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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#53627
Hallo an alle Verstrahlten.
Ich konnte kein Thema zum anhängen finden.
Folgendes Problem beschäftigt mich seit Tagen.
Am Wochenende werde ich ein Fahrerhaus und einen Rahmen vom Sandstrahler abholen ( :Unimog02 401). Die Witterung ist eher ungünstig.
An der Kabiene muß noch einiges geschweißt werden (Die von Rost erheblich beschädigten Blechbereiche sind schon rausgetrennt). Der Rahmen ist im normalen einwandfreien Zustand. Der Transport wird mit einem Planenwagen (814) durchgeführt.
Der Lackierer sagt : "Alles sofort grundieren!"
Der Schweißer sagt : "Den Rahmen mit Hohlraumkonservierung einsprühen (kann man später abwaschen) und die Kabine erst schweißen. Danach (ca. 2 Wochen) alles zusammen vom Schweißer (?!) grundieren lassen!"
Wie würdet Ihr vorgehen??
Grüße und Danke
Micha
#53633
Das Problem ist, daß wenn du erst grudierst und dann schweißt, die Grundierung wegbrennt. Das gibt dann so unschöne Stellen, die man auchnoch sieht, wenn fertig lackiert ist.

Ich würde vor dem Scheißen garnichts machen und die Wetterlage abpassen. Wenns gut aussieht, gehts lose. Ein paar Regentropfen machen nix, die kannste abwischen. Platzregen ist allerdings schlecht.

Nach dem Schwießen grundieren und lackieren und alles sollte in Butter sein.

Du kannst latürnich auch einen Großteil grundieren und die zu schweißenden Stellen freilassen, damit die Farbe da nicht wegbrennt. So wäre der Großteil der Karosserie schon mal vor Feuchtigkeit geschützt.
#53636
Grundiere unbedingt alles was nicht mehr geschweißt werden muß ganz dünn vor!!! Frisch gestrahltes rostet unter Umständen im stundentackt auch wenn man es zunächst nur unter der LUPE sehen würde!!!
Nimm dazu ruhig die Grundierung die du eh verwenden würdest nur halt ganz dünn damit du Verlauf und Übergang bei den folgenden Lackierarbeiten hinkriegst.

Tschua Torsten
#53715
Ich kann den anderen nur beipflichten, sofort wenn möglich grundieren, hab mein fahrerhaus auch gesandstrahlt.Trotz beheizter halle setzt sich wieder rost an.

Hab es allerdings komplett grundiert ( so das eben etwas Farbe drauf ist)
dazu ist zu sagen das kein unterbodenschutz mehr grauf war nur nacktes blech,
dann alles geschweißt, und später noch 2 mal mit ZINK-Phosphat Grundiereng drüber lackiert.Nach dem 1 Gang grundierung hab ich die nochmal angeschliffen.Sehr gute oberflächen güte.
Hab für 2 Türen und Haus 7 KG grundierung verbraucht.
17 l unterbodenschutz, 3l steinschlagschutz, und 4 l Hohlraumwachs.

Das sollte für einige jahre den verfall aufhalten.

gruß Roland
#54245
Hallo Mogler,
vielen Dank für die Antworten auf meine Frage. Ich habe jede Meinung betrachtet und in meine Überlegungen mit einbezogen . Hier meine Ergebnisse zu diesem Thema:
Auf jedenfall sollte man die gestrahlten Teile so schnell es geht (<4Std) grundieren. Bei mir war das nicht möglich. Die Teile stehen aber in einer wirklich trockenen und warmen Halle und ich kann nach fast 4 Tagen blank optisch keinen Unterschied erkennen.
Wir schweißen jetzt erst alles und grundieren anschließend folgendes:
2x Korrosionsschutzprimer 4130, lasierend (Spies Hecker) und dann 2-3x mit Variofüller 8590 (auch Spieß Hecker bekomme aber kein Geld).
Der Korrosionsschutzprimer enthält Zinkchromat und scheint gut für den Mog aber nicht gut für Mog Fahrer (Totenkopf auf der Dose). Beim Verarbeiten also unbedingt Verhüter benutzen.

Gruß an alle
Micha
Dateianhänge:
Froschblank.jpg
Froschblank.jpg (13.22 KiB) 2528 mal betrachtet
#54400
Hallo Kollegen,

ich bin jetzt zwar der letzte aber gebe auch noch meinen Senf dazu.
Das mit dem "Sofort lackieren" ist Blödsind. Bei uns stehen oft Fahrzeuge Monate in einer ungeheizen Halle. Es passiert gar nix. Leichter Flugrost kann sogar erwünscht sein weil durch die rauhe Oberfläche der Lack besser hält. matallisch reine Oberflächen brauchst du nur wenn du deine Hütte verzinken willst. Das wird mit einem Flammspritzverfahren gemacht und ist die Wucht in Tüten. Kosten tut es kaum mehr wie lackieren. Heute wird außerdem in vielen Fällen das Wasserstrahlverfahren angewand. Das wird z.B. mit einem Hochdruckreiniger gestrahlt der sich Sand aus aus einem Eimer einsaugt und den auf das Belch bläßt. Hierbei rostet es immer an, das nimmt man aber gerne hin weil das arbeiten angenehmer ist. (Staubentwicklung)
Zum Lack: Ich würde nie irgendeine Zinkpampe nehemen, sonder immer nur 2 K Kunstharzlack. Alle andere halte ich für Mist.
#54461
Hallo Mogler
ich würde nach dem Sandstahlen sofort grundieren, Standox Lackiersysteme empfiehlt bei einer Oldtimer-Restaurierung<.
Untergrund: Altlackierung restlos entfernen, blanker Untergrund, gesandstahlt

1.Reaktiv Haftprimer 2. 2K Füller 3. schleifen 4. Spachteln 5. 2K Füller 6. 2K Autolack bei met. Basislack und Klarlack.

2 K Lack = 2 Komponenten - Härter und Lack- meißtens 2 zu 1 gemischt auf einen Liter Lack 0,5 Liter Härter. 2 K lack ist zwar teuer aber wesentlich besser als Kunstharzlack. In Kunstharzlack kann man zwar auch Härter mischen aber der dient nur der Trocknugsbeschleunigung.
Kunstharzlack trocknet sehr langsam dadurch mehr Staubeinschlüsse Mücken ,Fliegen usw. Ich habe diesen Lackaufbau 1997 bei einem Porsche Trecker angewendet und bis heute noch keine Roststellen. Bei meinem 411 werde ich es genau so machen.
MfG Dieter Schultz
#54481
Danke Dieter,
du hättest Dich ruhig etwas eher melden können. Dann wäre ich mit Sicherheit schon viel weiter.

Zu deiner Vorgehensweise sind nur zwei Dinge zu sagen.

Erstens:
Ob man Spies Hecker oder Standox nimmt ist eigentlich nur eine regional bedingte Entscheidung.

Spies Hecker NfZ Programm :
Priomat 1:1 Korrosionsschutzprimer 4130, lasierend

Standox NfZ Programm :
Standofix Reaktiv Haftprimer, lasierend

Von Spieß Hecker habe ich sehr schnell alle Datenblätter und die Vorgehensweise ber Mail bekommen. Ich denke Standox macht das genau so.

Zweitens:
Mach mit dem kompl. Lackieren nicht zu schnell, sonst vergißt du womöglich noch das zusammenbauen. (SPASS):sorry:

Auf jedenfall Danke an alle. Ich Denke, das man jede Meinung aktzeptieren sollte. Jeder sollte sich durch die mehr oder weniger verschiedenen Lösungen nur Anregungen für seine Vorgehensweise holen.
(das Thema mache ich nach Fertigstellung noch mal auf (in 3-4Jahren oder so :crazy1: ) und schreibe alles Gute und Schlechte was mir wiederfahren ist rein.

Gruß aus NRW
Micha
#54495
Hallo Forum,

meine Erfahrung zu Lacken:
Das Widerstandfähigste an Lack, was mir bisher untergekommen ist, ist Du Pont Imron 700. Grundierung mit Epoxy 2K Grund, zwei Schichten. Decklack Imron 700 Polyurethan 2K Lack zwei Schichten. Alles nass in nass lackiert.
Der Lack ist schwer zu lackieren. Der Glanzpunkt ist bei hellen Farbtönen schwer zu sehen. Die Farbtöne sind auch begrenzt. Das Ergebnis ist allerdings einsame Spitze.
Stanox, Spies und Hecker und Herberts habe ich zwischen durch probiert. Die kommen nicht mal in die Nähe in Sachen Haltbarkeit.

Gruß

Franz

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