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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#355538
Hallo liebe Unimog-Freunde,

wir bauen einen Unimog als Bohrgerät um und müssen "leider" eine Art Not-Aus-Funktion einbauen.

Das bisherige Abstellen des Motors funktioniert meines Wissens nur über einen Knopf beim Schalthebel, der gleichzeitig auch die Standgasregelung übernimmt. Dreht man am Knopf, stellt man das Standgas ein, drückt man darauf, wird der Gashebel komplett zurückgestellt und der Motor bekommt keinen Diesel mehr. So weit so gut.

Die Not-Aus-Anlage funktioniert allerdings elektrisch, wofür eine Art Spule vorgesehen war, die beim Einschalten ungefähr 4cm Verfahrweg aufweist, allerdings hat diese Spule keine wirkliche Zugkraft. Die erste Überlegung war, diese Spule sozusagen den Job des "Knopf-Drückers" übernehmen zu lassen, allerdings ist sie leider zu schwach um den scheinbar hydraulisch zurückschwingenden Knopf zu drücken bzw. dessen Bowdenzug zu ziehen.

Leider kann ich an der Dieselpumpe oder auf dem Weg vom Tank zur selbigen keinen Hahn oder ähnliches finden, den die Spule ihrer eigentlichen Funktion nach betätigen könnte.

Habt ihr einen Tipp für mich?
Jeder Vorschlag ist herzlich willkommen...
#355539
Hallo smlgbl !

Nur so eine Idee: Warum nimmst Du nicht ein Magnetventil aus dem PKW Bereich. Bekommst Du auch Problemlos auf dem Schrottplatz. Das baust du in die Leitung zwischen Filter und Pumpe und steuerst es mit deiner Not-Aus-Elektronik an (an Stelle der jetzt vorhandenen Spule). Kontrolliere aber vorher, welche Spannung am Ausgang anliegt, und ob Du ein Magnetventil in der Ausführung Stromlos offen oder Stromlos geschlossen brauchst. Die vom PKW sind meistens letzeres.

Gruß Ollii
#355542
Hallo Olli,

die Idee hatte ich auch erst. Aber ich vermute, dass es zu lange dauern würde, bis der Motor dann wirklich abstirbt.

Hallo smlgbl (es gibt schon komische Vornamen),

die Lösung, die du zuerst verbaut hattest, wäre glaube ich nicht Zulassungsfähig. Die Funktion müsste wenn überhaupt umgekehrt sein. Wenn Spannung anliegt, müsste die Spule gespannt sein. Im stromlosen Zustand (Not-Aus gedrückt) müsste die Spule lösen und den Knopf vom Aussteller drehen bzw. den Bowdenzug ziehen. Sollte eine Unterbrechung im Kabel sein (Kabel durchtrennt oder Kabel vom Not-Aus-Schalter nicht gesteckt) geht der Motor aus bzw. erst gar nicht an. Ich würde das ganze auch noch mit dem Anlasser koppeln. Weil sonst, wenn der Not-Aus-Schalter gedrückt ist und du versuchst du den Motor zu starten, wunderst du dich, warum er nicht anspringt.
#355552
Hallo Jörg.

Wenn man die Zuleitung zur Pumpe verschließt, geht er sofort aus. Anders wäre es, wenn man sie durchschneiden würde, dann könnte die Pumpe den Rest noch aus der Leitung saugen und der Motor würde noch ein paar Sekunden laufen.

Gruß Olli
#355557
Hallo Olli,

bei meinem 411er hab ichs noch nicht ausprobiert. Da habe ich keinen Dieselabsperrhahn dran. Bei meinem Trecker (John Deere 510) hab ichs mal ungewollt ausprobiert. Da hat mir ein Scherzkecks meinen Dieselhahn vom Tank zum Filter zu gemacht. :evil: Starten ging noch und ich bin auch noch halb aus der Garage gefahren. Dann blieb er stehen und mein Herz auch fast. Ich hatte es allerdings gleich gesehen und hab den Hahn wieder aufgemacht. Da konnte man richtig hören, wie die ESP fast Vakuum gesaugt hatte.
Oder man müsste das Magnetventil zwischen Diesel-Filter und ESP machen. Dann könnte ich mir auch vorstellen, dass er auf Schlag ausgeht.
#355564
Hallo
Wenn man die Zuleitung zur Pumpe verschließt, geht er sofort aus.
Nein erst wenn der Saugraum leer ist geht der Motor aus.

Das der Motor bei Notstopp abgestellt werden muss, stelle ich in Frage. Vermutlich mus der Antrieb des Bohrgerätes einen Notstopp haben, was nicht das Gleiche ist.
Den motor einfach abstellen über die ESP während der Verstellhebel auf eine Drehzshl eingestellt ist, geht mit der Serienpumpe nicht. Da der Verstellhebel nur in Stoppstellung die regelstange zurückzieht, muss das Handgas zwingend zurückgezogen werden.
Die Lösung, in das Gestänge zum Verstellhebel eine Druckluftzylinder einbauen, der auch bei voll betätigter Pedal- bzw Handgasverstellung soviel Weg hat, den Verstellhebel auf Null zu ziehen.
Bei den neuren Fahrzeugen ist ein anderer Regler verbaut, der eine separate Abstellwelle im Regler hat. Der stellt den Regler auch bei eingesteller Maximalleistung ab.
Vielen ist z.B.der separate Abstellzug bei diversen Deutz-Traktoren bekannt.
Beim 1300L gibt es zwei unterschiedliche Regler, RQV und RSV, was ist denn bei dir verbaut?
#355567
Hallo Leute,

vielen Dank für die vielen Antworten! Mein wirklicher Vorname ist Samuel...

Welcher Regler verbaut ist RQV oder RSV kann ich von hier leider nicht sagen, ich vermute aber RSV.

Ihr habt natürlich Recht, dass eigentlich die Hydraulik bzw. der Öldruck abgestellt werden sollte, wenn ein Not-Aus-Knopf gedrückt wird. Das war auch unser Vorschlag, aber die Vorgabe des Auftraggebers lautet, dass der Motor abgestellt werden sollte.

Die Ideallösung aus meiner Sicht ist eine Kombination aus euren Vorschlägen. Zuerst sollte der Öldruck durch ein Ventil umgeleitet werden, da das wesentlich schneller geht als zu warten bis der Motor keinen Sprit mehr hat. Um dann noch den Vorgaben des Auftraggebers nachzukommen kann man dann ein Magnetventil in die Dieselleitung einbauen um schließlich den Motor abzustellen.

Die "elektro-mechanische" Lösung mit der Spule ist aus vielerlei Hinsicht nicht möglich, da sie soz. die Funktion des Abstellknopfes nachstellen würde, der wiederum nicht funktioniert, wenn man noch auf dem Gaspedal steht.

Ihr habt natürlich auch Recht, das beim aktuellen Aufbau die Not-Aus-Schalter eigentlich Not-Ein-Schalter sind...

Dann müsste ich mich mal nach einem Magnetventil umsehen. Oder spricht da was dagegen?
#355582
guude,

mal mit "Not aus dieselmotor" gockeln, es gbt zuluftklappen.

oder wie es heute mit "Zündchloß" funzt,
".....so öffnet ein Magnetventil die Kraftstoffzufuhr (incl. Kraftstoffpumpe), somit kann der Motor gestartet werden. Wird die „Zündung“ abgeschaltet, sperrt das Magnetventil die Kraftstoffzufuhr und bringt den Motor zum Stillstand..... (Wikipedia)

magnetventil wäre auch redundant, kein strom-motor aus.

gut mog! justus.
#355591
Bau bitte ein Magnetventil in den Kraftstoffweg ein- der Verwender wird dich würgen, nach jedem Notstopp alles entlüften zu müssen.
Einfach einen Pneumatikzylinder, der nur Zieht, ausreichen Weg parallel zum Gaszug vor der Pumpe. Luft hast du ja prinzipiell beim Laufen immer, sonst geht ja eh nix mehr mit dem Bohren. Also Luftzylinder der einfach am Gas zieht, egal von welcher Gasstellung.
Oder Drücken, von vorne entlang am Motor, da würde die Befestigung nicht so schwer werden.
Ev noch ein kleines Kesselchen extra dafür reinbauen mit Rückschlagventil, dass der Kessel ned leer werden kann, fertig.
Allemal besser und schneller als ein Magnetventil in die Dieselleitung....
#355895
Hallo

Ein Magnetventil, welches den Kraftstoffzufluss abriegelt ist doch wohl das ungeschickteste was es gibt. Erstens dauert es, bis der Saugraum leer ist und der Motor abstirbt und zweitens muss wie Lukas schreibt das System zum Neustert entlüftet werden.
Ein Notstopp, der erst nach zwei Minuten anspricht ist doch wohl kein Notstopp. dieser wird dann gefordert, wenn bei Gefahr alles sofort stehen muss, und nicht erst bis der Mann zehnmal ums Bohrgestänge gezerrt wurde.
Zulufklappe geht nur direkt am Saugrohr, die Schläuche würden sich sonst zusammenziehen und evtl reißen, dann zieht er wieder neue Luft.

Es gibt im großen Baukasten von Daimler alles was man braucht. Die neueren LKW, welche mit dem Zündschlüssel abgestellt werden haben einfach einen Zylinder im Gasgestänge. Der lässt sich auch beim Mog einfach einbauen.

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Hallo liebe Freunde der gepflegten Fortbewegung! […]

gesuche, Lima vom 401 2010 900 Eus

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Hallo versuchs doch mal mit einer Staubsauger D&u[…]