudichten und die Doppelgelenkwelle zu entnehmen.
Die beiden Kegelrollenlager und das Zahnrad müssen abgezogen werden, damit der im runden Flansch sitzende Simmering ersetzt werden kann.
Den Lagerbolzen der langen, eingelaufenen Welle möchte ich beim örtlichen Landmaschinenbetrieb auspressen lassen. Die zugehörigen Deckel und Lagernadeln habe ich schon entfernt.
Damit könnte ich die Welle als Einzelteil zum Flammspritzen und auf Durchmesser schleifen weg geben.
Das Doppelgelenk selber ist hinsichtlich des Spiels in den Lagerstellen deutlich besser als erwartet und läuft geschmeidig. Manche Lagerstellen sind spielfrei, andere mit leichtem Spiel behaftet. Muss mich noch entscheiden, wie ich damit umgehe. Lasse mir evtl. für beides mal ein Angebot geben.

Alternativ halte ich aber auch Ausschau nach gebrauchten, guten Doppelgelenkwellen oder einer Achse, um benötigte, gute Teile evtl. zu übernehmen.
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